Die Fokussierung zeitgenössischer literarischer Tendenzen in ihren konkreten Ausformungen und Tendenzen ist das Spezifikum von Minoriten-Literatur unter der Kuratierung von Dr. Birgit Pölzl. Sie versucht dabei die Balance zwischen Internationalität und Lokalität zu halten, was eine gezielte Förderung von AutorInnen vor Ort ebenso meint wie die Präsentation international anerkannter AutorInnen.

 

 

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Ressortleitung:

Dr. Birgit Pölzl,

711133-26

 

 

 

Literatur vor Ort

Besonderes Augenmerk schenkt MinoritenLiteratur vor Ort lebenden LiteratInnen. Das zu den wichtigsten Literaturveranstaltungen der Steiermark avancierte Lesefest NEUE TEXTE wie Einzellesungen, die die AutorInnen verstärkt ins öffentliche Bewusstsein heben, wurden als adäquate Möglichkeiten entwickelt.

 

Lesefest NEUE TEXTE 2006

 

26. März 06

Im Rahmen der Veranstaltung NEUE TEXTE  werden AutorInnen präsentiert, die 2005 ein Buch veröffentlicht haben bzw. auf die Uraufführung eines Stückes verweisen können und in Graz/ in der Steiermark leben bzw. hier geboren sind. Als special guests werden jene Autoren und Autorinnen vorgestellt, die 2005 mit einem Literaturpreis ausgezeichnet worden sind.

Jedem Autor, jeder Autorin stehen 10 Minuten Lesezeit zur Verfügung, jeder Autor, jede Autorin hält eine kleine Einführung für eine Kollegin (3 - 4 Minuten).

NEUE TEXTE hat sich in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten Grazer Literaturveranstaltungen etabliert, die vielen Interessierten einen Überblick über Neuerscheinungen und Positionierungen ermöglicht.

 

AutorInnen

Sonja Harter: barfuß richtung festland. Leykam

Olga Flor: Talschluss. Zsolnay

Franz Josef Czernin: das labyrinth erst erfindet den roten faden. einführung in die organik. Hanser

Linda Stift: Kingpeng. Deuticke

Werner Schandor: Thomas Feigl will die Kunst des Liebens lernen. Kitab

Günther Freitag: Die Mosaike von Ravenna. Essays. Kitab

Reinhard P. Gruber: Einmal Amerika und zurück. Droschl

Petra Ganglbauer: Glöckchen. Nachtprogramm. Das fröhliche Wohnzimmer

Gabriel Loidolt: Die irische Geliebte. Reclam-Leipzig

Georg Petz: Die Anatomie des Parasitären. Steirische Verlagsgesellschaft

Johannes Schrettle: Einladung zum Berliner Stückemarkt

Gerhild Steinbuch: Literaturförderpreis der Stadt Graz, Hermann-Lenz-Stipendium

Marcus Poettler: Literaturförderpreis der Stadt Graz

Willi Hengstler: Manuskripte Preis

Marusa Krese: Stadtschreiberin, special guest

Dzevad Karahasan: Libretto zur NeueMusikKammeroper „Das Gastmahl“

Ewald Palmetshofer: Retzhofer Literaturpreis 2005

Barbara Frischmuth: Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln

Alfred Kolleritsch: Horst-Bienek-Preis 2005 der Bayrischen Akademie der Schönen Künste
Andrea Stift: Manuskripte-Förderungspreis 2005
Bernadette Schiefer: Nichts wird dir fehlen. Literaturedition Niederösterreich

 

 

Einzellesungen:

Bernadette Schiefer / Gabriele Petricek: 31. Jänner 2006

Gloria Kaiser: 16. Feber 2006

Dzevad Karahasan: 4. April 2006

Martin Wanko: 12. Mai 2006

Stefan Schmitzer: 8. Juni 2006

 

Ludische Literatur

Ludische Literatur präsentiert LiteratInnen, die ihren Texten die Kategorien Spiel und Regel als Konstruktionsprinzipien zugrunde legen. KünstlerInnen aus Europa und Übersee haben im Laufe mehrerer Jahre verschiedene Ausfaltungen ludischer Literatur präsentiert, Texte, die auf jeweils anderen - die schöpferische Freiheit auf produktive Weise einschränkenden - Regeln beruhen. 2006 werden AutorInnen aus Frankreich, Italien und Österreich vorgestellt.

