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J. Rauchenberger |
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Vorlesungen zur Einführung in christliche Ikonografie. Prüfungsstoff |
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Vorlesung Dr. Johannes Rauchenberger WS 2004/05 Institut für Kunstgeschichte, KF-Uni Graz Institut für Kirchengeschichte, Uni Wien
ab 7.10.
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PRÜFUNGSGBESCHREIBUNG: Die Prüfung besteht aus einen theoretischen und einen bildanalytischen Teil. Die in der Vorlesung gezeigten Bilder sind Prüfungsgegenstand, ebenfalls Grundzüge der für das Christusbild notwendigen bildtheoretischen Implikationen. Die Themenblöcke des zu prüfenden theoretischen Teils werden während der Vorlesung genannt, ebenfalls die dafür notwendigen Literaturpassagen. Prüfungsrelevante Bilder wurden während der Vorlesungszeit im Internet für Studienzwecke zur Verfügung gestellt. Sie sind bis 1. März 2005 noch im Netz. Die Prüfung ist als schriftliche Klausur abzulegen. Jede Frage wird mit Punkten versehen, die bei der Prüfung selbst bereits ersichtlich ist (zwischen 1-8 Punkten).
Beispiele für Prüfungsfragen sind: 1 5 Charakteristika des Bildtypus Gesetz und Gnade 2 spezifischer Akzent der karolingisch-ottonischen Buchmalerei für die ntl. Wunderzyklen 3 Charakterisierung des Bildtypus Christus als Apotheker 4 Wann malte Rembrandt seinen Gesang des Simeon? 5 Welche Geschichte ist hier dargestellt 6 Darstellungsmotive von Christus als Lehrer 7 Dürers Oous quinque diereum - 4 Charakteristika 8 In wie fern wird Rembrandts 12-jähriger Jesus zum heimlichen Vorbild für die künstlerische Avantgarde? Welche? 9 Welche bildgeschichtlich paradigmatischen Räume durchläuft die Darstellung des Lehrhauses? Geben Sie Beispiele an 10 5 Charakteristika von Pieter Aertsens 1552 gemaltes Bild im KHM 11 Charakterisierung der entscheidenden Bildrhetorik von Tintorettos Bild aus der Alten Pinakothek 12 Bei welchem christlichen Schriftstellern ist das Lehrmotiv Jesu am meisten ausgeprägt? 13 Woraus ist das Lehrmotiv bildgeschichtlich abgeleitet? 14 Wer ist der Auftraggeber für die Stanzen Raffaels? 15 Bildsyntaktische Beschreibung der Disputa hinsichtlich Aufbau, dargestellter Personen, Bildachsen 16 Wem liegen in der Disputa die Moralia zu Füßen? 17 Wo befindet sich in der Disputa Ambrosius? 18 Wer sind die beiden Figuren links und rechts vom Ziborium 19 20 Nennen Sie fünf Bildbeispiele zum semantischen Feld Richter, die nicht zum Weltgericht zuzuordnen sind 21 Nennung und Bildaussagen von zwei Gemälden Daumiers zur Gerichtssemantik 22 Sechs Bildbeispiele (in genauer Kombinaton von Künstler und befindlichem Ort) zum Weltgericht 23 Welcher Basistext liegt dem Bildmotiv Abrahams Schoß zugrunde? 24 Welche Funktionen haben Gerichtsbilder im Mittelalter 25 Was ist der inhaltliche Clue des Bildmotivs des Psychopompos? 26 Welche zentralen Bildelemente weist das Gerichtsbild auf (mindestens 4) 27 Welche bildgeschichtliche Transformation findet in Vermeers Bild Frau mit Waage statt 28 Wann malte Michelangelo das Jüngste Gericht a) 1536-41; b) 1432-1545? C) 1539-42? 29 Welche Innovationen hat Michelangelo bildgeschichtlich für das Weltgerichtsbild eingeführt? 