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Im Visier der Installationen stehen die BetrachterInnen zumeist
selbst.
Während Arbeiten wie type: output beyond impression das Ansteuern und
Bewegen der unter einem Glassturz aufbewahrten vergoldeten Computertastatur
ermöglichen, speist etwa void screens selbsttätig das Videobild der
Besucherin oder des Besuchers in die Projektion ein. Das eigene Abbild findet
sich hier als flüchtiger Lichtreflex an den Glasoberflächen einer sonst leeren
Ausstellungsvitrine wieder.
Auch in der Photoarbeit remindset fungiert das
reflektierende Glas als Schnittstelle, an welchem sich Dinge, Natur und Menschen
als künstliche Mikrowelten spiegeln und mit den eigentlichen
Ausstellungsobjekten verschmelzen. Sehen wir also
mehr die Dinge oder uns selbst in den Dingen? Oder schauen wir geradewegs durch
sie hindurch so sehr wir uns auch anstrengen mögen, wie das Objekt publicum
schließlich vorschlägt?
Indem Ausstellungen als Topographien von Realitätskonstrukten
angesehen werden können, setzt Auzinger diese als generelle Metapher
für individuelle Konstruktionen von Wirklichkeit, wo sich Momentanes
stets mit eigenen Erinnerungsbilder und Vorstellungen überlagert.
Dass hierbei mitunter eine Konkurrenz der Bilder provoziert wird, nimmt
Jörg Auzinger als These seiner zweiten Werkgruppe an.
In switch enlightenment kann durch Betätigen eines
Lichtschalters in
das Geschehen des Filmklassikers „Fahrenheit 451“ von François Truffault
eingegriffen werden, um dem Lesenden das Licht abzudrehen. Doch auch die auf
Celluloid gebannte Erzählung weiß offenbar die BesucherInnen entsprechend
wahrzunehmen: Blind Spot baut uns in Alfred Hitchcocks Thriller „Das Fenster zum
Hof“ unvermittelt ein. Plötzlich sind wir nicht mehr Publikum alleine, sondern
schauen uns selbst entgegen – aus dem spiegelnden Fernglas des am Fenster
lauernden L.B. „Jeff“ Jefferies.
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