Rückblick 2009

   

 

   

 

Das Jahr 2009 war für das Kulturzentrum bei den Minoriten ein ganz entscheidendes Jahr. Neben einer vollkommen "normal" weiterlaufenden Programmdichte haben wir "so nebenbei" die Vorbereitungen für den Umzug des Kulturzentrums getroffen, der mit Ende des Jahres durchgeführt wurde. Nach 34 Jahren einer äußerst fruchtbaren Arbeit im Bereich der zeitgenössischen Künste, der Gegenwartskultur und der Religion haben wir nun unserer Präsenz im "Kulturstock II" beendet. Wir haben diesen Schlusspunkt mit einer groß angelegten symbolischen Aktion der Würdigung unseres Gründers Josef Fink gesetzt. Sein 10. Todestag, der zudem in dieser finalen Zeit gefallen ist, hat auch den Anlass gegeben, Josef Fink mit einer 376 starken Publikation zu ehren - "Wie eine helle Brandung."

Im steirischen Herbst haben wir mit der Ausstellung LIGHT TOWER des kroatischen Künstlers Zlatko Kopljar einen präzisen Beitrag zum Leitmotiv des steirischen Herbst von "ALL THE SAME - Was gilt, wenn alles gleichgültig gültig ist?" geliefert. Es erschien ein dreisprachiger Katalog, gemeinsam mit dem Museum of Contemporary Art, Zagreb.

Das Lichtmotiv erinnerte natürlich an den Anfang des Programmjahres 2009, wo wir mit dem großartigen Mehrspartenprojekt LICHTMESZ (u.a. mit Friederike Mayröcker, Sibylle Lewitscharoff, Tobias Trutwin, Wilhelm Scherübl, Alois Neuhold u.a.) einen starken Auftakt gesetzt haben. Ein Jahres-Thema also, das sich auch in die Eröffnungsveranstaltung 2010 mit Prometheus ziehen wird.

Die Realität des "Umbaus" haben wir auch in einer vielgliedrigen Veranstaltungsschiene dargelegt. Die  Wissenschaftsschiene lautete: Schubumkehr! Rückbau, aber als Vision: Das war, angesichts der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise das Thema der heurigen Wissenschaftsgespräche bei den Minoriten. Die Publikation, der Beiträge, herausgegeben von Johannes Rauchenberger und Richard Sturn, erscheint im Verlag Königshausen&Neumann, Würzburg.

Zwischen diesen Leitprojekten lagen Highlights wie "Fleisch", das Lesefest, Konzerte zu Joseph Matthias Hauer, eine neue Konzert-Reihe "mino_Riten", die sich rituellen Strukturen in der Neuen Musik widmet, die Tanztheatertage "Bukarest-Graz im Szenenwechsel", die Frühlingsvorlesung über Barmherzigkeit, eine neue Medien-Reihe,  Literatur von Ost bis West, Slam, Blattgold und spezielle Formate aus Literatur, Musik und Theater für Jugendliche und natürlich die Veranstaltungen für Kinder, unter denen das "Weihnachtsoratorium für Kinder" (Idee: Barbara Rauchenberger) schließlich ein besonderer Höhepunkt war: Mehr als 3500 Personen sahen diese szenische Produktion, die auch von der Jeunesse/Wien im Wiener Konzerthaus mehrfach zur Aufführung kam.

 

Johannes Rauchenberger + das Team des Kulturzentrums bei den Minoriten

 

 

DIE PROJEKTE IM EINZELNEN ZUSAMMENSPIEL DER KÜNSTE

   

LICHTMESZ

MONTAG, 2. Februar 2009
20.00 Uhr: Minoritensaal
21.00 Uhr: Vernissage, Minoriten Galerien, II. Stock

Ausstellungsdauer bis 6. März 2009
Mo - Fr 10-18 Uhr (Minoriten Galerien, II. Stock)

 

Bildende Kunst, Literatur, Poetische Theorie, Neue Musik

Das Mehrspartenprojekt 2009 des Kulturzentrums bei den Minoriten war diesmal nicht dem Aschermittwoch, sondern der „Lichtmesz“ gewidmet. Als archaisches „Wendefest“ für heller werdende Tage verbindet es sich mit dem Leuchten des Kindsgesichtes Jesu für den greisen Simeon im Tempel (Lk 2,32), der damit nun endlich sterben kann, weil er in diesem Anblick das Heil gesehen hat – nicht nur für sich, sondern für alle. Welche Inspirationen lassen sich für künstlerische Zugänge heute entdecken? In Video, Fotografie, Lesung und Musik wurden lose Assoziationsschienen gelegt, die das Thema für heute gestaltbar werden ließen. Bischof Kapellari eröffnete das gelungene und zahlreich besuchte Auftaktprojekt. Mit Friederike Mayröcker + Sophie Reyer / Literatur; Sibylle Lewitscharoff / Poetische Theorie; Kiawash Saheb-Nassagh / Komposition; Tobias Trutwin + Wolfram Hahn + Alfred Resch + Alois Neuhold + Wilhelm Scherübl / Ausstellung

 

Rembrandt
Simeons Lobgesang;
1669

 

FLEISCH

18. MÄRZ bis 17. APRIL 2009

 

Bildende Kunst, Literatur, Theorie

Herbert Mayer: Fleischraum, Stille 2008 (mehrteilige Fotoserie)

 

Den schillernden Begriff FLEISCH – als Nahrung, Hülle, Lust, Gefängnis, Schmerz, Verfall – beleuchtet die Wiener Kulturphilosophin Elisabeth Samsonow. Sechs bildende KünstlerInnen bieten polyvalente Zugänge zum Thema.

Fleisch und seiner Fleischlichkeit, Fleisch gewordenem Denken, vom Geist gebändigtem Fleisch und sündigem Fleisch liegen Denkfiguren zu Grunde, die aus unterschiedlichen Zugängen in Fotografien, Installationen und Objekte von Michael Blank, Piers Erbslöh, Julia Fuchs, Herbert Mayer, Karin Petrowitsch und Brigitte Stefanek-Egger künstlerisch beleuchtet werden.
Den Positionen der Ausstellung „Fleisch“ korrespondierend werden sich die AutorInnen  Mircea Catarescu, Franzobel, Olga Flor dem Thema bei der Finissage am 17. 4. widmen.

 

 SCHUBUMKEHR!
Rückbau als Vision - und niemand stürzt ab

jeweils DI, 19-21 Uhr, 21. April - 26. Mai 2009
Minoriten Galerien, II. Stock

 

Wissenschaftsgespräche bei den Minoriten 09


>> Programmfolder  online als pdf

 

 

Die Wissenschaftsgespräche bei den
Minoriten 2009
machen sich Gedanken über den Rückbau als Vision. Schubumkehr ruft das Bild einer kraftvollen Verzögerung herbei, die in der Folge eine grundlegende Richtungsänderung einleiten kann.
Wie kann eine Gesellschaft gedacht werden, die in der Lage ist, Ressourcen aufzuteilen – gerade dann, wenn sie spärlicher werden? Wie können Werte geschätzt werden, die nicht nur an mir selbst Maß nehmen? Wie können Modelle des Rückbaus konkret aussehen? Was meint Intensitätsgewinn? Wie kann ein Rückbau gedacht werden, bei dem nicht das Gefühl, verloren zu haben leitend ist?

Die Themen des Abends drehen sich um Finanzkrise, wirtschaftliche Schrumpfung, Gesundheitssysteme, konkrete Rückbaumodelle, Prekariat und, (als ob dies nichts wäre) der Klimawandel, knapper werdende Ressourcen: Zeit für eine radikale Schubumkehr: Die seit 2003 so erfolgreich verlaufenden Wissenschaftsgespräche bei den Minoriten werden wieder in Kooperation mit den Grazer Universitäten durchgeführt.

Mag. Andreas Exner, Präs. Dr.h.c. Franz Küberl, UDoz. Dr. Erich Kitzmüller, Mag. Dr. Stephan Schulmeister,  Kommentar: Bundesminister a.D. NrAbg. Dr. Martin Bartenstein, aoUniv.Prof. Dr. Eva Rasky, Gen. Dir. Mag. Andrea Hirschenberger, Dir. Mag. Herbert Beiglböck, Vizebgm. Lisa Rücker, Andreas Wabl, Vizekanzler a.D. Dr. Josef Riegler nehmen - jeweils dienstags zwischen 21. April und 26. Mai daran teil. Wie alljährlich findet auch ein thematisch orientierte Ausstellung in den betreffenden Räumen statt.  Arnold Reinisch zeigt surreale Werkzeuge der Schubumkehr zwischen  Genmanipulation und Immobilienblase. Klaus Schafler steuert Zukunftsblicke aus seinem transnationalen Projekt 2050 bei, die geopolitische und sozialökonomische Phänomene, Transformationen und Visionen zeigen.... Mehr Info >>
 

 

MEDIEN

Juni/September/November 2009

 
 

2009 zogen wir mit „Medien“ eine neue Schiene in das Programm des Kulturzentrums bei den Minoriten ein: In zwei komplementären, sich auch konterkarierenden Formaten plante der neue Kurator Matthias Opis, Reflexionen über Medien und ihre Theorie(n) zur Diskussion zu stellen, andererseits Medienschaffenden und ihren Projekten eine Präsentationsplattform zu bieten. Weitere Info >>
 

 

GALERIEN

Ressortleitung: Dr. Johannes Rauchenberger 0316/711133-29 Assistant Curator: Roman Grabner

 

Die Minoriten Galerien Graz haben sich als ein international wahrgenommener Ort etabliert, wo zeitgenössische Kunst internationalen Zuschnitts mit einem Fokus auf Religion, Spiritualität und existenzielle Fragestellungen, ob in Bestreitung, in Transformation überwundener Bildkonzepte oder in kreativer Neuentwicklung gezeigt wird.

Im Jahre 2009 wurde – in leichter Änderung der bisherigen Ausstellungslinie – verstärkt nach thematisch orientierten Leitmotiven kuratiert, die Balance zwischen junger Kunst und arrivierten Positionen, sowie zwischen internationalen KünstlerInnen und vor Ort arbeitenden wird dabei weiterhin möglichst austariert. Die Themen, um die sich die Ausstellungen anordnen, lauten: LICHTMESZ, FLEISCH, SCHUBUMKEHR, LIGHT TOWER. In der Serie "Unbekannte Bekannte" zeigten wir den steirischen Künstler Fritz GANSER.

Die große Abschlussausstellung, auch anlässlich seines 10. Todestages, galt dem Gründer des Kulturzentrums, Josef Fink. Er wurde mit einem umfassenden, 376 Seiten umfassendes Buch, "Josef Fink. Wie eine helle Brandung" herausgegeben von Johannes Rauchenberger und Roman Grabner geehrt. Die Ausstellung "Josef Fink. Kunst als Ernstfall des Lebens" war besonders stark besucht, Ausstellungsgespräche mit WegbegleiterInnen Finks machten zusätzliche Dimensionen in seinem künstlerischen Werk auf.
 

 

LICHTMESZ

2. Februar 2009  bis 6. März 2009

 

 

 

 

 

Tobias Trutwin + Wolfram Hahn + Alfred Resch + Alois Neuhold + Wilhelm Scherübl zeigen Fotografien, Installationen, Malerei zum Mehrspartenprojekt "Lichtmesz":

Ausgehend von Rembrandts Bild "Simeon" wurden fünf Künstler beauftragt, aus dem Thema des Greis, der durch das Leuchten des Kindsgesichts Erkenntnis erfährt, künstlerische Positionen zu entwickeln und zu zeigen. In Fotografie, Malerei, Installation werden lose Assoziationsschienen gelegt, die das Thema für heute gestaltbar werden lassen.

 

 

LICHTMESZ: Tobias Trutwin

2. Februar 2009  bis 6. März 2009

 

Tobias Trutwin, Synopse, Triptychon aus Glas, jeweils 50 cm x 50 cm, 2009

Die Suche nach den "echten Bildern" bestimmt das Werk des in Berlin lebenden Künstler Tobias Trutwin. Seine Arbeiten sind Teil eines Phänomens der Rückgewinnung des Bildes und des Bildbegriffes in der Kunst, ausgelöst durch die Neuen Medien und die seit den 90er Jahren intensiv diskutierte Frage "Was ist das Bild?". Dabei stößt er immer wieder auf „Urbilder“, die er aber nicht im fernen Osten, sondern in der europäischen Bildgeschichte findet. Für Lichtmesz hatte er das neue Triptychon "Synopse" entwickelt, in Konfrontation zu früheren Arbeiten, die sich mit "Verkündigung", "Heimsuchung", "Epiphanias" beschäftigen.

 

LICHTMESZ: Wolfram Hahn

2. Februar 2009  bis 6. März 2009

 

Wolfram Hahn, "Das entzauberte Kinderzimmer" (Detail), 2008

Der deutsche Fotokünstler zeigte Kindergesichter im Alter zwischen drei und zwölf Jahren, die erleuchtet werden von einer aus der unmittelbaren Distanz kommenden Lichtquelle. Doch die Blicke sind nicht die, die wir von Kindern dieses Alters gewohnt sind. Sie schauen traurig, die Mimik ähnelt der Erwachsener. Ihr Blick geht nach unten, etwas im Raum fokussierend, was sich für den Betrachter nicht offenbart. Dadurch wirken sie leblos, wie Puppen, als wären sie Körper ohne Geist.

 

LICHTMESZ: Wilhelm Scherübl

2. Februar 2009  bis 6. März 2009

 

Wilhem Scherübl, Installation "Hannah", Neonröhren, Galerie Knoll, Wien

Wilhelm Scherübls Arbeiten beschäftigen sich mit Strukturen, mit organischen Wachstumsprozessen, mit Natur und mit Zeiterfahrung.
In seinem Ausstellungsbeitrag hat Scherübl ― mittlerweile ein Markenzeichen seiner Kunst ― Fenster mit schwarzer Tusche zellenartig zugemalt: Es entstand eine mystische Raumtransformation. Die große Aluminiumkontur einer Sonnenblume lehnte an der Wand, beleuchtet mit einer Glühbirne. Auf der Schattenfläche war eine brennende Kerze angebracht, verbunden mit der Textradierung  "Simeon", Ein Neonobjekt mit Spiegel hat zudem den Namen Hannah kommemoriert.

 

LICHTMESZ: Alois Neuhold

2. Februar 2009  bis 6. März 2009

 

Alois Neuhold, umgeben von seinen Bildern in seinem Atelierhaus in Baldau/Südstmk,
Foto: Johannes Rauchenberger

Der zur Generation der „Neuen Malerei“ zählende Maler Alois Neuhold hat sich in unzähligen Variationen ― in kleinen Buntstiftzeichnungen, in Bildtafeln, oder in schreinartigen Verzweigungen und Verschachtelungen ― der menschlichen Figur und des Gesichts gewidmet, die er mythisch, märchenhaft und spielerisch verwandelt. Er wird einen himmelblau ausgemalten Raum mit der Fülle seiner zahlreichen Bilder behängen, die das Kindliche und den paradiesischen Zustand umspielen - gegenüber einer streng gehängten Serie, die sich dem "Schauen" widmet. Denn das Poetische bei Neuhold ist immer von Ambivalenz getragen: Und auch die Lichtmess-Perikope endete damit: „Dieser ist gesetzt zum Falle und zum Aufstehen vieler und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird“ (Lk 2, 34).

 

LICHTMESZ: Alfred Resch

2. Februar 2009  bis 6. März 2009

 

Alfred Resch, Kratzspuren-Morti, Farbfoto, Gravierung 20x30, 2008

 

Für LICHTMESZ hat Alfred Resch den Stiegenaufgang zum Minoritensaal mit einem seiner zahlreichen "Schichtbilder" und mit "Lichtknäuel" bespielt. Im II. Stock verlegte er durch mehrere Galerieräume ein 500 Meter langes Lichtfaserkabel , das durch die Räume drang, tanzte, schwebte. Das eine Ende des Kabels beleuchtete ein ganz kleines Bild – das Gesicht des Simeon. Das andere Ende splittete sich in ein Faserbündel, das von einem Durchlichtbild eines Kindergesichtes gespeist wurde. Das lose auseinanderfallende Lichtpunktebündel konnte mit der Hand zu einem kompakten Querschnitt zusammengefasst werden. Sichtbar wurde ein „Licht-Punkte-Bild“ – erahnbar nur mehr, da es niemandem gelingen wird, das Urbild des Gesichtes wiederherzustellen. Der Zufall beschert jedem ein individuelles „Antlitz“.

 

FLEISCH

18. MÄRZ bis 17. APRIL 2009

 

Michael Blank, Piers Erbslöh, Julia Fuchs, Herbert Mayer, Karin Petrowitsch, Brigitte Stefanek-Egger

 

Die Ausstellung wird eröffnet mit einem kulturtheoretischen Diskurs der Wiener Kulturphilosophin Elisabeth von Samsonow (Ordinaria an der Akademie der Bildenden Künste in Wien)



FINISSAGE / LESUNG mit
Mirceau CATARESCU
FRANZOBEL
Olga FLOR
 

Übersetzung: Gerhardt CSEJKA
Musik von Thomas ROTTLEUTHNER,
Baritonsaxophonist

Den schillernden Begriff FLEISCH – als Nahrung, Hülle, Lust, Gefängnis, Schmerz, Verfall – beleuchtete die Wiener Kulturphilosophin Elisabeth von Samsonow. Sechs bildende KünstlerInnen, die großteils aus der Schule von Friedl Kubelka hervorgegangen sind, bilden polyvalente Zugänge zum Thema


Vorrangig mit dem Medium Fotografie bearbeiteten sie verschiedene Ebenen von FLEISCH: in der Sicht blanker Materie, als schlichte Nahrung, mit den Räumen und Werkzeugen für seine Weiterverarbeitung, als buchstäbliche Einverleibung, als Objekt der Lust und des Exhibitionismus, als Vorgang seiner kultischen Begrenzung und Verfehlung und schließlich als Kampf um Schmerz, Verfall und Verwesung. Fleisch, wie auch immer man es denkt, kann seine Relation zum Leib, zur Seele, zum Geist nicht negieren. Fleisch und seiner Fleischlichkeit, Fleisch gewordenem Denken, vom Geist gebändigtem Fleisch und sündigem Fleisch liegen Denkfiguren zu Grunde, die aus unterschiedlichen Zugängen in Fotografien, Installationen und Objekte von Michael Blank, Piers Erbslöh, Julia Fuchs, Herbert Mayer, Karin Petrowitsch und Brigitte Stefanek-Egger künstlerisch beleuchtet werden.


Den Positionen der Ausstellung „Fleisch“ korrespondierend haben sich die AutorInnen  Mircea Catarescu, Franzobel, Olga Flor dem Thema bei der Finissage am 17. 4. gewidmet.

 

 

SCHUBUMKEHR

Arnold Reinisch - Klaus Schafler

 

25. APRIL bis 22. MAI 2009

MINORITEN Galerien Graz, Mariahilferplatz 3/2. Stock, 8020 Graz
ÖFFNUNGSZEITEN Mo-Fr 10-18 Uhr und während der WISSENSCHAFTSGESPRÄCHE BEI DEN MINORITEN 2009

 

 

 Im Rahmen der Galerientage aktuelle kunst in graz (24-26. April 2009)

 

„SCHUBUMKEHR!“ reagierte mit künstlerischen Beiträgen von Klaus Schafler und Arnold Reinisch auf die Herausforderungen und Absurditäten der derzeitigen Krise und der sich laufend verändernden Weltordnung. Reinisch zeigt surreale Bilder der Schubumkehr zwischen Genmanipulation, Menschen als Maschine (Resurr€©tion) und Immobilienblasen. Schafler steuerte Zukunftsblicke aus seinem transnationalen Projekt 2050 bei, die geopolitische und sozialökonomische Phänomene, Transformationen und Visionen zeigten.

 

unbekannte Bekannte:
FRITZ GANSER: SPRACHBILDER

3. JUNI bis 10. JULI 2009

 

 

 

VERNISSAGE • MITTWOCH, 03. JUNI 20.00 UHR
MINORITEN Galerien Graz: Mariahilferplatz 3/II, 8020 Graz

AUSSTELLUNGSDAUER bis 10. JULI
ÖFFNUNGSZEITEN MO-FR 10-18 Uhr

Detail aus: Fritz Ganser, Oder Silberfarben, 2003, Öl auf Holzplatte 55x55 cm | Text: Gerhard Roth, Landläufiger Tod
 

Als „Unbekannten Bekannten“ stellten wir im Juni den steirischen Künstler Fritz Ganser vor: Präzise mit Texten arbeitend malt er die gefundenen Stücke mit Blechschablone auf Holz und Beton. Oder lässt Figuren aus „Herr der Ringe“ aus Überraschungseiern in ein Textgefängnis wandern, um die „Götzendämmerung“ in der Verklärung der Gewalt heraufzubeschwören. Oder lässt Werbung auf Religion treffen, Logos auf Worte, Kreis auf Kreuz, Kreuz auf Krieg. Fritz Ganser arbeitet sehr zurückgezogen an seinen Ideen. Die konsistente formale Umsetzung überrascht. Textarbeit als Bildarbeit ist bei Fritz Ganser ein Finden, Verfremden und ein Wieder-Erkennen-Lassen mit kalkulierten Rissen.

