NEUE MUSIK bei den MINORITEN

Die Sparte „NEUE MUSIK“ fördert lokale, überregionale und internationale junge Talente durch Kompositionsaufträge, sie bietet einen besonderen Aufführungs- und Präsentationsort im akustisch hervorragend geeigneten historischen Minoritensaal.
Dieses Sparte schielt im Besonderen nicht auf Quote – Neue Musik ist kein Massenphänomen – sondern auf die Qualität des Gebotenen. Dennoch gelang es uns mit unseren Programmen ein kleines Stammpublikum für uns zu begeistern. Dabei ist besonders erfreulich, dass auch und immer mehr junges Publikum zu unseren Konzerten kommt.

Nach und nach bieten wir dem Grazer Publikum einen Querschnitt heutiger Avantgardemusik aus Graz, Österreich und darüber hinaus.


 
 

 

SA 10. Jänner 09 20.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

Eintritt: 12,-/8,-/5,-

open music präsentiert

IAN PACE,

KLAVIER
 

 spielt Werke von Salvatore SCHIARRINO und Brian FERNEYHOUGH

 

Feurige Leidenschaft kombiniert mit scharfem Intellekt zeichnet das Spiel des Pianisten Ian Pace aus. Sein umfangreiches Repertoire stellt Werke zeitgenössischer britischer, deutscher und italienischer Komponisten sowie die Klassiker der Moderne (von Komponisten wie Boulez, Stockhausen, Ligeti, Nono und Cage) in den Mittelpunkt. Ebenso kompetent als Kammermusik- und Ensemblespieler tritt Ian Pace regelmäßig mit anderen Musikern – u. a. dem Arditti Quartett – auf.

 

SA 17. Jänner 09 20.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

Eintritt: 11,-/7,-

FOR VIOLIN AND PIANO

Annelie GAHL (Violine)

Manon-Liu WINTER (Klavier)

Annelie Gahl (Violine) und Manon-Liu Winter (Klavier) spielten die Sonate für Violine und Klavier (1961) und das Duett (1964) von Galina Ustvolskaya, sowie das 80-minütige „For John Cage“ (1982) von Morton Feldman.

Die Werke der Petersburger Komponistin Galina Ustwolskaja unterscheiden sich deutlich von allen anderen ihrer Generation aus Russland. Die bei allen klassizistischen Ansätzen ihrer Musik holzschnittartige Unbeirrbarkeit und Radikalität ihres Stils harren in den üblichen Konzertsälen noch auf ihre Entdeckung. Die leidenschaftliche Begeisterung der beiden Interpretinnen für diese Musik übertrug sich dem hörenden Publikum spürbar. War also der erste Teil des Abends einer noch  zu Unrecht unbekannten Schülerin Schostakowitschs gewidmet, spielten Annelie Gahl und Manon-Liu Winter im zweiten Teil eines der bekanntermaßen große Zeiträume umspannenden Hauptwerke des vielleicht wichtigsten amerikanischen Komponisten des späten 20. Jahrhunderts: Morton Feldman. Ein 80minütiges Kammermusikwerk widersetzt sich den Gepflogenheiten des üblichen Konzertbetriebs, umso wichtiger erscheint es uns, dem in unserer Konzertreihe ein Forum zu bieten. Dies wird uns durch unser Publikum immer wieder gedankt und stößt auf begeistertes Interesse. Nicht zuletzt durch diese Art der kuratorischen Entscheidungen ist es uns über die Jahre gelungen, ein interessiertes Stammpublikum zu gewinnen.

 

DO 29. Jänner 09 20.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

Eintritt:
7,-/4,-

die andere saite präsentiert

ENSEMBLEKONZERT MusikFabrikSüd

unter der Leitung von Bruno Strobl

 

