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Elena Pallantza - Foto: Kay Weidner

WIDER DIE MONOKULTUR. Griechische Literatur im deutschsprachigen Raum

Präsentation der LICHTUNGEN

Zur Präsentation des Schwerpunktes Wider die Monokultur. Griechische Literatur im deutschsprachigen Raum wird Michaela Prinzinger über die griechische Gegenwartsliteratur sprechen, Elena Pallantza aus ihrem in den „Lichtungen“ veröffentlichten Briefwechsel lesen und Daniel Doujenis Lyrik von Katerina Iliopoulou und Kyoko Kishida vortragen. 

Partizipative Kulturpolitik zwischen den beiden Sprachräumen Deutsch und Griechisch zu schaffen, ist seit vielen Jahren eines der Anliegen der Berliner Autorin und Literaturübersetzerin Michaela Prinzinger. Mit diesem Anliegen im Hinterkopf gründete sie vor vier Jahren zusammen mit anderen AutorInnen und ÜbersetzerInnen das ehrenamtlich betriebene (zweisprachige) Kulturportal diablog.eu mit dem programmatischen Untertitel „deutsch-griechische Begegnungen“. Und nach vielen Begegnungen und Kollaborationen, die dieses Vorhaben inzwischen zeitigte (zum Beispiel mit dem Berliner Literaturhaus Lettrétage), gibt es nun auch eine Zusammenarbeit mit der Redaktion der „Lichtungen“ als erste Anlaufstelle für pointierte Schwerpunkte zu internationaler Literatur im deutschsprachigen Literaturzeitschriftenraum.

Weil die Gattung Prosa bei Übersetzungen immer ganz vorne dabei und sehr beliebt ist, liegt, um diesen Trend sanft zu ignorieren, der Schwerpunkt in der Auswahl der Texte, die in den „Lichtungen“ gedruckt sind, auf anderen Genres: Essays und poetologische Texte, Einakter und Briefwechsel. 

Jazra Khaleed, den einige GrazerInnen vielleicht noch von seinem Aufenthalt als IHAG-Artist in Residence der Kulturvermittlung Steiermark in Erinnerung haben, schreibt über poetrypolitics: Gibt es politische Dichtung, und wenn nein, wieso nicht? Nina Rapis lakonischer Einakter vertritt das zeitgenössische Theaterschaffen Griechenlands, das sich mit Beziehungs- und Geschlechterfragen auseinandersetzt. Yiannis Baskozos schildert, und das ist für eine Literaturzeitschrift wie die „Lichtungen“ besonders spannend, wie aus der lange Jahre als Printausgabe erscheinenden Literaturzeitschrift „Diavóso“ das ausschließlich digital zu rezipierende Literaturmagazin „O Anagnóstis“ wurde – ein durch die griechische Wirtschaftskrise ausgelöster Wandel, der letztendlich trotz aller kulturpessimistischer Befürchtungen ein zukunftsweisendes Projekt auslöste.

Zur Präsentation des Schwerpunktes wird Michaela Prinzinger über die griechische Gegenwartsliteratur sprechen und die Plattform diablog.eu vorstellen, das griechischen AutorInnen auch in Zukunft Vernetzung mit internationalen Sprachräumen ermöglichen soll und wird. Die in Bonn lebende Schriftstellerin und Literaturwissenschafterin Elena Pallantza wird aus ihrem in den „Lichtungen“ veröffentlichten Briefwechsel lesen. Außerdem wird Schauspieler Daniel Doujenis Lyrik von Katerina Iliopoulou und Kyoko Kishida vortragen. 

Andrea Stift-Laube

 


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