Margret Kreidl und Daniel Wisser:
Hohe Formen – Niedere Inhalte

 

24. April 2006

 

Daniel Wisser, Autor und Herausgeber der Literaturzeitschrift „Der Pudel“ gehört in Österreich zu den konsequentesten Vertretern methodischer Dichtung. Wobei kalkulierte Inkonsequenz zur spezifisch Wisserschen Form der Konsequenz gehört. Im Rahmen des Projekts „Ich zünde nachts Italien an“ gießt er zum Beispiel völlig banale Inhalte in artifizielle Formen und treibt damit die Inszenierung des literarischen Mangels lustvoll ins Absurde. Gemeinsam mit Liese Lyon und Alexander Fleischmann wird er einen Liederabend  gestalten.

Mit ihren Trivial-Miniaturen „Mitten ins Herz“ bringt Margret Kreidl die Heftchenliteratur auf den Punkt. Der Heimatroman wird zu einer Serie alpenländischer Kurzkrimis verdichtet, die amerikanische »schmaltzy novel« anhand der Kurzbiografien ihrer Autorinnen durchbuchstabiert.
Das ABC der »love’s leading ladies« ist die Fortsetzung der Herz-Schmerz-Geschichten, wie sie für ein weibliches Millionenpublikum produziert werden. In ihren streng durchkomponierten Heimatdramen spielt Margret Kreidl mit den Klischees der ländlichen Idylle, um sie mit einem Knalleffekt zu zerstören.


 

OULIPO/OPLEPO

16. November 2006

Als Abschluss der Reihe "Ludische Literatur" ist eine größere Veranstaltung geplant, bei der Vertreter der französischen Autorengruppe OULIPO und der italienischen Formation OPLEPO geladen sein werden. Die Pariser Werkstatt für potentielle Literatur wird voraussichtlich durch Jacques Jouet und Ian Monk repräsentiert werden. Neben dem Lesungsprogramm bietet eine Ausstellung umfassende Information zu den Arbeiten und den literarischen Einschränkungen von OULIPO. Die italienische Gruppierung wird durch Raffaele Aragona vertreten sein (eine Zusage liegt vor); Paolo Albani wird als Gründer von OUPERPO (Werkstatt für potentielle Performance)  zu einer sprachspielerischen Performance und Lektüre von eigenen Texten wie Texten der Gruppe eingeladen werden.

Die Übersetzung wie die Moderation werden Jürgen Ritte obliegen.

Jaques Jouet

Jan Monk

Raffaele Aragona

Paolo Albani

 

Crossing culture

Crossing Culture versteht sich als Versuch weitgehend unbekannten Literaturen ins Bewusstsein zu rücken. Der konzeptorische Ansatz ist dabei ein feministischer im Sinne Evelyn Fox Kellers: „Alle Standpunkte, die sich von dem Denken der westeuropäischen, englischsprechenden, männlichen, bourgeoisen, auf der politischen Machtaufteilung im 19. Jahrhundert sich stützenden weißhäutigen Menschen, unterscheiden, nenne ich feministisch“. Crossing Culture entwickelt dazu die Reihe „Schreiben. Positionen aus Südosteuropa“, die an 5 Abenden LiteratInnen aus den Ländern des Balkans auf die Bühne bittet, stellt 2007 unter dem Titel „Arabische Literatur“ einen Autor aus dem arabischen Kulturkreis vor und präsentiert im Jänner 2006 unter dem Titel „Grenzverkehr“  AutorInnen aus der Ukraine, Rumänien und Kroatien.

 

Schreiben. Positionen aus Südosteuropa“

Die Reihe basiert auf einer Kooperation mit Isop und dem Internationalen Haus der Autoren Graz. In modifzierter Form stellt sie eine Fortführung der Reihe „Frauen schreiben. Positionen aus Südosteuropa“ dar, wobei sich die Neuausrichtung auf die Integration von Schriftstellern und eine Themenzentrierung bezieht. Im Jahr 2006 ist die Durchführung von zumindest 5 Veranstaltungen vorgesehen. Auch werden wieder Schreibaufträge vergeben und – soweit es die Mittel erlauben – eine Anthologie publiziert.

 

Literarische Frauenbiographien aus Sarajewo

16. Mai 2006

Dragana Tomasevic

Katharina Raabe - Suhrkamp Verlag, Expertin für südosteuropäische Literatur

Valerija Skrinjar-Tvrz

 

 

Nach dem Realsozialismus. Literatur aus Bulgarien, Rumänien und aus der Ukraine

12. November 06

Angesichts der bevorstehenden Aufnahme dieser beiden Länder in die EU – vermutlich ein Jahr später als ursprünglich geplant – kommt der Vorstellung der Literaturen dieser Länder eine besondere Priorität zu.

