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ERÖFFNUNGSAUSSTELLUNGEN |
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Eintritt: 3,-/2,- |
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Kuratoren: Johannes Rauchenberger/Roman Grabner |
Künstlerinnen und
Künstler setzen in dieser ersten Ausstellung in den neuen Räumen des Kulturzentrums bei den Minoriten
aus dem Zeichenrepertoire ihres Kunstschaffens, (einige Arbeiten
entstanden auch neu) ein Verhältnis zur Projektion „Prometheus“: Es
entsteht ein Versuchslabor, das Reaktionen freilegt, die durch das
Abarbeiten an einem Leitmotiv entstehen. "Prometheus" ist Symbol des
"Vorausdenkens," des Feuerbringers, der Emanzipation, des Listigen, des Zerrissenen und auch des Bestraften. Ist er eine Leitfigur
für das Vermächtnis der Kunst? Eine Figur für den Anfang? Aber immer
wieder bleibt das schwelende Motiv der Strafe des Zeus an Prometheus
aufrecht: Hat dieser den Menschen doch etwas gebracht, was er hätte besser
bleiben lassen sollen? |
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Eintritt: 3,-/2,- |
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Profan-sakrale Bilddiskurse bei den Minoriten 2000-2010
Kurator Johannes Rauchenberger
Führungsanmeldungen für
Gruppen und Schulklassen auf Anfrage
Johannes Rauchenberger
führt durch die Ausstellung und
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Wie könnte ein Museum für Gegenwart, Kunst und Religion aussehen? Wie eines, das sich nicht der Bestandssicherung verpflichtet weiß, sondern das Ausschau hält nach Bildern, die sich mit jenen der Religionen produktiv reiben – sie stärken, kritisieren, womöglich auch verändern? Mit RELIQTE – einem Spiel der Reste – zeigt man bei den Minoriten Bilddiskurse aus dem ersten Jahrzehnt dieses Jahrtausends. Weniger als Bilanz, sondern als Programm – mit Beiträgen von rund 50 KünstlerInnen. Es ist sozusagen ein Innehalten für einen Entwurf, den es einmal geben könnte, wenn man die Geschichte von Religion, Bild und Kunst anders als abgelaufen zu denken beginnt. Die 2. Eröffnungsausstellung in den neuen Räumen des Kulturzentrums bei den Minoriten ist aus "RELIQTEN" komponiert, die einen Rückblick geben, wie und mit welcher Haltung man hier in den letzten 10 Jahren nach Bildern gesucht hat. Das Kulturzentrum bei den Minoriten ist zwar kein Museum für Gegenwartskunst, sondern es zeigt Ausstellungen - mit einem Interessensblick für Tiefendimensionen von Religion in der Kunst der Gegenwart. Daraus wird nun im Nachhinein ein Netz an frei gewordenen Intentionen eines ganz besonderen Blicks: Fast jedes diese Werke der rund 50 teilnehmenden KünstlerInnen erzählt eine ganze Ausstellung, nun aber wird daraus ein Spiel der Reste, in das die Besucherinnen und Besucher mithineingezogen werden, um neue Beziehungen zu knüpfen. |
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Eintritt frei |
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KURATORENFÜHRUNG. RELIQTE. Profan-sakrale Bilddiskurse bei den Minoriten 2000-2010
Kurator
Johannes Rauchenberger führt durch die Ausstellung RELIQTE mit dem
Schwerpunkt:
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Hannes Priesch's
"Ich als Mose als Gottvater" schwebt über dem Cubus. Und der Eingangsraum
zur Ausstellung ist mit "SCHEINHEILIG" umschrieben. Dabei ist der Schein
ein eminent wichtiger Begriff in der Religion. Jedenfalls sind die Bilder
so versammelt, das möglichst viele mitlachen können. Vom Kardinal in Rom
bis zum Königsmacher Tschechiens - denn der Kühlschrank, aus dem Radio
Vatican aufgrund der starken Mittelwellenfrequenzen schallt (Edgar
Honetschläger) oder die Visionen Fürst Schwarzenbergs vor der Kapelle der
Brennenden Dornbuschs am Sinai (G.R.A.M.) sind doch zum Schmunzeln. Und
auch die Beschimpfung "SCHEINHEILIGER KIRCHENFUZZI" (Klaus Mosettig) gilt
schließlich dem Kurator. Der "Thron" von Markus Wilfling gilt dem
Entsorgungspotential in diesem Raum. |
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Eintritt frei |
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KURATORENFÜHRUNG. RELIQTE. Profan-sakrale Bilddiskurse bei den Minoriten 2000-2010
Kurator
Johannes Rauchenberger führt durch die Ausstellung RELIQTE mit dem
Schwerpunkt:
Die gezeigten Werke werden in dieser Sonderführung unter dem Blickwinkel
vorgestellt, wie Bilddiskurse des Sakralen aussehen könnten - natürlich
immer unter den Vorzeichen der Möglichkeitsform, so wie eben diese
Ausstellung als Frage zusammen gebaut ist: "Wie könnte ein Museum für
Gegenwartskunst und Religion aussehen, das sich nicht der
Bestandssicherung verpflichtet weiß, sondern das Ausschau hält nach
Bildern, die sich mit jenen der Religionen produktiv reiben – sie stärken,
kritisieren, womöglich auch verändern?"
