Die Reihe wird unterstützt durch die Kulturvermittlung Steiermark
KünstlerInnen, die aus dem Poetry Slam-Kontext stammen
und ein literarisches Programm entwickelt haben, welches mit Stimme,
Körper und Sprache arbeitet, werden eingeladen, Sprechperformances zu
zeigen: Spoken poetry, die vom Format des Poetry Slams beeinflusst ist,
doch ohne das Element des Wettbewerbs auskommt.
Für Schüler und Studenten werden Workshops angeboten. Im Herbst 2007 wird
zu einem Poetry Slam geladen.
Donnerstag, 29. März 2007
20.00 Uhr
Eintritt: EUR 3,-
(Workshop 30. März)
spoken poetry
DEUTSCHLAND
Volker
Strübing + Lars Ruppel
Volker
Strübing und Lars Ruppel gehören zur absoluten Elite der deutschen Slam
Szene. Volker Strübing gewann den Einzelwettbewerb des SLAM2005, der
Meisterschaft der deutschprachigen Poetry-Slams in Leipzig und gemeinsam
mit Micha Ebeling als Team LSD den Teamwettbewerb des SLAM2006 in München.
Lars Ruppel machte im letzten Jahr bei seinen Auftritten nachhaltig auf
sich aufmerksam. So gewann er die erstklassig besetzten Veranstaltungen
auf der Leipziger Buchmesse und beim Augsburger Brecht-Festival ABC. Seine
Bühnenpräsenz sowie Originalität und Wortwitz seiner Texte machen ihn
schon in jungen Jahren zu einem der Großen unter den Slam-Poeten.
Volker Strübing
Volker Strübing lebt in Berlin.
German International Poetry Slam Champion 2005. Nachdem er den Slam in
Dornbirn im Mai gewonnen hat, verteidigt er nun seinen Titel. Der gelernte
Facharbeiter für Datenverarbeitung begann seine künstlerische Laufbahn mit
Musiken für C64-Computerspiele. Seit 1996 liest und singt er bei LSD -
Liebe Statt Drogen und seit 1999 bei der Chaussee der Enthusiasten. 2005
erschien sein Roman "Das Paradies am Rande der Stadt" im Yedermann Verlag.
Lars Ruppel
Lars Ruppel, geboren 1985 in Marburg. Der Jungstar der deutschen
Poetry-Slam-Szene und die große Hoffnung für kommende National Slams. Lars
Ruppel tritt seit seinem 16. Lebensjahr auf Poetry Slams auf und räumte
besonders in der Saison 2005/2006 erstmals zahlreiche große deutsche Titel
ab, u.a. gewann er den hochkarätig besetzen Poetry Slam zur Leipziger
Buchmesse 2006. Er ist jüngstes Mitglied der Performance Poetry Boygroup „Smaat“
(mit Gabriel Vetter, Sebastian 23 und Felix Römer) und tourt mit dieser
und auch solo durch die Clubs und Theater im ganzen deutschsprachigen
Raum. In Workshops bringt der durchtrainierte Vollblutperformer
Jugendlichen die Kunst der performativen Poesie bei. Lars Ruppel lebt in
Marburg.
Donnerstag, 24. Mai 2007
20.00 Uhr
Eintritt: 3,-
(Workshop 25. Mai)
Nora
Gomringer + Christian Uetz
Nora Gomringers
„Sprechtexte“ sind zeitgemäße, bildmächtige Kleinode voller Witz und
Lakonie. Sie zielen nicht auf andächtiges Zuhören, nicht auf elitäre
Selbstgenügsamkeit. Sie erstarren nicht auf dem Papier, sondern treiben
durch die Welt der Sprache. Sie sprechen die Hörer direkt an, entwerfen
Bilder, erzeugen spontane Emotionen.
Christian Uetz ist der innovativste Schweizer Dichter der jüngeren
Generationen. Seine Gedichte sind ein unverwechselbarer, kompromisslos
eigenständiger Beitrag zur zeitgenössischen deutschsprachigen Poesie.
Christian Uetz hat das Uetz-Idiom erfunden – ein Idiom, das den Sprachleib
buchstäblich leibhaft vor Augen stellt. Uetz´ Poesie
insistiert, verwirrt, erhellt, lässt konkretes Sprechen ganz Gestalt
werden.
Nora Gomringer
Nora-Eugenie Gomringer, geboren 1980, ist
Schweizerin und Deutsche. Sie lebte u.a. vier Jahre in den USA, wo sie
enge Kontakte zur Performance Poesie Szene pflegte. Ihren ersten
Gedichtband veröffentlichte sie mit 19, ihren zweiten mit 22 Jahren.
Außerdem erschienen ihre Texte in Anthologien, Schulbüchern und
Zeitschriften. Im Jahr 2003 erhielt sie den Hattinger Literaturpreis, 2005
wurde sie mit dem Kulturpreis der Stadt Rehau ausgezeichnet. Im Mai 2006
erhielt sie den mit 5000 Euro dotierten Förderpreis der Kulturstiftung
Erlangen.