 

unbekannte Bekannte:
PETER HUTTER: HIDDEN CULTURES

3. JUNI bis 10. JULI 2009

 

 

 

VERNISSAGE • MITTWOCH, 03. JUNI 19.30 UHR
MINORITEN Galerien Graz: Stiegenaufgang zum Minoritensaal, Mariahilferplatz 3, 8020 Graz

AUSSTELLUNGSDAUER bis 10. JULI
ÖFFNUNGSZEITEN während der Veranstaltungen im Minoritensaal, während der Galerieöffnungszeiten im II. Stock (MO-FR 10-18 Uhr) n.V.

 

Peter Hutter, Brigitte Hammann
HIDDEN CULTURE. AFTER SCIENCE - CROSS MEDIA ART

Der Grazer Multimediakünstler Peter Hutter zeigte in seinen jüngst entstandenen Arbeiten im Stiegenaufgang zum Minoritensaal „Buchobjekte“, die als Bilder und Klappbücher funktionieren, und deren vergoldete Oberfläche am Buchdeckel (verfertigt von Brigitte Hammann) an strukturierte, imaginäre Landschaften erinnert. Die durch die Goldoberfläche verborgenen Kulturen – so der Titel der 12-teiligen Serie – kreisen um Schöpfung, Kosmos, Leben. Sie bilden somit auch eine konstruktive Interferenz zum Ausstellungsort mit dem barocken Deckenfresko des heiligen Franziskus und dessen Valenz zum Lobpreis der Schöpfung. Die Hülle der Goldoberfläche eröffnet somit auch eine andere Art, „Tabernakel“ zu imaginieren. Denn das Innere dieser Bücher ist von Polaritäten gezeichnet: Materialität und Immaterialität, Plus und Minus, Positivität und Negativität werden als jeweilige Pole gesehen, erweitert mit einer Klangkomposition Hutters, die für den Künstler eine „4 D“- Interpretation eröffnen: Realität und Imagination, Frequenz und Interferenz, Exhibition und Inhibition werden aufgelöst in einer Inszenierung von Geheimnis, die Weisheitslehrer „quellenden Urgrund“ (Lia Dsi), „Du bist das Tal des Universums“ (Laotse) genannt haben oder die das christliche Trinitätsdenken in einer alles übergreifenden Liebe entfaltet.

 

ZLATKO KOPLJAR: LIGHT TOWER

26. SEPTEMBER bis 23. OKTOBER 2009

 

Zlatko Kopljar, K 12, Video 1, 2007

Kurator: Johannes Rauchenberger

in Koproduktion mit dem steirischen Herbst

Partner: Museum of Contemporary Art, Zagreb

 

Wie können konkurrierende Konfliktfelder gegenwärtiger Weltwahrnehmung – wie Mikro- und Makropolitik, Lokalität und Globalität, Postkapitalismus und Postsozialismus, materialistische Haltung und metaphysische Haltepunkte – ein ästhetisch unbedingtes Potential entfalten?

Der kroatische Künstler Zlatko Kopljar, dessen Werk im Schnittfeld von Bildender Kunst und Performance angesiedelt ist, hat seit den 90-er Jahren dafür „Konstruktionen“ („K“s) entwickelt, die seinen eigenen Körper mit einem ungeheuren Präsenzanspruch in diese Zwischenräume „mappen“. Mit einer „Art eines neuen Existenzialismus“ (M. Šuvaković) setzt Kopljar auf die überzeugende Kraft von Bildern, die zwischen Konzept, Konstruktion und großen Gefühlen changieren: K12 handelt als Hybridinstallation von der Ambivalenz existenzieller Grenzerfahrungen, die in Ausweglosigkeit, Scheitern, Tod als Happening vorgeführt werden, und ihrem Überführen in ein „Jenseits“. Die Metapher des Lichts, fokussiert an einer Lichtkugel mitten im Wald der Verzweiflung, wird in K 13, (die erstmals in Graz und anschließend im Museum of Contemporary Art in Zagreb zu sehen sein wird), an einem „Light Tower“ weiter entwickelt: Eine surreale Erfahrung aus der Kindheit des Künstlers an der Einfahrtsstraße Zagrebs (eine Lampenversuchsstation) wird zu einem Sog des strahlenden Lichts als absolute Orientierung umgebaut: Eine verletzte Metapher als unwiderstehliche Evidenz einer gültigen Kraft, die Negativität paralysiert.

 

JOSEF FINK – KUNST ALS ERNSTFALL DES LEBENS
Die Sammlung Koller
 

AUSSTELLUNGSDAUER bis 11. DEZEMBER 2009
ÖFFNUNGSZEITEN: MO - FR, 10.00 Uhr - 18.00 Uhr, SA + SO 14-17 Uhr

EINTRITT: € 2,-/ € 1,-

MINORITEN GALERIEN GRAZ, Mariahilferplatz 3/II
Vernissage: DONNERSTAG, 5. NOVEMBER 2009 19.30 Uhr

KURATOREN: Johannes RAUCHENBERGER + Roman GRABNER
AUSSTELLUNGSDESIGN: Elisabeth KOLLER + Martin GANSBERGER

Die Realisierung des Projektes wurde ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Diözese Graz-Seckau, der Kultur Steiermark und des Kulturamtes der Stadt Graz.

 

Nach exakt 34 Jahren und einem Tag nach der Gründung des Kulturzentrums bei den Minoriten durch Josef Fink eröffneten wir am 5. 11. 2009 die letzte Ausstellung in den Räumen des „Kulturstock zwo“ der Minoriten Galerien mit der Würdigung unseres Gründers. Wir zeigten in der Ausstellung die so vielschichtige Figur Finks in seinen Facetten als Maler und Fotograf.

Aus den mehr als 1000 Einzelblättern der Familie Koller/Perlsdorf, die Fink als Erben seines bildnerischen Werkes eingesetzt hat, waren rund 250 Werke zu sehen, die die Motivkomplexe „Spuren des Geistigen“, „Wüstes Land“, „Geliebte Oststeiermark“, "Lichtbilder" und „Letzte Bilder“ abgeschritten sind.
 




 

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JOSEF FINK - WIE EINE HELLE BRANDUNG

Das Buch zur Ausstellung

 

Hrsg. von Johannes Rauchenberger und Roman Grabner,
mit kunsthistorischen Texten von Götz Pochat, Ulrich Tragatschnig und Roman Grabner, sowie mit persönlichen Porträts von Freunden und Wegbegleitern Josef Finks aus der Distanz von 10 Jahren nach seinem Tod.
Ca. 360 Seiten, ca. 500 Farbabbildungen
Verlag Bibliothek der Provinz, Weitra 2009
 

 

Das vorliegende Buch ruft eine der profiliertesten Figuren der steirischen Kunstszene und gleichermaßen auch der steirischen Kirchengeschichte der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts in Erinnerung: Josef Fink, großzügig begabt, den Archetyp des Künstlers wie auch
jenen des Priesters mit allen nur erdenklichen Zügen, Glanz- und Schattenseiten darzustellen, war Maler, Dichter, Geistlicher, Zeitungskolumnist, Drehbuchautor, Fotograf, Galerist und vor allem: Rektor des von ihm 1975 gegründeten Kulturzentrums bei den Minoriten in Graz, das er mit seinem Kollegen Harald Seuter während mehr als zwei Jahrzehnte zu einem der interessantesten Orte an der Schnittstelle der Künste, des Gegenwartsgeschehens und der Kirche formt.
Anlässlich seines 10. Todestages (+29.11.1999) wird hiermit erstmals ein würdigender Gesamtblick auf sein bildkünstlerisches Ouevre geschaffen.

Im ersten Teil dieses Buches stehen drei einleitende, kunsthistorisch würdigende Überblicks-Essays zum Werk von Josef Fink: Der Grazer em. Ordinarius für Kunstgeschichte, Götz Pochat, bettet Finks Werke in den Kontext der steirischen Moderne der Nachkriegszeit ein. Ulrich Tragatschnig beschreibt Josef Finks Sakralraumgestaltungen. Roman Grabner zeichnet erstmals einen Überblick über Finks Werk als Fotograf.
Der zweite Teil zeichnet ein Bildpanorama seiner Werke, die sich in die Motivkomplexe „Frühwerk“ „Konstruktive Tendenzen“, „Spuren des Geistigen“, „Akte“, „Geliebte Oststeiermark“, „Wüstes Land“ und „Letzte Bilder“ unterteilen lassen. Diese werden durch einleitende Texte eingeführt.

Der dritte Teil schließlich zeichnet ein Panorama der vielschichtigen Figur Finks wie auch der Zeit, die durch große Auf- und Umbrüche – die Nachkriegsgeneration, die sich mühsam einwurzelnde Moderne in der Steiermark, den radikalen Umbruch in der Auffassung der sakralen Kunst, den kirchliche Aufbruch im II. Vatikanischen Konzil, die 68-er Bewegung, um nur einige zu nennen – gezeichnet war: All diese Konflikt- Umbruchs- und Aufbruchszonen spiegeln sich in der Person und im Schaffen Josef Finks zentral wider. Wegbegleiter, Kulturjournalisten, Künstler, Freunde zeichnen in persönlichen Porträts die vielschichtige Figur von Josef Fink im Kontext der steirischen Kultur- aber auch Kirchenlandschaft nach, aus der Distanz von 10 Jahren: Ein schillerndes Panorama seiner Person, aber auch der Zeit, in der er seine vielfältigen Aktionen setzte, wird dabei sichtbar.

 

 

LITERATUR

Ressortleitung und Kuratorin: Dr. Birgit Pölzl 0316/711133-26, birgit.poelzl@minoritenkulturgraz.at
Assistant: Catherine Nicholls

 

Die Fokussierung zeitgenössischer literarischer Tendenzen in ihren konkreten Ausformungen und Tendenzen ist das Spezifikum von Minoriten-Literatur unter der Kuratierung von Birgit Pölzl. Sie versucht dabei die Balance zwischen Internationalität und Lokalität zu halten, was eine gezielte Förderung von AutorInnen vor Ort ebenso meint wie die Präsentation international anerkannter AutorInnen.
In vier Schienen entfaltet sich das Minoriten-LITERATUR Programm:
1. Literatur vor Ort, 2. Spoken Poetry, 3. Literatur. Ost_West (entwickelt aus der Reihe „Positionen aus S-O-Europa“, 4. Schreibaufträge zu Cross-Over-Projekten.
Kooperationen (bes. in der Reihe: Literatur. Ost_West) u.a. mit dem Internationalen Haus der Autoren, der Kulturvermittlung Steiermark, der Literaturzeitschrift Lichtungen, dem Verein ISOP sind Teil der Schiene bzw. ergänzen das Programm.


 

 

1. Literatur vor Ort

 

 
 


Die Reihe „Literatur vor Ort“, vernetzte vor Ort lebende SchriftstellerInnen untereinander sowie mit internationalen AutorInnen, um sie in neuen Konstellationen, die sich aus ästhetisch-poetischen und politischen Interferenzen ergeben, vorzustellen. Neben thematisch orientierten Lesungen steirischer AutorInnen bestand wie in den Jahren zuvor das größte Literaturfestival des Landes als Fixpunkt von Literatur vor Ort: das immer im Frühjahr stattfindende Lesefest NEUE TEXTE, das auch dieses Jahr wieder von mehreren hundert Literaturinteressierten besucht wurde.
 

Darüber hinaus fanden folgende Lesungen statt: Nothelfer/Jungfrau: Bodo Hell und Thomas Meinecke (29. 1.), Yodgor Obid und Sabit Madaliev (11.2.), Julya Rabinowich und Bernadette Schiefer (April), Ilse Kilic / Fritz Widhalm / Literaturplattform poetro
(15.5.), Sigi Faschingbauer (Frühherbst)

 

 

DO 29. Jänner 2009  20.00 Uhr
Kleiner Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

Eintritt: 6,50-/3,50-

JUNGFRAU. NOTHELFER

 

Thomas MEINECKE

Bodo HELL

Wissensprall, abschweifend, überfließend sind die Texte von Thomas Meinecke und Bodo Hell, gesampeltes Wissenszeugs von hoher literarischer Qualität, das von Nothelfern, Heiligen und Enthaltsamen erzählt. DJing nach der Lesung in der Scherbe gleich um die Ecke.

 

11. Februar 2009  20.00 Uhr
Kleiner Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

 

Yodgor Obid und Sabit Madaliev

 


Moderation und Übersetzung: Peter Deutschmann, Uni Graz und Harald Fleischmann, Uni Graz
 

Yodgor Obid und Sabit Madaliev werden eine Lesung geben und über die politische Situation in Usbekistan sprechen. Sabit Makaliev lebt mit Unterbrechungen trotz schwerster Repressionen in Usbekistan, Yodgor Obid ist nach Österreich geflüchtet, wo ihm erst der Status eines politischen Aslylanten und nach einigen Jahren die österreichische Staatsbürgerschaft zuerkannt wurde. Yodgor Obid lebt in Graz.

 

 

 

SO 15. März 2009, 14.00-21.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

Eintritt: frei

Lesefest NEUE TEXTE 2009

NEUE TEXTE 2009 stellt am Sonntag, 15.3. ab 14.00 Uhr AutorInnen vor, die 2008 ein Buch veröffentlicht haben bzw. auf die Uraufführung eines Stückes verweisen können und in Graz/in der Steiermark leben bzw. hier geboren sind. Als special guests präsentieren wir den Stadtschreiber Peter Silahy und jene Autoren und Autorinnen, die 2008 mit einem Literaturpreis ausgezeichnet worden sind.
Jedem Autor, jeder Autorin stehen 8 Minuten Lesezeit zur Verfügung, jeder Autor, jede Autorin hält eine kleine Einführung für eine Kollegin, einen Kollegen (3-4 Minuten).
NEUE TEXTE hat sich in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten Grazer Literaturveranstaltungen etabliert, ein wesentliches Spannungselement in der Dramaturgie des Lesefestes sind die Einführungen, die die Autorinnen für ihre Kollegen halten, kleine Kunstwerke oft, die das vorzustellende Werk weniger von der literaturtheoretischen denn von der poetischen Seite auszuleuchten versuchen. Und Poesie hat bekanntlich viele Tönungen: ironische, humorvolle, kritische, emphatische.
Selbstverständlich die Veranstaltung NEUE TEXTE versteht sich als Literaturfest wird für informelle Gespräche zwischen AutorInnen und BesucherInnen genügend Raum geboten.
 

 

 

15. Mai 2009
Kleiner Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

 

Ilse Kilic / Fritz Widhalm / Literaturplattform poetro

 

Live-Performance des Wiener AutorInnenkollektivs Ilse Kilic/Fritz Widhalm und zweier Exponenten der Literaturplattform poetro, Jopa und Oskar Werner Zahrer.

„Zwei Bisschen“ ist eine Versammlung von sechs Texten, geschrieben von sechs SchriftstellerInnen (Ruth Aspöck, Adelheid Dahimène, Wolfgang Helmhart, Brigitte Sasshofer, Nikolaus Scheibner, Günter Vallaster). Diesen Texten haben Ilse Kilic und Fritz Widhalm bildnerische Ebenen beigefügt. Mit „Zwei Bisschen“ korrespondiert eine zweite Textversammlung: „Ein Sonntag“. Hier erweitern sechs Zeichnerinnen und Zeichner die ganze Woche von Ilse Kilic und Fritz Widhalm (Christian Futscher, Alice Harmer, Gerhard Jaschke, Günther Kaip, Magdalena Knapp-Menzel und Lisa Spalt). Kurzbeschreibung: Poetro & das fröhliche wohnzimmer

Die seit über vier Jahren kreuz & quer gastierende Literaturplattform Poetro versteht sich als unabhängige AutorInnen-Vereinigung, die sich zum Ziel gesetzt hat, eine unkomplizierte Startbasis für junge AutorInnen darzustellen. Hinter "Poetro" steckt jedoch ebenso ein ständig wachsendes Netzwerk zahlreicher AutorInnen und Kunstschaffender anderer Sparten, in dem Projektideen entwickelt und verwirklicht werden .
Im Frühjahr 2008 erschien Der Sammelband "perVERS - Anthologie junger AutorInnen".

 

 

 

29. Mai 2009
Kleiner Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

 

SPRÜNGE, BRÜCHE, SCHNITTE

Julya Rabinowich und Bernadette Schiefer

 

 

Das Interessante am Werk Julya Rabinowitschs ist die literarisch strukturierte Thematisierung eines Zwischen-den-Kulturen-Seins. Julya Rabinowich wurde 1970 in St. Petersburg geboren, lebt seit 1977 in Wien und hat an der Dolmetsch-Universität und der Universität für angewandte Kunst studiert. 2003 wurde ihr der exil-Literaturpreis „schreiben zwischen den kulturen“ zuerkannt, „Spaltkopf“ ist ihr erster Roman und erzählt die Geschichte einer jüdischen Familie, ihrer Zersplitterung, Entwurzelung und Neuerfindung.
Julya Rabinovich, die sich selbst als ideologisch und räumlich entwurzelt beschreibt, führt die RezipientInnen mit ihrem Text in ein Vakuum zwischen Kulturen, die jegliche Bedeutung verloren zu haben scheinen: „Wenn ich die Wahl zwischen zwei Sesseln habe, nehme ich das Nagelbrett".


 

 

 

MI 16. September 09 20.00 Uhr
Minoritengalerien, Mariahilferplatz 3/II

Eintritt: 6,50-/3,50-

KORNBLUMEN -
Das Furunkel des Karl Marx


Sigi FASCHINGBAUER

 

 

DAS FURUNKEL DES KARL MARX, Kampfrede aus dem Tagebuch, wird in einem skripturalen Umfeld gelesen: Die Wände sind mit dem Lesetext beschrieben und das Publikum befindet sich mitten in der Geschichte.

 

2. SPOKEN WORD = Spoken Poetry + Poetry Slam

 

 

Die Reihe „Spoken Word“, die sowohl Poetry Slams als auch Poetry-Performances realisierte, war vor allem bei studentischem Publikum sehr beliebt. Der Kleine Minoritensaal (99 Plätze) platzte aus allen Nähten, wie es sich für Veranstaltungen dieses Formats gehört.
Paul Pizzera, der Grazer „MinortenSlammer“ verteidigte nicht nur in jedem der Poetry Slams seinen „Stockerl-Platz“ sondern erreichte außerdem beim Ö-Slam 2009 den 2. Platz.


Poetry Slam
ist ein moderner Dichterwettstreit oder eine Literatursportveranstaltung. Es gibt viele Definitionsversuche. Auf jeden Fall ist es etwas für Herz und Hirn, eine Mischung aus Lesung, Performance und Popkultur. MinoritenLiteratur ist es nicht zuletzt auf Grund einer mehrjährigen Vorbereitungsphase (bekannte Spoken-Word-Aktivisten wurden eingeladen, Performances zu geben und Workshops zu halten) gelungen, Begeisterung für dieses Format bei einem sehr jungen, überwiegend studentischen Publikum zu wecken. 2008 wurde der MinoritenPoetrySlam mit dem Ö-Slam vernetzt, sodass der MinoritenSlammer, die MinoritenSlammerin mit dem besten Ergebnis ein Ticket zum Ö-Slam bekam. Auf Grund der erfreulichen Entwicklung in Graz wird es für 2009 zwei Fixplätze für MinoritenSlammerInnen geben. Der Österreich-Slam wird im Posthof in Linz am 23. und 24. 10. 2009 über die Bühne gehen.

 

Folgende Poetry Slam-Dates stehen bei den Minoriten unter bewährter Moderation von Mieze Medusa und Markus Köhle an: 6. 3., 5. 6.; 16. 10. 2009

 

Spoken Poetry

KünstlerInnen, die aus dem Poetry Slam-Kontext stammen und ein literarisches Programm entwickelt haben, welches mit Stimme, Körper und Sprache arbeitet, werden eingeladen, Sprechperformances zu zeigen: Spoken poetry, die vom Format des Poetry Slams beeinflusst ist, doch ohne das Element des Wettbewerbs auskommt.
Für SchülerInnen und Studierende werden Workshops angeboten. Die Performance wird jeweils am Donnerstag gegeben, der Workshop am darauf folgenden Tag. Die Workshops werden durch die Kulturvermittlung Steiermark unterstützt.

