KULTUM | 7. Themenführung zu "Sacred Images" (Ikonen) mit Johannes Rauchenberger und Judith Zillich: SA, 27.12.2025, 11.15 Uhr | starke Pressereaktionen zu "GOTT HAT KEIN MUSEUM": DIe Furche und die Weihnachtsbeilage der Salzburger Nachrichten
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Herzliche Weihnachtsgrüße aus dem KULTUM! Wir hoffen, Sie hatten/haben gute Festtage im Kreise ihrer Familie, Verwandten und Freunde! Für das KULTUMUSEUM war dieses Weihnachten ein ganz besonderes – haben doch die "Salzburger Nachrichten" ihre ganze Weihnachtsausgabe mit Bildern aus unserer Sammlung bestückt. Die Texte zu den insgesamt 18 Bildern (!) verfasste Martin Behr. DANKE für dieses wirklich unglaubliche Projekt. Es sind Bildbeiträge von Dorothee Golz, Guillaume Bruère, Lena Knilli, Reinhild Gerum, Tobias Trutwin, Wilhelm Scheruebl, Francois Burland, Jitka Teubalova, Muntean/Rosenblum, Ronald Kodritsch, Adrian Paci, Judith Zillich, Elzbieta Jablonska, Julia Krahn. Und ein langes Interview von Martin Behr mit mir: "Ohne heutige Bilder wäre die Religion kulturell tot": Theologe und Kunstsammler Johannes Rauchenberger im Interview. Von Martin Behr (Salzburger Nachrichten, 24.12.2025)

 
 

Auch die Wochenzeitung "Die FURCHE" hat ihre Weihnachtsausgabe mit einem Cover von Reinhild Gerum aus unserer Ausstellung bestückt – und eine besonders schöne Kritik  von der FURCHE-Kultur- und Literaturchefin Brigitte Schwens-Harrant über GOTT HAT KEIN MUSEUM beigefügt (auch als Kontrastprogramm zum in den letzten Adventtagen tobenden "Bilderkrieg" um die Wiener Künstlerhaus-Ausstellung "Du sollst dir ein Bildnis machen")
 "Das Erbe wandeln". Von Brigitte Schwens-Harrant, in: Die Furche 51/52, 16.12.2025, S. 4.

 
 

In der christlichen Bildgeschichte hat ein "heiliges Bild" vor allem ein Gesicht: jenes von Christus, der Mutter Gottes oder den Heiligen im Himmel. In der Auffassung der Orthodoxie ist die Ikone zudem unveränderbar, sie trotzt jedweder Neuerung. Allein schon dadurch ist sie aus der Gegenwartskunst eigentlich ausgeschlossen. Die Ikone ist der Abdruck eines Urbildes, ein Blick aus einer anderen Welt. Doch es gibt Aspekte von ihr, die zeitgenössisch interessieren: Der Blick, die Dauer, die Ansprache ins Jenseits, die Beziehung, das lebendige Bild.
Die Abteilung geht mit Werken von Adrian Paci, Heribert Friedl, Judith Zillich, Bertram Hasenauer, Wilhelm Scheruebl und Alois Neuhold diesen nach.

 

Ein besonderes Augenmerk wird - passend zum Weihnachtsfest - auf die Ikonen von Judith Zillich gelegt: Die in Wien lebende Künstlerin ist special guest der Themenführung. Sie stellt sich mit dem für westliche Kunstohren provokanten Titel „MUTTER GOTTES“ der ostkirchlichen Ikone. Dabei ist sie freilich keine Ikonenmalerin. Aber während eines Auslandsstipendiums in Lwiw (Ukraine) erlernte sie in einer Ikonenmalschule der griechisch-katholischen Universität die alten Maltechniken. Während sie sich freiwillig den Regeln der Ikonen-Malerei unterwarf, begannen sich im Zuge ihrer Auseinandersetzung die Einzelteile eines Ikonengesichts zu verselbständigen. Dieses Binnenleben interessierte Judith Zillich zunehmend, was in Folge an dieser Werkserie in Eitempera auf Papier so besticht, die aus mehr als 100 Variationen besteht. Das Zueinander von Mutter und Kind nimmt völlig unvorhersehbare, mitunter auch unanständige Formen an. Es entwickelt sich dabei ein eindrucksvolles Eigenleben an Zeichen und Symbolen, die Transformationen einer Beziehung darstellen, die von zarten Gesten bis zu Monstern reichen.

Das sogenannte „Schreiben von Ikonen“ führt Judith Zillich vor allem auch auf die ganz außerordentlichen Symbole zurück, aus denen sie bestehen. Sie finden sich im Mund, im Auge, in der Nase, überall, wo Linien die Flächen begrenzen oder strukturieren. Diese Erkenntnis führt sie an mehr als 100 Einzelbildern vor...

 

Der Link zum Trailer zu GOTT HAT KEIN MUSEUM

 
 

Vielleicht haben Sie Interesse, die Weihnachtsfeiertage mit einem Museumsbesuch abzurunden bzw. zu unterbrechen. Fühlen Sie sich herzlich eingeladen! Wir haben auch am 28., 30. und 31. Dezember geöffnet (und dann bis 6. Jänner geschlossen.)

Die nächste Themenführung ist dann am 10. Jänner: Dabei wird Jochen Höller der special guest sein.

Ihnen viele gute Wünsche für den Jahreswechsel - wir freuen uns auf ein gemeinsames Kulturjahr 2026!

Herzlich, im Namen des KULTUM-Teams,

Ihr 

Johannes Rauchenberger

 
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