Christian Uetz
wurde 1963 in Egnach, Schweiz,
geboren.
Er studierte Philosophie, Komparatistik und Altgriechisch. Nach zeitweiser
Ausübung einer Lehrertätigkeit in der Nähe des Bodensees lebt er heute in
Berlin.
Er wird häufig zu Literaturfestivals für experimentelle Poesie und spoken
poetry eingeladen. Zuletzt im Jahre 2000 nach Kolumbien zum „Festival
Internacional de poesía en Medellín“.
1999 erhielt er im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs den
3sat-Preis.
Donnerstag, 18. OKTOBER ● 20.00 Uhr ● Kleiner Minoritensaal
Diese Veranstaltung wird durch die Kulturvermittlung Steiermark
unterstützt.
17.+ 18. OKTOBER ●
8.30–12.00 Uhr
Workshops mit Wehwalt Koslovsky und Antoine Faure
Wehwalt
Koslowsky (Deutschland) + Antoine
Faure (Frankreich)
Wehwalt Koslovskys Ästhetik gründet
sich auf das Spiel mit Klang und Form. Im Spannungsfeld zwischen Klassik,
Romantik, Expressionismus und Beat experimentiert Koslovsky mit
verschiedenartigsten Rhythmen und sucht dabei stets die natürliche Melodie
der Sprache, die er in seinen von dichter Atmosphäre, Ausdruckskraft und
Dramatik geprägten Textperformances immer wieder zu neuem Leben erweckt.
Antoine Faure (alias Tô) bezeichnet sich als logischen Nachfahren der Beat
Poeten. Tô entwickelte das Konzept für Pulse Poetry. Er setzt dabei seine
Zunge wie eine traditionelle Trommel, wie einen elektronischen Sound ein,
um eine einzigartige Rhythmik zu generieren. Seine Gedichte und
Performances setzen sich mit der Komplexität der menschlichen Psyche, mit
der Schönheit und den Schattenseiten des Lebens auseinander.
Antoine Foire
Wehwalt Koslowsky
Antoine
Faure
Spoken Word Poet, Theaterautor und Beatboxer aus Paris.
Französischer National Poetry Slam Champion 2004/2005. Champion nahezu
aller großen französischen Poetry Slams. Zahlreiche Auszeichnungen und
Preise. Festes Mitglied des internationen Poetry-Tour-Ensembles "Poesie
United", in dem sich neben ihm Poetry-Stars wie Ben Porter Lewis (USA),
Milo Martin (USA) oder Wehwalt Koslovsky (Deutschland) befinden, mit über
80 Shows im Jahr. Hauptprotagonist der ARTE TV-Dokumentation über
Performance-Poetry in Frankreich. Mehrere Theater-Produktionen für
französische Schauspielhäuser. Antoine Faure lebt in Paris.
Wehwalt Koslowsky
wurde 1972 in Düsseldorf geboren und lebt heute in Berlin. Sein in
atemberaubender Geschwindigkeit vorgetragenes Gedicht „Nittigrittig wurde
zum wohl bekanntesten europäischen Slam Poem überhaupt. Koslowsky ist
Mitglied des internationalen Performance Poetry Tour Ensembles „Poesie
United“ und wurde 1998 National Poetry Slam Champion im Teamwettbewerb. Er
ist Gewinner von über 80 Poetry Slams seit 1997. Koslowsky gestaltete
Poesie-Shows für die Goethe-Institute in Serbien-Montenegro,
Bosnien-Herzegowina, Tschechien, Polen, Kroatien, den Niederlanden und
vielen anderen Ländern und veröffentlichte u.a. die Spoken-Word-CD „Slammology".
Freitag, 16. November 2007
20.00 Uhr ● Kleiner Minoritensaal
Anmeldung ab 19.30 Uhr vor Ort möglich
1. Poetry Slam bei den
Minoriten
Moderation: Markus
Köhle und Mieze Medusa
Gut vorbereitet durch
den Spoken Word Schwerpunkt der letzten Jahre macht MinoritenLiteratur die
Bühne auf für eigene Texte in handlichen 5 Minuten Portionen. Ein Poetry
Slam ist ein Abend von und für das Publikum, eine offene Bühne und eine
Literaturveranstaltung mit Wettbewerbscharakter. Durch den Slam führen
Markus Köhle und Mieze Medusa.
Regeln:
- Nur eigene Texte sind erlaubt.
- Keine Requisiten. - Es zählen der Text und die Performance.
- Ein Poetry Slam ist kein Song Contest - also keine reinen Gesangsstücke,
keine durch Gesang dominierte Performance.
- Es gibt 2 Runden: eine Vor- und eine Finalrunde (Texte für 2 x 5
Minuten mitbringen!). Über Aufstieg in die Finalrunde und Sieg
entscheidet eine zufällig ausgewählte Publikumsjury.
- Bei Zeit- und Regelübertretung gibt's Punkteabzug.
Wer mehr über Poetry
Slam erfahren will, kann sich z.B. unter
www.textstrom.atinformieren.