Vorlesungen zu Kunst und Religion

Theoriearbeit in Kunst und Religion ist Teil des Profils im KULTUM: Seit 2004 lehrt Johannes Rauchenberger als Universitätslektor für christliche Kunst, Sakralarchitektur und Religion in der Kunst der Gegenwart am Institut für Kirchengeschichte an der Universität Wien, seit 2009 (gemeinsam mit HS Alois Kölbl) auch am Institut für Liturgiewissenschaften, christliche Kunst und Hymnologie der Kath. Theol. Fakulät der Universität Graz. Von 2002-2016 waren Johannes Rauchenberger und Alois Kölbl auch Redakteure des ökumenischen Kunstmagazins kunst und kirche. Theoriebildend sind aber auch die vielen Ausstellungen, die im KULTUM in den letzten Jahrzehnten gezeigt worden sind, sie wurden im dreibändigen Buchmuseum "Gott hat kein Museum. Religion in der Kunst des beginnenden XXI. Jahrhunderts" bis 2015 von Johannes Rauchenberger zusammengefasst.

 

 

DIE BIBEL UND IHRE INSPIRATION FÜR DIE KUNST: WS 2017/18

Das Nachhaltigste der Reformation ist ohne Zweifel die Rückbesinnung des Christentums auf das Wort. Martin Luthers Bibelübersetzung vor 500 Jahren brachte eine bis dahin nicht bekannte Breitenwirkung der biblischen Erzählungen, die man bis dahin allein von öffentlichen Bildern auf den Kirchenwänden oder den Altarretabeln erwarten konnte. Wie ist das heute? Ausgehend von einer Ausstellung von 33 KünstlerInnen über „77 Zugriffe auf die Bibel“ anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 wird in dieser Vorlesung nach der künstlerischen Inspirationskraft der Heiligen Schrift für die gegenwärtige, aber auch für die durch die christliche Kultgeschichte abgesicherte Kunst gefragt.


KUNSTRAUM LITURGIE VII 2017/18

  • Institut für Liturgiewissenschaft, christliche Kunst und Hymnologie, Uni Graz

Was von der Geschichte jedenfalls bleibt, sind ihre Bauten und Bilder. Sie sind einfach da, auch wenn wir ihre Botschaft längst nicht mehr kennen. Sie prägen aber unsere Vorstellung von Herkunft, Glauben und unserem Zusammenleben auch heute mit. Was davon ist Last, was aber ist auch Inspiration für die Zukunft? Und was können wir davon als Erbe auch weitergeben?
Die Vorlesung geht als Vorbereitung auf "800 Jahre Diözese Graz-Seckau" den Bildern und Bauten aus unserer Vergangenheit in diesem Land nach und reflektiert sie in einem größeren stil- und theologiegeschichtlichen geschichtlichen Kontext.  


KUNSTRAUM LITURGIE VI 2016/17

  • Institut für Liturgiewissenschaft, christliche Kunst und Hymnologie, Uni Graz

Was ist eine Kirche? Wie sieht sie aus? Mit welchen Gegenständen ist sie ausgestattet? Was scheinbar einfache Fragen sind, ist in Wirklichkeit nicht nur ein spannender Parcours durch unsere eigene Geschichte und Tradition, sondern verrät auch viel, wie wir Kirche verstehen - welche Prioritäten wir setzen, wie wir die Geister der Vergangenheit bedienen, abstellen oder auch vielleicht nutzbar machen. Die theologischen Implikationen und die historischen Wurzeln des Sakralraums und die aktuellen Herausforderungen werden anhand konkreter Beispiele analysiert und liturgietheologisch erörtert.

 


KUNSTRAUM LITURGIE V 2015/16

  • Institut für Liturgiewissenschaft, christliche Kunst und Hymnologie, Uni Graz

Die Vorlesung "Kunst-Raum Liturgie" fragt anlässlich der aktuellen Ausstellung im steirischen herbst "reliqte, reloaded" nach dem Erbe christlicher Bildwelten heute. Nach einem Ausstellungsbesuch werden im II. Teil der Vorlesung innovative Bildorte nach dem II. Vatikanischen Konzil vorgestellt. Die damit verbundenen theologischen Implikationen, die historischen Wurzeln und die aktuellen Herausforderungen werden anhand konkreter Beispiele analysiert und liturgietheologisch erörtert.


