>> Archiv 2004 >> Archiv 2003 >> Archiv 2002 >>  Archiv 2001

WISSENSCHAFT / RELIGION 2005

 

 

 

<< Home >>

 

 

 

 

 

Ressortleiter: Dr. Johannes Rauchenberger (711133-29)

 

Gegenwartskultur bedarf der Theorie. Eine solche Theorie ist eine Analyse der Zeit. Die Zeit zur Sprache zu bringen, in der wir unser gesellschaftliches, politisches und kulturelles Leben verbringen, ist Ziel der Schiene "Wissenschaft/Zeitanalyse" im Kulturzentrum bei den Minoriten. Dimensionen von Religion in diese Sicht einzubringen und herauszufiltern ist ferner ein wichtiges Merkmal der Programmplanung.

 

 

   

Am Beginn des Jahres riefen wir eine neue Reihe ins Leben, die unter dem Titel „4 X 4 _ PHILOSOPHIE PUR“ an jeweils 4 Abenden religionsphilosophische Originaltexte bekannter Denker zu Gehör brachte. In diesem Semester mit 4 Abenden Kierkegaard und 4 Abenden Nietzsche begonnen, wurde im Herbst 2005 mit je 4 Abenden Heidegger und Hölderlin fortgesetzt.

Nachdem wir unter dem Titel „Forschung in Graz“ an 6 Abenden der interessierten Öffentlichkeit  ambitionierte Forschungsprojekte vorstellten, konnten wir von April bis Juni erfreulicherweise die erfolgreich begonnene Zusammenarbeit mit drei Grazer Universitäten auch in diesem Jahr fortsetzen. Als Denkwerkstatt zu ethischen Grundfragen des Forschens konzipiert fand sie in der Reihe „Science Werkstatt _ PUZZLE ZUKUNFT“ Gestalt.

Neben mehreren Vortragsabenden zu aktuellen Themen bildete die Frühlingsvorlesung „HILFE. Ein Versuch zur Güte“ wie bereits in den vergangenen Jahren einen Kristallisationspunkt der Nachdenklichkeit an der Schnittstelle von Religion und Gesellschaft.

Im Herbst war neben der Fortsetzung der religionsphilosophischen Reihe „4x4“ ein Religionsgespräch mit  Thomas Assheuer („Die Zeit“) und Bischof Egon Kapellari  „Über die Rolle der Religion, den neuen Papst und die Spätantike der Gegenwart“ ein programmatischer Höhepunkt.

    Übersicht 2005

4x4 PHILOSOPHIE PUR: KIERKEGAARD - NIETZSCHE - HEIDEGGER - HÖLDERLIN

Kierkegaard - Nietzsche - Heidegger - Hölderlin; in einer Zeit überbordender Sekundärliteratur bietet Alexander Tschernek eine ungewöhnliche Lesereihe, um in Klang und Sprache der vier großen Denker einzutauchen. An 16 Abenden stellt er im Rahmen einer "Philosophischen Performance im Permanenten Provisorium" seine Auswahl vor. Kenner und unerschrockene Einsteiger haben die Möglichkeit, diese zu behören und mitzureisen in Gedankenländer, die uns so fremd nicht sein müssen. Jedem der Philosophen sind vier Abende gewidmet. Den Anfang macht Kierkegaard: "dir geschehe, wie du glaubst"... - dazu gibt es Brot und Wein.

     

GRAZER WISSENSCHAFT am Marktplatz der Öffentlichkeit

 
 

Die Wissenschaftsschiene im Kulturzentrum bei den Minoriten dient dazu, Forschung und Wissenschaft eine breitere Öffentlichkeit im kulturellen Kontext zu bieten. In den letzten beiden Jahren wurde mit „open university" – „PUZZLE MENSCH" (2003); „PUZZLE LEBEN" (2004) eine erfolgreiche universitätsübergreifende Veranstaltungsreihe initiiert, die die existenziellen Fragen von Menschsein in den Blick nimmt. Diese Reihe wird 2005 fortgesetzt, modifiziert und aufgefächert in zwei Serien.

I. Reihe: Forschung in Graz

Kuratorin: Mag. Dr. Astrid Kury

Bereits im Jänner 2005 eröffnen wir eine neue Reihe „Forschung in Graz", die bevorzugt jungen WissenschafterInnen eine multimedale Plattform bietet, ihre Forschungen der interessierten Öffentlichkeit außerhalb der Scientific Community vorzustellen.  Mehr >>

 

     

II. Reihe: SCIENCE WERKSTATT: PUZZLE ZUKUNFT

Ab 21. April startet die „SCIENCE WERKSTATT: PUZZLE ZUKUNFT", ein Projekt von WissenschaftlerInnen der Grazer Universitäten, die nach den drängenden Forschungs-Feldern der Wissenschaft fragt, die sich dem Ethos des Humanum verpflichtet wissen: Nicht, was gerade am besten bezahlt wird, sondern was am dringendsten notwendig ist – im Sinne einer wissenschaftsphilosophischen Frage: „Was sollen wir forschen?"

     

FRÜHLINGS-VORLESUNG „HILFE.

Ein Versuch zur Güte.

 

Zum vierten Male (nach Peter Strasser (2002), Adolf Holl (2003), Rudolf Burger (2004)) findet in den ersten drei Kartagen (21.-23. 3.) die Frühlingsvorlesung der Akademie Graz und des Kulturzentrums bei den Minoriten in den Minoriten-Galerien statt. Diesmal spricht Dr. Franz Schuh über "HILFE. Ein Versuch zur Güte." 

Gegenstand der Frühlingsvorlesung 2005 ist nicht, zumindest nicht direkt, das so genannte Gute, sondern die „Güte" – eine menschliche Qualität, eine Eigenschaft. Die Güte eines Menschen hat mit Einsicht, aber vor allem mit seinem Handeln zu tun.

     

IM BRENNPUNKT: GEDANKEN ZUR ORIENTIERUNG

 
  Weitergeführt wird auch die Serie „Im Brennpunkt“, in Kooperation mit der Urania und der Akademie Graz, in der sich namhafte Experten mit einer Kulturbilanz 2004, einer Analyse der Konsumgewohnheiten von Jugendlichen, den Auswirkungen des Alterns auf Politik und Gesellschaft, sowie einem Blick auf die sexuelle Revolution und die Kehrseite der Medaille befassen.
     

BITTERE ODER SÜSSE FRÜCHTE?

Über die Rolle der Religion, den neuen Papst und die Spätantike der Gegenwart

Ein Religions-Gespräch zwischen
Dr. Egon Kapellari / Bischof von Graz-Seckau
und Dr. Thomas Assheuer / Die Zeit

Die mediale Welle um das Sterben des vorigen und die Wahl des neuen Papstes ist mittlerweile verebbt. Noch nicht verebbt ist die Welle von Köln, in der der neue Papst als der Lehrer am Ufer und auf dem Berge zur unübersehbaren Menschenmenge spricht. Die Kritik in den Medien ist seither weitgehend verstummt. Respekt wurde dem werbenden Lehrer gezollt.

Welche Früchte sind im „Benedikt-Projekt“ zu erwarten? Für die Spätantike unserer Gegenwart – aber auch für die Kirche in Westeuropa, deren „Überlieferungsprojekt“ an die nächste Generation auf dem Spiel steht, wie neueste Forschungsergebnisse behaupten.