Die Grundideen hinter diesem lange geplanten Austauschprojekt waren einerseits das seit 2005 bestehende Ensemble für Neue Musik aus Kärnten in Graz zu präsentieren, und andererseits neue Kompositionen aus Kärnten mit jüngsten Produktionen der „anderen saite“ zu kombinieren, um so einen künstlerischen Austausch der Komponisten zu ermöglichen. Bruno Strobl ist nicht zuletzt durch seine Arbeit als Präsident der IGNM Österreich einer der umtriebigsten Persönlichkeiten der Neuen Musik-Szene dieses Landes, der in seiner Heimat Kärnten Grundlegendes durch seine Tätigkeit als Initiator, Dirigent, Konzertveranstalter und Komponist geleistet hat.
Die MusikFabrik Süd wurde im Jahr 2005 von Bruno Strobl ins Musikleben gerufen. Sie soll eine Einrichtung sein mit erweiterbaren und vielseitigen klanglichen Möglichkeiten - durch Ausnützen verschiedener, nicht ganz üblicher instrumentaler Zusammensetzungen. Um der neuen Klanglichkeit gerecht zu werden, müssen zwangsläufig neue Werke geschrieben werden. Eine Vorlaufzeit von ca. einem Jahr war notwendig, damit die ersten Ergebnisse dieser Arbeit in der Fabrik im Herbst 2005 zu Gehör gebracht werden konnten.
Waltraud Russegger – Mezzosopran, Adél Obordzil - Flöte, Christiane Sommer - Konzertzither, Hemma Pleschberger -Tenorhackbrett, Ulrike Mattanovich - Harfe, Christoph Hofer - Akkordeon, Burgi Weingerl-Bergbaur - Viola, Andreas Riegler und Stefan Mörtl – Schlagzeug spielten unter der Leitung von Bruno Strobl Werke von
Alexander Wagendristel, Heinrich Unterhofer, Bruno Strobl und der d.a.s.-Komponisten Charris Efthimiou, Joachim Jung, Gerd Noack und Ernst Christian Rinner.


>> die andere saite

 
 
MONTAG, 2. Februar 2009  20.00 Uhr
Ausstellungsdauer bis 5. März 2009
Mo - Fr 10-18 Uhr (Minoriten Galerien, II. Stock)

Eintritt:
10,-/8,-

LICHTMESZ

 Kiawash Saheb-Nassagh (Komposition)

geboren 1968 in Teheran, Klavierunterricht, Gehörbildung und Harmonielehre. Seit 1986 eigene Kompositionen und Beschäftigung mit Jazzharmonik und Computermusik. 1987 Studium der Laborwissenschaft an der Universität für wissenschaftliche Medizin Iran. Ab 1995 Kompositionsstudium bei Beat Furrer, Bernhard Lang, Georg Friedrich Haas an der Kunstuniversität Graz.
2001 Musikförderpreis der Stadt Graz. 2002 Diplom, Magisterarbeit über Mikrotonalität in der persischen Musik. Kompositionskurse u.a. bei Mathias Spahlinger. 2003 Staatsstipendium für Komposition der Republik Österreich, Begründer des Vereins Nava-ye Iran - Persische Musik in Österreich, Mitbegründer des Vereins Zeitfluss - Ensemble für zeitgenössische Musik. 2004 Ehrenmitglied des Kulturbeirates der Stadt Graz - Sparte Ernste Musik.

Zahlreiche kammermusikalische Werke, Filmmusiken zu Filmen von Peter Tscherkassky, Musik und Klanginstallation für die Persische Halle im Rahmen der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover, Aufführungen bei Viennale 99, Musikprotokoll 2000, Wiener Festival Hörgänge 2002, Grazer Osterfestival 2002, steirischer herbst 2003, die andere saite - eine Konzertreihe seit 1996, Zeitfluss - ein Konzertzyklus seit 2004 u.a., Aufführungen in Wien, Graz, Maribor, Ljubljana, Teheran, New York, Berlin, Hannover, Leipzig u.a.
 

Das Mehrspartenprojekt 2009 des Kulturzentrums bei den Minoriten ist diesmal der „Lichtmess“ gewidmet: Um zum Thema „Licht“ mit den anderen KünstlerInnen zusammenzuarbeiten hatten wir den Iranischen Komponisten Kiawash Saheb-Nassagh ausgewählt.
In seiner Auftragskomposition verwandelte Saheb-Nassagh den von der Autorin Sophie Reyer live gesprochenen Text durch liveelektronische Mittel in eine Klangebene, die mit den von Clemens Frühstück auf dem Altsaxophon gespielten Klängen zart amalgamiert wurden.

