KULTUM Programm KW 39: Blumenbergtage am 29. und 30. September | Silent Cinema und Diskussion mit Valerie Pelet am 30. September im PARADISE L. | Lange Nacht der Museen – Sonderführungen und Kuratorengespräche mit Johannes Rauchenberger
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Zu unserem nächsten großen Herbstschwerpunkt laden wir Sie am kommenden Donnerstag, den 29. September und Freitag, den 30. September ins KULTUM: An diesen beiden Tagen finden die erstmals stattfindenden Blumenbergtage statt. Auftragstexte, -kompositionen, ein Diskurs-Frühstück nähern sich einem der größten deutschsprachigen Philosophen der Gegenwart, Hans Blumenberg (1920–1996).
Am Abend desselben Tages findet ein SILENT CINEMA im Paradise L. mit der Regisseurin Valerie Pelet statt, die im Rahmen der Diagonale 22 den vom KULTUM gestifteten Preis des besten Kurzdokumentarfilms erhalten hat.

Am Samstag, den 1. Oktober findet die Lange Nacht der Museen statt. Sonderführungen  mit Kurator Johannes Rauchenberger in unserer Ausstellung und Kuratorengespräche mit Josef Wilhelm (19 Uhr) und Michael Neubacher (20 Uhr) erwarten Sie.

Wir ersuchen Sie herzlich um Ankündigung und Berichterstattung  – für  Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung!


Johannes Rauchenberger

0676 8742 3333

 

Das KULTUM hat zwei Schreibaufträge an Lukas Cejpek und Hanno Millesi vergeben, sowie drei Kompositionsaufträge an Benedikt Alphart, Alyssa Aska und Henrik Leonard Erdödy. Die Texte und die neuen Stücke werden am 29. September im Minoritensaal zur Uraufführung kommen. 

KuratorInnen: Barbara Rauchenberger (Literatur), Christoph Renhart (Neue Musik), Florian Traussnig (Diskurs)

29. 9. KULTUM [Minoritensaal]
€ 15,–/10,– Gesamtticket: € 20,–/15,–

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Wir haben die beiden Wiener Autoren Lucas Cejpek und Hanno Millesi um Texte zu Hans Blumenbergs Metapher von der Lesbarkeit der Welt gebeten. 
Cejpek widmet seinen Text der „Unterbringung von Unendlichkeit“ und unternimmt gefasst, wie gewohnt souverän, einen literarisch-essayistischen Versuch „möglichst viel“ Blumenberg zu verstauen in einem Zeitraum, in dem nicht nur eine gewichtige Bibliothek und ein Basteltisch für Leibniz steht, sondern auch ein banales Fernsehgerät.

Und Cejpeks Belesenheit schlägt Funken!
Gänzlich anders der Text von Hanno Millesi, der aufgrund eines ungeplant gekauften Kombitickets in der Hand nach einem Museumsbesuch einen weiteren anschließt. Ganz offensichtlich ist es das Kunsthistorische Museum. In einer als absurd geschilderten Begegnung mit dem Aufseher, dem die sprachliche Kommunikation mit seinem neuen Besucher nicht gelingt, wird er unvermutet eines Rollstuhls zuteil, in ihn versetzt, in die erste Etage gebracht und so durch die Sammlung gefahren. Vom Rollstuhl aus sehen die Bilder anders aus. Der Autor nimmt uns auf eine ganz spezielle Museumstour mit, in der er  über die christlichen Bildthemen sinniert. Sie endet beim Sündenfall und die Erzählung nimmt eine abrupte Wendung ...
 
Ausgangspunkt für die neuen Stücke ist der Text von Lucas Cejpek, Unterbringung von Unendlichkeit. Den instrumentalen Rahmen für die neuen Werke bildet ein Ensemble aus Saxophon (Diego Garcia Pliego), Akkordeon (Filip Novakovic) und Elektronik (Benedikt Alphart). Alle beteiligten Musiker*innen haben an der Grazer Kunstuniversität studiert und sich im Zuge ihres Studiums im Bereich Neue Musik spezialisiert.
 

