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ENTGEGEN. Religion Gedächtnis Körper in Gegenwartskunst Graz, 23.05. - 06.07. 1997 KULTURHAUS + Priesterseminar und Kirchen der Altstadt
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Kuratoren: Johannes Rauchenberger/ Alois Kölbl, (Graz), Erich Witschke (Köln) >> Ausstellungsessay und -beschreibung von J. Rauchenberger / A. Kölbl (Katalogeinleitungstext)
Veranstalter: Institut für Fundamentaltheologie, Graz Bildtheologische Arbeitsstelle, Uni Köln Kunstdienst der evangelischen Kirche, Berlin Gesellschaft ARTHEON, Stuttgart Kulturzentrum bei den Minoriten, Graz Rechtsträger: Verein ÖKE, II. Europäische Ökumenische Versammlung in Graz
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40 europäische GegenwartskünstlerInnen, darunter Roman Opalka, Anish Kapoor, Hanne Darboven, Walter Pichler, Felix Droese, Jochen Gerz, Rudolf Schwarzkogler, Maria Lassnig, Marlene Dumas, Erwin Wurm, Dorothee von Windheim u. a., stellten in der Altstadt von Graz an neun verschiedenen Orten aus. Titel der Ausstellung: "ENTGEGEN. ReligionGedächtnisKörper in Gegenwartskunst". Anlass der Schau war die II. Europäische Ökumenische Versammlung vom 23. - 29. Juni 1997 in Graz, ein historisches Treffen aller christlichen Kirchen Europas unter dem Motto "Versöhnung - Gabe Gottes und Quelle neuen Lebens". "Entgegen" nahm das Thema der Versammlung auf; eine vorschnelle Versöhnung von Kirche und zeitgenössischer Kunst wollte die Ausstellung allerdings weder behaupten noch anstreben. Statt dessen wurden Themenfelder der letzten Jahrzehnte in der Gegenwartskunst aufgegriffen, die exemplarische künstlerische Interpretation dem kirchlichen Deutungsversuch in mehrfacher Weise "entgegen"-gestellt: Es ging nicht um die Illustration vorgegebener Fragestellungen, sondern um die produktive Spannung von religiösen und ästhetischen Sinnzusammenhängen. Diese Spannung wurde auch hinsichtlich der Ausstellungsorte (Kulturhaus, kleinere Galerien, ehem. Jesuitenkollegium, Mausoleum, Innenstadtkirchen) beibehalten. |
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Entgegen Das Katalogbuch ist vergriffen, Restbestände sind im Kulturzentrum bei den Minoriten erhältlich ISBN 978-3-89322-332-9
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Wie setzen sich
zeitgenössische Künstler mit Themen wie Religion, Gedächtnis und Körper
auseinander? Entwerfen sie religiös- spirituelle Konzepte in Konfrontation
mit kirchlich tradierten Lehren, oder suchen sie den Dialog mit der
Theologie? Welche Bedeutung haben christliche Motive - so beispielsweise
das Kreuz im Werk von Beuys - in der Kunst der letzten Jahrzehnte? Wie
sieht der Umgang mit Geschichte aus? Kann die Kunst in unserer »anamnetischen
Kultur« als »Garantin einer vertieften Erinnerungskultur« (Johann Baptist
Metz) wirken? Welche Folgen hat der durch die Virtualisierung erfahrbare
Wirklichkeitsverlust auf die Darstellung von Körperlichkeit in der
Gegenwartskunst? |
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