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Die
Vorlesung will einen Einblick über das Grundsatzproblem des Gottesbildes im
Christentum zwischen seinem alttestamentlichen Verbot und der faktischen
Entwicklung in der realen Bildgeschichte geben. Die Studierenden sollen
anhand der Bildmotive des christlichen Gottesbildes sowohl in der Anschauung
als auch in der theologischen Argumentation die Sympathie eines Ikonodulen,
aber auch die Distanz eines Ikonoklasten nachvollziehen und begründen können
– als ZeitgenossInnen von heute.
Die Vorlesung wirbt für ein Verständnis für die „Bildgeschichte Gottes im
Abendland“ (W. Schöne), sie schreitet vor allem auch die Bilder des Heiligen
Geistes und der Dreifaltigkeit ab, sie sucht einen Blick in den Himmel. Und
sie fragt nach möglichen Gottesbildern in der Gegenwart. Ein kognitives Ziel
der Vorlesung ist ferner, die Kenntnisse zur christlichen Ikonografie (über
die zweisemestrigen Vorlesung zum Christusbild hinaus) auch auf die
Dimension des Gottesbildes hin zu weiten – als die zentrale Imagination für
die Theologie.
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5.3./19.3./2.4./30.4./14.5./4.6./
25.6. 2009
16-19 Uhr
Universität
Wien, Institut für Kirchengeschichte, Schenkenstraße 8-10, SR 2 (EG)
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François Bœspflug, Dieu et ses images. Une
histoire de l’Eternel dans l’art, Bayard Éditions, Montrouge 2008 (540 S.)
Alex Stock, Poetische Dogmatik. Gotteslehre. 3. Bilder, Schöningh: Paderborn
2007.
Reinhard Hoeps (Hg.) Handbuch für Bildtheologie, Bd.1: Bild-Konflikte, Schöningh: Paderborn 2007, darin bes die Beiträge von Andrea De Santis, Alex
Stock, Günter Lange, Thomas Lentes, François Bœspflug.
Alex Stock, Keine Kunst. Aspekte der Bildtheologie, Paderborn 1995.
Alex Stock: Bilderfragen. Theologische Gesichtspunkte, IKON. Bild+Theologie,
Paderborn u.a. 2004.
Alex Stock (Hg.): Wozu Bilder im Christentum? Beiträge zur theologischen
Kunsttheorie, EOS St. Ottilien 1981.
François Bœspflug,
Trinität. Dreifaltigkeitsbilder im späten Mittelalter. Aus dem Französischen
übersetzt von Wiebke Marie Stock, IKON. Bild+Theologie, Schöningh: Paderborn
2001.
Reinhard Hoeps: Aus dem Schatten des Goldenen Kalbes. Skulptur in
theologischer Perspektive, (IKON. Bild+Theologie), Paderborn u.a. 1999.
Eckhard Nordhofen (Hg.), Bilderverbot. Die Sichtbarkeit des Unsichtbaren
(IKON. Bild+Theologie), Schöningh, Paderborn 2001.
darin bes.: Thomas Sternberg, Bilderverbot
für Gott den Vater? in: ebd., 59-115.
Johannes Rauchenberger, Biblische Bildlichkeit. Kunst - Raum theologischer
Erkenntnis (IKON. Bild+Theologie), Paderborn u.a. 1999.
Johannes Rauchenberger, O GOTT, NIMM PLATZ in Süddeutschland. Zum 1.
Kunstpreis der Erzdiözese Freiburg, in: GottesRaum. Kunstpreis der Erdiözese
Freiburg, Katalog zur Ausstellung, Hg. von Rainer Warland, Promo Verlag:
Freiburg/Brsg. 2008, 9-14.
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Die Prüfung besteht aus einen theoretischen und
einen bildanalytischen Teil. Die in der Vorlesung gezeigten Bilder sind
Prüfungsgegenstand, ebenfalls Grundzüge der für das Gottesbild
notwendigen bildtheoretischen Implikationen. Die Themenblöcke des zu
prüfenden theoretischen Teils werden während der Vorlesung genannt,
ebenfalls die dafür notwendigen Literaturpassagen. Prüfungsrelevante Bilder
werden während der Vorlesungszeit für Studienzwecke zur Verfügung gestellt.
Das Verfassen eigener schriftlicher Texte ist ferner Teil der
prüfungsrelevanten Mitarbeit.
Die Prüfung kann in Form einer schriftlichen
Klausur oder nach Absprache mündlich abgehalten werden.
Prüfungsfragen werden vorher
ausgeteilt.
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