Georgi Gospodinov, Emilija Dvorjanova,
Adela Greceanú, Joana Parvulescu,

Juri Andruchowytsch


Arabische Literatur


2007

Abdallah Zrika, Marokko
Einführung und Moderation: Hartmut Fähndrich

Abdallah Zrika, geb. 1953 in Casablanca, schreibt kurze Gedichte und versucht sich seit einiger Zeit auch erfolgreich an der Prosa. Auch da bleibt er der Autor der kleinen Form. So hat er, neben einigen Gedichtbänden, zwei kurze Romane und mehrere Prosavignetten (bisher erst ins Französische übersetzt) veröffentlicht. Unpubliziert, auch auf arabisch, ist bisher sein autobiographischer Bericht über seine Kindheit im Bidonville Ben Msîk.

 

Grenzverkehr

Lesungen und Buchpräsentation


25. Jänner 06
Lesung: David Salamun, Sergiy Zhadan, Dasa Drnjic

 

21 Schriftsteller und Schriftstellerinnen, alle Gäste des „Writers in Residence“-Programms von KulturKontakt Austria, erzählen in ihren Beiträgen zu dieser vielsprachigen Anthologie von ihren sehr persönlichen Grenzerfahrungen, von ihrer Kindheit und Jugend hinter dem Eisernen Vorhang, als die Grenzen noch dicht waren und von den vielfältigen Problemen die nötigen Visa zu erlangen. Sie schreiben über Wien und ihre Entdeckungen von Ähnlichkeiten und Neuem, von Begegnungen mit SchriftstellerkollegInnen und den Schwierigkeiten sich als Autor in diesen schnelllebigen Zeiten zu behaupten.

 

 


 

Spoken Poetry

 

1986 fand im "Green Mill Jazz Club" in Chicago der erste Poetry Slam statt. Der Bauarbeiter und Dichter Marc Kelly Smith hatte sich gefragt, warum literarische Lesungen oft so langweilig sind. Warum können Lyrik-Veranstaltungen nicht anregend, abwechslungsreich und unterhaltsam sein wie ein Jazz-Konzert? Und plötzlich stand die Idee im Raum, einen Wettkampf der DichterInnen durchzuführen.

Das Publikum wird als Jury ins Geschehen mit einbezogen und entscheidet durch seinen Applaus, wer der Sieger/die Siegerin ist, die beste Dichterin des Abends. Der Poetry Slam war geboren, ein Veranstaltungsformat, das direkt Einfluss nimmt auf die dichterische Form, denkt man an die exzessive Nutzung von Reimbindungsformen und Alliterationsmuster, an eine neue Bildhaftigkeit, an die Reduktion von Hermetik, den Einsatz von Stimme und Körper.
2006 sollen 8 KünstlerInnen, die aus dem Poetry Slam-Kontext stammen und ein literarisches Programm entwickelt haben, welches mit Stimme, Körper und Sprache arbeitet, eingeladen werden. Sprechperformances also, die von den Poetry Slams beeinflusst sind, doch ohne das Element des Wettbewerbs auskommen. Für einen fünften Abend soll ein Poetry Slam ausgeschrieben werden, der alle, insbesondere Schüler und Studenten auf die Bühne bittet.

Da diese Reihe insbesondere Jugendliche und Junggebliebene ansprechen möchte, wird die Kulturvermittlung Steiermark mit der Vermittlungsarbeit betraut. In Vorbereitung auf den Poetry Slam und um die Reihe nachhaltig anzulegen, werden drei Workshops angeboten, die von Bas Böttcher, Doris Mitterbacher, Markus Köhle, Neil McCarthy und Stephan Murray geleitet werden.
 