KUNSTRAUM LITURGIE IV: WS 2014/15

  • Institut für Liturgiewissenschaft, christliche Kunst und Hymnologie, Uni Graz

Die Vorlesung "Kunst-Raum Liturgie" fragt zunächst nach den Einrichtungen, die eine christliche Kirche ausmachen. Gestühl, Altäre und Bilder. Schließlich werden entlang von Zentralproblemen der Kunst- und Architekturgeschichte vor allem Raum- und Bildgestaltungen aufgezeigt, die an ausgewählten Beispielen aus verschiedenen Epochen erläutert werden.


GOTT HAT KEIN MUSEUM: Religion in der Kunst des beginnenden XXI. Jahrhunderts: SS 2014

  • Institut für Kirchengeschichte, Uni Wien

Religion erlebt zum Beginn des 21. Jahrhunderts ein unerwartetes Comeback: 9/11, Kopftuch- Kreuz- und Relativismusdebatten, Karikaturenstreit, die Grammatik von Fundamentalismus und Gewalt haben Politik, Gerichte, ja sogar geistige Wertehierarchien insgesamt durcheinander gewirbelt. Der Ruf nach Werten und die oft diffuse Angst, „sich abzuschaffen“, werden immer lauter. Wie reagiert aktuelle Kunst auf solche Religionsdebatten?


KUNSTRAUM LITURGIE IV: WS 2013/14

  • Institut für Liturgiewissenschaft, christliche Kunst und Hymnologie, Uni Graz

Die Vorlesung "Kunst-Raum Liturgie" thematisiert Grundzüge des christlichen Sakralbaus von den Anfängen bis in die Gegenwart. Anhand von Epochenschnitten werden Fragestellungen, theologische Konzepte und Erneuerungen in die jeweilige Gegenwart thematisiert.

 


 

WAS BILDER ERZÄHLEN: Zwischen Passion und Verklärung - zur Köperauffassung des Christentums in der Kunst: SS 2013

  • Institut für Kirchengeschichte, Uni Wien

Welchen besonderen Beitrag hat das Christentum in der Religionsgeschichte geleistet, die Verwandlung des leidenden Körpers zu zeigen? Die Studierenden sollen in der Lage sein, Grundzüge, Grundtypen und Figuren des Christusbildes aus dem Blickwinkel der Körperthematik anhand ausgewählter Beispiele zu benennen und zu problematisieren, was vor allem auch die Verfremdungen und Transformationen in der Moderne und der zeitgenössischen Kunst einschließt.


KUNSTRAUM LITURGIE IV: WS 2012/13

  • Institut für Liturgiewissenschaft, christliche Kunst und Hymnologie, Uni Graz

Die Vorlesung "Kunst-Raum Liturgie" am 50. Jahrestag des II. Vatikanischen Konzils reflektiert das einschneidende Datum in bezug auf die Neugestaltung des Sakralraums in der katholischen Kirche. Welche liturgischen Erneuerungen hatten welche bauliche und gestalterischen Konsequenzen? Welche theologischen Bilder von Kirche werden dabei fruchtbar gemacht? Und wie sind jene mit der fast 2000-jährigen Tradition christlicher Baukultur vermittel- und verknüpfbar?


KUNSTRAUM LITURGIE III: 2011/12

  • Institut für Liturgiewissenschaft, christliche Kunst und Hymnologie, Uni Graz

Die Vorlesung gibt einen kursorischen Überblick über die verschiedenen Orte des Bildes im Kirchenraum: Altar, Ambo, Kanzel, Glasfenster, Kirchenwände etc... Unter welchen Bedingungen wurden diese zu Bildorten? Wir wurden die Bilder im Kirchenraum begründet, und wohin haben sich die Debatten entwickelt?  Zwischen dem Kult, der Kultkonkurrenz und der Narrativität der Erzählbilder schreibt sich das christliche Bild im Sakralraum ein.


STERNSTUNDE RELIGION: KUNST UND RELIGION: GESCHWISTER ODER KONKURRENTEN?

