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HERZLICH WILLKOMMEN im KULTURZENTRUM BEI DEN MINORITEN! |
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Die aktuelle Programmzeitung für Jänner/Februar finden Sie hier >>
2012 ist noch im Zustand der Potentialität, wir gedenken natürlich
all jener möglichen Dinge und Brüche, die da kommen könnten – bis zum
Weltuntergang am Ende des Jahres (ist es der 21. Dezember?), an den ich
nicht glaube, aber an den viele andere glauben. Doch wir wollen nicht
apokalyptisch beginnen. Auch wenn uns allen die Katastrophen nahegehen – der
Verlust der Stabilität, die Aushöhlung des politischen Bewusstseins, das
Zerrinnen kultureller Visionen, der Reformstau. Ich gebe ja zu, dass ich
mich manchmal gerne in den Club der Gegenwartsapokalyptiker einschreiben
würde. Aber die Skepsis gegenüber Clubs allgemein schiebt mir einen Riegel
vor. (Und nicht nur dorthin.) Und das geschulte Gewissen, dass es besser
ist, einfach positiv zu beginnen. Schwerpunktmäßig fangen wir dieses Jahr
mit einer seltsamen Retro-Frage an: „Was ist die erste Erinnerung in
Ihrem Leben?“ Das ist alles sehr biografisch, zugegeben, und dann doch
wieder nicht. Die Sozialromantik der Rolltreppe bei Kastner & Öhler, so
knapp nach dem Kaufrausch, mag für manche Ältere eine solche sein, die
vielleicht zum Ursprung eines Kollektivs werden könnte. Und dann steht der
Verdacht im Raum, dass Erinnerung sich eben nicht nur individuell
konstituiert, sondern dass die mediale Vermittlung, die Unterstützung durch
Bilder und Geschichten das ihre tun. Auf den folgenden Seiten sehen Sie bloß
ein paar Zeichnungen solcher „erster Erinnerungen“, die die Künstlerin
Judith Baum nach 100 Einzelgesprächen mit unterschiedlichsten Menschen
festhalten hat lassen: Das Frieren in einer Kriegsnacht, der erste
Arztbesuch, die Mondlandung, die Vögel am Dach. Im Anblick von kleinen
Kindern wird eine so einfache Frage, die jede/n angeht, plötzlich prekär.
Was ist wohl jenes erste Bild, das sich in ihr beginnendes Leben
einschreiben wird?
Seien Sie willkommen bei den Minoriten, wir freuen uns auf
ein neues Jahr!
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Ausstellung: 4. Februar 2012 bis 19. Februar 2012
ÖFFNUNGSZEITEN |
EINTRITT € 5,- / Vortrag Tagespass: € 20,- |
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kunst. |
„Was ist die erste Erinnerung in Ihrem Leben?“ Die Künstlerin Judith BAUM befragte Männer und Frauen unterschiedlichen Alters und aus unterschiedlichsten Gesellschaftssegmenten nach dem ersten Bild, das sich in ihrem Gedächtnis festgesetzt hat. 100 von ihr produzierte Kurzvideos entstanden auf diese Weise. Am Ende des Kurzgesprächs wurden die InterviewpartnerInnen aufgefordert, die von ihnen erzählte erste Erinnerung in Form einer Zeichnung zu dokumentieren. „Durchs Auge der Zeit“ (Judith Baum) stellt Kurzvideos und Bilder in einer AUSSTELLUNG dar, die als Auftakt zu einem intermedialen Symposium kunst. kreativität. gedächtnis. im Kulturzentrum bei den Minoriten am 4. Februar zu sehen sein werden. |
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kunst. kreativität. gedächtnis. |
SA 4.