9. März 06

Bas Böttcher, Deutschland

Timo Brunke, Deutschland
 

11. Mai 06

Jürg Halter, Schweiz

Gabriel Vetter, Schweiz
 

5. Oktober 06

Neil McCarthy, Irland

Stephan Murray, Irland

 

14. Dezember 06

Mieze Medusa (Doris Mitterbacher), Österreich

Markus Köhle, Österreich
 

Bastian Böttcher, der als Rapper und Lyriker gleichsam international bekannt wurde, verbindet wie kein zweiter Hip-Hop und Poesie. Bekannt geworden mit seiner Band "zentrifugal", ist der erste deutsche Slam Champion längst Stammgast in den Literaturhäusern der Welt. Eines seiner Poeme hat inzwischen auch Eingang in den "Neuen Conrady" gefunden, den inofiziellen Kanon deutsch-sprachiger Lyrik.
"Atemlos schleudert Böttcher seine mit Binnenreimen und Alliterationen gespickten, im Hip-Hop-Stil durchrhythmisierten Assoziationskettenreaktionen in den Saal" schreibt die FAZ. Und die Ruhr-Zeitung meint: "Bastian Böttcher zählt zu den innovativsten deutschen Lyrikern der jungen Generation".

 

Timo Brunke wurde 1972 in Stuttgart geboren, wo er auch heute noch lebt. Mit 16 Jahren stand er zum ersten Mal als Kabarettist auf der Bühne, bald folgten Soloprogramme. Er studierte von 1994-98 Theologie in Tübingen, wechselte dann zu einer Theater-Ausbildung bei Friedrich Nögge. 1999 begründete er den Stuttgarter Poetry-Slam, bei dem er auch heute noch als Veranstalter und Zeremonienmeister tätig ist.
Seit 2004 ist er Lehrbeauftragter an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Timo Brunke gilt als einer der besten Performance-Poeten Deutschlands und steht für eine Erneuerung der Poesie und der Sprachkultur.

 

Jürg Halter, erschienen am 23. Juni 1980 in Bern. Er studierte an der Hochschule der Künste in Bern. Halter lebt als Dichter, Performance Poet und Rapper (als Rapper unter dem Namen Kutti MC) ebenda. Bekannt wurde Halter durch Lesungen und Poetry Performances an wichtigen internationalen Literaturfestivals in ganz Europa, in Afrika und den U.S.A.

Wenige Veröffentlichungen in Zeitschriften (art.21-zeitdruck, ndl, Manuskripte, Volltext, Allmende u.a.) und Anthologien (u.a. "Natürlich die Schweizer!", Aufbau-Verlag). Das Debüt von Jürg Halter, ein Gedichtband mit dem Titel "Ich habe die Welt berührt " ist im Februar 2005 im Ammann Verlag erschienen. Auszeichnungen, u.a. Buchpreis 2005 des Kanton Berns für "Ich habe die Welt berührt".

 

Gabriel Vetter, *1983 in Schaffhausen, ist der aktuelle Shooting-Star der Schweizer Slam-Szene. Kaum hatte der Student und Kulturjournalist das erste Mal die Bühne des Dichterwettstreits betreten, startete er durch und gewann direkt seine ersten 14 Poetry Slams in Folge. So war es auch kaum überraschend, als der damals noch 21-jährige Schaffhauser im November 2004 den „German International Poetry Slam“ im Theaterhaus Stuttgart für sich entschied. Somit trägt er nun den Titel des besten Slampoeten im deutschsprachigen Raum.
Vetters Live-Auftritte sind Sprachakrobatik pur. Ob er sich in die Gefühlwelt eines Schweizer Cervelat imaginiert, von Watzlav dem Goldhamster erzählt, der so gerne ein Bernhardiner wäre oder seinen Hass auf die Natur kundtut: Der Jungdichter schleudert seine Verse ins Publikum, lebt seine Texte mit vollem Körpereinsatz und furioser Performance und kommt meist erst wieder zur Ruhe, wenn der Mikrofonständer am Boden liegt und das Publikum in lauten Jubel ausbricht.


Mieze Medusa (Doris Mitterbacher)

Doris Mitterbacher ist eine fixe Größe in der österreichischen HipHop und Poetry-Slam-Szene. Als Mieze Medusa veröffentlichte sie gemeinsam mit Tenderboy (backlab collective) das Album „basslast alltag meets the unfunk side of hiphop“. Ihr Track "Ruhepuls" hat es auf die aktuelle FM4-Compilation geschafft.

Literaturpreise: „Echopuls“- 2. Preis beim Sciencefiction-Shortstory-Wettbewerb der Dort.con 2003; „MussJa AllesInklusive Sein“ - 1. Preis beim fm4-Wortlaut Literaturwettbewerb. Doris Mitterbauer ist für Österreich beim Slam 2005 in Leipzig mit Markus Köhle, Jörg Zemmler, Wolfgang Kühn (als textstrom team wien) angetreten.