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Anderwald+Gronds
"menschliche Flugversuche" beginnen beim Scheitern, fliegen zu können.
Warum ist die Körperschwere überhaupt ein Hindernis, sich zu erheben? Die
Sicht, der Blick, das Sehen: Tobias Trutwins "Simeon" nimmt die Bilder in
das Visier für eine Sicht jenseits des Sehens. Wer aber nicht sehen kann
ist - so Trutwin - kaputt. Das Spiel mit der Bilderzerstörung ist
eigentlich eine Grundvoraussetzung, sakrales Sehen zu lernen. Was übrigens
auch heisst dabei unendlich weit in die Profanität vorzudringen: Unter
einem Heubelüftungsrohr eine Meditation abzuhalten, bedeutet Luft großen
Ausmaßes zu erwarten (Klaus Schafler). Manfred Erjautz' Puppe "LATITAS"
aus "Shelter" wird in einen Raum präsentiert, der nach Gegenwart fragt.
Thomas von Aquin hat da tatsächlich Pate gestanden. Transubstantiation
ganz wörtlich genommen! Mit einer Schokoladentorte am Boden (von Manuel
Gorkiewicz). Mit einer Hohlform eines Kinderkopfes (Kurt Straznicky). Mit
Gesichtern, die nicht zur bürgerlichen Mittelschicht sonntäglicher
Kirchengänger gehören (von Eric Aupol). Aber die alle einer großen
Einladungsgeste ausgeliefert sind. |
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Eintritt frei |
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KURATORENFÜHRUNG. RELIQTE. Profan-sakrale Bilddiskurse bei den Minoriten 2000-2010
Kurator
Johannes Rauchenberger führt durch die Ausstellung RELIQTE mit dem
Schwerpunkt:
Die gezeigten Werke werden in dieser Sonderführung unter dem Blickwinkel
vorgestellt, wie Kunst und Religion unter den Vorzeichen der
Globalisierung reagieren könnten - - natürlich
immer unter den Vorzeichen der Möglichkeitsform, so wie eben diese
Ausstellung als Frage zusammen gebaut ist: "Wie könnte ein Museum für
Gegenwartskunst und Religion aussehen, das sich nicht der
Bestandssicherung verpflichtet weiß, sondern das Ausschau hält nach
Bildern, die sich mit jenen der Religionen produktiv reiben – sie stärken,
kritisieren, womöglich auch verändern?"