30 Welche Heilige sind um Christus herum dargestellt? Nennen Sie mindestens 5 31 Welche Funktionen haben die Engel in den Lünetten? 32 Charakterisieren Sie das Verhältnis Maria-Christus in wenigstens zwei Stichworten 33 34 Wo befinden sich die Reliquien der hl drei Könige, seit wann befinden sie sich dort, nennen Sie zwei Protagonisten der Translation, wo waren Sie vorher 35 Was bezeichnet der "französische Schauspielttypus"? 36 Welche bildgeschichtlichen Entwicklungen weist das Dreikönigsbild auf: Nennen Sie wenigstens 3 Etappen 37 Charakterisieren Sie in zwei Stichworten den Palmesel 38 Was meint humilitas in der Charakterisierung der christlichen Kunst, von wem stammt der Begriff 39 Was bedeutet I.N.R.I. 40 Charakterisieren Sie in sechs Stichworten die Weiße Kreuzigung Chagalls 41 Auf welchen textlichen Grundlagen basiert das Tympanon von Arles 42 In welcher Zeitspanne ist das Bildmotiv der Majestas dominierend? 43 Was bedeutet Noli me tangere 44 Worauf bezieht sich die Noli me tangere-Szene? (Angabe der biblischen Bücher) 45 Nennen Sie die zwei Bildtypen der Thomas-Szene und geben Sie je zwei Beispiele an, wobei Künstler und Aufbewahrungsort korrelieren müssen 46 Nennen Sie drei Etappen des Auferstehungsbildes und geben Sie Beispiele an. 47 Nach welchen Kriterien korreliert die Entwicklung des Auferstehungsbildes mit der Entwicklung der Kunstgeschichte 48 Nennen Sie die zwei Grundtypen Himmelfahrtsikonografie und geben Sie Beispiele an 49 Nennen Sie drei Typen der westlichen Himmelfahrtsikonografie und geben Sie Beispiele an 50 Wann malte Raffael seine Verklärung? 51 Nennen Sie vier Aufenthaltsorte von Raffaels Verklärung 52 Nennen Sie vier wichtige Denker, die sich mit Raffaels Bild auseinandergesetzt haben, reihen Sie nach Wichtigkeit 53 Klären Sie in zwei Stichworten Enargeia auf das Weihnachtsbild 54 Wo befindet sich die Urkrippe, wo die westliche Memoria derselben? 55 Wer hat die Weihnachtskrippe bildgeschichtlich entscheidend initiiert? 56 Charakterisieren Sie kurz die Konsequenzen der Meditationes Vitae Christi auf die bildgeschichtliche Entwicklung! Wann sind diese entstanden? 57 Aus welcher Zeit stammen die ersten Geburtsbilder und wie sind diese zu charakterisieren? 58 Was haben für die christlichen Imaginationswelten die Geburtsbilder mit den Majestas-Bildern gemein 59 Nennen Sie erste Beispiele der Hirtenanbetung und charakterisieren Sie diese! 60 Charakterisieren Sie Stephan Lochners Geburtsbild! 61 Was ist das innovatorische Moment in Boticellis Mystischer Geburt? 62 Nennen Sie die Bildentwicklung in der Darstellung Mariens beim Weihnachtsbild! 63 Charakterisieren Sie in Grundzügen die östliche Weihnachtskone! 64 Was bedeutet der Berg auf der Weihnachtsikone und worauf bezieht er sich? 65 Skizzieren Sie die ikonografische Laufbahn des Josef im Weihnachtsbild! 66 Nennen Sie bildgeschichtliche Konsequenzen der Birgitta-Vision! 67 Nennen Sie drei Beispiele des Geburtsbildes (Korrelation von Künstlername und gegenwärtiger Aufbewahrungsort) in der Interpretation der Birgitta von Schweden! 68 Nennen Sie vier Fachbücher, die sich mit dem Verkündigungsbild auseinandersetzen! 69 Charakterisieren Sie in sechs Stichworten (anhand der Protagonisten, des Interieurs, der Umgebung) ein Verkündigungsbild (Beispiel: L. di Credi) 70 In welcher Weise wurden die typologischen Korrespondenzen im Verkündigungsbild anschaulich gemacht? Nennen Sie drei Typen und geben Sie Beispiele an 71 Wo befinden sich die fünf wichtigsten Fra-Angelico-Verkündigungsbilder? 