 

Folgende Spoken WORD Dates standen bei den Minoriten nach der Ö-Slam-Sieger-Sause am 26. 2. an: 2.4.

PerformerInnen Toby Hoffmann, Nadja Schlüter
 

 

3. BLATTGOLD – Lesebühne für junge AutorInnen

 

 
 

Literaten bringen bisher unveröffentlichte, selbstständig verfasste Texte mit, die für alle Teilnehmer kopiert und ohne Verfasserangabe eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn ausgeteilt werden. Die Texte werden von jeweils anderen Autoren vorgetragen bzw. „performed“, wobei jeder sich im eigenen Vortragsstil versuchen kann. Anschließend werden die Texte in der Runde diskutiert.
Die Veranstaltungsreihe „Blattgold – Lesebühne für junge AutorInnen“ soll NachwuchsautorInnen zwei Mal jährlich die Möglichkeit bieten, Reaktionen und Kritiken von anderen Literaturinteressierten und Schreibenden zu erhalten. Vor allem die Situation der Anonymität soll bei dieser Lesung der anderen Art ihren ganz besonderen Reiz entfalten. "Blattgold" soll ein Forum bieten abseits von Lampenfieber vor einem großen Publikum und dennoch Raum schaffen für erste Kritik.
Konzept und Realisation: Catherine Therese Nicholls

Folgende Blattgold Dates sind vorzumerken: 8. 5. und 29.9.

 

4. Literatur. Ost_West

 

 
 

Die Reihe „Literatur. Ost_West“, die den Fokus auf Bewegung und Transformationen im südosteuropäischen Raum legt, hat sich 2009 aus dem Konzept der Reihe „Positionen aus Südosteuropa“ entwickelt. LiteratInnen wurden jeweils TheoretikerInnen zur Seite gestellt, die nach einer Lesung, oft als ÜbersetzerIn fungierten, sprachliche Zwischenräume ausloteten und so dem Publikum durch offene Diskussionen interdisziplinäre Zugänge eröffneten.
Die Zusammenarbeit mit der Uni Graz (besonders dem Institut für Translationswissenschaften) und Institutionen wie dem Ungarn-Verein ermöglichten eine noch differenziertere Communty-orientierte Öffentlichkeitsarbeit als im vergangenen Jahr.
Im Erzähl- wie im Gesprächsraum standen konkret die Themenstellung „20 Jahre Wende 2009“, die kritische Betrachtung des Grenzfeldes zwischen „offizieller“ und „nicht offizieller“ Literatur, das in vielen Regionen als solche Diskrepanz vorherrscht, die Frage nach Identität und Familienstrukturen, Repressionen und deren poetischer Verarbeitung. Umgesetzt und konzipiert wurde die Reihe in Kooperation mit ISOP und dem Internationalen Haus der Autoren Graz.

Exemplarisch herausstreichen lässt sich der diesjährige Ungarn-Schwerpunkt im Kulturzentrum bei den Minoriten, der in verschiedenen Kunstformen und Standorten in ganz Graz seine Realisierung fand. Von Anett Keszthelyi, Birgit Pölzl und Edina Dragaschnig konzipiert präsentierte „Reflect: UNGARN“ aktuelle ungarische Kunst abseits des Mainstreams: Das Lesefest Ungarn brachte Einblicke in das aktuelle Literaturgeschehen Ungarns, wobei einerseits die neu definierte Erzählprosa, andererseits die auf einer sehr reichen Tradition aufbauenden Lyrik in den Blick genommen wurde. Im TaO! fand die eigens konzipierte Tanzvorstellung „Unlimited Connection“ statt, im Café Stockwerk performte das aufstrebende Veronika Harcsa Quartet. Das Projekt wird 2010 mit einer ungarisch-österreichischen Theaterproduktion fortgesetzt.
 

 

 

 

25. März 09, 20.00 Uhr
Kleiner Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

 

Positionen aus Südosteuropa:
Braingame.
Eugenijus Ališanka

 

Lesung/litauisch + Gespräch/englisch: Eugenijus Ališanka
Lesung/deutsch: Martina
STILP
Moderation + Übersetzung: Cornelius
HELL

 

Fünf preisgekrönte Gedichtbände sowie zwei Essaybände hat Eugenijus Ališanka seit seinem Debüt im Jahr 1991 vorgelegt. Sie haben ihn zu einem der wichtigsten litauischen Lyriker gemacht. Das Spiel mit der eigenen Identität, Selbstironie und Aufmerksamkeit für unspektakuläre Alltagserfahrungen kennzeichnen seine Texte. Eugenijus Ališankas poetisches Programm umfasst den fiktiven Austausch mit Zeitgenossen der Kunst, Philosophie und Literatur aus früheren Epochen ebenso wie Reisen durch Landschaften und ferne Zeiten.

 

 

30. März 09, 20.00 Uhr
Kleiner Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

 

Präsentation der Lichtungen 117
LITERATURA DE CHILE
Carlos A. Aguilera

 

Einführung: Carlos A. Aguilera

Übersetzung: Udo Kawasser
Le
sung: Martin HORN

 

Carlos A. Aguilera, Literat und ausgewiesener Kenner lateinamerikanischer Literatur hat für die Literaturzeitschrift LICHTUNGEN einen Schwerpunkt Literatura de Chile zusammengestellt, den er im Kulturzentrum bei den Minoriten präsentieren wird. Auch zwei junge Literaten aus dem deutschsprachigen Raum: Christoph Szalay und Jörg Albrecht werden vorgestellt.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Literaturzeitschrift LICHTUNGEN.
 

 

 

17. April 2009
Minoriten Galerien Graz, Mariahilferplatz 3/II

 

Fleisch:

Mircea Catarescu,

Franzobel,

Olga Flor

 


 
 

Den Positionen der Ausstellung „Fleisch“ korrespondierend werden sich Mircea Catarescu, Franzobel, Olga Flor AutorInnen Thema Fleisch widmen, sei es als Wuchern des Urbanen, als sexuelle Ausschweifung, als Metapher für alltagsfaschistische Einstellungen und Zugänge oder als Bild für Zugerichtet-Werden und Entfremdung.

 

 

 

15. November 2009
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

 

LESEFEST UNGARN

Eingeladen werden: Péter Nádas (*1942) László Márton (*1959), Orsolya Karafiáth (*1976), Ottó Tolnai, (*1940)

Konzept und Organisation: Anett Keszthelyi

 


 
 

Mit dem „Lesefest Ungarn“ sollen Einblicke in das aktuelle Literaturgeschehen Ungarns gegeben werden, wobei einerseits die neu definierte Erzählprosa, andererseits die auf einer sehr reichen Tradition aufbauende Lyrik in den Blick kommen soll.
Nach den 1990er Jahren, in denen die ungarische Gegenwartsprosa hauptsächlich aus spielerischen, selbstkritischen, nur wenig narrativen Selbstreflexionen bestand, zeigt sich in jüngster Zeit ein starker Trend zu Erinnerungstexten, Familienromanen und historischen Romanen, die aber weiterhin oft das selbstkritische Element auf einem sehr hohen literarischen Niveau fortführen. Hier sind Namen wie László Darvasi, László Márton, Péter Esterházy, Péter Nádas und Endre Kukorelly zu erwähnen, um uns auf die bekanntesten Autoren zu beschränken.
Die Lyrik spielte in Ungarn schon immer eine wichtige Rolle. In Ungarn ist das Publikum im Vergleich zu Österreich seit jeher besonders empfänglich für diese Literaturgattung, was als Ausdruck der ungarischen Mentalität verstanden werden darf. An authentischen Talenten in der ungarischen Dichtung gab und gibt es nie einen Mangel. Nach den bekannten Namen aus den 90ern (Ottó Tolnai, Lajos Parti Nagy, János Háy, Virág Erdős, Krisztián Peer) ist als Vertreterin einer neuen Generation Orsolya Karafiáth 1999 mit ihrem ersten Gedichtband „Lotte Lenya titkos éneke” (Die geheimnissvollen Songs von Lotte Lenya) mit großem Erfolg vors Publikum getreten. Nach ihrem zweiten Lyrikband erhielt sie den wichtigsten staatlichen Kulturpreis Ungarns und publizierte 2008 ihren ersten Roman. Als weiteres herausragendes Talent und Sprachvirtuose ist zu gleicher Zeit in der Budapester Lyrikszene Dániel Varró bekannt geworden, der in unheimlicher Leichtigkeit mit allen Versformen arbeitet. Die neueste Lyrikergeneration, noch an der Uni, aber bereits sehr aktiv, sammelt sich unter dem Namen „Telep csoport” (Depot Gruppe). Hier sind sehr originelle neue Stimmen zu hören, wie beispielsweise die von Mátyás Dunajcsik (*1983).
 

 

 

 

4. CROSS-OVER

 

 
 

Dem Gesamtprofil des Kulturzentrums bei den Minoriten, das sich als Mehrspartenhaus versteht, entsprechend wurden auch etliche Mehrspartenprojekte erfolgreich verwirklicht.

Exemplarisch genannt sei das große Mehrspartenprojekt „LICHTMESZ“, bei dem an Friederike Mayröcker und Sophie Reyer Schreibaufträge vergeben wurden und Sybille Lewitscharoff einen kunst-theoretischen Zugang zum Thema eröffnete.


Weiters erinnerten wir an Josef Fink, den Gründer des Kulturzentrums bei den Minoriten und mit einer Ausstellung und Lesung seiner Texte an seine Vielschichtigkeit als Maler und Schriftsteller. Sowohl Bilder als auch Texte wurden in einem Katalog dokumentiert. Den Positionen der Ausstellung „Fleisch“ korrespondierend widmeten sich die AutorInnen Mircea Catarescu, Franzobel, Olga Flor dem Thema bei der Finissage der Ausstellung im Frühjahr.
 

 

 

02. Februar 2009 Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

 

LICHTMESZ

Friederike Mayröcker,

Sophie Reyer

Im Rahmen des Mehrspartenprojektes „Lichtmesz“ wurden an Friederike Mayröcker und Sophie Reyer Schreibaufträge vergeben. Die Autorinnen werden ihre Arbeiten am 2.2. im Rahmen des multimedialen Projektes präsentieren.
Friederike Mayröcker verwebt Gedanken zu Lichtmess, zu Krankheit und Sterben mit Alltagssplittern und Lektürespuren, Erinnerungsfetzen und Träumen. Sophie Reyer entwickelt auf Wiederholung basierende Textflächen.

 



 

 

 

06. November 2009

Kleiner Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

 

LEXITON. Auditive Irritationsexperimente

 

Die Bezeichnung „auditive Irritationsexperimente“ stammt von M. Maurach, Gerhard Rühm sprach von „artikulatorischen Gestiken“: Das Schnalzen, Räuspern, Lachen und Lallen, das Hecheln, Gurgeln, Wimmern und Stöhnen; kurz: Das Genre der akustischen Kunst im intermedialen Grenzbereich von Poesie und Musik. So werden jeweils ein Vertreter der experimentellen Neuen Musik zusammen mit einer/m deutschsprachigen AutorIn einen Abend gestalten, an dem das Sprachganze der gewohnten Oberflächenstruktur ins Musikalische verschoben werden soll. Der akustischen Klangdimension von Sprache und Dichtung sind hier keine Grenzen gesetzt.

Konzept und Idee: Christian Winkler und Catherine Therese Nicholls.
 

 

 

NEUE MUSIK

Ressortleitung und Kurator: Mag. Florian Geßler 0316/711133-27, Assistant Curator: Christian Klein

 

Die Sparte „NEUE MUSIK“ fördert lokale, überregionale und internationale junge Talente durch Kompositionsaufträge, sie bietet einen besonderen Aufführungs- und Präsentationsort im akustisch hervorragend geeigneten historischen Minoritensaal.
Dieses Sparte schielt im Besonderen nicht auf Quote – Neue Musik ist kein Massenphänomen – sondern auf die Qualität des Gebotenen. Dennoch gelang es uns mit unseren Programmen ein kleines Stammpublikum für uns zu begeistern. Dabei ist besonders erfreulich, dass auch und immer mehr junges Publikum zu unseren Konzerten kommt.

Nach und nach bieten wir dem Grazer Publikum einen Querschnitt heutiger Avantgardemusik aus Graz, Österreich und darüber hinaus.

 

 

 

SA 10. Jänner 09 20.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

Eintritt: 12,-/8,-/5,-

open music präsentiert

IAN PACE,

KLAVIER
 

 spielt Werke von Salvatore SCHIARRINO und Brian FERNEYHOUGH

 

Feurige Leidenschaft kombiniert mit scharfem Intellekt zeichnet das Spiel des Pianisten Ian Pace aus. Sein umfangreiches Repertoire stellt Werke zeitgenössischer britischer, deutscher und italienischer Komponisten sowie die Klassiker der Moderne (von Komponisten wie Boulez, Stockhausen, Ligeti, Nono und Cage) in den Mittelpunkt. Ebenso kompetent als Kammermusik- und Ensemblespieler tritt Ian Pace regelmäßig mit anderen Musikern – u. a. dem Arditti Quartett – auf.

 

SA 17. Jänner 09 20.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

Eintritt: 11,-/7,-

FOR VIOLIN AND PIANO

Annelie GAHL (Violine)

Manon-Liu WINTER (Klavier)

Annelie Gahl (Violine) und Manon-Liu Winter (Klavier) spielten die Sonate für Violine und Klavier (1961) und das Duett (1964) von Galina Ustvolskaya, sowie das 80-minütige „For John Cage“ (1982) von Morton Feldman.

Die Werke der Petersburger Komponistin Galina Ustwolskaja unterscheiden sich deutlich von allen anderen ihrer Generation aus Russland. Die bei allen klassizistischen Ansätzen ihrer Musik holzschnittartige Unbeirrbarkeit und Radikalität ihres Stils harren in den üblichen Konzertsälen noch auf ihre Entdeckung. Die leidenschaftliche Begeisterung der beiden Interpretinnen für diese Musik übertrug sich dem hörenden Publikum spürbar. War also der erste Teil des Abends einer noch  zu Unrecht unbekannten Schülerin Schostakowitschs gewidmet, spielten Annelie Gahl und Manon-Liu Winter im zweiten Teil eines der bekanntermaßen große Zeiträume umspannenden Hauptwerke des vielleicht wichtigsten amerikanischen Komponisten des späten 20. Jahrhunderts: Morton Feldman. Ein 80minütiges Kammermusikwerk widersetzt sich den Gepflogenheiten des üblichen Konzertbetriebs, umso wichtiger erscheint es uns, dem in unserer Konzertreihe ein Forum zu bieten. Dies wird uns durch unser Publikum immer wieder gedankt und stößt auf begeistertes Interesse. Nicht zuletzt durch diese Art der kuratorischen Entscheidungen ist es uns über die Jahre gelungen, ein interessiertes Stammpublikum zu gewinnen.

 

DO 29. Jänner 09 20.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

Eintritt:
7,-/4,-

die andere saite präsentiert

ENSEMBLEKONZERT MusikFabrikSüd

unter der Leitung von Bruno Strobl

 

Die Grundideen hinter diesem lange geplanten Austauschprojekt waren einerseits das seit 2005 bestehende Ensemble für Neue Musik aus Kärnten in Graz zu präsentieren, und andererseits neue Kompositionen aus Kärnten mit jüngsten Produktionen der „anderen saite“ zu kombinieren, um so einen künstlerischen Austausch der Komponisten zu ermöglichen. Bruno Strobl ist nicht zuletzt durch seine Arbeit als Präsident der IGNM Österreich einer der umtriebigsten Persönlichkeiten der Neuen Musik-Szene dieses Landes, der in seiner Heimat Kärnten Grundlegendes durch seine Tätigkeit als Initiator, Dirigent, Konzertveranstalter und Komponist geleistet hat.
Die MusikFabrik Süd wurde im Jahr 2005 von Bruno Strobl ins Musikleben gerufen. Sie soll eine Einrichtung sein mit erweiterbaren und vielseitigen klanglichen Möglichkeiten - durch Ausnützen verschiedener, nicht ganz üblicher instrumentaler Zusammensetzungen. Um der neuen Klanglichkeit gerecht zu werden, müssen zwangsläufig neue Werke geschrieben werden. Eine Vorlaufzeit von ca. einem Jahr war notwendig, damit die ersten Ergebnisse dieser Arbeit in der Fabrik im Herbst 2005 zu Gehör gebracht werden konnten.
Waltraud Russegger – Mezzosopran, Adél Obordzil - Flöte, Christiane Sommer - Konzertzither, Hemma Pleschberger -Tenorhackbrett, Ulrike Mattanovich - Harfe, Christoph Hofer - Akkordeon, Burgi Weingerl-Bergbaur - Viola, Andreas Riegler und Stefan Mörtl – Schlagzeug spielten unter der Leitung von Bruno Strobl Werke von
Alexander Wagendristel, Heinrich Unterhofer, Bruno Strobl und der d.a.s.-Komponisten Charris Efthimiou, Joachim Jung, Gerd Noack und Ernst Christian Rinner.


>> die andere saite

 
 
MONTAG, 2. Februar 2009  20.00 Uhr
Ausstellungsdauer bis 5. März 2009
Mo - Fr 10-18 Uhr (Minoriten Galerien, II. Stock)

Eintritt:
10,-/8,-

LICHTMESZ

 Kiawash Saheb-Nassagh (Komposition)

geboren 1968 in Teheran, Klavierunterricht, Gehörbildung und Harmonielehre. Seit 1986 eigene Kompositionen und Beschäftigung mit Jazzharmonik und Computermusik. 1987 Studium der Laborwissenschaft an der Universität für wissenschaftliche Medizin Iran. Ab 1995 Kompositionsstudium bei Beat Furrer, Bernhard Lang, Georg Friedrich Haas an der Kunstuniversität Graz.
2001 Musikförderpreis der Stadt Graz. 2002 Diplom, Magisterarbeit über Mikrotonalität in der persischen Musik. Kompositionskurse u.a. bei Mathias Spahlinger. 2003 Staatsstipendium für Komposition der Republik Österreich, Begründer des Vereins Nava-ye Iran - Persische Musik in Österreich, Mitbegründer des Vereins Zeitfluss - Ensemble für zeitgenössische Musik. 2004 Ehrenmitglied des Kulturbeirates der Stadt Graz - Sparte Ernste Musik.

Zahlreiche kammermusikalische Werke, Filmmusiken zu Filmen von Peter Tscherkassky, Musik und Klanginstallation für die Persische Halle im Rahmen der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover, Aufführungen bei Viennale 99, Musikprotokoll 2000, Wiener Festival Hörgänge 2002, Grazer Osterfestival 2002, steirischer herbst 2003, die andere saite - eine Konzertreihe seit 1996, Zeitfluss - ein Konzertzyklus seit 2004 u.a., Aufführungen in Wien, Graz, Maribor, Ljubljana, Teheran, New York, Berlin, Hannover, Leipzig u.a.
 

Das Mehrspartenprojekt 2009 des Kulturzentrums bei den Minoriten ist diesmal der „Lichtmess“ gewidmet: Um zum Thema „Licht“ mit den anderen KünstlerInnen zusammenzuarbeiten hatten wir den Iranischen Komponisten Kiawash Saheb-Nassagh ausgewählt.
In seiner Auftragskomposition verwandelte Saheb-Nassagh den von der Autorin Sophie Reyer live gesprochenen Text durch liveelektronische Mittel in eine Klangebene, die mit den von Clemens Frühstück auf dem Altsaxophon gespielten Klängen zart amalgamiert wurden.