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Kann man Religion,
die nach dem historischen Datum 9/11 zurück ins Debattenfeld der Kunst
geschleudert wurde, vielleicht auch anders als unter den Vorzeichen von
Fundamentalismus und Gewalt sehen? Unter der Abteilung "Ornament und
Versöhnung" sind künstlerische Beiträge angeordnet, die Religion unter dem
Blickwinkel ihrer Grammatik, ihrer Struktur, ihrer ästhetischen Bausteine
zusammenstellt. Danica Dacic's schwebende Hände über den Büchern der
Weltreligionen strahlen jene Kraft des Respekts aus, der sogar jenseits
der Ringparabel, aber auch des ausschließenden Wahrheitsanspruchs
angesiedelt ist. Hartwig Bischofs "Östlich-westlicher Diwan" verwebt mit
einer aus Bildmotiven der östlichen und westlichen Bildgeschichte
zusammengebauten prinzipiell unendlichen ornamentalen Struktur zwei
Denkarten: Sein zum Ausruhen gebautes Sofa lässt den Betrachter zwischen
den Welten sitzen - und das Relief von Krishna und Christos auf durchaus
gegenteilige Fundamente herauswachsen. Richard Kriesches Blutwasserzeichen
vor drei Jahren in der Kleinen Zeitung leiten diese Abteilung ein: Alle
Menschen sind gleich! Das Ornament des Gottesnamens ALLAH, von der Grazer
Künstlergruppe 0512 computergeneriert und in die Koordinaten Zeit,
Lautstärke und Intensität dividiert, löst jedenfalls nicht Angst aus -
sondern Zauber. Wie es einem solchen Wort eigentlich gebührt. Auch Gor
Chahals Trishagion ist ein solcher Beitrag, der nicht aus dem Islam,
sondern aus dem Christentum kommt. |
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Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-17 Uhr |
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DIE
MITTEL DER MALEREI
1999 bis 2002 |
Mit "RELIQTE",
unserer im Sommer zu Ende gegangen Ausstellung, sind auch ganz neue Werke
in unsere Sammlung gelangt: Den Auftakt einer speziellen Präsentation
bildet die beinahe monumental zu nennende Serie: "Die Mittel der Malerei"
des belgisch-deutschen Künstlers Klaus G. Gaida, die wie gemacht für
unsere neuen Ausstellungsräume erscheint. 1999-2002 entstanden, setzen
sich diese sieben in Naturfarben gemalten Bilder mit der ureigensten Macht
der Bilder auseinander, ausgehend vom Renaissancebild "Knabe mit
Kinderzeichnung" von Giovanni Francesco Coroto (1520). Dieses "Vermögen"
wird an der Kinderzeichnung exemplifiziert, am Lachen des Knaben subtil
unterlaufen und in Detailaufnahmen augenzwinkernd hochgeladen:
"Hochwertige Farbfalle", "Wirkungsvolle Mischtechnik", "Maximaler
Beschäftigungswert",
Parallel zu dieser
Erstpräsentation ist mit einem Text von Jo Schultheis ein bibliophiles
Buch des Künstlers erschienen, in der Auflage von 25 Stück, jedes von
ihnen ist nummeriert und handsigniert. |
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Öffnungszeiten: Di-Fr 10-17 Uhr, Sa+So 11-16 Uhr |
EINTRITT EUR 4,-/3,- |
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Neue Bilder in Kunst und Literatur
Siegfried Anzinger, Vanessa Beecroft Veronika Dirnhofer,
Marlene Dumas, Barbara Eichhorn, Manfred Erjautz, Valie Export, Elżbieta
Jabłońska, Ewa Harabasz, Gudrun Kampl, Iris Kettner, Lena Knilli, Ronald
Kodritsch, Julia Krahn, Almagul Menlibayeva, Shirin Neshat, Ulrike
Rosenbach, Susanne Sehn-Baumhakel, Ann-Sofi Sidén, Alec Soth, Annelies
Štrba, Jitka Teubalová, Tobias Trutwin, Silke Weinsheimer, Daphna
Weinstein, Judith Zillich
Kuratoren: Johannes Rauchenberger/Roman Grabner
Kuratorenführungen:
Samstag, 13. November 2010 / 11.00 Uhr
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Das Kulturzentrum bei den Minoriten widmet sich in
seinem Schwerpunkt im Herbst 2010 dem Thema MUTTER in Kunst und Literatur.
Einflüsse und Transformationen des Madonnenmotivs auf zeitgenössische
Darstellungen von Mutter und Kind, existenzielle Grenzsituationen des
Mutterseins zwischen Glück, Intimität und Prekariat, sowie neue Aspekte
von veränderten und fehlenden Mutterbildern heute werden in einer
Ausstellung mit 25 heimischen und internationalen Künstlerinnen und
Künstlern, kuratiert von Johannes Rauchenberger und Roman Grabner, einer
künstlerischen Untersuchung unterzogen.