SCHWEIZER FERNSEHEN SF 1  STUDIOGESPRÄCH 30' mit Dr. Johannes Rauchenberger, 19.6.2011

Sigmar Polke gestaltet Fenster für das Zürcher Grossmünster, Gerhard Richter schafft ein Glasgemälde für den Kölner Dom. Vor nicht allzu langer Zeit wäre das undenkbar gewesen. Künstler hätten mit kirchlichen Aufträgen ihren Ruf aufs Spiel gesetzt. Auch dass Kirchenräume für moderne Kunstinstallationen genutzt werden, ist ein eher neueres Phänomen. Wie kam es dazu? Wo berühren sich Religion und Kunst und wo gibt es Spannungen? Was darf Kunst in Bezug auf Religion? Wo verläuft die Grenze zur Blasphemie? >>


KUNST ALS ZUFLUCHT? Migration, Fremdsein und Trost als Thema der Kunst: SS 2011

  • Institut für Kirchengeschichte, Uni Wien

Die Studierenden sollen einen Einblick in die Art und Weise erhalten, wie die Kunst der Gegenwart Themen wie „Migration“, „Zuflucht“, „Trost“ unter dem besonderen Blickwinkel eines metaphysischen Horizonts aufgreift: Sie sollen in der Lage sein, aktuelle Zeitprobleme mit zeitgenössischer Kunst und mit Religion zu verbinden, zu problematisieren und anhand konkreter Anschauungsbeispiele in Sprache zu fassen.


KUNSTRAUM LITURGIE II: WS 2010/11

  • Institut für Liturgiewissenschaft, christliche Kunst und Hymnologie, Uni Graz

Die Vorlesung will einen Einblick in die ästhetische Dimension der christlichen Glaubens- und Feierpraxis geben, die sich seit dem Anfang der christlichen Religion in konkrete kulturelle Manifestationen in Bild und Architektur manifestiert – bis heute. An zentralen Bildthemen bzw. Bildprogrammen sowie an typenbildenden Bauten sollen bildtheologische als auch liturgische Konzepte und deren künstlerische Umsetzung erörtert werden.


SAKRALITÄT UND RAUM. Wie sieht Architektur für das Heilige aus?: SS 2010

  • Institut für Kirchengeschichte, Uni Wien

„Es dürfen nicht nur die Steine reden“ – mahnt selbst der Papst in religionsmüden, aber christentumserblich überreichen Ländern (wie zum Beispiel Österreich). Hat Theologie und Kulturgeschichte nicht vielmehr die Tatsache zu entdecken, dass es eine Theorie für das Heilige gibt? Wie wird das Verhältnis von Glaube und Raum in Sakralarchitektur umgesetzt – in der Geschichte des Christentums mit seinen prägenden und stilbildenden Bauten in all seinen Epochen, aber vielmehr auch in der Gegenwart?


KUNSTRAUM LITURGIE I WS 2009/10

  • Institut für Liturgiewissenschaft, christliche Kunst und Hymnologie, Uni Graz

Die Vorlesung will einen Einblick in die ästhetische Dimension der christlichen Glaubens- und Feierpraxis geben, die sich seit dem Anfang der christlichen Religion in konkrete kulturelle Manifestationen in Bild und Architektur manifestiert – bis heute. An zentralen Bildthemen bzw. Bildprogrammen sowie an typenbildenden Bauten sollen bildtheologische als auch liturgische Konzepte und deren künstlerische Umsetzung erörtert werden.
 


BILDERVERBOT UND GOTTESBILD IM CHRISTENTUM: SS 2009

  • Institut für Kirchengeschichte, Uni Wien

Die Vorlesung will einen Einblick über das Grundsatzproblem des Gottesbildes im Christentum zwischen seinem alttestamentlichen Verbot und der faktischen Entwicklung in der realen Bildgeschichte geben. Die Studierenden sollen anhand der Bildmotive des christlichen Gottesbildes sowohl in der Anschauung als auch in der theologischen Argumentation die Sympathie eines Ikonodulen, aber auch die Distanz eines Ikonoklasten nachvollziehen und begründen können – als ZeitgenossInnen von heute.


RELIGIONSDEBATTEN in der Kunst der Gegenwart: WS 2008/09

  • Institut für Kirchengeschichte, Uni Wien

Die Studierenden sollen einen Einblick in die Art und Weise erhalten, wie die Kunst der Gegenwart mit dem Thema „Religion“ umgeht: im Sampeln, im Mixen, im Bestreiten, im Ironisieren, im Konstruieren denkerischer Auswege, im Abschreiten ästhetischer Zelebrationen etc… Die Anschluss- und Diskussionsmöglichkeit solcher „Religionsdebatten“ mit Theologie soll in unterschiedlichen Zugangsarten erprobt werden.


