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Valentina Moar - © Herbert Farci

tanz schri f tt weise

URAUFFÜHRUNGEN: Mathis Kleinschnittger und Natascha Gangl / Martina Hefter und Jana Rath/ Valerie Fritsch und Valentina Moar

Schrift und Schritt sollen hinterfragen, sollen in ihrem Potential hinterfragt werden:
Autorinnen und TänzerInnen sind die AkteurInnen, präsentieren ihre Arbeiten in Reaktion aufeinander, also zeitlich versetzt bzw. das, was gleichzeitig zu einem Thema entsteht – jeweils als ein gemeinsames Ergebnis, ein Werk in einem Stück, ein transdisziplinärer Dialog.
So die Vorgabe an die KünstlerInnen, an 3 Literatinnen, an zwei Tänzerinnen und einen Tänzer; so die Idee zu diesem experimentellen Programm, das in Zusammenarbeit mit Birgit Pölzl, Leiterin des Ressorts Literatur, entstanden ist.
Im Sinne des Hauses, das sich als spartenübergreifend definiert und positioniert; im Sinne allgemeiner Entwicklungen und solcher in der Kultur, in denen Abgrenzung sich immer mehr als realitätsfremd entpuppt, immer weniger gewollt wird. Und im Sinne einer Veranstaltungsreihe, bei der nach 13 Jahren kontinuierlicher Gestaltung Veränderung angesagt ist.
So liegt dieses Mal der Fokus auf der Kreation und Intention einer künstlerischen Arbeit vernetzter Art: Alle drei Programme sind Auftragswerke und somit Uraufführungen, in denen jeweils ein Thema medienimmanent mit dem hohen Ziel von übergreifend Gemeinsamem behandelt werden soll.
Es sind Versuche, Experimente. 
Und es ist die Vision einer Interaktion in Tanz und Literatur, die eine weitere, eine neue, individuelle Ausdrucksebene entstehen lässt, die tiefer gräbt als bisherige medialen Formen, umfassender greift als die Ortung von Interferenzen, Ähnlichkeiten und Differenzen in diesen Kunstformen bislang – sie ist gegeben.
Es war naheliegend, im Rahmen dieses Konzepts Schriftstellerin und Performerin Martina Hefter einzuladen, die nicht nur in ihren künstlerischen Werken Literarisches und Tanz verbindet, sondern bereits auch Projekte wie „Bewegungsschreiber. Dichtung trifft Tanz“ am Dock 11 in Berlin initiierte.
Auf Hefters Vorschlag hin wurde für die hier präsentierte Arbeit die ihr gut bekannte und vielseitig erfahrene Künstlerin Jana Rath als Recherche Partnerin und Performerin/Tänzerin engagiert. 
Auf ihre Annäherung an ein Thema aus unterschiedlichen Perspektiven darf man also gespannt sein.
Aber auch der Werkauftrag an die Tänzerin Valentina Moar ist thematisch begründet, hat sie doch als akademisch ausgebildete Sprachwissenschafterin und privat Schreibende einen sehr unmittelbaren Zugang zu diesem für sie „anderen“ Medium, zur Sprache. Da ihre tänzerische Auseinandersetzung  in Zusammenarbeit mit der vielgelobten und vielfach ausgezeichneten Grazer Autorin Valerie Fritsch erfolgt - in Reaktion auf deren Text „Das Bein“ - dürfte bei dieser Addition von feinfühliger Technik in unterschiedlichen Medien ein außergewöhnliches Ergebnis zu erwarten sein. 
Die Literatin Natascha Gangl schließlich baut auf und erkundet Neuland dort, wo sie nach mehrfacher, gleichzeitiger, erfolgreicher Erarbeitung als Literatin mit einem Tänzer eigenständiger Art, mit Mathis Kleinschnittger, ausgebildet in klassischem wie zeitgenössischem Tanz sowie Kulturwissenschaftler, zu einem gegebenen Thema aufhörte und nun als Reagierende auf seine abgeschlossene Performance gemeinsam mit ihm die „visionäre“ dritte Ebene, das „neue Medium“  aufspüren, kreieren könnte.

Eine Veranstaltung in Kooperation von Literatur-  und Tanz-Ressort

Sonntag, 17. April 2016, 18-21 Uhr
Minoritensaal





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