Februar 12, 11.30 - 19.30 Uhr |
EINTRITT € 5,- / Vortrag Tagespass: € 20,- |
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Symposium: |
Das Symposium verhandelt Themen, die sich an den Schnittstellen von Kreativität und Gedächtnis
befinden. Neben den Vorträgen von Stefan LEUTGEB, Andreas FINK, Ferdinand SCHMATZ
und Martina JAKESCH, die von
Thomas TRENKLER
moderiert werden, wird Elliott CARTERS
„Nightfantasies“ für Piano-Solo mit Ian PACE am Klavier in
einem KURZKONZERT zu erleben sein. Der Vortragsteil, der mit NeurologInnen,
KognitionswissenschafterInnen, KünstlerInnen/SchriftstellerInnen besetzt
wurde, beleuchtet Fragen wie: „Wie verändert die Zeit das Gedächtnis?“, „Wie
hängen Schreiben und Erinnern zusammen?“, „Was ‚weiß‘ die Kunst vom
Gehirn?“, „Welche Rolle spielt das Gedächtnis für die Kreativität?“ und „Wie
verändert künstlerisches Handeln die Wahrnehmung?“ Die Spannung, die sich
zwischen den neurologisch-kognitiven Grundlagen einerseits und der
künstlerischen und literarischen Auseinandersetzung mit „Gedächtnis“ und
„Erinnerung“ andererseits auftut, soll in diesem Symposium als
mögliches neues Schnittfeld formuliert werden. |
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kunst. kreativität. gedächtnis. |
SA 4.
Februar 12, 14.30 Uhr |
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Elliott Carter Ian Pace, Klavier
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„Night Fantasies" ist ein Klavierstück mit kontinuierlich sich ändernden
Bewegungsformen, wie die flüchtigen Gedankengänge bei einer nächtlichen
Wachperiode. Die stille, nächtliche Atmosphäre, mit der das Stück beginnt
und in die es zeitweise zurückkehrt, wird plötzlich gebrochen durch eine
Reihe von flüchtigen kurzen Phrasen, die auftauchen und wieder verschwinden.
[…]
Elliott Carter |
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dead or alive Moderation: Markus KÖHLE |
Fünf eingeladene DichterInnen werden
mit Literatur aus dem Jenseits konfrontiert. „Dead or Alive“, das aus den
Spoken-Word Dichter-schlachten beim „Minoritenpoetryslam“ hervorgegangen
ist, findet im Rahmen des Symposiums „Erinnerung in der Kunst“ statt, nach
selbigem Leitgedanken richten sich auch die Beträge der
Poetry-Slam-AktivistInnen. Sie wählten vorab einen Text zum Thema
„Erinnerung in der Kunst“ aus und leihen ihre Stimme und Performanceskills
damit einer verstorbenen Literatin, einem verstorbenen Literaten. Zudem
performen sie auf der Bühne des großen Minoritensaals einen eigens
verfassten Text, der thematisch Bezug nimmt auf den aus dem Literaturkanon
gewählten.
>> Video zum letzten PoetrySlam
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Eintritt: 6,50-/ |
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hoergeREDE 2012
SprachKlangkunst und Geräusch |
hoergeREDE geht in die nächste Runde: An der Schnittstelle von Musik und Literatur, Text und Geräusch, Hörspiel und klassischem Song wird in alle denkbaren Richtungen weiterexperimentiert. Die filigranen Sprachgebilde der jungen Dramatikerin Gerhild Steinbuch werden am 1. März beim ersten hoergeREDE Termin 2012 in einer Symbiose mit der multiinstrumentalen Melodramatik des „Action-Folk-Kollektivs“ Dust Covered Carpet für Spannung im barocken Minoritensaal sorgen. Das thematisch-inhaltliche Konzept der hoergeREDE Reihe 2012 stellt die künstlerische Auseinandersetzung mit Raum dar. In
Kooperation mit der ARGE hoergeREDE und dem Elevate-Festival. |
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PROGRAMMZEITUNGEN |
des Kulturzentrums bei den Minoriten 2012 ONLINE zum NACHLESEN: |
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des Kulturzentrums bei den Minoriten 2011 ONLINE zum NACHLESEN: |
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PROGRAMMZEITUNGEN |
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