 

 
 

MO 16. Februar 09 20.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

Eintritt: 12,-/8,-/5,-

open music präsentiert

SOLO_SEQUENZEN_DUO


mit Annette BIK, Eva FURRER,
 Uli FUSSENEGGER, Ernst KOVACIC,
 Andreas LINDENBAUM, Ernesto MOLINARI, Ian PACE, Dimitrios POLISOIDIS,
 Ernest ROMBOUT, Mike SVOBODA und Marcus WEISS

 

Solos und Duos, 11 internationale Spitzenmusiker und einschlägige Interpreten Neuer Musik, die vom 15.-25. Februar 2009 auch bei impuls (International Ensemble- and Composers-Academy for Contemporary Music) in Graz tätig sind, 11 singuläre Positionen in einem Raum ...
Ausgangspunkt des Programms ist Luciano Berio und sein über viele Jahre entstandener Sequenza-Zyklus.Bei "open music" werden nunmehr Verbindungslinien zu anderen Komponisten, quasi posthum, imaginiert, einige von Berios Sequenza-Meisterwerken mit solitären Solo- und Duostücken weiterer solitärer Komponisten der Gegenwart verknüpft.
>> open music

 
 


MI 25. Februar 09 20.00 Uhr

Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

 

impuls präsentiert
impuls - ABSCHLUSSKONZERT

 

"EnsembleConcert II“ von impuls . 6th International Ensemble- and Composers-Academy for Contemporary Music

 

In Kooperation mit dem Kulturzentrum bei den Minoriten und Steinway in Austria wird der 25. Februar 2009 zu einem finalisierenden musikalischen impuls-Aktionstag: Ein vielfältiges Tagesprogramm mündet in das impuls-Abschlusskonzert „EnsembleConcert II“, an dem die rund 100 impuls-TeilnehmerInnen und -DozentInnen Klassiker des 20. Jahrhunderts (von Cage und Haubenstock-Ramati bis Xenakis) sowie zukunftsweisende ZeitgenossInnen unter dem Dirigenten von Lucas Vis (ur-)aufführen werden.
>> Karteninformationen: office@impuls.cc

 

 
 

MI 11. März 09 20.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

Eintritt:
7,-/4,-

die andere saite präsentiert
Hsin-Huei Huang ―
Klavier-Solo-Recital


 

Uraufführungen von
Siavosh Banihashemi
 Se-Lien Chuang
Klaus Dorfegger
Peter Lackner
Andreas Weixler

In den letzten Jahren haben sich die Soloabende, zu denen jeweils u.a. die Virtuosen des Klangforum Wien eingeladen wurden, zu einem beliebten Fixpunkt der anderen saite Konzerte entwickelt.
Ein Klavierrecital spielt in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle, da im bürgerlichen Konzertleben spätestens seit dem 19. Jh. fest verankert. Umso größer die Herausforderung für Interpreten, einen ganzen Abend ausschließlich Uraufführungen zu widmen (wie es auch im 19.Jh. einmal gängige Praxis war!)


 

 
 

FR 13. März 09 20.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

Eintritt: 12,-/8,-/5,-

open music präsentiert

MAYA HOMBURGER +
BARRY GUY + CHARLOTTE HUG



Charlotte HUG: Viola, Komposition
Maya HOMBURGER: Barockvioline
Barry GUY: Kontrabass + Komposition
 

Dem vorliegenden Programm des Abends liegen mehrere konzeptuelle und persönliche wie historische Überlegungen zu Grunde. So kreist es etwa um den visuell-sinnlichen Magnet der graphischen Partituren von Barry Guy und Charlotte Hug - um Notationen als visueller Stimulus für Musik, die sich im Spannungsfeld von Improvisation und Komposition bewegen. Der musikalische Bogen wird aber noch viel weiter gespannt, reicht von neuen Kompositionen über Barockmusik zu Improvisationen in Vergangenheit und Gegenwart.
>> open music
 

 

NEUE REIHE:

SA 25. April 09 17.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3


Eintritt:
6,-/3,-

mino | Riten I

Luigi NONO
Peter ABLINGER

Eine neue Plattform für studentische InterpretInnen bietet unsere neue Reihe der „mino_Riten“. Jeweils am Vorabend des ersten Samstags im Monat stellen junge KünstlerInnen in maximal einstündigen Recitals jeweils ein größeres meditatives Werk mit rituellem Charakter aus der Zeit des späten 20. Jh. bis zur Gegenwart vor.


Aliona Kalechyts und Igmar Jenner, Violinen spielten Werke von Luigi Nono und Peter Ablinger.

Zum Auftakt unserer neuen Reihe gelang es uns, zwei noch sehr junge InterpretInnen vor die Aufgabe zu Stellen, Luigi Nonos letztes Werk "…hay que caminar" soñando zu erarbeiten. Diese zwischen Pausen, unendlicher Leisheit und plötzlichen Eruptionen changierende Werk ließ den hierfür wie geschaffenen Minoritensaal leise erschwingen. Gerahmt von Peter Ablingers Geräusch-Studie „weiss/weisslich 17“ – eine Uraufführung – ergab sich eine ungemein spannende Dramaturgie.
Diese erste unserer Vorabendveranstaltungen (17 Uhr) wurde mit regem Interesse aufgenommen.

 

 
 

SA 30. Mai 09 17.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3


Eintritt:
6,-/3,-

mino | Riten II

Berndt THURNER

Berndt Thurner spielt S. S. Smiths Plenty, vierunddreißig Sätze für Vibraphon-Solo.

“Plenty” besteht aus vierunddreissig Antworten auf die Frage nach dem Tod, wobei die Frage nach dem Tod natürlich immer auch die Frage nach dem Leben ist.
S. S. Smith

Schon das zweite Konzert der Reihe sprengte den zeitlichen Rahmen: knapp eineinhalb Stunden dauerte Berndt Thurners konzentrierte Performance des kaleidoskopartigen Werkes, welches das Publikum außerordentlich in seinen Bann zog.

 

 
 

FR 5. Juni 09 20.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

Eintritt:
7,-/4,-

die andere saite präsentiert
ENSEMBLE
music.lab

 

Eine Sextettbesetzung der besonderen Art: Flöte + zwei Bratschen + zwei Klarinetten + Akkordeon

Sylvie LACROIX, Flöten
Pablo DE PEDRO, Lena FRANKHAUSER, Violen
Petra STUMP, Heinz-Peter LINDSHALM, Klarinetten
Krassimir STEREV, Akkordeon

Dass der Komponistenverein die andere saite ein Faible für schräge Besetzungen hat, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Diesmal heisst schräg aber auch fein, sehr fein. Mit dem Ensemble musi.lab, das in varianten Besetzungen auftritt, treffen wir auf alte Freunde – Sylvie Lacroix, Krassimir Sterev, Heinz-Peter Linshalm und Petra Stump – und neue Gesichter - Pablo de Pedro und Lena Frankhauser. Es gibt frisch ausgepackte Kompositionen von Se-Lien Chuang, Joanna Wozny, Belma Beslic, Peter Lackner, Christian Klein und Clemens Nachtmann.
 

 
 

SA 27. Juni 09 17.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3


Eintritt:
6,-/3,-

mino | Riten III

Tjasa CERIC, Akkordeon
Bernd KOHLHOFER, Akkordeon
 

Zu Nicolaus A. Hubers grandiosem Meisterwerk Auf den Flügeln der Harfe für Akkordeon aus dem Jahre 1985, dessen vielfältige Kombinationstöne sich im großen Minoritensaal beispielhaft entfalten, gesellten sich Klaus Langs Bearbeitung seines eigenen Werkes der weißbärtige mann. der frosch am mond. für zwei Akkordeons (im Original für Hammondorgel), das sich wie der Großteil seines Oevres durch extreme dynamische Zurücknahme auszeichnet, sowie ein Werk des niederländischen Komponisten Jacob ter Veldhuis.

 
 

SA 10. Oktober 09, Mariahilferplatz 3
22.00 Uhr:
Kreuzgang
23.00 Uhr: Minoritensaal
24.00 Uhr: Mariahilferkirche


 

musikprotokoll, steirischer herbst
SEVEN LAST WORDS

22.00 Uhr | Kreuzgang:
Bernhard LANG Installation
Seven Last Words

23.00 Uhr | Minoritensaal:
Bernhard LANG
Monadologie V – 7 Last Words of Hasan
Marino FORMENTI, Klavier

24.00 Uhr | Mariahilferkirche
Joseph Haydn:
Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze
Marino FORMENTI, Klavier

Beim heurigen musikprotokoll-Puzzle aus großer Form, intermedialen Experimenten und präziser Kammermusik kommt auch das Klavierprojekt der „Seven Last Words“ bei den Minoriten zur Aufführung.
Mitternacht, Samstag, im Kreuzgang der Minoriten am Mariahilferplatz: Klavierklänge eines Werks über „Die sieben letzten Worte des Erlösers am Kreuz“ – Musik von Joseph Haydn im Haydn-Jahr. Musik, die aber auch – zumindest in der von Marino Formenti gespielten Fassung für Klavier – im Gestus an Morton Feldman erinnert. Wie ein fotografisches Negativ dazu verhalten sich Bernhard Langs „Seven Last Words“, die sich direkt auf Haydn beziehen: Aus dem Sich-Versenken wird ein Sich-Erheben, aus der Frömmigkeit wird Aufbegehren, aber es bleibt das gleiche Bild von musikalischer Intensität, von letztlich metaphysischer Herausforderung.

 

FR 23. Oktober 09 20.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3


Eintritt:
11,-/7,-

HAUER und dann?

Josef Matthias HAUER (1883–1959)

Werke aus allen Schaffensperioden, sowie komponierte Kommentare von:
Peter ABLINGER, Hans FLOREY,
Florian GEßLER, Maximilian HENDLER,
Peter LACKNER und Heimo PUSCHNIGG

Der dreiteilige Abend brachte einen repräsentativen Querschnitt durch Hauers Frühwerk und seine mittlere Schaffensphase, eine Auswahl an „Zwölftonspielen“, sowie vom Kulturzentrum bei den Minoriten initiierten musikalische Grußkarten bzw. Statements von zeitgenössischen Komponisten, die auf die eine oder andere Art von Hauers Werk beeinflusst wurden: Peter Ablinger, Hans Florey, Florian Geßler, Peter Lackner, Maximilian Hendler, Heimo Puschnigg.
Die sehr gut besuchte „lange Nacht der Zwölftonspiele“, in Spannung gehalten durch die hervorragenden InterpretInnen lockte Menschen aus ganz Österreich in den Minoritensaal nach Graz.
 

InterpretInnen:
Barbara KONRAD, Violine
Elaine KOENE, Viola
Elisabeth BREUER, Sopran
Peter LACKNER, Martin PRETTENHOFER und
Heimo PUSCHNIGG, Klavier

 
 

SA 24. Oktober 09 18.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3


Eintritt:
6,-/3,-

mino | Riten IV

Julia PURGINA (Viola)
Elaine KOENE(Viola)
Barbara KONRAD (Viola)

Einen mehr als würdigen Abschluss unserer neuen Reihe bildete Peter Lackners knapp einstündiges Werk „KANON für drei Bratschen. 31. Dezember 1991“, ist es doch geradezu beispielhaft für den programmatischen Ansatz der zugrunde liegenden Konzeption. Denn das in nahezu vollkommener Ausgewogenheit durchstrukturierte Klangkontinuum entfaltet mit der Zeit so etwas wie ein intensives, zutiefst mystisches Leuchten: Rationalität und Versenkung zugleich.

 

 
 

MO 7. Dezember 09 20.00 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3


Eintritt:
7,-/4,-

die andere saite präsentiert
extended BASSoons

Robert GILLINGER-BUSCHEK
Clemens BÖHM (Fagott, Kontraforte)
Thomas MUSIL (Elektronik)

spielen Werke von:
Siavosh BANIHASHEMI,
Se-Lien CHUANG, Charris EFTHIMIOU, Robert GUTMANN, Hannes KERSCHBAUMER, Daniel MAYER
und Andreas WEIXLER

Klangliche Erkundungen der ungewöhnlichen Art bis in die tiefsten Tiefen des akustischen Universums. Es entspricht einer Tradition der Konzertreihe die andere saite, kleine unorthodoxe Besetzungen zu programmieren. Das Fagott-Duo wird hier gleich um zwei Exemplare des Kontraforte erweitert: ein von Benedikt Eppelsheim, München, und Guntram Wolf, Kronach, neu entwickeltes Kontrafagott, dessen Möglichkeiten die beteiligten KomponistInnen besonders inspirierte und ‑ wahrscheinlich überhaupt erstmals ‑ in einer derartigen Konstellation erklingen wird.

 

 

     

TANZ

Kuratorin: Dr. Eveline Koberg

choreographic platform austria

 

 

 


DI 20. Jänner 09 19.30 Uhr

Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

Eintritt frei

THE REAL THING -

 NEUE CHOREOGRAPHIE, KONZEPTE UND GEGENWARTSKUNST

Helmut PLOEBST (A)

Anne JUREN (CH)

Heutiger Tanz ist anders; der bewegte Körper im Raum hat Gesellschaft bekommen. Warum gilt der Tanz derzeit als offenste, sich am schnellsten entwickelnde Kunst?  Was  ist „richtiger“ Tanz? Warum wird im Tanz zuweilen nur wenig getanzt? Und was unterscheidet ihn auch dann von Theater und Performancekunst? Ein Blick in die progressive Choreografie.

„Warum ist das Tanz?“ Crashkurs, Vortrags- und Vorführreihe im Vorfeld der Choreographic Plattform Austria in Graz (www.choreographicplatformaustria.at)

 

 


DI 27. Jänner 09 19.30 Uhr

Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

Eintritt frei

TANZTHEATER -

NACHGELASSENES

Daniel ASCHWANDEN (A)

Peter STAMER (D/A)

In Avantgardezirkeln ist Tanztheater so tot wie das Krokodil bei Pina Bausch: sein ausgestopften Maul ist aufgerissen, aber nicht mehr gefährlich. Seine zeitgenössischen Kinder scheinen sich dennoch nicht von den (deutschen) Über-Müttern abgenabelt zu haben. Vielmehr wird ihr dramaturgischer Nachlass geordnet, der aufführungspraktisch die Avantgarde befeuert. Familienähnlichkeiten oder tatsächlich tiefenstrukturelle Parallelen?

„Warum ist das Tanz?“ Crashkurs, Vortrags- und Vorführreihe im Vorfeld der Choreographic Plattform Austria in Graz (www.choreographicplatformaustria.at)

 

tanzschrittweise

 

 

BUKAREST – GRAZ im SZENENWECHSEL + FREIRAUM

SA, 28. März, 19.00 – 22 Uhr
SO 29.März, 15.00 – 19.00 Uhr  MINORITENSAAL

 
 

RUMÄNIEN
Das Gastland 2009 ist ein Land, dessen Tanz- und Performanceszene zu den spannendsten in Europa zählt

Neben dem Basisprogramm "BUKAREST – GRAZ im Szenenwechsel" liegt heuer der Fokus auf der Präsentation kleinerer, vordringlich regionaler Arbeiten – von Künstlern mit biographischem Graz-Bezug; neue Schiene "FREIRAUM"
Sowohl am Samstag Abend als auch am Sonntag werden Programme aus beiden Bereichen vorgestellt

 

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KünstlerInnen Bukarest

   
 

BUKAREST

MADALINA DAN
Eine der wichtigsten und vielversprechendsten Künstlerinnen dieses Landes ist die sehr junge Tänzerin/Choreographin MADALINA DAN. Ihre ironisch-kritische Performance, die sich mit den Anforderungen und Erwartungen an den Tanz in den letzten Jahrzehnten auseinandersetzt, wird den rumänischen Teil am Samstag eröffnen.

EDUARD GABIA
Die sehr selbstbewusste, unmanierierte Produktion von EDUARD GABIA, einem erfolgreichen und international gefragten Allround-Künstler (Wien, Paris, Brüssel, New York) er performt, choreographiert, singt und macht Filme - stellt ein für die junge rumänische Performanceszene sehr bezeichnendes, solistisches Beispiel dar.

FLORIN FLUERAS
Er wurde mit Jerome Bel so wie Xavier Le Roy verglichen und unter die Konzeptionalisten gereiht. Er selbst sieht sich als in den „experiental dance“ Einzureihender, der spielerisch (und manchmal humorvoll) die Rezeption des Publikums zu ändern sucht; rund um die Fragen, die er (sich) über das Verhalten stellt – in einem „dance context“; wie etwa im gezeigten Solo, in dem es nicht (wirklich) um soccer geht.
 

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TänzerInnen Graz

   
 

CHRISTINA MEDINA

Die international erfolgreiche, mit wichtigen Preisen ausgezeichnete Wahl-Grazerin CHRISTINA MEDINA – sie zeigt bei der heuer erstmals in Graz stattfindenden Choreographic Platform Austria die als zu einer der 10 besten Österreichischen Produktionen der letzten zwei Jahre  gekürten Performance das in diesem Haus im vorigen Jahr innerhalb von tanz schritt weise vorgestellte Solo  - wird heuer zwei Choreographische Arbeiten zeigen; vorgeführt von herausragenden jungen Künstlerinnen ihres Tanzunterrichts in Graz.

 

ALEXANDER DEUTINGER und MARTA NAVARIDAS

begannen durch ihren sehr beachteten und  gelobten  Auftritt bei tanz schritt weise 07 eine international erfolgreiche  Karriere. Heuer sind sie, als Duo UNICORN, wieder mit dabei: Ihr primäres Merkmal ist die kontinuierlich eingesetzte Kombination von Text und Bewegung, Fragen nach Beeinflussbarkeit der Rezeption durch kommentierende Off-Elemente.

Good! VERY GOOD! lautet der Titel ihres Stückes, einem Spiel im Spiel, das u. a. mit Versatzstücken aus dem Filmskript von Szenen einer Ehe (Ingmar Bergmann) arbeitet: der Theaterraum wird zum Therapieraum, therapiert werden alle -> Partizipation ist alles, ist Voyeurismus …

 

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FREIRAUM

SA, 28. März, 19.00 – 22 Uhr
SO 29.März, 15.00 – 19.00 Uhr  MINORITENSAAL

 
 

ELISABETH CARTELLIERI, CHRISTINE SCHERZER:
left behind
- Premiere, Duo, 30’

…Hürden im Kopf, Barrieren im Alltag – wie ein Fisch mit Fahrrad

CIE DANIELIS
– CLAUDIA FÜRNHOLZER, TOMAS DANIELIS, MIHAEL PECNIK
under the skin
– Trio, 25’

Is a cross cultural dance project about integration and disintegration of society and its influence on personal level.

ZWEITE LIGA FÜR KUNST UND KULTUR
– BARBARA KRAMER, JOACHIM KAPUY, MIRA MILJKOVIC

why to dance in a waiting room I – Premiere, 15’

…Bewegungen die an öffentlichen, mono-funktional genutzten Plätzen im urbanen Raum stattfinden und stattfinden können.
Wer bewegt hier wen wirklich?

ANNIKA LUSCHIN
Gespräch mit Iannis
(Arbeitstitel) – Premiere, Solo, 15’

Inwieweit muss sich der Tanz am Rhythmus, der Dynamik oder dem Gefühl der Musik orientieren - ab wann illustriert der Tanz?
„Was für eine Energie! Und das alles inspiriert von einer Tenortuba!“ (Pressekommentar zu Luschin)

DORIS REISINGER

Flickwerk (Arbeitstitel) – Premiere, Solo, 15’

Bewegung, Musik, Sprache - in Erinnerung an die österreichische Tänzerin und Choreographin Hanna Berger

SILBERFISH
- NICOLE HOPFER, ELISABETH ZEINDLINGER
Fragmente
– Duo, 15’

Eine körperliche Suche nach der Menschlichkeit.

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MEDIEN

Programmverantwortlicher und Kurator: Mag. Matthias Opis

 

2009 ziehen wir mit „Medien“ eine neue Schiene in das Programm des Kulturzentrums bei den Minoriten ein: In zwei komplementären, sich womöglich auch konterkarierenden Formaten plant der neue Kurator Matthias Opis, Reflexionen über Medien und ihre Theorie(n) zur Diskussion zu stellen, andererseits Medienschaffenden und ihren Projekten eine Präsentationsplattform zu bieten.

UNDERSTANDING MEDIA beabsichtigt neuralgische Punkte der Mediendebatte zu identifizieren und Thesen zu formulieren, die geeignet sind, unser Verständnis von dem voran zu treiben, was Medien sind und bedeuten, was sie offenbaren und vernebeln, wie sie wirken und was sie mit uns machen, wie sie uns nützen und dienen, überfordern und in die Irre führen.

MEDIEN©MACHER fokussiert hingegen die Bodenhaftung im Erfahrungsraum der Medienpraxis, der permanent von allen möglichen Leuten fortentwickelt und relauncht,
zerknüllt und neu aufgefaltet wird. In diesem Raum schlagen wir uns auf die Seite der Macherinnen und Macher. Mit der Neugierde, an Ideen, Innovationen und Inhalten teil zu haben, die dem doppelten Anspruch genügen, originell zu sein und sich sogar zu rechnen. Wer macht so etwas und warum?

 

 

Die digitale Gesellschaft und
ihre Feinde

Vortrag: UProf. Dr. Norbert BOLZ
Kommentar: UProf. Dr. Manfred PRISCHING
anschließend Podiumsdiskussion

Moderation: Frido HÜTTER

Lesen Sie das Interview in der Kleinen Zeitung am 16. Juni 09 mit Norbert Bolz

 

Lesen Sie das Interview in der PRESSE vom 17. Juni 09 mit Norbert Bolz

Zusammenfassung als Powerpoint, verfasst von Regina Joschka und Edith Steinkellner (FH Joanneum, Abt. Journalismus und Unternehmenskommunikation)

 

 

„Die Welt ist flach, klein, leer und bodenlos.“ Mit diesem Satz beginnt Norbert Bolz das „ABC der Medien“ zu buchstabieren. Eine seiner Thesen ist, dass der Gegensatz „vernetzt vs. nicht vernetzt“ bald mächtiger sein wird als jener zwischen arm und reich. Der „digital divide“ führt zu sozialer Polarisierung – und er scheidet die Geister. Die Fraktion der „digital natives“ wird täglich größer, während die digitalen Analphabeten zunehmend geächtet und aus der Gesell-schaft ausgeschlossen werden. Welche guten Gründe gibt es, um gegen die Digitalisierung zu Felde zu ziehen? Wer sind die Digitalisierungsgegner und ‑verweigerer unserer Tage und was treibt sie an? Welche Visionen setzen die neuen Fundis, Realos und Kassandras der Vernetzung der Welt entgegen?

