Seit mehr als zwanzig
Jahren hat das Kulturzentrum bei den Minoriten die Auseinandersetzung mit
Formen des zeitgenössischen Tanzes/Tanztheaters gepflegt.
Der spezifische Beitrag
des Kulturzentrums bei den Minoriten für den zeitgenössischen Tanz ist der
Raum – der barocke Minoritensaal, der den Kontrast des Barock mit
zeitgenössischer Körperkunst besonders eindrucksvoll belebt.
Seit 2001 kuratiert Dr.
Eveline Koberg die Sparte Tanz – mit dem Programm „tanz-schritt-weise“,
bestückt mit Kompanien aus den Nachbarländern des ehemaligen Ostens: 2002
stand Polen auf dem Programm, 2003 Tschechien, 2005 Ungarn
Übersicht 2005
Aschermittwoch
9. Februar
2005
Die körperlichen Erfahrbarkeit von Emotionen zum Thema
Tod: diese tänzerisch sichtbar zu machen ist der Ausgangspunkt für eine
Choreographie, die die in Wien lebende Berlinerin Karoline Decker,
ausgebildet in Dresden und Salzburg, im Rahmen eines
spartenübergreifenden Projekts am Aschermittwoch 2005 gezeigt hat. Wie und
wo äußern sich die damit verbundenen Ängste, der Widerstand, die
Gewissheit, die Resignation oder aber auch Befreiung im Körper? Sind
diese Emotionen kanalisierbar, können sie zum Schwingen gebracht,
authentisch in Bewegung umgesetzt werden?
„tanz schritt weise":
UNGARN
2.-5. Mai 2005
Dieses
mehrjährig anberaumte Programm zum zeitgenössischen Tanz in unseren
östlichen Nachbarländern widmet sich 2005 Ungarn. Nach den bereits
erfolgten, beispielhaften Auseinandersetzungen mit Polen (2002) und
Tschechien (2003) soll die derzeitige Positionierung junger,
experimentierfreudiger Gruppen eine Plattform bekommen, wo sich diese in
der Gestalt authentischer KünstlerInnen präsentieren können.
Wie auch in den bisher
vorgestellten Ländern basiert ihre tänzerische Auseinandersetzung auf dem
Weg zu eigenen Formen auf der Tanztradition des Landes, die sich sowohl
aus klassischem wie auch aus folkloristischem Repertoire rekrutiert, so
wie auf in diesem Fall schon länger und daher stärker wirkender
Konfrontation mit Entwicklungen im „Westen".
Tanztheaterfür junges Publikum
"Piri und Bär",
getanzt von Eva Brunner und Christian Felber, ist ein Stück über
Außenseiter; und es ist ein Stück über die Suche nach Freundschaft. Es ist
ein getanztes, augenzwinkerndes Plädoyer: nicht für phantasielose
Gleichmacherei, sondern für den Mut das eigene Anders-Sein zu akzeptieren.
Ein Beitrag für das junge Publikum im Tanzsommer Graz.