KUNST, GLOBALISIERUNG und SPIRITUALITÄT

  • Donau Uni Krems: Universitätslehrgang Interkulturelle Kompetenzen 2006/2008 

Kunst, Spiritualität und Globalisierung sind in einer notwendigen Vielsprachigkeit miteinander vernetzt. Die Trias verbindet sich zudem mit einem Lebensgefühl, das durch permanentes Online-Sein, die Teilung oder Multiplizierung unserer Identitäten in verschiedene Milieus charakterisiert ist: Ihm folgt ein Gefühl des Ausgeliefert-Seins, das kleinteilige Welten ebenso erzeugen wie allzu simple Lösungen. Kann die Spannung, die sich aus der globalisierten Welt ergibt, in die Gefühle unseres Ich verlagert werden? Welchen Beitrag liefert dabei die Religion?


WAS BILDER ERZÄHLEN. Einführung in das Christusbild II: SS 2008

  •  Institut für Kirchengeschichte, Uni Wien

Nach den Bildern des Antlitzes (Mandylion, Vera Icon) und des Anfangs (Verkündigung, Geburt, Epiphanie und Taufe) werden im II. Teil der Vorlesung "Einführung in das Christusbild" die FIGURATIONEN des Christusbildes (Lehrer, Erlöser, König, Richter, Hirt), die Bilder der PASSION und des KREUZES, sowie die Bilder der TRANSFORMATION (Ostern, Himmelfahrt, Verklärung) vorgestellt.


WAS BILDER ERZÄHLEN. Einführung in das Christusbild I: WS 2007/08

  •  Institut für Kirchengeschichte, Uni Wien

Die Studierenden sollen in der Lage sein, Grundzüge, Grundtypen und Figuren des Christusbildes und dessen bildtheoretischen Implikationen anhand ausgewählter Beispiele zu benennen und zu problematisieren, was auch die Verfremdungen und Transformationen in der Moderne und der zeitgenössischen Kunst einschließt.


RELIGION ALS THEMA DER GEGENWARTSKUNST

  • Donau Uni-Krems: Universitätslehrgang Interkulturelle Kompetenzen 2006/2008  (April 2007)

Dass Kunst und Glaube sich „höchstens aus der Ferne noch grüßen“ (A. Rainer) scheint mittlerweile in die Jahre gekommen zu sein. Gilt die "Wiederkehr der Religion" auch für die Kunst, wo es doch ureigenstes Zeichen der Moderne war, sich von Heteronomie zu lösen und ihre Autonomie zu erstreiten und zu behaupten?
Was kann die Kunst für interkulturelle Kompetenzen beitragen? Welche Bildwelten der Religion werden wie thematisiert?


WENN RÄUME REDEN. SAKRALARCHITEKTUR DER GEGENWART SS 2007

  •  Institut für Kirchengeschichte, Uni Wien

Zeitgenössische Sakralräume werden heute attraktiv als Zufluchtsorte vor einer Welt der Hektik, der "instant communication" und einem ständigen "online-Zustand" wahrgenommen (A. Jacoby). War vor kurzem noch die Stiftung einer idealen Gemeinschaft das tragende Element zeitgenössischer Sakralarchitektur, steht diese neuerdings vielmehr unter dem Anspruch, ein umfassenderes "Raum-Innere" zu schaffen. Ein Abbild der Verinnerlichung, wo Zeit und Raum gerinnt, in dem man nicht nur mit Gott, sondern auch mit sich selbst zu Hause sein will.


 

INSPIRATIONEN AUS AUSEINANDERSETZUNGEN MIT BILDWELTEN DER RELIGION IN DER KUNST DES 21. JAHRHUNDERTS WS 2006/07

 Institut für Kirchengeschichte, Uni Wien

Dass Kunst und Glaube sich "höchstens aus der Ferne noch grüßen" (A. Rainer), scheint mittlerweile als wehleidige Randbemerkung in die Jahre gekommen zu sein. Nach den Beerbungen von Religion, Werten und Traditionen, die sich unsere moderne Gesellschaft und lange auch die ästhetische Diskussion zu Eigen gemacht hat, ist ihr Selbstverständnis auf eine fragile Wenigkeit zurückgeschrumpft. Die Gegenwartskunst nimmt Elemente von Religion viel unbefangener auf als noch vor Jahrzehnten. In der Vorlesung soll die vielzitierte "Wiederkehr der Religion" im Gewande der Kunst kritisch, erhellend und als weiterführende Inspiration für theologisches Denken betrachtet werden.