Mutter, fundamental für das eigene Leben wie für den Aufbau
einer Gesellschaft, ist keineswegs eine stereotype oder verlässliche
Ressource. Dazu wurde und wird sie bis heute immer wieder zu sehr
missbraucht, in Ideologien aber auch in Religionen. Nicht zuletzt deshalb
war das Thema für lange Zeit mit einem Tabu belegt. |
Führungen für Gruppen und Schulklassen nach Vora-nmeldung: |
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13 Euro |
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Parallel zur Ausstellung gestalteten Johannes Rauchenberger und Thomas Erne das neueste Themenheft von „Kunst und Kirche“ (Springer Verlag Wien), das soeben erschienen ist. Beiträge von Johannes Rauchenberger, Thomas Erne, Charlotta Kotik, Johanna Schwanberg, Roman Grabner, Brigitte Boothe, Barbara Vinken, Elfriede Wiltschnigg, Dieter Thomae, sowie Interviews mit der Kuratorin Signe Theill und den Künstlerinnen Julia Krahn und Judith Zillich setzen Schwerpunkte im Schnittfeld von Kunstgeschichte, Gegenwartskunst, Psychotherapie, Philosophie und Literatur.
Es ist um 13 Euro im Kulturzentrum erhältlich oder unter:
journals@springer.at |
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Dienstag, 9. November
2010 / 17.00 Uhr |
Eintritt: Für Mütter mit Kindern ist dieser Ausstel-lungs-rundgang frei. |
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BEGLEITPROGRAMM zu:
Birgit Posch, Leiterin des Projektes Alleinerziehende, Graz |
Zeitgenössische KünstlerInnen thematisieren in der Ausstellung MUTTER mit sozialkritischem Blick auch die Rahmenbedingungen von Mutterschaft heute: ihre tradierten, aber vielmehr die neu zu bewältigenden Rollen, besonders in prekären Lebenssituationen. Was für Eltern in unserer Gesellschaft eine nicht geringe Herausforderung darstellt, kann für Alleinerziehende zur Zerreißprobe werden: Unsere Zeit gibt in vielen Bereichen ein Tempo vor, das weder den Bedürfnissen, den Entwicklungswegen und der Eigenart von Kindern entspricht noch dem Kraft-Haushalt der meisten Mütter und Väter angemessen ist. Wie kommen Alleinerziehende damit zurecht? Ein Ausstellungsgespräch vor Bildern der Ausstellung mit einem ganz spezifischen Erfahrungskontext. |
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SA 13. November 2010, 11 Uhr |
EINTRITT EUR |
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Kurator Roman GRABNER führt durch die Ausstellung
Werke von Siegfried Anzinger, Vanessa Beecroft, Veronika
Dirnhofer, Marlene Dumas, Barbara Eichhorn, Manfred Erjautz, Valie Export,
Elżbieta Jabłońska, Ewa Harabasz, Gudrun Kampl, Iris Kettner, Lena Knilli,
Ronald Kodritsch, Julia Krahn, Almagul Menlibayeva, Shirin Neshat, Ulrike
Rosenbach, Susanne Sehn-Baumhakel, Ann-Sofi Sidén, Alec Soth, Annelies
Štrba, Jitka Teubalová, Tobias Trutwin, Silke Weinsheimer, Daphna
Weinstein, Judith Zillich
Kuratoren: Johannes Rauchenberger/Roman Grabner
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Kurator Roman Grabner führt durch die Ausstellung MUTTER,
die Einflüsse und Transformationen des Madonnenmotivs auf zeitgenössische
Darstellungen von Mutter und Kind, existenzielle Grenzsituationen des
Mutterseins zwischen Glück, Intimität und Prekariat, sowie neue Aspekte
von veränderten und fehlenden Mutterbildern heute mit 25 heimischen und
internationalen Künstlerinnen und Künstlern thematisiert. |
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Mittwoch, 17. November
2010, 19.00 Uhr |
Eintritt frei |
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BEGLEITPROGRAMM zu: Not- und Entscheidungssituationen ungewollte Schwangerschaft
Carina KERSCHBAUMER (Kleine Zeitung) im Gespräch mit Maria
GÖSSLER, der Leiterin der Schwangerenberatung der Caritas in der
Ausstellung „Mutter“ |
