KULTUM | Gott, Raum und Kunst: Ulrike Grossarth: Zwischenlandung auf Metaebenen: DO, 18. 6., 19 Uhr
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Bild: running/Lubartowska © Ulrike Grossarth

 

„Gott, Raum und Kunst“, eine neue Vortragsreihe, die im Herbst mit mehreren Veranstaltungen fortgesetzt wird, beleuchtet das spannungsreiche Verhältnis von räumlicher Erfahrung, dem Ereignis göttlicher Gegenwart und dem Potenzial der Kunst, erfahrbar werden zu lassen, dass das Transzendente im Raum einen Ort hat: Die monotheistischen Religionen bekennen auf je eigene Weise, dass Gott in der Welt gegenwärtig ist und wirkt. Zugleich fragt sie danach, wie sich das Raumverständnis der Kunst durch diese Gegenwartserfahrung verändert.

Die erste Vortragende ist die Documenta-Künstlerin und em. Professorin für Bildende Kunst in Dresden, Ulrike Grossarth: Sie ist derzeit in Graz – kuratiert die Schau der Malwerkstatt im Schaumbad – und kommt am Donnerstag, 18. Juni, 19 Uhr ins KULTUM.

Die Reihe wird vom Fachbereich Fundamentaltheologie der Uni-Graz (UProf.in Martina Bär/René Corvaia Koch) in Kooperation mit KULTUM-Diskurs veranstaltet.

Im Namen der MitveranstalterInnen lade ich Sie herzlich ein!

Ihr Johannes Rauchenberger

 


 
 
 

Ulrike Grossarth, Foto: Irene Zimmermann

 

Ulrike Grossarth begibt sich mit ihrer künstlerischen Arbeit in jene kontextfreien Zonen, die mit dem herkömmlichen Instrumentarium des Denkens und Sprechens nicht aufzuschließen sind und gerade dadurch das Potential für grundlegende Transformationen im gesellschaftlichen Bewusstsein bereithalten. Eine Voraussetzung dafür ist die Wandlung der Wahrnehmung des Raumes als fixiertes, objektives Phänomen, dem ein handelndes Subjekt gegenübersteht.
Im Vortrag zeigt sie Projekte, in denen sie mit der Umkehrung der Aktionsrichtung experimentiert: Handlung geht nicht mehr vom Subjekt aus. Durch das Zurückstellen bewusstseinsmäßiger Kontrollmechanismen kann der Einfall – die Aktivität – des ‚Objektiven‘ zugelassen werden. Dem klassischen Raumbegriff, in dem ein positivistischer, repräsentativer Modus herrscht, stellt sie die Definition einer reinen Aufnahmefähigkeit zur Seite. Daraus geht ein zuvor nicht existierender Bereich hervor, in dem unzählige diverse Aggregate von Erscheinungen und neue Kategorien gleichzeitig existieren können, ohne in eine totalisierende Ordnung überführt zu werden.
Der Ansatz folgt Hinweisen auf unbewusste Bereiche und Fehlstellen der Kultur, wie sie Ulrike Grossarth besonders im Zusammenhang mit der jüdischen Tradition begegnet sind.

 
 
 
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