72 Nennen Sie drei Stichworte zur etymologischen Bedeutung von Nazareth 73 Welche Blumen kommen beim Verkündigunsbild primär vor - nennen Sie auch den Symbolgehalt 74 Wie lösen die Maler das Dogma der Virginitas (Jungfrauengeburt) ? Nennen Sie wenigstens drei Möglichkeiten 75 Wie lösen die Maler das Dogma der Theophanie? Nennen Sie zwei Grundtypen, nennen Sie Beispiele und beschreiben Sie diese in Grundzügen 76 Gesicht 77 Welches literarische Dokument ist uns bezüglich der Bilderfrage für das Christentum als erstes überliefert, aus welcher Zeit stammt es? 78 Wie argumentiert es hinsichtlich des Christusbildes? 79 Wann hat sich die Reserve gegenüber den Bildern gewendet? 80 Wann war das II. Konzil von Nizäa und was bedeutet es in Bezug auf die Bilderfrage? 81 Was ist ein Acheiropoieton? 82 Welche Legenden und welche Städte sind für das Christusbild als erstes zu nennen? 83 Legendarische Stationen des Abgarbildes 84 Wann gelangte das Abgarbild nach Kontantinopel und wie lange wurde es dort verehrt? 85 Charakterisieren Sie den Bildtypus des Mandylion 86 Legendarische Stationen der Veronikalegende (wenigstens 4) 87 Meister der hl. Veronika 88 Was ist ein Lebendes Kreuz?, Bildcharakteristik 89
LITERATUR: Der Vorlesung als Basistext wird grundgelegt :
Alex Stock, Poetische Dogmatik. Christologie. Bd. 1: Namen. Bd. 2: Schrift und Gesicht; Bd. 3: Leib und Leben; Bd. 4: Figuren, Paderborn u.a. 1995-2001.
weitere Literatur:
Hans Belting, Bild und Kult. Eine Geschichte des Bildes vor dem Zeitalter der Kunst, München 1990.
Wolfgang Kemp, Christliche Kunst. Ihre Anfänge. Ihre Strukturen, München 1994.
Gertrud Schiller, Ikonographie der christlichen Kunst in vier Teilen, Gütersloh 1966-1980.
L. Réau, Iconographie de l’Art chrétienne II. Iconographie de la Bible. 2. Nouveau Testament, Paris 1957.
Johannes Rauchenberger, Biblische Bildlichkeit. Kunst – Raum theologischer Erkenntnis (Reihe IKON), Paderborn u.a. 1999.
E. Nordhofen, Bilderverbot. Die Sichtbarkeit des Unsichtbaren (Reihe IKON), Paderborn 2001.
Günter Rombold / Horst Schwebel, Das Christusbild im 20. Jahrhundert, Freiburg u.a. 1983.
Günter Rombold, Der Streit um das Bild. Zum Verhältnis von moderner Kunst und Religion, Stuttgart 1988.
Werner Hofmann, Luther und die Folgen für die Kunst, München u.a. 1984.
Nissan Perrez, Corpus Christi. Das Christusbild in der Fotografie von 1850-2001, Edition Braus, Heidelberg 2003.
Georges Didi-Huberman, Ähnlichkeit und Berührung. Archäologie, Anachronismus und Modernität des Abdrucks, Köln 1999.
Georges Didi-Huberman, Fra Angelico. Unähnlichkeit und Figuration (Reihe Bild+Text), München 1994.
The examination will include a theoretical part and a part of image analysis. The images shown in the lecture are objects of examination as well as the essential necessary theoretical implications concerning the image of Christ. The topics of the theoretical part of examination will be listed during the lecture as well as the necessary literature. During the lecture months the images will be available in internet for study purposes.
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