Die schwedische Künstlerin Ann-Sofie Sidén hat in unserer Ausstellung den emotionalsten Beitrag arrangiert, in dem eine Mutter gezeigt wird, die ihr Kind in einer Babyklappe abgibt. Man sieht sie vorher, nachher. Man sieht, wie das Kind im Spital übernommen wird. Man ist in der Videoinstallation mitten im Geschehen: unmittelbar vor und hinter der Tür mit der Aufschrift: „Nur im Notfall öffnen.“ Auch in Graz gibt es die Babyklappe. Und die Möglichkeit zur anonymen Geburt. Die das maßgeblich ermöglicht hat war die Leiterin der Schwangerenberatung der Caritas, Maria Gößler. Im Gespräch mit Carina Kerschbaumer stellt sie die Schwangerenberatung in der Leonhardstraße vor und erzählt von den Grenzsituationen, mit der sie in den Gesprächen mit Frauen konfrontiert ist, die ungewollt schwanger geworden sind, von der Entwicklung von Perspektiven, um den nächsten Schritt zu setzen und den Möglichkeiten, in dieser äußersten Grenzsituation Entscheidungen treffen zu können. Die Abgründe, die Mütter (und Väter) dabei erleben gehören zu den letzten wirklichen Tabuthemen unserer Gesellschaft. |
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Sonntag, 21. November, 17
Uhr |
Eintritt frei |
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BEGLEITPROGRAMM zu: Sind Kinder, Kunst und Karriere vereinbar? Die Berliner Kuratorin Signe THEILL im Gespräch mit den Kuratoren Johannes RAUCHENBERGER und Roman GRABNER
Kommentare: Barbara Eichhorn, Judith Zillich, Daphna Weinstein
(ausstellende Künstlerinnen von "Mutter", Margarethe Makovec (Kuratorin
von <rotor>)
Signe Theill, |
Wie steht es in der Kunst mit dem Thema Mutter? Die Surrealisten schlossen Kinder dezidiert aus. Für sie war das Weitergeben der Schlechtigkeit der conditio humaine kein Thema. Gut, das waren Männer mit einem ganz speziellen Blick auf die Welt. Dann kamen die Nazis – und sie ideologisierten schamlos „die deutsche Mutter“. Kein Wunder, dass daraufhin das Thema für lange Zeit sich aus dem Spiel genommen hat. Die feministischen Debatten der 60-er und frühen 70-er Jahre haben das Thema sehr wohl behandelt – Valie Export und Ulrike Rosenbach sind auch in unserer Ausstellung ein Beispiel. Doch zu Beginn der 70-er ist es wieder verschwunden, festzumachen am Konflikt zwischen Helke Sander und Alice Schwarzer. Bis die Berliner Kuratorin Signe Theill mit einer vielfach rezipierten Ausstellung das Thema neu aufrollte – und die Ambivalenz der Kunstszene mit der Vereinbarkeit von Mutterrolle und Künstlerinnenrolle aufzeigte. Wie und was sich seit dieser Ausstellung geändert hat, ob es „vorbei ist mit der Karriere als Künstlerin, wenn Sie ein Kind bekommen“ (vielfach geäußertes Zitat), diskutieren mit Signe Theill Künstlerinnen von "Mutter". |
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EINTRITT EUR 4,-/3,- |
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Kurator Roman GRABNER führt durch die Ausstellung
Werke von Siegfried Anzinger, Vanessa Beecroft, Veronika
Dirnhofer, Marlene Dumas, Barbara Eichhorn, Manfred Erjautz, Valie Export,
Elżbieta Jabłońska, Ewa Harabasz, Gudrun Kampl, Iris Kettner, Lena Knilli,
Ronald Kodritsch, Julia Krahn, Almagul Menlibayeva, Shirin Neshat, Ulrike
Rosenbach, Susanne Sehn-Baumhakel, Ann-Sofi Sidén, Alec Soth, Annelies
Štrba, Jitka Teubalová, Tobias Trutwin, Silke Weinsheimer, Daphna
Weinstein, Judith Zillich
Kuratoren: Johannes Rauchenberger/Roman Grabner |
Kurator Roman Grabner führt durch die Ausstellung MUTTER,
die Einflüsse und Transformationen des Madonnenmotivs auf zeitgenössische
Darstellungen von Mutter und Kind, existenzielle Grenzsituationen des
Mutterseins zwischen Glück, Intimität und Prekariat, sowie neue Aspekte
von veränderten und fehlenden Mutterbildern heute mit 25 heimischen und