Markus Köhle
Markus Köhle studierte in Innsbruck und Rom Germanistik und Romanistik, unterrichtete in Tunis Deutsch als Fremdsprache, ist Moderator und Organisator des Bierstindl Poetry Slams in Innsbruck, Projektassistent an der Uni eben dort und schreibt an der Dissertation zum Thema Literarisches Leben in Tirol.
Markus Köhle ist schlagzeugspielender und wortewirbelnder Teil des musikalisch-literarischen Duos Abendroth (Jörg Zemmer stellt die andere Hälfte dar), er klopft die Sprache auf ihren Rhythmus ab, pflügt Wortfelder und legt sich gerne formal strenge Texterstellungskorsette an. Als Poetry Slam Routinier ist Performance eine wesentliche Komponente im Auftrittskontext. Neben kurzen, spritzigen, gattungskreuzenden Texten ist prosatechnisch momentan die Mittelstrecke seine bevorzugte Distanz. Er schreibt, um gehört zu werden.

 

Stephen Murray

Stephen Murray wurde 1974 in Dublin geboren. Er lebte in London, bevor er 1992 nach Irland zurückkehrte. 2005 gewann er den Cuirt International Literature Festivals Poetry Grand Slam. Er war “guest reader” in The Bowery, NYC; The Green Mill, Chicago; The Funky Buddha Lounge, Chicago; The Palatine Slam, Illinois; The Sweetest Word, Detroit; The Twelve Bar Club, London; The White House, Limerick; the Voice and the Verse, Galway und Over the Edge, Galway. Gemeinsam mit Neil McCarthy wird er Galway beim Intercity Poetry Slam gegen die Elite der Slam Poeten aus Irland und England vertreten. Er ist 2006 zu Literaturfestivals in Frankfurt, Bamberg and Paris eingeladen und wird Irland 2006 bei den Individual World Poetry Slam Championships in Charlotte, North Carolina vertreten. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Literaturzeitschriften in Irland und England veröffentlicht (The Argotist, West 47, Exposed Magazine, The Limerick Leader and The Limerick Chronical).

 

Neil McCarthy

Neil McCarthy wurde 1979 in England geboren und studierte Englische Literatur in Irland. Seine ersten Publikationen erschienen in lokalen Literaturzeitschriften, nach Aufenthalten in Südamerika, Zentralasien und Skandinavien publiziert er in Zeitschriften wie The New York Quarterly (USA), Southern Ocean Review (Neuseeland), The Dalhousie Review (Kanada), Dream Catcher (UK). 2005 wurde er für den Forewords Literary Award in Irland nominiert und zu wichtigen Performances eingeladen (Bank of Ireland Readings, Dublin; White House, Limerick; Cuisle International Festival of Poetry). 2005 performte er in New York and San Francisco. Zur Zeit lebt er in Australien.

 


 

FEST : TEXT

 

Im Frühling und im Herbst werden an Achsenzeiten der Selbstreflexion und des Erinnerns gattungsübergreifende Projekte realisiert.

Aschermittwoch

Viele Leute  fürchten sich vor dem Tod wie die Kinder vor dem Wauwau

 

Wie im vorigen Jahr ist der Aschermittwoch als Zusammenspiel aller Künste geplant, als Versuch einer offenen Totalität - das Paradox sei in diesem Zusammenhang erlaubt – um der Totalität des Todes gerecht zu werden. Die Totalität wurde im Rahmen dieses Projekts an einen konkreten Ort: die Feuerhalle in Graz rückgebunden.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema Tod: die Konkretisierung und Kontextualisierung also ist Ausgangs- und Angelpunkt eines künstlerischen Prozesses, der ein Ergebnis (offen, welches) zeitigen wird, das Sparten übergreifend am 1. März 2006 im Großen Minoritensaal gezeigt und zu Gehör gebracht wird.

Der in Deutschland lebende Autor und Georg-Büchner-Preisträger Arnold Stadler wurde im Rahmen dieses multimedialen Projekts mit einem Schreibauftrag betraut. Arnold Stadler hat sich in seinem Werk intensiv mit dem Thema Tod beschäftigt und über die Jahre einen Stil entwickelt, der sich hintergründig zwischen Schwermut, Ironie, Verzweiflung und Wortwitz spannt. Er wird seinen Text unter den Titel „Kommen Sie in hundert Jahren vorbei, dann sehen wir weiter. Ein Besuch der Feuerhalle zu Graz. Es hätte aber auch Wien sein können. Oder Berlin“.

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