KULTUM | Lesung und Gespräch mit Richard Schuberth: DI, 22.09.2026 | 19 Uhr | Nachlese zur Eröffnung von “Gott hat kein Museum #02" vom 12. September und zum Vortrag von Ali Beheshti vom 15. September
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Foto:  © Jana Madzigon

 

Herzlich lade ich Sie/Dich im Namen aller Kooperationspartner dieses Abends (Fachbereich Fundamenaltheologie/Uni Graz, Zentrum für jüdische Studien, Verlag Klingenberg, Granatapfel Kulturvermittlung und erinnern.at) am kommenden Dienstag, 22. September um 19 Uhr zum Vortragsabend ins KULTUM mit dem Schriftsteller und Essayisten Richard Schuberth zum Thema: „Vom Antisemitismus, der keiner sein will“.


Immer wieder knöpft sich der Wiener Dichter und Gesellschaftskritiker Richard Schuberth identitätspolitische Diskursmoden vor. Deren israelfeindliche Exzesse seit dem 7. Oktober 2023 führten ihn zu den psychologischen und historischen Wurzeln des israelbezogenen Antisemitismus und der Frage nach der Scheidelinie zwischen berechtigter Antisemitismusdiagnose und Diffamierung.

In Form des literarischen Essays, der Analyse mit Witz und Sprachfantasie legiert, ergründet er dieses Minenfeld der ideologischen Verzerrungen, die ihm aus seiner eigenen Biografie nur zu vertraut sind. Er ruft dabei auch seinen einstigen Antisemitismus als junger Marxist sowie seinen Kulturrelativismus als junger Ethnologiestudent in den Zeugenstand. 

Worin besteht dieser neue Antisemitismus? Wie neu ist er wirklich? Und wie lässt sich Kurs halten zwischen der Kritik antisemitischer Wahnbildung und Verständnis für Leid und Anliegen von Israelis und Palästinenser*innen? Diesen Fragen geht Schuberth in seinem neuen Buch nach.

Richard Schuberth ist Schriftsteller, Essayist, Musiker und Satiriker. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählen Bus nach Bingöl (2020), Lord Byrons letzte Fahrt (2021) sowie der Roman Der Paketzusteller (2025). Seine Arbeiten verbinden kulturkritische Analyse mit literarischer Sprachkraft und gehören zu den eigenständigsten Stimmen der österreichischen Gegenwartsliteratur.

 
 
 

Vor einer Woche haben wir die zweite Ausgabe von „Gott hat kein Museum“ eröffnet - mit der Sonderausstellung von Eilfried Huth (Zyklus zum Alten Testament) und Sammlungsinterventionen „Stille und Gewalt“ von Elisabeth Gschiel. Am vergangenen Dienstag war der iranische Künstler Ali Beheshti bei uns zu Gast – er hielt einen wunderbaren Vortrag über die "Illuminierte Dunkelheit"; sein Beitrag ist in der Abteilung "Muster" gegenüber Gschiels Installation aus 45.000 Stecknadeln zu sehen. Lesen Sie hier meine Eröffnungsrede im Magazinformat nach.

Die Schau ist Teil des Partnerprogramms des steirischen herbst 26, der in dieser Woche eröffnet wird und setzt auf ihre Weise "RED FLAGS"...

Save the date: Mit Elisabeth Gschiel eröffnen wir dann auch den Galerientag im steirischen herbst am 3. Oktober um 10 Uhr. Zuvor sind wir um 9.30 Uhr im Hof auch eine der Spielstätten zum 100. Geburtstag von Steve Reich... Und am Abend ist "Lange Nacht der Museen", auch mit dichtem Programm, u.a. mit Univ.-Prof.in Irmtraud Fischer zu „Religion und Gewalt“ (vor dem Bilderzyklus von Eilfried Huth)

 

Eröffnung der Ausstellung "Gott hat kein Museum #02" durch Kurator Johannes Rauchenberger im Refettorio mit der Sonderausstellung von Eilfried Huth und seine Zyklus zum Alten Testament. Mehr Fotos >>

 

Der iranische Künstler Ali Beheshti über "illuminierte Dunkelheit" als Zugang zum Gottesbild im Islam. Mehr Fotos >>

 

Unser KULTUM-Programm mit all unseren Veranstaltungen für September/Oktober finden Sie hier ONLINE oder zum Mitnehmen an unserem Frontdesk.

 
Ich wünsche Ihnen im Namen des KULTUM-Teams eine gute Woche!
Ihr Johannes Rauchenberger
 
 
 
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