internationalen Künstlerinnen und Künstlern thematisiert. |
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BEGLEITPROGRAMM zu: Barbara Vinken: MÜTTER UND HUREN
Barbara Vinken, |
Welche Mutterbilder wurzeln in welchen kulturellen Mustern? Wo wurden diese geformt, geprägt und wie wurden diese umgewandelt? Wie wurden „neue Mütter“ propagiert? Die Münchener Romanistin Univ. Prof. Dr. Barbara Vinken, eine der versiertesten kulturgeschichtlichen Kennerin des Muttermotivs in der europäischen Kunst- und Literaturgeschichte ("Die deutsche Mutter. Der lange Schatten eines Mythos", Piper-Verlag 2001) sieht in der „geistlichen Mutterschaft“ den spezifischen kulturellen Beitrag der christlichen Mentalitätsgeschichte zum Mutterthema. Das Paradigma des Christentums lautet: Geistliche Liebesbande statt natürliche Blutsbande. Vinken treibt dieses Paradigma am Roman „La vie devant soi“ von Romain Gary auf die Spitze: Die Beziehung von natürlicher und geistlicher Mütterlichkeit, die das abendländische Denken über die Liebe geformt hat, wird dabei in berührender und extremer Weise weiter geschrieben, sodass offensichtliche Gegensätze ineinander fallen können: Wie ausgerechnet das Motiv der Hure dem christlichen Impuls geistlicher Mutterschaft entsprechen kann. |
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Freitag, 10. Dezember /
19:00 Uhr, bereits ab 18.00 Uhr kann die Ausstellung besichtigt werden. |
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BEGLEITPROGRAMM zu: Elfriede Wiltschnigg: „Ich sehe dich in tausend Bildern …“
Transformationen traditioneller Motive der
Mariendarstellung im 19. Jahrhundert
Elfriede Wiltschnigg, |
Ein wichtiger Aspekt der Ausstellung „Mutter“ bildet die Auseinandersetzung mit der Ikonografie der Madonna mit dem Kind. Wann hat dieser künstlerische Verwandlungs- und Transformationsprozess eines religiösen Bildmotivs eigentlich begonnen? Welche Gründe sind dabei auszumachen? Die Grazer Kunstwissenschaftlerin Elfriede Wiltschnigg zeigt am 19. Jahrhundert auf, dass der Bruch mit der traditionellen Darstellung weiblicher Bibelfiguren nicht zuletzt Resultat der Veränderungen ist, denen Mensch, Gesellschaft und Staat im 19. Jahrhundert unterworfen sind. Wiltschnigg folgt anhand von prägnanten Beispielen den Transformationen in der Madonna-Darstellung dieser Zeit und hinterfragt sowohl motivische als auch inhaltliche Aspekte hinsichtlich ihrer Bedeutung für das Frauenbild in Literatur, Philosophie und Religion.
Bildausschnitt aus: Ford Madox Brown, ‚Take your Son, Sir’, 1851-92, unvollendet, Öl auf Leinwand, 70,5 x 38,1 cm, London, Tate Gallery
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EINTRITT EUR 4,-/3,- |
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Kurator Johannes Rauchenberger führt durch die Ausstellung
Werke von Siegfried Anzinger, Vanessa Beecroft, Veronika
Dirnhofer, Marlene Dumas, Barbara Eichhorn, Manfred Erjautz, Valie Export,
Elżbieta Jabłońska, Ewa Harabasz, Gudrun Kampl, Iris Kettner, Lena Knilli,
Ronald Kodritsch, Julia Krahn, Almagul Menlibayeva, Shirin Neshat, Ulrike
Rosenbach, Susanne Sehn-Baumhakel, Ann-Sofi Sidén, Alec Soth, Annelies
Štrba, Jitka Teubalová, Tobias Trutwin, Silke Weinsheimer, Daphna
Weinstein, Judith Zillich
Kuratoren: Johannes Rauchenberger/Roman Grabner |
Kurator Johannes Rauchenberger führt am letzten Tag durch
die Ausstellung MUTTER, die Einflüsse und Transformationen des
Madonnenmotivs auf zeitgenössische Darstellungen von Mutter und Kind,
existenzielle Grenzsituationen des Mutterseins zwischen Glück, Intimität
und Prekariat, sowie neue Aspekte von veränderten und fehlenden
Mutterbildern heute mit 25 heimischen und internationalen Künstlerinnen
und Künstlern thematisiert. |
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