 

UProf. Dr. Norbert Bolz,

geboren 1953 in Ludwigshafen geboren; studierte in Mannheim, Heidelberg und Berlin Philosophie, Germanistik, Anglistik und Religionswissenschaften; Doktorarbeit über die Ästhetik Adornos bei dem Religionsphilosophen Jacob Taubes; Habilitation über „Philosophischen Extremismus zwischen den Weltkriegen“; 1992-2002 Universitätsprofessor für Kommunikationstheorie am Institut für Kunst- und Designwissenschaften der Universität GH Essen; ab 2002 Universitätsprofessor an der TU Berlin, Fakultät I Geisteswissenschaften, Institut für Sprache und Kommunikation, Fachgebiet Medienwissenschaft. Forschungsschwerpunkte: Netzwerklogik, Theorie der Massenmedien, Mediengeschichte, Kommunikationstheorie. Publikationen (u. a.): Das konsumistische Manifest, München 2002; Blindflug mit Zuschauer, München 2005; Bang Design, Hamburg 2006; Das ABC der Medien, München 2007. (http://www.medienberatung.tu-berlin.de/)

 

UProf. Dr. Manfred Prisching,

geboren 1950 in Bruck/Mur; Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaftslehre; Habilitation für Soziologie 1985; Verleihung des Innitzer-Preises (1985), des Josef-Krainer-Forschungspreises (1994), des Wilfried-Haslauer-Forschungspreises für Zeitgeschichte (1996). 1987/88 an der Rijksuniversiteit Limburg (Maastricht, NL); Gastprofessor an den Universitäten Salzburg, Innsbruck, Linz, Klagenfurt; 1995/96 Schumpeter-Gastprofessur an der Harvard University (Cambridge/Boston); Visiting Scholar u. a. an den Universitäten von New Orleans, Little Rock, Las Vegas; 1997-2001 wissenschaftlicher Leiter der Technikum Joanneum GmbH (steirische Fachhochschulen); Korr. Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Publikationen (u. a.): Die McGesellschaft, Graz 1998;
Good Bye New Orleans, Graz 2006; Die zweidimensionale Gesellschaft, Wiesbaden 2006;
Bildungsideologien. Ein zeitdiagnostischer Essay an der Schwelle zur Wissensgesellschaft, Wiesbaden 2008. (
http://www.uni-graz.at/~prischin/)

 

MEDIEN©MACHER I

DO, 25. Juni, 18.30 Uhr
Kleiner Minoritensaal, Mariahilferplatz, 8020 Graz

Eintrittspreis: 6 ,50 Euro / 3,50 Euro / Ö1-Mitglieder 5 Euro

Web 2.0-Pioniere

mit Mag. Dieter RAPPOLD
und Mag. Christoph CHORHERR

Moderation: Georg HOLZER

 

 

Das Web 2.0 boomt. Vor allem die Social Networks wie Facebook, My Space und Twitter. Wie und wo hat das alles angefangen und wohin wird sich dieses Phänomen, das zwischen peinlicher Selbstdarstellung und intelligenter Informationsvermittlung aufgespannt ist, entwickeln? Auf welchen Feldern und warum hängt das Web 2.0 andere Medien ab? Welche Bedeutung hat es für Politik und Wirtschaft? Dieter Rappold und Christoph Chorherr werden ihre persönlichen Web 2.0-Projekte präsentieren und zur Diskussion stellen. Kommunikativ, kritikfähig, risikofreudig. Web 2.0 einmal offline und in der Meta-Version.

Mag. Dieter RAPPOLD,
geboren 1978; ab 1997 Studium der Handelswissenschaften an der WU-Wien, Abschluss 2003; 2000/01 Auslandsstipendium an der Graduate School of Managment at UCI; 02/2001 Unternehmensgründung Knallgrau New Media Solutions GmbH; 2002 Fokus auf Weblogs Social Media & Social Software; 2003 Launch des 1. Kommerziellen Bloghosters in D/A/CH (http://twoday.net); bis 2008 Entwicklung von Knallgrau zum führenden Anbieter für Lösungen rund um Web 2.0 und Social Media in D/A/CH mit 25 MitarbeiterInnen und Büros in Wien und München. Vortragstätigkeiten (u. a.): 2005, Internet World Kongress in München – Weblogs in Marketing und Kommunikation; 2007, Media Round Table in Salzburg – Web 2.0, ein Impulsreferat; 2007, Universidad Politecnica de Madrid – Internet de nueva generacion, Enterprise 2.0 (englisch); 2007, Web 2.0 Expo in Berlin – Consumer generated advertising (englisch); 2007, Managementclub Wien – Wie Web 2.0 unsere Arbeitswelt verändert; 2008; Schlagworte: Web 2.0, knallgrau, Social Media, Neue Medien, Enterprise 2.0
(http://www.knallgrau.at; XING Profil: https://www.xing.com/profile/Dieter_Rappold)


Mag. Christoph CHORHERR,
geboren 1960 in Wien; Studium der Volkswirtschaftslehre (Schwerpunkt Umweltökonomie) an der Wirtschaftsuniversität Wien; seit 1987 Lektor an der WU, Lehraufträge an der Universität Wien und der TU Wien; 1991-1997: Geschäftsführer der „Chorherr & Reiter Ökologische Bauprojekte“, Realisierung einiger Musterprojekte in Niedrigenergiebauweise.
Politische Laufbahn: 1986-1991 Referent für Wirtschafts-, Verkehrs- und Energiepolitik im Grünen Parlamentsklub; 1991 - 1996 Stadtrat in Wien; 1996-1997 Bundessprecher der Österreichischen Grünen; 1997-2004 Klubobmann der Wiener Grünen; seit 1997 Grüner Gemeinderat und Landtagsabgeordneter in Wien. (http://chorherr.twoday.net/)


 

Web 2.0-Pioniere

mit Mag. Dieter RAPPOLD
und Mag. Christoph CHORHERR

Moderation: Georg HOLZER

 

Sehen Sie zur Nachlese das Videoclip der Kleinen Zeitung >>

Lost and Found... Notizen aus Graz über soziale Medien und Journalismus im Web >>

Das Web 2.0 boomt. Vor allem die Social Networks wie Facebook, My Space und Twitter. Wie und wo hat das alles angefangen und wohin wird sich dieses Phänomen, das zwischen peinlicher Selbstdarstellung und intelligenter Informationsvermittlung aufgespannt ist, entwickeln? Auf welchen Feldern und warum hängt das Web 2.0 andere Medien ab? Welche Bedeutung hat es für Politik und Wirtschaft? Dieter Rappold und Christoph Chorherr werden ihre persönlichen Web 2.0-Projekte präsentieren und zur Diskussion stellen. Kommunikativ, kritikfähig, risikofreudig. Web 2.0 einmal offline und in der Meta-Version.

 

Mag. Dieter RAPPOLD,
geboren 1978; ab 1997 Studium der Handelswissenschaften an der WU-Wien, Abschluss 2003; 2000/01 Auslandsstipendium an der Graduate School of Managment at UCI; 02/2001 Unternehmensgründung Knallgrau New Media Solutions GmbH; 2002 Fokus auf Weblogs Social Media & Social Software; 2003 Launch des 1. Kommerziellen Bloghosters in D/A/CH (http://twoday.net); bis 2008 Entwicklung von Knallgrau zum führenden Anbieter für Lösungen rund um Web 2.0 und Social Media in D/A/CH mit 25 MitarbeiterInnen und Büros in Wien und München. Vortragstätigkeiten (u. a.): 2005, Internet World Kongress in München – Weblogs in Marketing und Kommunikation; 2007, Media Round Table in Salzburg – Web 2.0, ein Impulsreferat; 2007, Universidad Politecnica de Madrid – Internet de nueva generacion, Enterprise 2.0 (englisch); 2007, Web 2.0 Expo in Berlin – Consumer generated advertising (englisch); 2007, Managementclub Wien – Wie Web 2.0 unsere Arbeitswelt verändert; 2008; Schlagworte: Web 2.0, knallgrau, Social Media, Neue Medien, Enterprise 2.0
(http://www.knallgrau.at; XING Profil: https://www.xing.com/profile/Dieter_Rappold)


Mag. Christoph CHORHERR,
geboren 1960 in Wien; Studium der Volkswirtschaftslehre (Schwerpunkt Umweltökonomie) an der Wirtschaftsuniversität Wien; seit 1987 Lektor an der WU, Lehraufträge an der Universität Wien und der TU Wien; 1991-1997: Geschäftsführer der „Chorherr & Reiter Ökologische Bauprojekte“, Realisierung einiger Musterprojekte in Niedrigenergiebauweise.
Politische Laufbahn: 1986-1991 Referent für Wirtschafts-, Verkehrs- und Energiepolitik im Grünen Parlamentsklub; 1991 - 1996 Stadtrat in Wien; 1996-1997 Bundessprecher der Österreichischen Grünen; 1997-2004 Klubobmann der Wiener Grünen; seit 1997 Grüner Gemeinderat und Landtagsabgeordneter in Wien. (http://chorherr.twoday.net/)


 

UNDERSTANDING MEDIA II

DO, 12. November, 19.30 Uhr
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3, 8020 Graz

 

Alte Medien! Wozu noch Bücher?

Vortrag: UProf. Dr. Jochen Hörisch
Kommentar: GD. Dr. Johanna RACHINGER
anschließend Podiumsdiskussion

Moderation: N.N.

 

Der Medienumbruch vom typographischen zum digitalen Zeitalter kennt keine Sentimentalität. Die Aufmerksamkeitskultur läuft der Gedächtniskultur den Rang ab. Das Buch, „Gründungsmedium“ des Druckzeitalters, ist auf dem Weg zum Nischenprodukt, so scheint es. So wie der Computer das Schreiben revolutioniert hat, könnten nun die elektronischen Bücher das Lesen revolutionieren. Die flächendeckende Digitalisierung der Weltliteratur und die Möglich-keit zum Download dieses Erbes werden, ähnlich dem Musikkonsum, auch den Lesekonsum verändern. Diese Veränderung betrifft die private Lektüre ebenso wie die berufliche. Im Zug und am Flughafen werden schon jetzt kaum mehr Bücher aufgeschlagen, sondern Laptops geöffnet. Brockhaus hat vor Wikipedia kapituliert. Wozu also noch gedruckte Bücher?

 

MEDIEN©MACHER II

MO, 23. November, 19.30 Uhr
Kleiner Minoritensaal, Mariahilferplatz 3, 8020 Graz

 

Büchermacher

mit Dr. Rainer WEISS
und Dr. Jochen JUNG

Moderation: Mag. Cornelius HELL

 

Bibliophilie gilt heute fast schon als Kavaliersdelikt, Bücherlesende sind Angehörige einer verlorenen Zeit. Gibt es überhaupt noch einen Markt für Bücher? Wer soll das alles lesen, was verlegt wird? Das Internet überschwemmt uns mit frei verfügbaren Texten, das E-Book unterbricht den Trend zum Zweitbuch. Ist, wer in dieser Situation einen Buchverlag betreibt oder gar neu gründet, noch bei Sinnen? Wie geht sich das aus und warum tut man sich das an? Fragen über Fragen an Menschen, die unbeirrt Bücher machen. Für sich und für andere.
 

 

ZEITANALYSE/RELIGION

Ressortleitung: Dr. Johannes Rauchenberger 0316/711133-29 Projektmanagement: Mag. Elisabeth Wimmer

LICHTMESZ

MONTAG, 2. Februar 2009
20.00 Uhr: Minoritensaal

 

SIBYLLE LEWITSCHAROFF:

POETISCHE THEORIE

 

 

 

 

Sibylle Lewitscharoff, bei ihrer Lesung über Rembrandt bei den Minoriten, Foto: G. Neuhold

Ausgehend von Rembrandts letztem Bild hat Sibylle Lewitscharoff eine poetische Theorie entwickelt, wie das Leuchten des Kindgesichts Jesu auf den alten Simeon zu einer aktuellen Metapher der Auf-Klärung und Erkenntnis werden kann.

 

Rembrandt
Simeons Lobgesang;
1669

 

FLEISCH

MITTWOCH, 18. MÄRZ 2009
19.00 Uhr: Minoriten Galerien Graz

 

ELISABETH VON SAMSONOW KULTURTHEORETISCHER DISKURS

Den schillernden Begriff FLEISCH – als Nahrung, Hülle, Lust, Gefängnis, Schmerz, Verfall – beleuchtet die Wiener Kulturphilosophin Elisabeth Samsonow. Fleisch, wie auch immer man es denkt, kann seine Relation zum Leib, zur Seele, zum Geist nicht negieren.
Fleisch und seiner Fleischlichkeit, Fleisch gewordenem Denken, vom Geist gebändigtem Fleisch und sündigem Fleisch liegen Denkfiguren zu Grunde, die die Wiener Kulturphilosophin Elisabeth von Samsonow beleuchtet - im Kontext einer Ausstellung, die sich dem Thema "Fleisch" widmet.

 

 

 

WISSENSCHAFTSGESPRÄCHE

 

 

 

DIE AKTUELLE PUBLIKATION DER WISSENSCHAFTSGSPRÄCHE

Elisabeth Pernkopf/Johannes Rauchenberger (Hg.): Wissenschaften Machenschaften. Gespräche zwischen Forschung und Öffentlichkeit. Königshausen&Neumann: Würzburg 2009

Mit Beiträgen von: Wolfgang Engel - Reinhold Esterbauer - Dirk Evers - Christian Fazekas - Erwin Fiala - Sabine Gruber - Christoph Kratky - Niki Laber - Elisabeth List - Elisabeth Pernkopf - Walter Schaupp - Hans Sünkel

ISBN: 978-3-8260-3987-4

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Wissenschaft auf den Marktplatz kultureller und gesellschaftlicher Öffentlichkeit einzuladen, sie anzufragen und zu hinterfragen hat bei den Minoriten einen guten Boden. Das erfolgreiche Modell der "Wissenschaftsgespräche bei den Minoriten" das seit 2003 in Kooperation mit Lehrenden aus den Grazer Universitäten zu den Themen Mensch, Leben, Zukunft, Überlebensstrategien und Toleranz und Widerstand bestritten wurde, stand im Jahre 2008 unter dem Thema "WISSENSCHAFTEN MACHENSCHAFTEN". Eine Publikation erschien im Verlag Königshausen&Neumann.

Noch vor der ausbrechenden Finanzkrise im Vorjahr haben wir uns für 2009 für das Thema "Schubumkehr" entschieden. Aktueller kann ein Zusammenspiel von Forschung und Öffentlichkeit nicht sein.
 

 

 

jeweils dienstags 19-21 Uhr, 21. April - 26. Mai 2009 VERANSTALTUNGSORT:
MINORITEN GALERIEN GRAZ, Mariahilferplatz 3/II,

 


>> Programmfolder  online als pdf

 


Wie alljährlich findet auch eine thematisch orientierte Ausstellung in den betreffenden Räumen statt. Der Grazer Künstler Arnold Reinisch zeigt surreale Werkzeuge der Schubumkehr zwischen Genmanipulation und Immobilienblase... Der in Wien lebende Künstler Klaus Schafler steuert Zukunftsblicke aus seinem transnationalen Projekt 2050 bei, die geopolitische und sozialökonomische Phänomene, Transformationen und Visionen zeigen.
 

SCHUBUMKEHR: Die Wissenschaftsgespräche bei den Minoriten 2009 machen sich Gedanken über den Rückbau – aber als Vision gedacht. Wie kann man die Finanzkrise analytisch nutzen? Wie kann eine Gesellschaft gedacht werden, die Ressourcen aufzuteilen in der Lage ist – gerade dann, wenn sie spärlicher werden? Wie können Werte geschätzt werden, die nicht nur an mir selbst Maß nehmen? Was ist eigentlich eine Kultur des Schenkens? Wie können Modelle des Rückbaus konkret aussehen? Was meint Intensitätsgewinn? Wie kann ein Rückbau gedacht werden, bei dem nicht das Gefühl verloren zu haben leitend ist?


 

 

SCHUBUMKEHR!
Rückbau als Vision - und niemand stürzt ab

Klaus Schafler, 2050 p, stageshot / c-print, 2008

Wissenschaftsgespräche bei den Minoriten 09

 

Wie alljährlich findet auch eine thematisch orientierte Ausstellung in den betreffenden Räumen statt.  Arnold Reinisch zeigt surreale Werkzeuge der Schubumkehr zwischen  Genmanipulation und Immobilienblase. Klaus Schafler steuert Zukunftsblicke aus seinem transnationalen Projekt 2050 bei, die geopolitische und sozialökonomische Phänomene,

 Transformationen und Visionen zeigen....

 

Konzept und wissenschaftliche Leitung
AoUniv.Prof. Mag.Dr. Richard Sturn, Institut für Finanzwissenschaften und Öffentl. Wirtschaft/SOWI . Univ.Prof. Dr. Gottfried Dohr, Institut für Zellbiologie,Histologie und Embryologie/Med-Uni .
Univ.Prof. Dr. Elisabeth List, Institut für Philosophie/GEWI . AoUniv.Prof.i.R. Dr. Jörg Schaur, Institut für molekulare Biowissenschaften/NAWI . OA Dr. Christian FAZEKAS, Universitätsklinik für Medizinische Psychologie und Psychotherapie/Med-Uni . AoUniv.Prof.i.R.DI Dr. Helmut Hönig, Institut für Organische Chemie/TU . DI Dr. Elisabeth Pernkopf, Institut für Philosophie/Theologische Fakultät . MMag. Dr. Johannes Rauchenberger, Kulturzentrum bei den Minoriten

 

Koordination + Information
Mag. Elisabeth Wimmer / Mag. Kathrin Immervoll
, Kulturzentrum bei den Minoriten

0316/711133-29

 

 

Die Wissenschaftsgespräche bei den
Minoriten 2009
machen sich Gedanken über den Rückbau als Vision. Schubumkehr ruft das Bild einer kraftvollen Verzögerung herbei, die in der Folge eine grundlegende Richtungsänderung einleiten kann.
Wie kann eine Gesellschaft gedacht werden, die in der Lage ist, Ressourcen aufzuteilen – gerade dann, wenn sie spärlicher werden? Wie können Werte geschätzt werden, die nicht nur an mir selbst Maß nehmen? Wie können Modelle des Rückbaus konkret aussehen? Was meint Intensitätsgewinn? Wie kann ein Rückbau gedacht werden, bei dem nicht das Gefühl, verloren zu haben leitend ist?
Frühling 2009: Die Welt bricht empfindlich ein – nicht nur für „die da oben“, sondern auch für den kleinen Mann und die kleine Frau von Welt. Die massive Teuerung zunächst, die unter Anleitung des persönlichen Finanzberaters berechnete und nun fast verschwundene Zusatzpension, das kleine oder große Aktienpaket – empfindliche Verluste weit und breit. Längst schon findet Rückbau statt.: Kurzarbeit, Gehaltsverzicht et cetera. Banken werden gerettet, Menschen aber abgebaut – Zeichen seltsamer Sprachverwirrung. Babels Turmbau wurde damals nicht in der Höhe gestoppt, doch der Sprach- und Verständigungsverlust setzte die Schranke. Finanzkrise, Wertverlust, wirtschaftliche Stagnation, Prekariat und, (als ob dies nichts wäre) der Klimawandel, knapper werdende Ressourcen: Zeit für eine radikale Schubumkehr. Es sind Mentalitäten, die weltweit eine zerstörerische Dynamik entwickelt haben: eine tief verankerte Psychostruktur einer individualistischen Konkurrenzgesellschaft zum Beispiel, ein Nützlichkeitsdenken, das jedem Freiheitsdenken zuwider ist.
Wie kann man aus diesem Strudel entkommen, ohne einfach nur kulturpessimistisch zu jammern oder im Predigtstil: „Kehret um!“ zu schreien ?
Seien Sie zu den Wissenschaftsgesprächen 2009 herzlich willkommen!

