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LITERATUR |
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16.10.2003
20.00 Uhr
Kleiner Minoritensaal
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"PRÄSENTATION
DES ELF-JAHRBUCHS FÜR LITERATUR 2003"
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Literatur |
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Anlässlich der Präsentation des zweiten literarischen Jahrbuchs „ELF“ lesen Clemens Berger, Olga Flor und Clemens Setz, Garanten einer jungen Literaturszene, im Kulturzentrum bei den Minoriten. Herausgegeben von dem jungen Grazer Lyriker Christian Teissl versteht sich diese literarische Jahrbuchausgabe als ein unprogrammatischer Querschnitt durch den deutschen Sprachraum. Enthalten sind Texte von fünfzehn jungen Autorinnen und Autoren. Der Band stellt außerdem zwei vergessene österreichische Autoren, Otto Basil und Gustav Festenberg, in Portraits und Werkproben vor. Die literarischen Beiträge werden durch einen druckgraphischen Zyklus des jungen steirischen Künstlers Herwig Tollschein ergänzt.
ELF-Jahrbuch für Literatur 2003.
Hg. von Christian Teissl. Klagenfurt, Wien: Verlag Kitab 2003
Mit Beiträgen von Otto Basil, Clemens Berger, Helwig Brunner, Alexander Dunst, Gustav von Festenberg, Olga Flor, Marjana Gaponenko, Sonja Harter, Thomas Klein, Christoph Mattle, Adolf Rami, Susanne Rasser, Robert Riedl, Clemens Setz, Patrick Schnalzer, Christian Teissl, Herwig Tollschein, Ron Winkler, Matthias Zucchi |
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30.10.2003
20.00 Uhr
Kleiner Minoritensaal
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"Brigitta Falkner"
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Multimediale Lesung in der Reihe "Ludische Literatur"
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Literatur |
Ludische Literatur
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Falkners Methoden der Textgenerierung basieren auf den Regeln des Palindroms (Rückläufigkeit), Anagramms (Permutation), Paragramms (Substitution) und Lipogramms (Aussparung). In Bildtexten, Comics und Storyboards variiert, inszeniert, persifliert und modifiziert Falkner die Methoden der Buchstabenkombinatorik, nutzt die kombinatorischen Möglichkeiten, die sich aus der Verknüpfung von Wort und Bild ergeben, führt Zusatzregeln ein (Rekursivität) und entwickelt Strategien zur Vermeidung von Regelverletzungen (»Etwas zu verbiegen ist komischer als etwas zu zerbrechen« W.C.Fields). Die forcierte Methodik gipfelt in der Demonstration sinnfreier Stringenz, der elaborierten Darstellung marginaler Ereignisse und anarchischer Handlungsabläufe. Falkner schafft die Fallhöhe für den kalkulierten Sturz ins Lächerliche, indem sie die Methodik auf die Spitze treibt. Der methodische Aufwand steht im grotesken Mißverhältnis zum läppischen
Anlass. |
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10.11.2003
19.00 Uhr
Kleiner Minoritensaal |
"Oskar
Pastior" >>
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Literatur |
Lesung in der Reihe Ludische Literatur
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Oskar Pastior
betreibt das Raumschiff Enterprise im ludischen Universum, mit dem er
gegen Linearitätsachen streicht und dem Konstrukt Zeit ein wenig gegen den
Strich fährt. |
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14.11.2003
14.30 - 24.00 Uhr
Großer und kleiner Minoritensaal
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"TRANSLOKAL//
LITERATUR AUS EUROPÄISCHEN STÄDTEN" >>
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Literatur |
Gemeinsam mit AutorInnen, ÜbersetzerInnen und KuratorInnen aus
dem europäischen Raum zu
einem literarisch, kulinarisch, künstlerisch und musikalisch bewegten Fest
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Der Begriff translokal ist örtlich konnotiert, meint die
Erkundung von Bereichen, die jenseits des Hier liegen, meint die Bewegung
von einem Ort zum anderen; meint unter der Prämisse Europa das
literarische Erkunden zeitgenössischer Literatur, wie es seit fünf Jahren
das
literarische Projekt transLOKAL im Rahmen von Graz 2003 –
Kulturhauptstadt Europas, schreibend tut. LiteratInnen aus 25 europäischen
Städten wurden eingeladen, Textbeiträge für die Literaturzeitschrift
Lichtungen zu schreiben. 35 AutorInnen kamen nach Graz zu den Minoriten,
um Schlaglichter auf ihre Lebensstädte zu werfen, sie zu beschreiben, zu
ironisieren, zu persiflieren, und immer auch: sie zu erfinden. Die Reise
begann in Krákow, machte in Pécs, in Madrid, Tirana, Glasgow etc. halt und
wird in Graz im Literaturfest transLOKAL seinen Höhe- und Schlusspunkt
finden. |
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15.11.2003
17.00 - 22.00 Uhr
Großer Minoritensaal |
"POETIK
DER GRENZE
"
Über die Grenzen reden - Literarische Brücken für Europa
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Literatur |
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Grenze ist so allgegenwärtig wie Materie oder Energie. Denn
in der Grenze, durch die Grenze, wird eine Identität vollendet. Die Grenze
gehört noch immer dieser Identität, und dennoch ist sie schon etwas
gänzlich anderes, denn sie wird auch durch eine andere Identität
konstituiert, die an der Grenze beginnt. Die Grenze ist Grundlage der
Identität, denn gerade sie gibt Form und Gestalt und gerade hier
überwindet eine Identität stumpfes Mit-sich-selbst-gleich-Sein und öffnet
sich etwas völlig anderem, nämlich jener anderen Identität, aus der die
Grenze (auch) besteht. Im dialogischen Wesen der Grenze erkennt das "Ich"
allein eine, und zwar die "eigene Seite"; den anderen Teil der Grenze, die
andere Identität, kann das "Ich" nicht erkennen, es muss diesen erfahren.
Wie kaum eine andere Stadt ist Graz von der Grenze geprägt worden. Sie lag
an der Grenze zum Osmanischen Reich, liegt an der Grenze, an der drei
Ethnien aufeinander treffen, 50 Jahre lang lag der Eiserne Vorhang in
nächster Nähe. Mit dem Nachbarn bzw. dem "Anderen" sprach man in der
Grazer Geschichte meist über den Vorhang hinweg - egal, ob dieser durch
seinen Glauben, seine Ethnie oder durch das politische System der "Andere"
war bzw. zu diesem wurde. Hat man durch dieses Sprechen erlernt, aus der
Grenze eine Begegnungsstätte zu machen? Allerdings! Die Grenze in Graz ist
heute ein Begegnungsort, und zwar nach langen Jahrhunderten, in denen sie
als Konfrontationsstätte und Anlass zum Streit fungierte.
Dževad Karahasan |
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