Johannes Rauchenberger legte seinen Schwerpunkt in der 3. Themenführung am 8.11.2025 auf "Letzte Dinge": Werke von Muntean/Rosenblum, ninavale, Petra Sterry, Richard Frankenberger, Madeleine Dietz, Maaria Wirkkala, Wilhelm Scheruebl, Lorenz Estermann, Thomas Henke, Alois Neuhold undAdrian Paci standen im Zentrum.
Dem Paradigma des Aufbruchs und der Zukunft der damaligen 1970er Jahre, (das wir gerade vor Ort so gut ins Heute tragen konnten), ist aber im allgemeinen Lebensgefühl ganz einer Endzeitstimmung gewichen. Dieses Lebensgefühl der Gegenwart ist apokalyptisch. Radikale Brüche, eine bedrohliche Endlichkeit werden nicht nur existenziell, sondern auch gesellschaftlich, ja global erlebt.
„Letzte Dinge“ ist ein altes Vokabel für Tod und Vergänglichkeit, für Sterben und Übergang. Für Himmel und Hölle. Für das letzte Gericht. Einiges von diesem religiösen Wording hat die Zeit (oder wer auch immer) längst hinweggerafft. Aber einiges wurde dabei auch tabuisiert – und es hat sich (spätestens seit Corona) selbständig gemacht. Öffnet Kunst einen Raum, dieses bedrohliche Gegenwartsgefühl auch zu transzendieren?