„Gott hat kein Museum #02“ wurde am 12. September 2026 im Rahmen des steirischen herbst 26 eröffnet. Kurator Johannes Rauchenberger hielt eine umfassende Einführung in die 10 Abteilungen: „01 Erben“, „Religion & Gewalt“ (mit der Sonderausstellung von Eilfried Huth), „03 Wissen & Glauben“, „04 (Un-)Sichtbarkeit (mit Interventionen von Elisabeth Gschiel), „05 Muster“ (mit einem Gastbeitrag von Ali Beheshti und einer Installation von Elisabeth Gschiel), „06 Unendlichkeit und Erzählung“, „07 Codes“, „08 Zeug*innen“, „09 Hand, Fuß und Antlitz“ und „10 Aber.Glaube“.
Die Rede ist im Magazinformat hier nachzulesen. Die neue Jahresausstellung ist großteils bis zum 10. Juli 2027 zu besuchen. Sie führt das zum 50. Geburtstag des KULTUM im Vorjahr erstmals vorgestellte Museum für Religion in der Kunst der Gegenwart fort und interpretiert es jahrüber mit temporären Interventionen neu. Den Beginn machen Eilfried Huth, Elisabeth Gschiel und Ali Beheshti. Im Laufe des kommenden Jahres folgen Suse Stoisser und Hartwig Bischof. Zusätzliche Leihgaben stammen von Werner Hofmeister und Wilfried Gerstel. Ein ganz neues Altartriptychon entstand von Zlatko Kopljar – auch dieses ist ohne die Mystik nicht zu denken, wenngleich es „Verstörungen“ heißt.
In den letzten drei Jahrzehnten ist im KULTUM Graz eine Sammlung aus Ausstellungen entstanden, die in der Konsequenz, mit der sie die genannte Frage stellt, europaweit einzigartig ist. In weiteren zehn Abteilungen spürt die derzeitige Ausstellung einer Bildgeschichte Gottes in der Gegenwart nach: Dessen Codes – in der Schrift, im Gesicht, in der Hand und den Füßen –, die Wege, das Unendliche im Endlichen sichtbar werden zu lassen, die dabei aufgebauten Widersprüche, der (Aber-)Glaube seiner Zeuginnen und Zeugen, das Verhältnis von Religion und Gewalt, die Brücken und Speicher von Wissen und Glauben entfalten sich in unterschiedlichsten Werken auf drei Etagen.
Beteiligte KünstlerInnen:
Iris Christine Aue, Fritz Bergler, Ali Beheshti, Gerald Brettschuh, Hartwig Bischof, Anna & Bernhard Blume, Julia Bornefeld, Guillaume Bruère, François Burland, Danica Dakić, Marta Deskur, Madeleine Dietz, Michael Endlicher, Manfred Erjautz, Heribert Friedl, Wilfried Gerstel, Hermann Glettler, Dorothee Golz, G.R.A.M., Alfred Graf, Elisabeth Gschiel, Peggy und Thomas Henke, Werner Hofmeister, Jochen Höller, Eilfried Huth, Lena Knilli, Zenita Komad, Nina Kovacheva, Zlatko Kopljar, Julia Krahn, Erwin Lackner, Gerhard Lojen, Nikola Markovic, Muntean/Rosenblum, Marianne Maderna, Alois Neuhold, ninavale, Adrian Paci, Hannes Priesch, Werner Reiterer, Bettina Rheims/Serge Bramly, Keiko Sadakane, Luis Sammer, Wilhelm Scheruebl, Anneliese Schrenk, Claudia Schink, Ruth Schnell, Hannes Schwarz, Petra Sterry, Michael Triegel, Markus Wilfling, Eduard Winklhofer, Maaria Wirkkala, Nives Widauer, Judith Zillich, Leo Zogmayer, zweintopf, 0512.
Kuratiert
von Johannes Rauchenberger
Zu den Ausstellungen von „Gott hat kein Museum“ erscheint ein 176 starker Ausstellungsbegleiter, den jede Besucherin und jeder Besucher an der Kassa erhält (€ 5,–). In Vorbereitung ist zudem ein von Johannes Rauchenberger verfasstes mehrbändiges Buch mit allen Bildern der Ausstellungen (ca. 600 Seiten), das an der Kassa vorbestellt werden kann.
Der Eintritt in die Ausstellung beträgt € 10,– (ermäßigt: € 7,–); Jugendliche bis 19 haben freien Zugang. Ein Ticket berechtigt zum mehrmaligen Eintritt.
Schulklassen oder Gruppen führen wir gerne (Führungspauschale: € 5,–/Person): 0316/711133 oder tickets@kultum.at)