Johannes Rauchenberger

 

DI, 21. April: Vom Wert sich zu Verkleinern
Mag. Andreas Exner, Präs. Dr.h.c. Franz Küberl
Moderation: Ass.Prof.Dr. Rudolf Dujmovits

DI, 28. April: Welche Analysen die Finanzkrise notwendig macht: Eine Tiefenbohrung
UDoz. Dr. Erich Kitzmüller, UProf. Dr.
Richard Sturn
Moderation: Univ.Prof.Dr. Manfred Prisching

MI, 6. Mai: Rückkehr zur Realwirtschaft und Wiedergewinnung des Hausverstands
Mag. Dr. Stephan Schulmeister,  Abg. z. NR Dr.
Martin Bartenstein
Moderation: UProf. Dr.
Richard Sturn

DI, 12. Mai: Kessel Gesundheit_Ein System vor dem Kollaps?
aoUniv.Prof. Dr. Eva Rasky, Gen. Dir. Mag. Andrea Hirschenberger
Moderation: Ao.Univ.Prof.Dr. Peter Gasser-Steiner

DI, 19. Mai: Modelle des Rückbaus-und ihre Macher, Visionäre oder Knechte
Dir. Mag. Herbert Beiglböck, Vizebgm. Lisa Rücker
Moderation: Univ.Prof.Dr. Rainer Bucher

DI, 26. Mai: Klimawandel, Wachstumsende, soziale Konsequenzen
Klimaschutzbeauftrager der BR a.D. Andreas Wabl, Vizekanzler a.D. Dr. Josef Riegler
Moderation: ao.Univ.Prof.Dr. Karl Steininger


 

 

DI 21. April 2009, 19.00-21.00 Uhr
Minoriten Galerien, II. Stock

Eintritt:
5,-/3,-

Abo:
18,-/10,-

SCHUBUMKEHR!
Rückbau als Vision - und niemand stürzt ab:

Vom Wert sich zu verkleinern. Plädoyers nach einer Ära schrankenlosen Wachstums
 


Mag. Andreas Exner, geboren 1973 in Niederösterreich, ist Ökologe und Co-Autor von „Die Grenzen des Kapitalismus. Wie wir am Wachstum scheitern“ (2008). Er absolvierte ein Studium der Ökologie und betreibt Forschung im Bereich der Vegetationsökologie. Langjährige Arbeit im Sozialbereich und parteiunabhängige AK-Kandidatur bei den Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen in Kärnten. Andreas Exner lebt in Klagenfurt.

Dr.h.c. Franz Küberl, geboren 1953 in Graz, begann seine berufliche Laufbahn als Diözesansekretär der Katholischen Arbeiterjugend der Steiermark. 1976 wurde er Bundessekretär der Katholischen Jugend Österreichs. 1982 kam Franz Küberl als Referent im Katholischen Bildungswerk wieder nach Graz zurück und bekleidete von 1986-1993 die Funktion des Generalsekretärs der Katholischen Aktion Steiermark. 1994 wurde Franz Küberl von Bischof Johann Weber zum Direktor der Caritas der Diözese Graz-Seckau bestellt, seit 1995 ist er auch Präsident der Caritas Österreich. Franz Küberl lebt in Graz. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Moderation
Ass.Prof. Dr. Rudolf Dujmovits
Institut für Finanzwissenschaften und öffentliche
Wirtschaft, Karl-Franzens-Universität Graz


Wissenschaftsgespräche bei den Minoriten 09

Für Andreas Exner ist der Kapitalismus endlich, sein Wachstumsmodell stößt an ökonomische und ökologische Grenzen. Parallel dazu verschärft sich das psycho-soziale Leiden. Eine Gesellschaftskrise wächst sich sichtbar aus. Soziale Bewegungen müssen aktiv werden, die eine Ökonomie der Solidarität und den freien Zugang zu Gemeineigentum materiell realisieren. Das Leben nach dem Kapitalismus beginnt hier und jetzt. Wenn wir den Nachkommen unsere ungelösten Probleme aufhalsen, wird es laut Franz Küberl keine Nachhaltigkeit geben können. Ein zukunftsfähiges Sozialmodell muss daran gemessen werden können, inwieweit es eine Balance in der sozialen Architektur der Gesellschaft herstellen kann.

 

 

DI 28. April 2009, 19.00-21.00 Uhr
Minoriten Galerien, II. Stock

Eintritt:
5,-/3,-

Abo:
18,-/10,-

SCHUBUMKEHR!
Rückbau als Vision - und niemand stürzt ab:

Welche Analysen die Finanzkrise notwendig macht –
eine Tiefenbohrung


UDoz. Dr. Erich Kitzmüller, geboren 1931, lebt in der Nähe von Graz. Als Sozialwissenschafter ist er Honorarprofessor für Wirtschaftsphilosophie an der Universität Klagenfurt. Zu seinen Tätigkeitsfeldern zählen Forschung und Veröffentlichungen zur Dynamik der Gesellschaft, speziell zur Theorie der mimetischen Gewalt, zur Rolle des Geldes, zum Wandel der Arbeitsgesellschaft und zum Grundeinkommen. Unter seinen zahlreichen Publikationen sind besonders jene hervorzuheben: „Gewalteskalation oder neues
Teilen“ (1996) und „Das Geld als Zauberstab und die Macht der internationalen Finanzmärkte“ (2005).

AoUniv.Prof. Mag.Dr. Richard Sturn, geboren 1956 in Bregenz, ist seit 1997 Professor am Institut für Finanzwissenschaft in Graz. Von 2004 bis 2007 war er Forschungsdekan der Sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Graz. Richard Sturn ist Mitglied in diversen wissenschaftlichen Vereinigungen, u.a. der Ausschüsse „Wirtschaftswissenschaften und Ethik“ und „Dogmengeschichte“ des Vereins für Sozialpolitik/Gesellschaft für Wirtschaftswissenschaften, des Editorial Board des „European Journal of the History of Economic Thought“. Weiters ist er Mitherausgeber des „Jahrbuchs für normative und institutionelle Grundlagen der Ökonomik.“ In seinen Forschungen beschäftigt er sich aktuell mit Steuer- und Transfersystemen, Politischer Ökonomie sozialer Sicherung, Ökonomie der Normen und Rechte und öffentlichen Gütern.

Moderation
Univ.Prof. Dr. Manfred Prisching
Institut für Soziologie,
Karl-Franzens-Universität Graz


Wissenschaftsgespräche bei den Minoriten 09

Für Erich Kitzmüller ist ein Umbau des Wirtschaftssystems längst fällig: Die Vorherrschaft der Finanzindustrie über alle Felder des Lebens und der Kultur muss beendet werden. Schrumpfen soll, was das Leben schädigt: die großen Vermögen, die Finanzindustrie, die Leben schädigenden Teile von Industrie und Konsum. Wachsen könnten dadurch wieder lebensfreundliche Tätigkeiten und Güter. Richard Sturn tritt naiven Schelten des Geldes entgegen: Wo Arbeitsteilung stattfindet, kommt man ohne Geld nicht aus. Die moderne Wirtschaft ist anfällig für Blasenbildung. Vor allem dann, wenn die Gläubigkeit an den Markt und Schwäche der Politik zusammenfallen, können diese schließlich platzen. Märkte bringen von sich heraus keine Regeln hervor. Sie brauchen diese aber, um krisenträchtige Eigenläufigkeiten zu bremsen: ein Appell an die Politik.

 

 

MITTWOCH (!) 6. Mai 2009, 19.00-21.00 Uhr
Minoriten Galerien, II. Stock

Eintritt:
5,-/3,-

Abo:
18,-/10,-

SCHUBUMKEHR!
Rückbau als Vision - und niemand stürzt ab:

Transformation in eine neue
(Real-)Wirtschaftsordnung:
Wohin?
 


Mag. Dr. Stephan Schulmeister, geboren 1947 in Wien, studierte Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Seit 1972 ist er am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung beschäftigt und hat Lehrtätigkeiten an der Universität Wien und der Wirtschaftsuniversität Wien inne. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Spekulationen auf den Finanzmärkten und ihre realwirtschaftlichen Konsequenzen, der Einfluss des Zinsniveaus auf das Wirtschaftswachstum, die Beschäftigung und die Staatsverschuldung, sowie die Analyse der längerfristigen Entwicklung der Weltwirtschaft. Unter seinen zahlreichen Publikationen sind besonders „Finanzspekulation, Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung“ (2007) und „Die manisch-depressiven Schwankungen spekulativer Preise“ (2007) zu nennen.

Bundesminister a.D. NRAbg. Dr. Martin Bartenstein, geboren 1953 in Graz, trat nach seinem Chemiestudium in das Familienunternehmen Lannacher Heilmittel GmbH ein, dessen Alleingeschäftsführung er 1980 übernahm. Er war 1988-1992 im Bundesvorstand der Jungen Industrie Österreich und hatte verschiedene Funktionen in der Kammer der gewerblichen Wirtschaft Steiermark und in der Bundeswirtschaftskammer inne. Er war Staatssekretär im Bundesministerium für öffentliche Wirtschaft und Verkehr 1994–1995. Von 2000–2008 Bundesminister im Wirtschaftsministerium. 1991–1994, 1996, 1999–2000, 2002-2003, 2006-2007 und seit 2008 ist er Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat.

Moderation
AoUniv.Prof. Mag. Dr. Richard Sturn
Institut für Finanzwissenschaften und Öffentliche
Wirtschaft, Karl-Franzens-Universität Graz

Wissenschaftsgespräche bei den Minoriten 09

Stephan Schulmeister stellt die Frage, wie eine neue Wirtschaftsordnung aussehen wird. Der Übergang von einer finanz- zu dieser realkapitalistischen Wirtschaftsordnung hat mit dem Ausbruch der Finanzkrise bereits begonnen. Nun steht die Überwindung des neoliberalen Weltbildes an, dessen Schwächen von der Entfesselung der Finanzmärkte bis hin zur Schwächung des Sozialstaats reichen. Als langjähriger politischer Hauptverantwortlicher in Wirtschaftsfragen in der Republik Österreich reagiert Martin Bartenstein auf diese Forderung. Wohin wir gehen werden, fragt der lang dienende Wirtschaftsminister aus Sicht der Politik. Er kommentiert Visionen für eine neue Wirtschaftsordnung mitten in der Weltwirtschaftskrise.

 

 

DI 12. Mai 2009, 19.00-21.00 Uhr
Minoriten Galerien, II. Stock

Eintritt:
5,-/3,-

Abo:
18,-/10,-

SCHUBUMKEHR!
Rückbau als Vision - und niemand stürzt ab:

Kessel Gesundheit: Ein System vor
dem Finanzkollaps und neue Denk-
ansätze zu seiner Entschärfung

 


AoUniv.Prof. Dr. Éva Rásky, Ärztin für Allgemeinmedizin und Fachärztin für Sozialmedizin arbeit am Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie an der Medizinischen Universität Graz. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Prävention, Frauengesundheit, Gesundheitsversorgung und Sekundäranalysen von Gesundheitsdaten.
Éva Rásky hatte die Projektleiterin für „Gynäkologie im Nationalsozialismus: Graz 1938-1945" inne, weiters übt sie folgende wissenschaftliche Beiratsfunktionen aus: Lehrgang Gerontologie KFUG, Interuniversitäre Koordinationsstelle für Frauenforschung und Frauenstudien Graz, Frauengesundheitszentrum Graz.

Mag. Andrea Hirschenberger, geboren 1963 in Hartberg, studierte Rechtswissenschaften und ist seit 1988 in vielen Bereichen der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse Organisation tätig. Seit 2009 ist sie Generaldirektorin der GKK Steiermark.
Verschiedene Vortragstätigkeiten im Rahmen der sozialversicherungsinternen Fachprüfungen runden ihren Tätigkeitsbereich ab, außerdem ist Andrea Hirschenberger Mitglied der Institutsversammlung der Gesundheit Österreich GmbH , Mitglied der Gesundheitsplattform des Gesundheitsfonds Steiermark und Aufsichtsratsmitglied der Steiermärkischen Krankenanstalten GmbH..

Moderation
Ao.Univ.Prof. Dr. Peter Gasser-Steiner
Soziologe, Psychologe, Mediziner,
Karl-Franzens-Universität Graz

Wissenschaftsgespräche bei den Minoriten 09

Die Sozialmedizinerin Éva Rásky weiß, dass soziokulturelle Faktoren die Gesundheit von Frauen, Männern und Kindern entscheidend beeinflussen. Die große Zahl chronischer Erkrankungen ist alarmierend. Gibt es Lösungsansätze, die eine Zusammenarbeit der in Gesundheitsberufen Tätigen einschließt? Rásky stellt fünf Thesen auf, die eine Wende im Gesundheitswesen zum Besseren einleiten sollen.
Angesichts des drohenden Kollapses in der Finanzierung des Gesundheitswesens zeigt
Andrea Hirschenberger neue Denkansätze auf. Jeder erwartet die beste medizinische Betreuung. Diesem Anspruchsdenken stehen die Fragen der Qualitätssicherung, der Notwendigkeit, der Wirksamkeit und der Finanzierbarkeit gegenüber. Sind Versorgungs- und Finanzierungssicherheit auch weiterhin gegeben? Und: Wie kann unser Gesundheitssystem genesen?

 

 

DI 19. Mai 2009, 19.00-21.00 Uhr
Minoriten Galerien, II. Stock

Eintritt:
5,-/3,-

Abo:
18,-/10,-

SCHUBUMKEHR!
Rückbau als Vision - und niemand stürzt ab:

Modelle des Rückbaus –
und ihre Macher,
Visionäre oder Knechte


 


Mag. Herbert Beiglböck, geboren 1960 in Hartberg, studierte Theologie in Graz. Er war 1993 bis 97 Generalsekretär der Katholischen Aktion Steiermark und Lokalsekretär der 2. Europäischen Ökumenischen Versammlung 1997 in Graz,. Danach wurde er Stv. Leiter des Bischöflichen Pastoralamtes. Von 2001 bis 2004 hatte Herbert Beiglböck die Leitung Marketingabteilung der Kleinen Zeitung Graz inne und absolvierte parallel dazu ein postgraduales Wirtschaftsstudium an der Wirtschaftsuniversität Wien. Seit 2004 ist er Wirtschaftsdirektor der Diözese Graz-Seckau und verantwortlich für tiefgreifende Strukturreformen in der Diözese. Er ist verheiratet und Vater dreier Kinder.

Lisa Rücker, geboren 1965 in Salzburg, lebt seit 20 Jahren in Graz. Sie ist diplomierte Sozialarbeiterin und wurde 2003 als Quereinsteigerin für die Grünen in den Grazer Gemeinderat gewählt. Seit März 2008 ist sie die erste Grüne Vizebürgermeisterin Österreichs und Stadträtin für Verkehr, Umwelt und Wirtschaftsbetriebe. Lisa Rücker ist außerdem aktives Mitglied bei der Grünen Wirtschaft und bei den Grünen Andersrum. Sie ist alleinerziehende Mutter von 2 Töchtern im Teenageralter.


Moderation
Univ.Prof. Dr. Rainer Bucher
Institut für Pastoraltheologie und Pastoral-
psychologie, Karl-Franzens-Universität Graz

Wissenschaftsgespräche bei den Minoriten 09

Gesellschaften, Institutionen, Kirchen haben, wenn sie zukunftsfähig handeln wollen, auf Veränderungsprozesse zu reagieren. Dies kann auch Rückbau bedeuten. Herbert Beiglböck setzt dabei auf die Steuerung durch Führungskräfte.
Sie sollen
Ziele formulieren und ihre Mitarbeitenden für diese gewinnen, um richtige Maßnahmen für Veränderungen erfolgreich implementieren zu können. Sie sollen ein Klima des Vertrauens und der Wertschätzung schaffen. Aber wie sieht das konkret aus? Lisa Rücker weiß, dass die bislang tragenden Begriffe einer Gesellschaft wie Wachstum und Wohlstand gänzlich neu definiert werden müssen. Qualitatives Wachstum wird nur durch nachhaltige (Ein-) Schnitte möglich sein. Welche werden dies sein?

 

 

DI 26. Mai 2009, 19.00-21.00 Uhr
Minoriten Galerien, II. Stock

Eintritt:
5,-/3,-

Abo:
18,-/10,-

SCHUBUMKEHR!
Rückbau als Vision - und niemand stürzt ab:

Klimawandel,
Wachstumsende,
soziale Konsequenzen



 


Andreas Wabl, geboren 1951 in Graz, bewohnt mit seiner Familie einen Bauernhof in der Südsteiermark. Ausgebildet sieht sich Andreas Wabl als Lehrer, Politiker und Mediator. Er war Mitbegründer der Grünen, Geschäftsführer der Alternativen Liste Österreichs und Sprecher der Grünen Steiermarks, sowie Klubobmann der Grünen Parlamentsfraktion und Vorsitzender des Rechnungshofausschusses im österreichischen Parlament. Zuletzt war er Klimaschutzbeauftragter von Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer.

Vizekanzler a.D. Dipl. Ing. Dr. h.c. Josef Riegler, geboren 1938 in Judenburg, studierte an der Universität für Bodenkultur in Wien. Er war von 1965 bis 1972 Fachlehrer und Generalsekretär der Kath. Aktion Steiermark. 1972 wurde er zum Direktor des steirischen, 1980 zum Direktor des österr. Bauernbundes ernannt. Riegler war von 1975 bis 1983 und von 1991 bis 1993 Abgeordneter zum Nationalrat. Zwischen 1983 und 1987 war er Mitglied der stmk. Landesrgierung, anschließend wurde er Landwirtschaftsminister. Von 1989 bis 1991 war er Vizekanzler der Republik Österreich. Nach dem Ausscheiden aus der Parteipolitik engagierte sich Riegler u.a. im Ökosozialen Forum Österreich und im Ökosozialen Forum Europa und bekleidete dort seit 1991 das Amt des Präsidenten bzw. seit 2005 des Ehrenpräsidenten. Er ist verheiratet, Vater zweier Kinder und Großvater von vier Enkelkindern.


Moderation
Ao.Univ.Prof. Dr. Karl STEININGER
Wegener Zentrum für Klima und Globalen Wandel,
Institut für Volkswirtschaftslehre,
Karl-Franzens-Universität Graz

In einem Punkt sind sich Andreas Wabl und Josef Riegler einig: Eine grundlegende Änderung der menschlichen Zivilisation im Hinblick auf Konsum, Mobilität,
Energie- und Produktionssysteme ist der einzige Ausweg, den apokalyptischen Prognosen zum Klimawandel Einhalt zu gebieten. Die eigenen Zivilisationsansprüche
müssen mit weniger Bedarf an
natürlichen Ressourcen und weniger Umweltbelastung abgedeckt werden. Erst auf der Grundlage einer geänderten Zivilisation kann eine neue Energiestrategie mit all ihren Facetten sinnvoll aufgebaut werden. Josef Riegler fordert weltweit eine strikte Anwendung der ökologischen Kostenwahrheit und des Verursacherprinzips als „Herzstück“ einer ökosozialen Marktwirtschaft.



SCHUBUMKEHR!
Klaus Schafler
Arnold Reinisch

25. APRIL BIS 22. MAI 2009
aktuelle kunst in graz – Galerientage

VERNISSAGE + KÜNSTLERGESPRÄCHE
SAMSTAG, 25. APRIL 14 .00 UHR im Rahmen der Galerientage
aktuelle kunst in graz von 24. bis 26. April 2009

Klaus Schafler, 2050 pd, stageshot / c-print, 2007


MINORITEN Galerien Graz, Mariahilferplatz 3/II, 8020 Graz
Kurator: Johannes RAUCHENBERGER

AUSSTELLUNGSDAUER bis 22. MAI
ÖFFNUNGSZEITEN
MO – FR 10.00 – 18.00 Uhr und während der
WISSENSCHAFTSGESPRÄCHE BEI DEN MINORITEN 2009

Die Wissenschaftsgepräche bei den Minoriten sind in einen Kunstkontext eingebettet: Klaus Schafler und Arnold Reinisch zeigen dabei in der gleichnamigen Ausstellung künstlerische Beiträge, die die Herausforderungen und Absurditäten der derzeitigen Krise und der sich laufend verändernden Weltordnung reflektieren. Reinisch präsentiert surreale Bilder der Schubumkehr zwischen Genmanipulation, Menschen als Maschine (Resurr€©tion) und Immobilienblasen. Schafler steuert Zukunftsblicke aus seinem transnationalen Projekt 2050 bei, die geopolitische und sozial-
ökonomische Phänomene, Transformationen und Visionen zeigen

FRÜHLINGSVORLESUNG

   
 

Die traditionelle Frühlingsvorlesung in den ersten Kartagen in der Minoriten-Galerie antwortet auf eine Gegenwartstendenz, die immer ungemütlicher wird. Dem Fortschritt der Moderne wohnt eine Verschleiß-Unruhe inne, wobei Vergangenheit zunehmend entwertet, Zukunft ihrer Substanz beraubt wird. Wer gegen diesen Strom schwimmen will, ermüdet rasch. Die Frühlingsvorlesungen sind vom Prinzip Anachronie getragen, also von der Idee, dass engagierte Zeitgenossenschaft mit dem Mut zur Vorsicht und der Leidenschaft für das Unzeitgemäße verknüpft werden sollte.
Die Frühlingsvorlesung wird ab 2009 als Essayreihe des Residenzverlages publiziert.

