KULTUM | 10. Themenführung zu "God's Codes" am SA, 7.2.2026 | Special guest: Markus Wilfling
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Nach den intensiven Führungen mit special guests wie  Jochen Höller (zu "knowledge & faith") und Daniel A. Zaman (zu "bodies & souls") geht es am kommenden Samstag, 7. Februar um 11.15 Uhr mit Markus Wilfling als special guest zu "God's Cod's" weiter.

Gerade eben hat Markus mit seinem Schriftzug „Wir sind da“ den jüngsten "Zugang" in die Ausstellung "Gott hat kein Museum" gesetzt. Ursprünglich hat er diese "Behauptung" im letzten Moment im Kunstprojekt „1+1+1=1 Trinität“ (2011), das der Liturgiewissenschaftler Philipp Harnoncourt (1931–2020) zu dessen 80. Geburtstag stiftete, als bloßen Zettel eingereicht. Nun ist er Teil von "Gott hat kein Museum"  „Der Satz“, so der Künstler damals, „meint jeden Einzelnen und alles dazwischen“. Leicht übersehbar, mit Fineliner an die Wand geschrieben, ein erdenklich subversiver Akt inmitten einer Welt, der die Präsenzbehauptung Gottes aus unterschiedlichen Gründen fremd geworden ist – nicht nur aus Trägheit, Lärm und Übersättigung, aber auch. Der Monotheismus, der im postmodernen Debattenfeld gegenüber dem scheinbar toleranten Polytheismus eher das Nachsehen hat (Jan Assmann), wird hier mit einem Plural bemüht, in einer starken Ansage der Gegenwart: „Wir sind da.“ 

 
 
 

G.R.A.M., „Paparazzi“ (Karl Schwarzenberg), 2003; Farbfoto, gerahmt, 92x122 cm, KULTUMUSEUM Graz, aus: EX Graz, (Graz 2003  - Kulturhauptstadt Europas)

 

Die Selbstbezeichnung Gottes mit dem „Ich bin der ICH bin da“ (Ex 3,14) vor Mose beim brennenden Dornbusch ist die stärkste Präsenzbehauptung in der Religionsgeschichte, die sich auch in die Zukunft erstreckt. Kann man eine derartig starke, aber auch flüchtige Zusage in ein Bild bannen? Natürlich nicht. An der "Kapelle des brennenden Dornbuschs", das das Katharinenkloster am Sinai hütet, sind so manche vorbei gegangen, u.a. Fürst Schwarzenberg, den das Künstlerkollektiv "G.R.A.M." (Martin Behr und Günther Holler-Schuster) paparazzi-artig erwischt hat: Was er wohl gesehen hat? In der Linse brach sich gerade die Sonne. Auch dieses Bild ist Teil der Schau...

 
 
 

Leo Zogmayer, Satz 7, 2009/2011,
Hinterglasmalerei: Triptychon, je 70 x 70cm, KULTUMUSEUM Graz, aus: 1+1+1=1  Trinität (2011)

 

Neben der Textarbeit von Markus Wilfling und G.R.A.M. werden wir u.a. noch Arbeiten von Leo Zogmayer, 0512, Werner Hofmeister, Bertram Hasenauer, Anneliese Schrenk, Guillaume Bruère und Caroline Heider in dieser Themenführung besprechen.

 
 
 

0512/ www.zerofivetwelve.net (Martin Mathy, Steffen Strassnig)
Sonagramm des Wortes "Allah", Kooperation: Islamforscher Ibric Almir / Islamische Religionsgemeinde Graz / Islamisches Zentrum Graz
2008-2010, Kunststoff, CNC-gefräst, 87 x 140 x 8 cm, 1/3, DVD
KULTUMUSEUM Graz, aus: IRREALIGIOUS. Parallelwelt Religion in der Kunst (2011)

Eine der ersten Arbeiten beim Stiegenaufgang: Eine synthetisch generierte Stimme spricht das Wort Allah, dieses wird durch akustische Analyse in ein rechtwinkliges Koordinatensystem (Zeit, Frequenz, Intensität) übertragen und so die Basis für die dreidimensionale Umsetzung geschaffen.

 
 
 

Es freut mich sehr, dass die Ausstellung und die Themenführungen einen so starken Zuspruch finden. Am kommenden Samstag hat sich zur Themenführung sogar die ehemalige Präsidentin der Salzburger Festspiele, Helga Rabl-Stadler, angesagt...

Herzliche Einladung - und für Spezialführungen kontaktieren Sie uns weiterhin, wir freuen uns!

Ihr

Johannes Rauchenberger

 
 
 

Am letzten Montag waren der ORF 2 da (für eine Sendung in der Fastenzeit), anschließend wurde ein Podcast über Kunst und Kirche, über das KULTUM und über viele Themen der Schau aufgenommen, der gestern erschien - hören Sie rein.

 
 
 

Der Link zum Trailer zu GOTT HAT KEIN MUSEUM

 

Generalpass: € 20,-/15,– Mit dem Erwerb eines Generalpasses erhalten Sie einen Ausstellungsbegleiter mit allen Texten zu den einzelnen Werken (176 Seiten).

Einzel-Eintritt zur Themenführung: € 11,–/8,–

 

Unser Programm bis Mitte April 2026 als Folder

 
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