 

 
 

MO 16. Februar 09 20.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

Eintritt: 12,-/8,-/5,-

open music präsentiert

SOLO_SEQUENZEN_DUO


mit Annette BIK, Eva FURRER,
 Uli FUSSENEGGER, Ernst KOVACIC,
 Andreas LINDENBAUM, Ernesto MOLINARI, Ian PACE, Dimitrios POLISOIDIS,
 Ernest ROMBOUT, Mike SVOBODA und Marcus WEISS

 

Solos und Duos, 11 internationale Spitzenmusiker und einschlägige Interpreten Neuer Musik, die vom 15.-25. Februar 2009 auch bei impuls (International Ensemble- and Composers-Academy for Contemporary Music) in Graz tätig sind, 11 singuläre Positionen in einem Raum ...
Ausgangspunkt des Programms ist Luciano Berio und sein über viele Jahre entstandener Sequenza-Zyklus.Bei "open music" werden nunmehr Verbindungslinien zu anderen Komponisten, quasi posthum, imaginiert, einige von Berios Sequenza-Meisterwerken mit solitären Solo- und Duostücken weiterer solitärer Komponisten der Gegenwart verknüpft.
>> open music

 
 


MI 25. Februar 09 20.00 Uhr

Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

 

impuls präsentiert
impuls - ABSCHLUSSKONZERT

 

"EnsembleConcert II“ von impuls . 6th International Ensemble- and Composers-Academy for Contemporary Music

 

In Kooperation mit dem Kulturzentrum bei den Minoriten und Steinway in Austria wird der 25. Februar 2009 zu einem finalisierenden musikalischen impuls-Aktionstag: Ein vielfältiges Tagesprogramm mündet in das impuls-Abschlusskonzert „EnsembleConcert II“, an dem die rund 100 impuls-TeilnehmerInnen und -DozentInnen Klassiker des 20. Jahrhunderts (von Cage und Haubenstock-Ramati bis Xenakis) sowie zukunftsweisende ZeitgenossInnen unter dem Dirigenten von Lucas Vis (ur-)aufführen werden.
>> Karteninformationen: office@impuls.cc

 

 
 

MI 11. März 09 20.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

Eintritt:
7,-/4,-

die andere saite präsentiert
Hsin-Huei Huang ―
Klavier-Solo-Recital


 

Uraufführungen von
Siavosh Banihashemi
 Se-Lien Chuang
Klaus Dorfegger
Peter Lackner
Andreas Weixler

In den letzten Jahren haben sich die Soloabende, zu denen jeweils u.a. die Virtuosen des Klangforum Wien eingeladen wurden, zu einem beliebten Fixpunkt der anderen saite Konzerte entwickelt.
Ein Klavierrecital spielt in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle, da im bürgerlichen Konzertleben spätestens seit dem 19. Jh. fest verankert. Umso größer die Herausforderung für Interpreten, einen ganzen Abend ausschließlich Uraufführungen zu widmen (wie es auch im 19.Jh. einmal gängige Praxis war!)


 

 
 

FR 13. März 09 20.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

Eintritt: 12,-/8,-/5,-

open music präsentiert

MAYA HOMBURGER +
BARRY GUY + CHARLOTTE HUG



Charlotte HUG: Viola, Komposition
Maya HOMBURGER: Barockvioline
Barry GUY: Kontrabass + Komposition
 

Dem vorliegenden Programm des Abends liegen mehrere konzeptuelle und persönliche wie historische Überlegungen zu Grunde. So kreist es etwa um den visuell-sinnlichen Magnet der graphischen Partituren von Barry Guy und Charlotte Hug - um Notationen als visueller Stimulus für Musik, die sich im Spannungsfeld von Improvisation und Komposition bewegen. Der musikalische Bogen wird aber noch viel weiter gespannt, reicht von neuen Kompositionen über Barockmusik zu Improvisationen in Vergangenheit und Gegenwart.
>> open music
 

 

NEUE REIHE:

SA 25. April 09 17.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3


Eintritt:
6,-/3,-

mino | Riten I

Luigi NONO
Peter ABLINGER

Eine neue Plattform für studentische InterpretInnen bietet unsere neue Reihe der „mino_Riten“. Jeweils am Vorabend des ersten Samstags im Monat stellen junge KünstlerInnen in maximal einstündigen Recitals jeweils ein größeres meditatives Werk mit rituellem Charakter aus der Zeit des späten 20. Jh. bis zur Gegenwart vor.


