KULTUM | Themenführung #19 zu Fundamentalismus: Sa, 27.06.2026, 11.15 Uhr | special guests: Werner Reiterer & Hannes Priesch
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Bilder: Werner Reiterer: Wer Wind sät..., 2014; Holz, Metall, Motor, diverse Elektronik, Neon, Farbe, 170 (variabel von 45-201) x 153 x 270 cm, KULTUMUSEUM Graz, aus: GOTT HAT KEIN MUSEUM (2025/26)

Hannes Priesch: Fahnen, 2015 (In diesem Zeichen siege!), Holz, Draht, Stoffe, Wolle, Stickereien, Aquarellfarben; je ca. 260 × 50 cm, Courtesy des Künstlers 

 

Die „Kühlung“ durch das „Propellerkreuz“, das an den Sparren des Dachbodens der Minoriten befestigt ist, könnte sich angesichts der derzeitigen Hitzewelle als sinnvoll deuten lassen – doch wenn die Hitze zu hoch ist, wirbelt es nur weitere Hitze auf: Das ist eine von der Realität eingeholte Prognose für eine metaphorisch gemeinte von Werner Reiterer aus dem Jahre 2014: „Wer Wind sät...“: Religiöser Fundamentalismus wird zum immer drängenderen Thema – und mit ihm die Vereinnahmung der Religion durch die extreme Rechte, nicht nur in Amerika unter der derzeitigen Regierung mit ihren Konvertiten, Apokalyptikern, Kreuzrittern und Erlösungsfiguren, auch in Deutschland und Österreich, wo Parteien schamlos in ihren Werbestrategien christliche Feste kapern.
Die Werke, die sich im Dachboden der Ausstellung „Gott hat kein Museum“ befinden, sind ein umso stärkerer Protest gegen diese Vereinnahmung – und man hätte sich eigentlich von offizieller Seite der Kirche in den letzten Monaten eine stärkere Stimme an Einspruch zu dem gewünscht, was in den sozialen Medien an Vereinnahmung zu Weihnachten, Ostern, Christi Himmelfahrt, Fronleichnam durch die FPÖ abgegangen ist...: Wer vereinnahmt hier also wen? Wann muss man dagegenhalten? Und wie? Und was haben wir zu dem Thema aus unserer eigenen Geschichte beizutragen? Die famose  Leuchtdiodeninstallation von Ruth Schnell im Dachboden ist dazu ein unverfängliches Lehrbuch an „Visionen“, die einem so unterkommen könnten...

Ein hochbrisantes Thema ist also Gegenstand der 19. (und vorletzten) Themenführung der ersten Austabe von „Gott hat kein Museum“ am kommenden Samstag, 27. Juni 2026, 11.15 Uhr. Ich freue mich sehr, dass ich dazu Werner Reiterer und Hannes Priesch, die mit ihren Werken zwei ganz zentrale Positionen in der Abteilung „Fundamentalismus“ bilden, als special guests begrüßen darf: So intensive Momente wurden in den letzten Themenführungen durch Künstlerinnen und Künstler ermöglicht – diesmal wird es nicht anders sein!

Ganz herzliche Einladung!

Ihr Johannes Rauchenberger



 

 

 

 

Ruth Schnell: CUIUS REGIO – WES DAS LAND (WHOSE REALM), 2018/2022, Kunststoff und Leuchtdioden, KULTUMUSEUM Graz, aus: Last&Inspiration. 800 Jahre Diözese Graz-Seckau (2018), adaptiert für KULTUMUSEUM Graz, 2022, Foto/Montage: David Immanuel

 
 
 

Die Ausstellung in der ersten „Aufstellung“ ist noch bis zum 11. Juli zu sehen: Die Abschlussführung ist ebenfalls am 11. Juli um 11.15 Uhr.
Im steirischen herbst 26 wird die Schau mit dem Aspekt „Stille & Gewalt“ erweitert – mit Bildern zum Alten Testamtent von Eilfried Huth und Interventionen von Elisabeth Gschiel und natürlich weiteren neuen Positionen aus der Sammlung des KULTUM. Save the date: Am 12. September ist Eröffnung.
Der Ausstellungsbegleiter ist leider vergriffen – wir arbeiten mit Hochdruck an der zweiten Auflage im Herbst und an einem umfassenden Katalogbuch!

Einzel-Eintritt zur Themenführung: € 11,–/8,–

 
 
 
Mariahilferplatz 3, 8020 Graz
T: +43 / 316 / 71 11 33
M: tickets@kultum.at
W: kultum.at
 

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