 


 

 

Dimitré Dinev: Barmherzigkeit

6., 7., 8. April 2009 (Beginn der Karwoche)

Minoritengalerie, Mariahilferplatz 3/II, 8020 Graz

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Akademie Graz, DIE PRESSE und Residenzverlag.

Barmherzigkeit: Dimitré Dinev recherchiert derzeit für eine Geschichte, die das Leben der Bettelkinder thematisiert. Diese Kinder werden gezwungen, eine fremde Schuld zu zahlen. Um das Überleben der Familie zu sichern, müssen sie betteln gehen, oder sie werden überhaupt an kriminelle Organisationen verkauft, die Kapital aus der Hilflosigkeit und Hilfsbedürftigkeit ihrer Opfer schlagen (bekanntlich ist Menschenhandel einer der lukrativsten „Wirtschaftszweige“ weltweit). Die Kinder werden dann nach Westeuropa verschleppt, in Länder, Regionen und Orte, wo sie das meiste Geld erbetteln können. Ihre Kindheit ist der Erfolgsgarant, sie ist das Geschäft, sie ist das Kapital.
Aus diesen Recherchen kristallisieren sich Reflexionen über den Begriff der „Barmherzigkeit“, die Dimitré Dinev mit dem Publikum entwickeln wird.

 


 

 

SYMPOSIEN+THEORIEBEIRÄGE

 

 

 


DI 20. Jänner 09 19.00 Uhr

Universitätszentrum Theologie, Heinrichstraße 78

Eintritt frei

KNOW HOW KNOW WHY -

Vom Nutzen und Nachteil des Wissens für das Leben

 

Podiumsdiskussion mit

UProf. Dr. Konrad Paul LIESSMANN

UProf. Dr. Rainer BUCHER

UProf. Dr. Rudolf EGGER

Moderation Doris HELMBERGER

 

Eine Veranstaltung des Forum Glaube Wissenschaft Kunst und des Kulturzentrums bei den Minoriten

 

Welche Vorstellungen von Wissen prägen unser Leben? Was ist an die Stelle des klassischen Wissenskanons getreten? Welches Wissen verspricht Erfolg und Zukunft? Welches nicht? Wer und was bestimmt eigentlich, was gewusst werden soll? Welche Auswirkungen haben diese (untergründig normativen) Vorstellungen auf unser Verständnis von Wissenschaften und ihrer sehr unterschiedliche Reputation? Brauchen wir Wissenschaft vielleicht nur mehr für die Forschung und ist Lehre obsolet geworden?

 

 

 

 

Theoriearbeit zu Kunst und Religion

 

 

Konstitutiv für die Arbeit des Kulturzentrums bei den Minoriten ist auch die Theoriearbeit im Bereich von Kunst und Religion.

Vorträge, Aufsätze, wissenschaftliche Artikel, Vorlesungen an und Kooperationen mit anderen Universitäten sind ein Teil davon.

An der Universität Münster entsteht ein Handbuch der Bildtheologie, wo Dr. Johannes Rauchenberger mitarbeitet. Der Aufsatz:"Körperlichkeit - Materialität - Virtualität: Zeitgenössische Bilddiskurse im Spektrum christlicher Bildlichkeit" erscheint in Kürze im 3. Band des Handbuchs, der den Titel "Zwischen Zeichen und Präsenz" trägt.

An der Universität Wien hält er Vorlesungen zu Religion und Gegenwartskunst, zu christlicher Ikonographie und Sakralarchitektur. "Religionsdebatten in der Kunst der Gegenwart" war das Thema im WS 2008/09,  "Gottesbilder und Bilderverbot im Christentum"  jenes des Sommersemesters 2009. Im WS 2009/10 wurde Johannes Rauchenberger gemeinsam mit Alois Kölbl für die Vorlesung "Kunstraum Liturgie" am Institut für Liturgiewissenschaft, christliche Kunst und Hymnologie der Universität Graz beauftragt.

Für mehrere Vorträge im deutschsprachigen bzw. europäischen Kontext wurde Johannes Rauchenberger im Jahre 2009 eingeladen. In der Katholischen Akademie in Bayern hielt er zwei Mal einen Vortrag in der Reihe "Zumutung Glaube", in der das Credo ausgehend von Werken der Kunst von DogmatikerInnen beleuchtet wurde. Die Vorträge wurden jeweils im Kulturkanal Bayern Alpha jeweils in einer 30-minütigen Sendung gesendet. Die Titel der Vorträge lauteten:

  • "Dem Einen nur. Zwischen Reproduktion, Vergottung, Demokratisierung und Politik: Zu einigen Codierungen der Jesusfigur in der Gegenwartskunst", Vortrag am 13. Mai 2009 in der Reihe "ZuMutung Glaube III" in der Katholischen Akademie in Bayern, München: "Jesus Christus - Gottes Sohn und wahrer Mensch", abgedruckt in: Zur Debatte. Themen der Katholischen Akademie in Bayern 5/2009, 22-24; als TV-Beitrag aufgezeichnet in Bayern Alpha Campus (mit Prof. Karl-Heinz Menke, Uni Bonn).

  • "Wir glauben an den Schöpfer des Himmels und der Erde", Vortrag in der Reihe "ZuMutung Glaube" in der Katholischen Akademie in Bayern, München, 3. März 2009, als TV-Beitrag gesendet am 22. 4. 2009 in Bayern Alpha Campus (mit Prof. Johanna Rahner) (30')

Beim Symposium "Neue Avantgarde!? Die katholische Kirche in Deutschland und die zeitgenössische Kunst VI" vom 27.-29. Mai 2009, im KSI des Erzbistums Köln, Bad Honef (D) hielt Dr. Johannes Rauchenberger den Eröffnungsvortrag zum Thema: "Domestizierte Zeitgenossenschaft? Zum Idiom der Kirchenkunst um die zweite Jahrtausendwende."

In der Katholischen Akademie in Berlin wurde Rauchenberger zu einem europäisch besetzten, geladenen Symposium zum Thema "Katholische Intellektualität" eingeladen, wo er über die Situation in Österreich referierte.

 

 

 

 

KUNST UND KIRCHE 2/2009:

Die Kunst zu sammeln

 

Heft 2/2009

 

 

 

 

 

 

Nach dem im steirischen herbst 2008 entstandenen Theorieheft: "TRANSKULTURALITÄT? Religion und Migration neu denken" gestalteten Johannes Rauchenberger und Alois Kölbl, das Redakteursduo von "Kunst und Kirche" Heft 2/2009 mit dem Thema: "Die Kunst zu sammeln. Zwischen Leidenschaft und Musealisierung", das im Juni 2009 erschien.

Anders als öffentliche Museen haben Kunstsammler eine andere Triebfeder ihres Tuns: die Leidenschaft, in Kunstwerken eine Präsenz zu finden, die sonst nirgends sichtbar wird. Ohne die Leidenschaft der Sammler ist eine Geschichte der Kunst wohl nicht zu schreiben. Sind sie die Erben in der Ära der Autonomie und besetzen den Platz und die Rolle, die einst kirchliche und weltliche Auftraggeber für die Kunstentwicklung spielten?
Welche Konsequenzen hat dies für ein Fortschreiben der Geschichte der Kunst unter dem Blickwinkel der Religion? - Wir stellen Sammler vor, die ihre Leidenschaft, Kunst zu sammeln, Aspekten der Spiritualität gewidmet haben. Wir bearbeiten das jüngst fertig gestellte Kunstmuseum der Erzdiözese Köln, das die Spannung zwischen Sakralkunst und autonomer Gegenwartskunst als Museumskonzept am weitesten vorangetrieben hat.
 

 

 

mOOm: MI, 1. APRIL, 19:30, KHG-Vortragssaal, Leechgasse 24

Eintritt frei

CHRISTLICHE IKONOGRAPHIE IN ZEITGENÖSSISCHER KUNST?

ZWISCHEN TRADITIONSBRUCH, TRANSFORMATIONEN, WEITERENTWICKLUNGEN UND ZITATEN.

 

Eine Kooperation zwischen KHG, Kulturzentrum bei den Minoriten und Institut für Kunstgeschichte der KF-Uni Graz

Man soll es ja eigentlich nicht tun: Propheten im eigenen Land zu befragen. Dennoch ist Graz in Bezug auf Kunst und Kirche im deutschsprachigen Raum ein ganz besonders kreatives Feld. In einem öffentlichen Expertengespräch diskutieren wir die Frage, ob und wie es christliche Ikonografie in der zeitgenössischen Kunst gibt – zwischen Traditionsbrüchen, Transformationen, Weiterentwicklungen und Zitaten.

emUProf. Dr. Götz Pochat, langjähriger Institutsvorstand am Institut für Kunstgeschichte an der Karl-Franzens-Universität Graz, hatte die Idee, über christliche Ikonografie ein Expertengespräch zu führen: mit HProf. DDr. Günter Rombold (Linz), UProf. Dr. Gerhard Larcher (Inst. f. Fundamentaltheologie), Dr. Johannes Rauchenberger (Kulturzentrum bei den Minoriten), HS Alois Kölbl (KHG), Pfarrer Hermann Glettler (AndrÄ Kunst)

 

 

 

IM BRENNPUNKT

 

 

 


MO 19. Jänner 09 19.00 Uhr

Minoriten Galerien, II.Stock, Mariahilferplatz 3

Eintritt:
4,-/2,-

IM BRENNPUNKT:

DIE EU IN DER WELT -

Die Europäische Union als Global Player

 

Vortrag von Sonja PUNTSCHER-RIECKMANN

in Kooperation mit Akademie Graz und Urania

Die weltpolitische Landschaft ist in einem tief greifenden Wandel begriffen. Nicht mehr die USA und die EU beherrschen alleine die Weltpolitik, vielmehr entsteht gerade ein breiteres Ensemble von neuen und alten Großmächten, darunter vor allem die aufsteigenden Wirtschaftsmächte China und Indien, die sich mit einer neuen Form von Kolonialpolitik in Afrika profilieren. Welche Rolle wird Europa in diesem Kräftespiel der neuen Weltordnung einnehmen?

 

 


02. März 09 19.00 Uhr

Minoriten Galerien, II. Stock, Mariahilferplatz 3

 

CulturalPolicySlam für Graz 09
"WEGSEHEN?"

Teil I

 

Teil II der Veranstaltung mit
Ludwig LAHER und
Kulturstadtrat Wolfgang RIEDLER
am 23. März

in Kooperation mit Akademie Graz und Urania

 

 

„WIE SOLL KULTURPOLITIK KONKRET AUSSEHEN?“
Früher haben wir die neuen Kulturpolitiker zur „Feuertaufe“ in den Minoritensaal geladen. Der „Open Space“ im Jahre 2003 hat diese Tradition allmählich enden lassen. Denn kurzfristig wurden die „Betroffenen zu Beteiligten gemacht“ (Zitat des damaligen Kulturstadtrats). Was ist aber wirklich daraus geworden? Ein dichtes Netz von Beiräten und Evaluierungen zum Beispiel. Irgendwie kontrolliert jeder jeden. Große Sprünge gibt es in Graz kaum noch zu machen. Wie soll sich da Kulturpolitik noch positionieren können?

Mehr als 5 Jahre nach dieser Wende – der Kulturbeirat tagt seither immer noch brav – möchten wir den Spieß noch einmal wenden und die „Beteiligtheit der Betroffenen“ anders sehen: Aufgrund der äußerst positiven Motivation, die die jungen Poetry-Slammer mit ihrem gesellschaftspolitisch engagierten Sprechen im öffentlichen Raum hervorrufen, haben wir einen „Cultural Policy Slam“ als „speakers’ corner“ zur Kulturpolitik konzipiert.

Die Beiträge werden mit einem Videomitschnitt dokumentiert. Wer des Slammens nicht ganz mächtig ist, darf natürlich einen Zettel dabei haben.

 

IM BRENNPUNKT

MO 23. März 09 19.30 Uhr
MINORITEN GALERIE, Mariahilferplatz 3/II

Eintritt frei

CulturalPolicySlam für Graz 09
"WEGSEHEN?"

Teil II

Statements und Diskussion mit Ludwig Laher und Kulturstadtrat Wolfgang Riedler

in Kooperation mit Akademie Graz und Urania

Ludwig Laher gibt ein Stadtement über die Frage „Was ist/kann Kulturpolitik?“ (der Autor Laher ist engagiert in der europäischen Kulturpolitik und dort Vertreter der KulturproduzentInnen). Daran schließt sich eine Diskussion mit Kulturstadtrat Riedler zum Thema an, basierend auf dem Zusammenschnitt der interessantesten Beiträge des cultural policy slam vom 2. März.

 

 


MO 12. Oktober 09 19.30 Uhr
Kleiner Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

Eintritt:
8,-/4,-

IM BRENNPUNKT EUROPA I
 

ZUR ZUKUNFT DES ABENDLANDES
 

Vortrag und Diskussion mit
Otto KALLSCHEUER

Moderation: UProf.Dr. Rainer BUCHER

 

Otto Kallscheuer, Politikwissenschaftler und Philosoph, eröffnet die neue Reihe, die zentrale Debatten zum abendländischen Erbe in den Blick nimmt: Fest steht, dass sich Europäer viel eher über ihre Ängste verständigen können als auf eine gemeinsame Identität. Darüber vergessen sie leicht ihre Geschichte. Doch die Zukunft des Abendlandes ist älter der Mauerfall vor 20 Jahren, älter auch als der Kalte Krieg.

Veranstaltungstipp am folgenden Tag:
Am DI, 13. Oktober, 10.15 Uhr spricht UProf. Dr. Otto Kallscheuer im Universitätszentrum Theologie (Heinrichstraße 78a) über „Papst Benedikt XVI. – Eine politologische Bilanz seiner bisherigen Amtszeit“.

 


MO 23. November 09 19.00 Uhr
Kleiner Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

Eintritt:
8,-/4,-

IM BRENNPUNKT EUROPA II
FÜHRERSEHNSUCHT UND FREMDENANGST. Österreich und "die Anderen"
 

Vortrag und Diskussion mit
Regina POLAK


 

Die großen Herausforderungen der Zukunft sind nur im globalen und europäischen Horizont anzugehen und zu lösen. Umso erschreckender sind so manche Entwicklungen der Werthaltungen von Österreicher/innen: steigende Fremdenfeindlichkeit, zunehmende Sicherheitsorientierung im Verein mit einer Einengung des Lebenshorizontes auf Familie und Heimat. Ausgehend vom Befund der Österreichischen Wertestudie 2008 werden Denk- und Handlungsperspektiven für die Zukunft entwickelt und zur Diskussion gestellt.
Die Psychologin, Philosophin und Theologin Regina Polak ist Leiterin des Instituts für Praktische Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien und Mitherausgeberin der Wertestudie „Die Österreicher/-innen, Wertewandel 1999 bis 2008“ (Czernin Verlag 2009).
 

Regina Polak, Mag. phil., Dr. theol., MAS, geboren 1967. Von 1997 bis 2000 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Ludwig-Boltzmann-Institut für Werteforschung. Seit 2000 am Institut für Praktische Theologie der Universität Wien, derzeit Institutsvorständin

 
 


DI 27. Oktober 09 19.00 Uhr
Kleiner Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

 

"FAST ALLE TERRORISTEN SIND MUSLIME"

Kulturkampf als Mittel der Kriegspropaganda?


Vortrag und Diskussion mit
Dr. Sabine SCHIFFER,
Institut für Medienverantwortung

Das Islambild der verkürzenden Auslandsberichterstattung ist in den westlichen Gesellschaften inzwischen auf die eigenen islamischen Gemeinschaften übertragen worden. Über Muslime wird zunehmend als Fremdkörper diskutiert und Misstrauen scheint allgegenwärtig. Aufgeregte Debatten entzünden sich sowohl an Aussagen Einzelner als auch an Statistiken.
Weiten wir jedoch den Blick wieder von den lokalen Diskussionen hinein in die Welt, dann fällt auf, dass dieses Islambild durchaus auch „nützliche“ Seiten hat.

 

 

Kulturzentrum bei den Minoriten, Mariahilferplatz 3/I. STOCK, in Kooperation mit der GIBIS
Ausstellungsdauer: 24. November bis 18. Dezember
Führungstermine: 28.11., 5.12. + 12.12, jeweils 10.00 Uhr

 

ANNE FRANK -
EINE GESCHICHTE FÜR HEUTE

 

Ausstellung
Projektleitung:
Dr. Martina Pfistermüller-Czar, Historikerin an der GIBS

Schulklassen werden gebeten sich unter der GIBS Nummer 0316/771050 oder per email (mpfist27@gibs.at) anzumelden
 

Das Tagebuch der Anne Frank wurde provokant als das „Coca-Cola des Holocaust“ bezeichnet. Die vom Anne-Frank-Haus konzipierte Ausstellung geht von Annes Geschichte aus, um aktuelle Themen wie Minderheitenrechte, sowie die Einschränkung von Grund- und Freiheitsrechten zu diskutieren. Im Rahmen des Projektes Crossing Borders arbeitet die GIBS mit Schulen in Kärnten, Slowenien und der Steiermark unter der Schirmherrschaft des Anne-Frank-Hauses an einem Brückenschlag zwischen Anne Franks Geschichte und dem Europa des 21. Jahrhunderts. Dem Gedanken der Begegnung und der Peer Education folgend, werden SchülerInnen die Ausstellungsführungen übernehmen und den Dialog anregen.

 

 

 

 

 

THEATER FÜR JUNGES PUBLIKUM

Ressortleitung: Mag. Barbara Rauchenberger 0316/711133-29

 

 

Seit Jahren übernimmt das junge Publikum bei den Minoriten nicht nur eine kleine Nebenrolle.
Im Gegenteil: Kinder spielen im Gesamtprogramm des Hauses immer wieder glanzvolle Hauptrollen.
Mit Eigenproduktionen, Gastspielen und Vor-Ort-Produktionen sprechen wir Kinder im Alter von 3 bis 8 Jahren und Erwachsene an sich an unterschiedlichsten Kunstzugängen zu erfreuen.

 

 

URAUFFÜHRUNG

 

 
 


FR 4. Dezember 09 10.00 + 15.00 Uhr AUSVERKAUFT
SA 5. Dezember 09 15.00 Uhr
SO 6. Dezember 09 15.00 Uhr AUSVERKAUFT
Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

Eintritt: 11,-/8,-
Gruppen:
5,-

DIE GROSSE NACHT

Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium in einer poetischen Bearbeitung für Kinder von 6 bis 12!

 

 

 

 

 

 

 

 

(Szenenfotos. J. Rauchenberger)

 

Sprecher:

Daniel DOUJENIS,
geboren 1964 in Wien, lebt in Graz. Schauspielstudium an der Universität für darstellende Kunst in Graz. Zahlreiche Engagements als Schauspieler in Frankfurt, Hildesheim und Augsburg. Anschließend war er fünf Jahre Ensemblemitglied am Theater an der Ruhr. Von 2000 bis 2008 war Doujenis Ensemblemitglied des Schauspielhauses Graz und u.a. in „Maria Stuart“, „Das Käthchen von Heilbronn“, „Othello“ oder Turrinis „Die Minderleister“ zu sehen. Seit der Saison 08/09 ist er freiberuflich tätig.

 

Regie + Konzept:
Sandra SCHÜDDEKOPF,
Studierte Theaterwissenschaften und Nordamerikastudien an der FU Berlin und realisierte erste Regiearbeiten im freien Theater.
Von 2001 bis 2005 arbeitete sie als Regieassistentin am Burgtheater Wien.
Seit 2005 ist sie als freie Regisseurin tätig. Inszenierungen u.a. am Burgtheater, Schauspielhaus Wien, Schauspielhaus Graz. Mitarbeit als Regisseurin an verschiedenen Autorenprojekten von UniT. 2009 gewann sie den Regiepreis des Staatstheater Mainz für die Einrichtung von „Larva“ von Natascha Gangl.