BILDTHEOLOGIE UND BILDTHEORIE DER CHRISTUSBILDER SS 2006

 Institut für Kirchengeschichte, Uni Wien

Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Theologie der Christusbilder: Angefangen von ihrer radikalen Bestreitung, ihrem allmählichen Eindringen in der Praxis, ihrer beginnenden und definitiven theologischen Legitimation. Als Leitlinie für den geschichtlichen Parcours vom 3. bis 21. Jahrhundert ist das Motiv der Strittigkeit, dem auch christliche Bilder aufgrund des 2. Gebotes des Dekalogs unterstehen.
In einem weiteren Schritt werden Funktion und faktischer Gebrauch der Christusbilder anhand einschlägiger Beispiele beleuchtet: Erzählbilder, narrative Zyklen, Symbole, Andachtsbilder, kultische Inszenierungen, Kultbilder, reflexive Museumsbilder.
Christusbilder in der Moderne und der Gegenwart werden ebenso besprochen wie die Problematik möglicher gegenwärtiger Christusbilder für den kultischen Gebrauch.

 


Konfliktgeschichten zwischen Kunst und Religion in der Gegenwart WS 2005/06

  • Institut für Kirchengeschichte, Uni Wien

Die Trennung zwischen Kunst und Kirche ist eine Tatsache, an der es nichts zu deuten gibt. (...) Die Entwicklung ist unumkehrbar. Ein Problem ist sie nur für wenige." Sagt die zentrale internationale Figur in diesem Spannungsverhältnis, Friedhelm Mennekes. Diese und andere Interpretationen der letzten 150 Jahre auch als verschiedene Grade der Reflexionsstufen einer zerbrochenen Beziehung zu benennen, wird der Einstieg in die Vorlesung sein. Der Aufruf der Kronzeugen (Hegel, Nietzsche, Sedlmayr, Schöne), Schuldzuschreibungen und Einsichten, aber auch die einfachen Niederungen des Alltags (z. B. Reproduktionstechniken) werden anhand von Alex Stocks "Zwischen Tempel und Museum. Positionen der Moderne. Theologische Kunsttheorie" behandelt.

 


Österreichs katholische Kirche seit 1945 - Exkursion zu Sakralbauten nach Graz nach 1945

  • Institut für Kirchengeschichte, Uni Wien

Am Beispiel "sprechender Kirchenbauten" der Region Steiermark will die Exkursion einige Weichenstellungen und Grundstimmungen der österreichischen Kirchengeschichte nach 1945 veranschaulichen und nachfühlbar machen: mit Mariazell und seinem Manifest für eine "Freie Kirche in einer freien Gesellschaft" sowie als Fokus heimischer Volks- und "Staatsreligiosität"; mit Seckau als Musterbeispiel der nachkonziliaren Umgestaltung alter Liturgieräume und als Zeugnis eines exemplarischen Dialogs mit der Neuen Kunst; mit einigen aussagekräftigen Kirchenbauten der Stadt Graz. Dem Erlebnis-Charakter der Exkursion soll auch der pilgergemäße Anmarsch auf Mariazell sowie ein dort geführtes Gespräch mit Zeitzeugen dienen. Die Exkursion wird durch eine eintägig geblockte Einführung vorbereitet, in deren Rahmen eventuell die Jubiläums-Ausstellung der Republik im Belvedere bzw. die Dokumentation in der Wiener Stephans-Kirche besucht werden wird.


Rückblenden in die Poetik christlicher Bilderwelten. Vorlesungen zur Einführung in Christliche Ikonographie

  • Institut für Kirchengeschichte, Uni Wien
  • Institut für Kunstgeschichte, Uni Graz

In einer Generation, der das Wissen um die Poetik christlicher Imaginationen zunehmend abhanden gekommen und deren "kreative Deutbarkeit" somit aufs Erste nicht mehr in Erwägung zu ziehen ist, wird der Anspruch auf die Kenntnis christlicher Ikonographie zwar kleiner sein müssen, umso ungezwungener sind dafür die Entdeckungs- und Erkenntniszusammenhänge: Was bereits vor "unserer" Zeit außer Gebrauch gestellt wurde, kann als Fundstücke in Rumpelkammern plötzlich wieder entdeckt werden (ohne gleich restaurativ sein zu müssen) und zur Quelle der Inspiration werden. Was kunstgeschichtlich und bildwissenschaftlich ins Heute übertragen wurde, kann auf seine theologische Inspiration hin erweitert werden.


RELIGIONSTHEORIE ZEITGENÖSSISCHER KUNST: religionende Gegenwartskunst: SS 2001, WS 2001/02

  • KF-Uni-Graz, Institut für Fundamentaltheologie



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