Aliona Kalechyts und Igmar Jenner, Violinen spielten Werke von Luigi Nono und Peter Ablinger.

Zum Auftakt unserer neuen Reihe gelang es uns, zwei noch sehr junge InterpretInnen vor die Aufgabe zu Stellen, Luigi Nonos letztes Werk "…hay que caminar" soñando zu erarbeiten. Diese zwischen Pausen, unendlicher Leisheit und plötzlichen Eruptionen changierende Werk ließ den hierfür wie geschaffenen Minoritensaal leise erschwingen. Gerahmt von Peter Ablingers Geräusch-Studie „weiss/weisslich 17“ – eine Uraufführung – ergab sich eine ungemein spannende Dramaturgie.
Diese erste unserer Vorabendveranstaltungen (17 Uhr) wurde mit regem Interesse aufgenommen.

 

 
 

SA 30. Mai 09 17.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3


Eintritt:
6,-/3,-

mino | Riten II

Berndt THURNER

Berndt Thurner spielt S. S. Smiths Plenty, vierunddreißig Sätze für Vibraphon-Solo.

“Plenty” besteht aus vierunddreissig Antworten auf die Frage nach dem Tod, wobei die Frage nach dem Tod natürlich immer auch die Frage nach dem Leben ist.
S. S. Smith

Schon das zweite Konzert der Reihe sprengte den zeitlichen Rahmen: knapp eineinhalb Stunden dauerte Berndt Thurners konzentrierte Performance des kaleidoskopartigen Werkes, welches das Publikum außerordentlich in seinen Bann zog.

 

 
 

FR 5. Juni 09 20.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

Eintritt:
7,-/4,-

die andere saite präsentiert
ENSEMBLE
music.lab

 

Eine Sextettbesetzung der besonderen Art: Flöte + zwei Bratschen + zwei Klarinetten + Akkordeon

Sylvie LACROIX, Flöten
Pablo DE PEDRO, Lena FRANKHAUSER, Violen
Petra STUMP, Heinz-Peter LINDSHALM, Klarinetten
Krassimir STEREV, Akkordeon

Dass der Komponistenverein die andere saite ein Faible für schräge Besetzungen hat, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Diesmal heisst schräg aber auch fein, sehr fein. Mit dem Ensemble musi.lab, das in varianten Besetzungen auftritt, treffen wir auf alte Freunde – Sylvie Lacroix, Krassimir Sterev, Heinz-Peter Linshalm und Petra Stump – und neue Gesichter - Pablo de Pedro und Lena Frankhauser. Es gibt frisch ausgepackte Kompositionen von Se-Lien Chuang, Joanna Wozny, Belma Beslic, Peter Lackner, Christian Klein und Clemens Nachtmann.
 

 
 

SA 27. Juni 09 17.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3


Eintritt:
6,-/3,-

mino | Riten III

Tjasa CERIC, Akkordeon
Bernd KOHLHOFER, Akkordeon
 

Zu Nicolaus A. Hubers grandiosem Meisterwerk Auf den Flügeln der Harfe für Akkordeon aus dem Jahre 1985, dessen vielfältige Kombinationstöne sich im großen Minoritensaal beispielhaft entfalten, gesellten sich Klaus Langs Bearbeitung seines eigenen Werkes der weißbärtige mann. der frosch am mond. für zwei Akkordeons (im Original für Hammondorgel), das sich wie der Großteil seines Oevres durch extreme dynamische Zurücknahme auszeichnet, sowie ein Werk des niederländischen Komponisten Jacob ter Veldhuis.

 
 

SA 10. Oktober 09, Mariahilferplatz 3
22.00 Uhr:
Kreuzgang
23.00 Uhr: Minoritensaal
24.00 Uhr: Mariahilferkirche


 

musikprotokoll, steirischer herbst
SEVEN LAST WORDS

22.00 Uhr | Kreuzgang:
Bernhard LANG Installation
Seven Last Words

23.00 Uhr | Minoritensaal:
Bernhard LANG
Monadologie V – 7 Last Words of Hasan
Marino FORMENTI, Klavier

24.00 Uhr | Mariahilferkirche
Joseph Haydn:
Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze
Marino FORMENTI, Klavier