 

Idee + Text, Produktionsleitung:

Barbara RAUCHENBERGER,
Studium der Theologie. Zahlreiche Arbeiten im Bereich Literatur und Theologie. Veröffentlichungen eigener Texte u.a. in der Literaturzeitschrift
„manuskripte“. Seit 1998 arbeitet sie im Kulturzentrum bei den Minoriten, anfänglich in der Öffentlichkeitsarbeit, seit 2003 Entwicklung der Sparte „Minoriten für junges Publikum“ („himmelschwer kinderleicht“/2003; „Stille Post“ TheaterKunst in der Galerie/2003; „Welt in Sicht“ TheaterKunst in der Galerie/2004; „Schnipp Schnapp Schnorum“ TheaterKunst in der Galerie/
2005), Seit 2005 Ressortleiterin für Junges Publikum bei den Minoriten, seit 2007 Leitung der Jeunesse/Geschäftsstelle Graz.
Als Kunst- und Theaterkritikerin ist sie seit 2003 für das Wochenmagazin „DIE FURCHE“ tätig.

 

CHOR:

Grazer Kapellknaben,
Die Grazer Kapellknaben wurden im April 2003 von Matthias Unterkofler gegründet und sind zur größten Institution in der Steiermark für die Ausbildung von Knabenstimmen im Chor- und Solistenbereich herangewachsen. Zahlreiche Auftritte und Rundfunkproduktionen u.a. im Grazer Stefaniensaal, im Wiener Musikverein für ORF, RAI und 3sat. Die Solisten der Kapellknaben sangen bei Produktionen am Opernhaus Graz, bei der Styriarte und an der Volksoper Wien. Zum
Jahreswechsel 2006/07 unternahmen die Kapellknaben ihre erste Auslandstournee nach Griechenland. 2007 folgten Engagements
am Schauspielhaus Graz, am Stadttheater Baden und am Wiener Konzerthaus. Im Frühjahr 2008 Engagement ans Stadttheater Klagenfurt. 2009 waren die Kapellknaben mit dem „Stabat Mater“ von Haydn in Ungarn unterwegs.

DIRIGENT:
Matthias UNTERKOFLER,
geboren 1978, lebt in Graz. Er studierte am kirchenmusikalischen Institut der Kunstuniversität Graz Chorleitung und Orgel. Zu seinem Repertoire zählen Werke aus der Oratorischen Literatur sowie symphonische und kammermusikalische Werke. Er ist Gründer und Leiter der GRAZER KAPELLKNABEN, Dirigent des Musikschulorchesters Weiz, Leiter des Kammerchores Schielleiten, Leiter des Grazer Universitätschores sowie künstlerischer Leiter des Kultursommer St. Peter am Kammersberg und der Internationalen Kammermusiktage Raumberg.

ORCHESTER:
Capella Calliope,
Das Kammerorchester Capella Calliope wurde bei den Internationalen Kammermusiktagen Raumberg 2003 aus Studenten der KUG Graz von Anke Schittenhelm gegründet. Bereits in den ersten Konzerten wurde der individuell-schöne Klang des Ensembles bemerkt, sodass die Gründerin den an der klassischen Antike angelehnten Namen Capella Calliope wählte. Seither spielt das Ensemble in kleinstmöglicher Besetzung meist ohne Dirigenten im In- und Ausland. Das umfangreiche Repertoire, das von der Capella abgedeckt wird reicht von der Concerto-grosso-Musik des Barock bis zu den vielfältigen Formen der Moderne. Seit
einigen Jahren hat sich eine fixe Zusammenarbeit mit den Grazer Kapellknaben und Matthias Unterkofler aufgebaut. Hier werden vor allem Kantaten, Messen und Oratorien des Barock und der Klassik erarbeitet.

 

 


 

 

Was geschah in dieser großen Nacht? Der Himmel, ein Stern, der Engel und Bachs wundersame Weihnachtsmusik werden von dieser einzigartigen Nacht erzählen. Dabei wird erstmals das Weihnachtsoratorium in einer Fassung für Kinder zu erleben sein, die nicht nur die verschiedenen Charakteristika der Instrumente zur Wort kommen lässt, sondern auch musikalische Motive, Stimmungen und Bilder vorstellen wird.
Scheinbar hereingeweht wird ein Engel, der lange schon nicht mehr auf Erden war, erscheinen. Seine Erzählungen, Fantasien und Schilderungen werden einen dramaturgischen Bogen schlagen zwischen Bachs Oratorium und den Kindern, der das Hören der Musik in den Mittelpunkt stellt. So könnte es sein, dass man die Farben der Schafe und das Strahlen der Engel hört, den Atem des Kindes und die Helle dieser einmaligen Nacht.


InterpretInnen: Grazer Kapellknaben, Capella Calliope, Dirigent: Matthias Unterkofler, Solisten: Margot Oitzinger + Ursula Langmayr + Matthias Helm + Jan Petryka
Sprecher: Daniel Doujenis
Regie + Konzept: Sandrea Schüddekopf
Idee + Text: Barbara Rauchenberger

Zum konzeptionellen Ausgangspunkt für dieses Vermittlungskonzert wurde der Fachartikel „In diesen Geschichten bin ich gemeint“ der Theaterpädagogik der UdK Berlin gewählt. In diesem Artikel wurde darauf hingewiesen, dass Kinder in ihrem eigenen Spiel sehr komplexe, fragmentarische mit Sprüngen, Wechseln und Brüchen operierende Erzählweisen praktizieren. Und deshalb auch das Theater diese Erzählweisen aufgreifen sollte. Vorraussetzung dafür ist die Erdung in einem Thema, welches die Kinder existentiell bewegt. Diese Überlegungen waren für Schüddekopf und Rauchenberger Grundlage für die Vermittlung des Weihnachtsoratoriums, so dass verschiedene Fragmente / Elemente in die Moderation eingebunden und die Geschichte an kindliche Erfahrungen gekoppelt wurden. Als Erzähler wurde die Figur eines Engels eingeführt, der lange schon nicht mehr auf Erden war, aus einer anderen Zeit zu kommen schien und „im Wissen“ wieder leuchtender werden wollte. Dieser Engel war zunächst einmal nicht in der Lage sich an die Weihnachtsgeschichte zu erinnern und brauchte dafür die Musik. Doch er hatte die Gabe Dinge in der Musik zu hören, die man beim ersten Hinhören vielleicht nicht hören konnte. Dies gab ihm die Möglichkeit sich über Bachs Musik an die Weihnachtsnacht zu erinnern. Und er liebte die Nacht, konnte sie sehr sinnlich und gut sprachlich beschreiben, aber wusste nicht wie sie sich anfühlt. Er war fasziniert vom Schlaf, weil er selbst nicht schlafen konnte. Doch im Laufe der musikalischen Geschichte erinnerte er sich mehr und mehr daran welche Rolle er in dieser großen Nacht spielte: Er war der Engel, der den Hirten die frohe Botschaft brachte.
Als er sich gleichsam selbst erkennt, findet er auch „seine“ Sprache wieder und erzählt die Geschichte dieser einmaligen Nacht zu Ende, um dann wieder zurück in den Himmel kehren zu können.
Von drei dramaturgischen Grundpfeilern waren seine Texte getragen:
1. Die Geschichte, die erzählt werden muss (historische Darstellung)
2. Das Phänomen der Nacht und was dies für die Kinder bedeuten könnte (persönliche Aneignung)
3. Die musikalischen Motive die in Bachs Musik zu hören sind

Damit war erstmals das Weihnachtsoratorium in einer Fassung für Kinder zu erleben, die nicht nur die verschiedenen Charakteristika der Instrumente zur Wort kommen ließ, sondern auch musikalische Motive, Stimmungen und Bilder ansprach. Getragen wurde diese Inszenierung von einem Engel, der lange schon nicht mehr auf Erden war und sich über die Musik an jene Nacht zu erinnern versuchte.
Seine Erzählungen, Fantasien und Schilderungen schlugen einen dramaturgischen Bogen zwischen Bachs Oratorium und den Kindern, der das Hören der Musik in den Mittelpunkt stellte. So war es möglich, dass das begeisterte Publikum auch die Farben der Schafe und das Strahlen der Engel hörte, den Atem des Kindes und die Helle dieser einmaligen Nacht.
Die vielen exzellenten jungen Grazer Musiker und die Jeunesse erfahrenen Solisten, sowie der Grazer Schauspieler Daniel Doujenis machten diese Konzerte zu einem wunderbaren Hör- und Schauerlebnis.
 

 


SOLISTEN:

SOPRAN:

Ursula LANGMAYR,
geboren in Linz. Gesangsstudium bei Ingrid Janser-Mayr und Wolfgang Holzmair an der Universität Mozarteum in Salzburg. Zahlreiche
Zusammenarbeiten mit namhaften Dirigenten, Orchestern und Künstlern. Zuletzt war sie als Sandrina in „La finta giardiniera“ im Wiener Konzerthaus und in der Philharmonie Luxemburg, in der Rolle des Engels in der Uraufführung der Oper “Ich, Hiob” beim Carinthischen Sommer 2007 sowie in der Oper „I hate Mozart“ (Bernhard Lang) unter der Regie von Michael Sturminger im
Theater an der Wien zu sehen. 2008 führt sie ihre Arbeit unter anderem an die Opera Garnier, den Centre Pompidou und zu den
Salzburger Festspielen.

 

ALT:

Margot OITZINGER,
geboren in Graz, studierte Sologesang an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz bei Annemarie Zeller, Rosemarie Schmied und Tom Sol. Im Februar 2004 erhielt sie den Ira-Malaniuk-Förderpreis. Sie absolvierte mehrere Meisterkurse im Barock- und Renaissancegesang bei Jill Feldman, Emma Kirkby, Wolf Matthias Friedrich und Marius von Altena. Margot Oitzinger
ist neben ihrer vielseitigen solistischen Tätigkeit auch Mitglied der vor allem auf Alte Musik spezialisierten Ensembles „a più voci“ und des „ensemble contralti“. Oitzinger tritt als Solistin und Ensemblesängerin bei Festivals wie dem Händelfestival in Halle, der Styriarte, Psalm, dem ‚steirischen Herbst’, der ‚jeunesse’ oder ‚Bach XXI’ auf.

 

BASS:
Matthias HELM,
studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Rotraud Hansmann und Robert Holl. Außerdem besuchte er Meisterkurse bei Rudolf Piernay, Hartmut Höll, Rudolf Janssen, Jard van Nees und Paul Esswood und belegte einen Postgraduate - Lehrgang am Mozarteum Salzburg bei Wolfgang Holzmair. Matthias Helm ist Gewinner des European Music Prize for Youth 2000 in Hamburg, sowie Gewinner des Petyrek-Lang-Liedwettbewerbes 2000. Sein Bühnenrepertoire umfasst Werke von der Renaissance bis ins 20. Jahrhundert u.a. gestaltete er zahlreiche
Liederabende. Zu seinem Repertoire zählen unter anderem Franz Schuberts Die schöne Müllerin, Winterreise und Schwanengesang sowie Robert Schumanns Liederkreis op.24 und Dichterliebe.

 

TENOR:
Jan PETRYKA,
geboren in Warschau. Cello-Konzertfachstudium an der Kunstuniversität Graz, seit 2004 studiert er Sologesang bei Prof. Rotraud Hansmann an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Auf dem Gebiet sakraler Musik hat er sich von frankoflämischer Vokalpolyphonie, über Bachs Kantatenwerk, Oratorien und Messen der Wiener Klassiker, bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen ein Repertoire erarbeitet. Petryka singt mit Ensembles u.a. wie dem Arnold Schoenberg Chor, dem Bruckner Orchester Linz und dem RSO Wien, u. a. unter Dirigenten wie Dennis Russell Davies, Manfred Huss und Erwin Ortner. Zurzeit studiert er bei KS Marjana Lipovšek Lied und Oratorium, sowie bei Didier von Orlowsky Musikdramatische Darstellung.
 




THEATER MUNDWERK:
Macht nichts

TERMINE
22.10.2009 PREMIERE 16.00 Uhr, Kleiner Minoritensaal

 


REGIE
Miki Malör
SCHAUSPIEL
Nadja Brachvogel, Martin Horn
DAUER
45 Minuten
Spielort
Kleiner Minoritensaal

 

Eine Slapstick-Komödie nach einer Erzählung von Michael Ende für Kinder ab 6!

Macht nichts zeigt überspitzt was passieren kann, wenn ein Kind, das keine Grenzen kennt, auf einen Erwachsenen trifft, der niemals welche setzt.
 

 

Weitere TERMINE

23.10.2009 10.00 Uhr + 16.00 Uhr
24.10.2009 16.00 Uhr

29.10.2009 10.00 Uhr
30.10.2009 10.00 Uhr + 16.00 Uhr
31.10.2009 16.00 Uhr
12.11.2009 10.00 Uhr
13.11.2009 10.00 Uhr + 16.00 Uhr
14.11.2009 16.00 Uhr

 

GASTSPIELE

 

 

Figurentheater TÖBINGER
ROTKÄPPCHEN

TERMINE
27.3.2009 10.00 Uhr + 16.00 Uhr
28.3.2009 16.00 Uhr: Kleiner Minoritensaal

 


Ein märchenhaftes Gastspiel für Kinder ab 4 und ihre Großmütter!
(Die Mitnahme von Eltern, Tanten, Onkeln und Großvätern ist gestattet)

DAUER 60 Minuten
SPIEL, FIGUREN- UND BÜHNENBAU
Gerti Tröbinger
REGIE Christoph Bochdansky
MUSIK Elisabeth Gasztner
TONTECHNIK Charly Fröhlich
 

Es war einmal ein kleines Mädchen, das hatte jedermann lieb, am allerliebsten aber ihre Großmutter. Einmal schenkte sie ihm ein Käppchen von rotem Samt, und weil es nichts anderes mehr tragen wollte, hieß es von nun an Rotkäppchen. Der Wolf frisst sie beide: das Käppchen und das Mädchen. Aber hätte Rotkäppchen auch die schönen Blumen gesehen, wenn der Wolf sie nicht entdeckt hätte?
 

 

 

Figurentheater GINGGANZ
OH WIE SCHÖN IST PANAMA

TERMINE
8.5.2009 10.00 Uhr + 16.00 Uhr
9.5.2009 16.00 Uhr
 Kleiner Minoritensaal

 


Eine wundervolle Reise ins „Land der Bananen“ für Kinder ab 4!

SPIEL Michael Staemmler
FIGUREN UND BÜHNENBILD
Johanna Jepsen, Michael Staemmler
MUSIK Kai Leinweber
REGIE Mechthild Staemmler

 

Dass Panama ganz wunderbar ist, weiß jedes Kind seit Janoschs Kinderbuchklassiker „Oh wie schön ist Panama“. Aber dass Bär und Tiger von der Bananensuppe für jede Altergruppe, vom Bananenbrot im Abendrot oder den Sandalen aus Bananenschalen träumen, hätte man wohl nie erfahren, wäre da nicht das Figurentheater Gingganz gewesen, welches sich Bär und Tiger fest ans Herz gedrückt hat.

DAUER 50 Minuten

 

Figurentheater Anne-Kathrin Klatt
SOLO MIT NASE
 

TERMINE
Samstag 25.4.2009 16.00 Uhr
Montag. 27.4.2009 10.00 Uhr

 

Ein poetisches Theater mit Figuren, Objekten und Tanz für Kinder ab 4, inspiriert von Nikolai Gogols „Die Nase“.


DAUER
40 Minuten
SCHAUSPIEL
Anne-Kathrin Klatt
REGIE
Michael Miensopust
CHOREOGRAPHIE
Christine Chu
AUSSTATTUNG
Claudia Sill

 

Was tun eigentlich Nasen, wenn sie nicht im Gesicht sitzen? Sich rümpfen oder Schnupfen haben? Tragen sie schöne Kleider, gehen sie in die Nasenschule oder machen sie sich auf die Suche nach dem schönsten Duft der Welt?
Anne-Kathrin Klatt begibt sich in die Welt der Nasen und verliert dabei niemals ihren „guten Riecher“ für die außergewöhnlichen Geschichten verschiedenster Nasen.
 

 

 

THEATER VOR ORT

 

 

Puppentheater BAVASTEL
„Wie Kasperl der Hexe den Zahn zieht“

TERMINE
21.3.2009 16.00 Uhr
22.3.2009 11.00 Uhr
 Kleiner Minoritensaal

 


Eva Bodingbauer und Brigitte Kocher spielen für Kinder ab 4 eine reizende Geschichte rund um den „alleweil a bisserl eigensinnigen“ Kasperl und seine Freunde!

DAUER 45 Minuten
SPIEL + TEXT + REGIE
Eva Bodingbauer + Brigitte Kocher
PUPPEN
Alfred Stifter
 

Das Moped bringt Kasperl zu seiner neuen Arbeitsstelle als Zahnarzthelfer. Die Hexe ist mit Verwünschungen hinter ihm her, aber es ist nicht ihr bester Tag, und so hext sie sich selber Zahnschmerzen. Zahnarztgehilfe Kasperl geht mit Bohrer, Hammer und großer Zange ans Werk. Ganz schön gefährlich für die Hexe und am Ende auch für den Kasperl.

 

WEITERE TERMINE

14.5.2009 10.00 Uhr
15.5.2009 10.00 Uhr
16.5.2009 16.00 Uhr
17.5.2009 11.00 Uhr

 

 

Puppentheater BAVASTEL
„Kasperl fängt den Räuber“

TERMINE
19.11.2008 10.00 Uhr
20.11.2008 10.00 Uhr
 Kleiner Minoritensaal

 


Eva Bodingbauer und Brigitte Kocher spielen für Kinder ab 4 eine reizende Geschichte rund um den „alleweil a bisserl eigensinnigen“ Kasperl und seine Freunde!

SPIEL + TEXT + REGIE
Eva Bodingbauer + Brigitte Kocher
PUPPEN
Alfred Stifter
 

Mit der Jause im Rucksack bricht der Kasperl zum Schwammerlsuchen auf. Im Wald sind aber auch Räuber und Hexe. Als es knallt, fällt der Kasperl um und schimpft mit dem Räuber: “Jetzt bin ich tot!“. „Lüge nicht, du redest noch!“ daraufhin der Räuber: „Ich muss dir ja sagen, dass ich tot bin, sonst weißt du es nicht!“ wiederum der Kasperl. Daraufhin antwortet der Räuber „Achso“ und ist zufrieden. Klar, dass der Kasperl den Räuber fängt und die Hexe dazu.
Und Schwammerl gibt es am Ende auch.

DAUER 45 Minuten

WEITERE TERMINE

21.11.2008 16.00 Uhr
22.11.2008 11.00 Uhr

 

MEZZANIN Theater
Tarte au chocolat

TERMINE
7.10.2009 10.00 Uhr
8.10.2009 10.00 Uhr
 Kleiner Minoritensaal

 


Eine köstliche Angelegenheit für Schleckermäuler und Schokoladenarren ab 5

DAUER
45 Minuten
REGIE + KONZEPT + IDEE
Martina Kolbinger-Reiner
SCHAUSPIEL
Jean Paul Ledun + Erwin Slepcevic
 

Eine „tarte au chocolat“ ist rund, schokoladig und gut. Aber was passiert, wenn bei Zirkus-Clown Jean-Paul und seinem Neffen Erwin das Ei nicht so will, wie die Köche es wollen? Wenn der Teig davon rennt und der Zucker spinnt?
Zwei Meisterköche auf der Suche nach dem richtigen Rezept backen im Duett und liefern ein durch und durch komisches Slapstick-Stück.

 

WEITERE TERMINE

19.10.2009 10.00 Uhr + 16.00 Uhr
10.10. 2009
16.00 Uhr

14.10.2009
10.00 Uhr
15.10.2009
10.00 Uhr
16.10.2009
10.00 Uhr + 16.00 Uhr
17.10.2009
16.00 Uhr

 

 

Theater MUNDWERK
EIN SCHAF FÜRS LEBEN

TERMINE
10.12.2009 10.00 Uhr, 11.12.2009 10.00 Uhr + 16.00 Uhr
12.12.2009 16.00 Uhr,  Kleiner Minoritensaal

 


Eine winterliche Geschichte nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Maritgen Matter und Anke Faust in der Übersetzung von Sylke Hachmeister für Kinder ab 6!

AUSSTATTUNG + KOSTÜME
Corinna Schuster
LICHTDESIGN + TECHNIK Thomas Bergner
AKKORDEON Christian Bakanic
REGIE Hanni Westphal
SCHAF Nadja Brachvogel
WOLF Martin Horn
 

In einer kalten Winternacht stapft der hungrige Wolf durch den Schnee. Als er auf ein argloses Schaf trifft, kann er es zu einer gemeinsamen Schlittenfahrt überreden - mit einem klaren Ziel: Er will das Schaf fressen! Doch der Ausflug gerät zu einer lustigen und spannenden Reise durch die Nacht. Und nimmt schließlich eine überraschende Wendung. Ein wunderbares Theaterstück im Winter über eine Freundschaft, die wärmt und wohliges Vertrauen schenkt.

DAUER
50 Minuten