
Die Geigerin Judith Fliedl legt besonderen Fokus auf die Interpretation zeitgenössischer Werke im Zusammenhang mit der Vermittlung von Emotionen, der eigenen Körperlichkeit und neuen Konzepten des Musik-Erfassens. Im Mittelpunkt steht das Erschaffen und Ergründen von der Beziehung zwischen der Musikerin und dem Publikum. Bestreben ihrer Arbeit ist es, ein bewusstes gemeinsames Erleben des musikalischen Moments zu erreichen und zeitgenössische Musik zu nutzen, um genauer und aufmerksamer hinzuhören, um so im Miteinander Musik und den Moment erfassen zu können.
In enger Zusammenarbeit mit den Komponisten Iason Maroulis und Gerard Erruz wurden Kompositionen erarbeitet, die sich mit diesen Themen befassen.
Judith Fliedl ist eine in Wien lebende Geigerin, die sich auf die zeitgenössische Musik spezialisiert hat. Neben ihrer solistischen und kammermusikalischen Tätigkeit gilt ihr Interesse interdisziplinären Projekten, wie z.B.: Theaterproduktionen im Kunsthistorischen Museum (“Ganymed Bridge”) oder im Odeon Theater Wien. Sie ist Residenzmitglied im Klangforum Wien, sowie Gründungsmitglied des Ensemble Coincidence und Trio Artio. Neben Engagements bei renommierten Festivals wie z.B.: den Salzburger Festspielen, Wien Modern, dem Carinthischen Sommer, den Wiener Festwochen und dem Impuls Festival Graz ist Judith Fliedl regelmäßig in Österreichs wichtigsten Spielstätten, wie etwa dem Wiener Konzerthaus oder dem Wiener Musikverein, zu hören. Internationale Präsenz zeigte sie bisher in den USA, Kanada, Korea, England, Deutschland, Norwegen, Frankreich uvm. Judith Fliedl ist mehrfache Preisträgerin bei nationalen und internationalen Wettbewerben wie: A. e V. Marcosig, Gianluca Compochiario, Brahms Wettbewerb und Lions Wettbewerb. Im Jahr 2023 wurde Judith mit dem Startstipendium für Musik und Kunst vom österreichischen Bundesministerium für Kunst und Kultur ausgezeichnet. Sie spielt eine Violine von Lorenzo Storioni aus dem Jahr 1780, die ihr von privater Hand zur Verfügung gestellt wird.