Beim heurigen musikprotokoll-Puzzle aus großer Form, intermedialen Experimenten und präziser Kammermusik kommt auch das Klavierprojekt der „Seven Last Words“ bei den Minoriten zur Aufführung.
Mitternacht, Samstag, im Kreuzgang der Minoriten am Mariahilferplatz: Klavierklänge eines Werks über „Die sieben letzten Worte des Erlösers am Kreuz“ – Musik von Joseph Haydn im Haydn-Jahr. Musik, die aber auch – zumindest in der von Marino Formenti gespielten Fassung für Klavier – im Gestus an Morton Feldman erinnert. Wie ein fotografisches Negativ dazu verhalten sich Bernhard Langs „Seven Last Words“, die sich direkt auf Haydn beziehen: Aus dem Sich-Versenken wird ein Sich-Erheben, aus der Frömmigkeit wird Aufbegehren, aber es bleibt das gleiche Bild von musikalischer Intensität, von letztlich metaphysischer Herausforderung.

 

FR 23. Oktober 09 20.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3


Eintritt:
11,-/7,-

HAUER und dann?

Josef Matthias HAUER (1883–1959)

Werke aus allen Schaffensperioden, sowie komponierte Kommentare von:
Peter ABLINGER, Hans FLOREY,
Florian GEßLER, Maximilian HENDLER,
Peter LACKNER und Heimo PUSCHNIGG

Der dreiteilige Abend brachte einen repräsentativen Querschnitt durch Hauers Frühwerk und seine mittlere Schaffensphase, eine Auswahl an „Zwölftonspielen“, sowie vom Kulturzentrum bei den Minoriten initiierten musikalische Grußkarten bzw. Statements von zeitgenössischen Komponisten, die auf die eine oder andere Art von Hauers Werk beeinflusst wurden: Peter Ablinger, Hans Florey, Florian Geßler, Peter Lackner, Maximilian Hendler, Heimo Puschnigg.
Die sehr gut besuchte „lange Nacht der Zwölftonspiele“, in Spannung gehalten durch die hervorragenden InterpretInnen lockte Menschen aus ganz Österreich in den Minoritensaal nach Graz.

InterpretInnen:
Barbara KONRAD, Violine
Elaine KOENE, Viola
Elisabeth BREUER, Sopran
Peter LACKNER, Martin PRETTENHOFER und
Heimo PUSCHNIGG, Klavier

 
 

SA 24. Oktober 09 18.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3


Eintritt:
6,-/3,-

mino | Riten IV

Julia PURGINA (Viola)
Elaine KOENE(Viola)
Barbara KONRAD (Viola)

Einen mehr als würdigen Abschluss unserer neuen Reihe bildete Peter Lackners knapp einstündiges Werk „KANON für drei Bratschen. 31. Dezember 1991“, ist es doch geradezu beispielhaft für den programmatischen Ansatz der zugrunde liegenden Konzeption. Denn das in nahezu vollkommener Ausgewogenheit durchstrukturierte Klangkontinuum entfaltet mit der Zeit so etwas wie ein intensives, zutiefst mystisches Leuchten: Rationalität und Versenkung zugleich.

 

 
 

MO 7. Dezember 09 20.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3


Eintritt:
7,-/4,-

die andere saite präsentiert
extended BASSoons

Robert GILLINGER-BUSCHEK
Clemens BÖHM (Fagott, Kontraforte)
Thomas MUSIL (Elektronik)

spielen Werke von:
Siavosh BANIHASHEMI,
Se-Lien CHUANG, Charris EFTHIMIOU, Robert GUTMANN, Hannes KERSCHBAUMER, Daniel MAYER
und Andreas WEIXLER

Klangliche Erkundungen der ungewöhnlichen Art bis in die tiefsten Tiefen des akustischen Universums. Es entspricht einer Tradition der Konzertreihe die andere saite, kleine unorthodoxe Besetzungen zu programmieren. Das Fagott-Duo wird hier gleich um zwei Exemplare des Kontraforte erweitert: ein von Benedikt Eppelsheim, München, und Guntram Wolf, Kronach, neu entwickeltes Kontrafagott, dessen Möglichkeiten die beteiligten KomponistInnen besonders inspirierte und ‑ wahrscheinlich überhaupt erstmals ‑ in einer derartigen Konstellation erklingen wird.