  

 

Beim Diskurs-Brunch im Rahmen der Blumenbergtage im Innenhof vor dem Minoritensaal geht KULTUM-Diskurskurator Florian Traussnig solchen Blumenberg'schen Ab- und Umwegen nach, springt in den Text-Ozean und taucht zum biografischen Urgrund. Seine Gäste sind der Philosoph und Blumenberg-Biograf Rüdiger Zill, der dem Münsteraner Intellektuellen sowie dessen erlebten oder erlesenen – und mitunter mythisch überhöhten – Anekdoten sein halbes Forscherleben gewidmet hat, und die Germanistin Aglaia Kister, die dem „Zusammenprall zwischen Theorie und Lebenswelt“ ein erkenntnisreiches Momentum zuschreibt: „Hans Blumenberg erscheint mir nicht nur als großer Philosoph und Metaphorologe“, so Kister, „sondern auch als einer der tiefgründigsten Theoretiker der Schusseligkeit. 

Freitag, 30. September, 10 Uhr    

KULTUM [Innenhof vor dem Minoritensaal], Mariahilferplatz 3, Graz   

MODERATION: Florian Traussnig  

 € 15,- (inklusive Frühstück)


 


 
SILENT CINEMA IM PARADISE L.

Triple Feature (drei Kurzfilme) der Regisseurin Valérie Pelet und Diskussion 

 Paradise L., Zinzendorfgasse 3, Graz   BEGRÜSSUNG: Intendanz der Diagonale
MODERATION: Natalie Resch
Eintritt frei; In Kooperation mit Diagonale, KHG Graz und StreetCinema Graz

Was nicht (mehr) sichtbar ist – das interessiert die Regisseurin Valérie Pelet, die auf der Diagonale 22 mit dem Preis für den besten Kurzdokumentarfilm, gestiftet vom KULTUM, ausgezeichnet wurde. Sie lässt Landschaften zum Sprachrohr der Geschichte werden, verwebt uns bekannte Bilder mit neuen Texten und öffnet Fenster zu Parallelwelten, die wir manchmal geschlossen halten wollen. Am 30. September zeigen wir vor der Leechkirche drei Filme aus Pelets Repertoire: Augusts Orte (beste Kurzdoku der Diagonale’22), Klötzler und Notes on a Tropical Archive. 

 


 

DE PROPAGANDA FIDE, unser Beitrag zum großen Ausstellungsprojekt "Die Kunst der Verführung", wurde am 21. September eröffnet: Eine sehenswerte Schau, die sich auf mehreren Ebenen abspielt: Als historische Replik in Strategien und Funktionen von Bildern der Barockzeit, wie sie mit Mariahilf, der Fassade der Mariahilferkirche und den Fresken des neu renoviertem Minoritensaals sichtbar werden, als Geschichte avantgardistischer Plakate seit den 1970er Jahren - (vor allem jener von Karl Neubacher), als Dokumentation von Zeitzeugen von Persönlichkeiten, die diese Öffentlichkeitsauftritte möglich machten, als Ausstellung zeitgenössischer Kunst aus unserer Sammlung zum Thema und als kuratorische Erzählung über die Rolle dieser Bilder in einer Epoche einer akuten Krise der Kirche und eines radikalen religiösen und gesellschaftlichen Umbaus.

 

Samstag, 18 Uhr bis Sonntag, 1 Uhr

Sonderführungen um 19, 20 und 21 Uhr

LANGE NACHT DER MUSEEN.
Sonderführungen und Kuratorengespräche in der Ausstellung: DE PROPAGANDA FIDE. Überraschende Glaubenswerbungen der Katholischen Kirche

19 Uhr: Kuratoren-Gespräch mit Josef Wilhelm 

Kurator Johannes Rauchenberger
führt durch die Ausstellung, begleitet von Josef Wilhelm, der als Zeitzeuge der avantgardistischen Plakate der 1970er und 1980er Jahre befragt wird.

20 Uhr Kuratoren-Gespräch mit Michael Neubacher 

Kurator Johannes Rauchenberger führt durch die Ausstellung, begleitet vom Grafiker Michael Neubacher, der zu den Plakaten seines Vaters Karl Neubacher (1926–1978) Auskunft gibt.

21 Uhr: Sonderführung mit Kurator Johannes Rauchenberger


 


 

Mariahilferplatz 3, 8020 Graz
T: +43 / 316 / 71 11 33 - 31
M: tickets@kultum.at
W: kultum.at

 

Das Programm wird unterstützt von: 

 
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