ZEITANALYSE DEMNÄCHST bei den MINORITEN:

   

 

20. April - 22. Juni 2010, jeweils DI, 19.00-21.00 Uhr
ImCubus, Mariahilferplatz 3/I.

Eintritt:
6,-/4,-

Abo:
28,-/18,-

DIE WELT AUF DER ERBSE
Über das Unbehagen in der Gegenwart und die Suche nach dem Wesentlichen


Wissenschaftsgespräche bei den Minoriten 10

Konzept und wissenschaftliche Leitung
AoUniv.Prof. Mag.Dr. Richard Sturn, Institut für Finanzwissenschaften und Öffentl. Wirtschaft/SOWI . Univ.Prof. Dr. Gottfried Dohr, Institut für Zellbiologie,Histologie und Embryologie/Med-Uni .
Univ.Prof. Dr. Elisabeth List, Institut für Philosophie/GEWI . AoUniv.Prof.i.R. Dr. Jörg Schaur, Institut für molekulare Biowissenschaften/NAWI . PD Dr. Christian FAZEKAS, Universitätsklinik für Medizinische Psychologie und Psychotherapie/Med-Uni . AoUniv.Prof.i.R.DI Dr. Helmut Hönig, Institut für Organische Chemie/TU . DI Dr. Elisabeth Pernkopf, Institut für Philosophie/Theologische Fakultät . MMag. Dr. Johannes Rauchenberger, Kulturzentrum bei den Minoriten

 

Koordination + Information
Mag. Elisabeth Wimmer / Mag. Kathrin Immervoll
, Kulturzentrum bei den Minoriten

0316/711133-29

 

 

Was brauchen wir noch? Welche Ziele, Tricks und Techniken? Brauchen wir nicht viel mehr Witz als Ernst? Mehr Mut als Berechnung? Mehr Eigensinn als Ehrgeiz? Mehr Geben als Haben, mehr Zorn als Schweigen? Mehr Spürsinn als Scharfsinn?
Was, so fragen wir weiter, brauchen wir denn in Zukunft von der Wissenschaft, der Wirtschaft und dem Wissen? Von der Kunst? Von der Religion? Und von der Politik?
Was brauchen wir heute nötiger denn je, wenn wir unter all den aufgestapelten Matratzen einer schönen Multioptionsgesellschaft mit ihren Reform- und Perspektivengruppen, ihren Evaluierungstrieben und Öffentlichkeitsspielen die Erbse spüren. Dass etwas in der Luft liegt, oder im Bild geblieben: uns drückt, ist nicht mehr von der Hand zu weisen.

Das Kulturzentrum bei den Minoriten richtet 2010 mit seinen Wissenschaftsgesprächen eine Annahmestelle für Ihr Unbehagen ein – mit diskursiver Unterstützung aus Universität, Gesellschaft und Politik – mit der Aussicht auf Beseitigung und dem Zugriff auf das Wesentliche. Seien Sie herzlich willkommen!
Johannes Rauchenberger 
  

DI, 20. April:
Denker auf der Erbse

Peter Strasser
Moderation: Johannes Rauchenberger

DI, 4. Mai:
Gefährliche Vorräte
Erich Möchel
Quadratur der Menschenrechte
Peter Pilz
Moderation: Daniel Erlacher

DI, 11. Mai:
Auf dem Weg in den politischen Burnout?
Armin Thurnher
Moderation: Ernst Sittinger

DI, 18. Mai:
Vernetzte Biobanken
Kurt Zatloukal
Der durchsichtige Mensch?
Walter Schaupp
Moderation: Gottfried Dohr

DI, 1. Juni:
Und nicht zurück
Sigurd Höllinger
Universitätsreform als kostspielige Farce
Philipp Funovits
Moderation: Richard Sturn

DI, 8. Juni:
Bildung in Zeiten des Ökonomismus
Bernd Hackl
Erziehung zur Verantwortung
Bernd Schilcher
Moderation: Barbara Blaha

DI, 22. Juni:
Mir san mir
Heiner Keupp
Moderation: Annelies Pichler

 

 

DI 22. Juni 2010, 19.00-21.00 Uhr
ImCubus, Mariahilferplatz 3/I.

Eintritt:
6,-/4,-

 

DIE WELT AUF DER ERBSE
Über das Unbehagen in der Gegenwart und die Suche nach dem Wesentlichen

"Mir san mir"
 

Heiner Keupp, geboren 1943, studierte Psychologie und Soziologie und war bis 2008 Professor für Sozial- und Gemeindepsychologie an der Universität München. Seine Arbeitsinteressen beziehen sich u.a. auf individuelle und kollektive Identitäten in der reflexiven Moderne sowie Bürgerschaftliches Engagement. 2010 publizierte er „Armut und Exklusion. Gemeindepsychologische Analysen und Gegenstrategien“.

Moderation

Annelies PICHLER, Leiterin des "Megaphon", Graz

Wie gehen wir mit dem Fremden um? Selbst Vertrautes, scheinbar Gesichertes, scheinbar Stabiles verändert sich. Heiner Keupp beschreibt, wie Identitäten in Bewegung geraten, wo Flexibilität und Mobilität auf der allseits präsenten Tagesordnung stehen. Er diagnostiziert die Gegenwart in einer heißen Phase gesellschaftlicher Veränderung. Die Passform bislang tauglicher Schnittmuster oder Erzählvorlagen sieht Keupp schwinden. Wie viel Identitätsbewegung aber vertragen wir? Wie viele feste Bezugspunkte sind vonnöten? Sollen vertraute Heimatbezüge gegen die Folgen der Globalisierung nicht auch verteidigt werden? Aber: Bedeutet das, Mauern gegen Menschen aufzurichten, die aus anderen Kulturen zu uns kommen? Heiner Keupp sucht nach Perspektiven gelingender Identitätsfindung angesichts der Mobilität und Migration in der Gegenwart.

     

 

>> Archiv 2010 >> Archiv 2009 >> Archiv 2008  >> Archiv 2007  >> Archiv 2006  >> Archiv 2005  >> Archiv 2004  >> Archiv 2003  >> Archiv 2002  >> Archiv 2001