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www.fritz-bergler.at
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Fritz Bergler, der manchen zeitgeistigen Strömungen der
Bildinflation ziemlich abstinent (und erhaben) ist, arbeitet meist in
Serien. Er zeigt Arbeiten, die meist aus einer Reihe von einzelnen Bildern
bestehen und mittels Rasterung kombinatorisch zu einem großen Ganzen
gefügt sind. Einzelinformationen werden zu einem komplexen Bild. Die
Oszillation zwischen realistischer Wörtlichkeit und formaler Abstraktheit
zeichnen seine Arbeiten aus. 144 Hauptwörter reihen sich beispielsweise
kommentarlos auf dahinrostenden Blechplatten. Die Arbeiten „Großes
Rasenstück“ zeigt zwar nichts anders als das Benannte, aber durch die
Benennung wird es in der Methode der Serialisierung zu einem abstrakten
Phänomen.
Kombiniert sind diese abstrakten Verfahren jedoch mit einer
Gegenständlichkeit, die eine Äquivalenz von Dargestelltem und Darstellung,
von Inhalt und Form ermöglichen.
"Neben der Auseinandersetzung mit der ubiquitären Zeichenfülle,
insbesondere mit der medialen Bilderflut und der damit verbundenen
marktschreierischen Einforderung von Aufmerksamkeit, ist in einer
komplementären Entwicklung eine Bewegung hin zu immer größerer
Schlichtheit festzustellen, ja, zu einer gewollten ,Sinn-Entleerung'",
beschreibt Gerhard Grössing Berglers Arbeiten.
Denn es geht nicht um einen konkreten historischen oder kulturellen Ort,
der dargestellt werden sollte. Vielmehr entstehen hier Momente der
Präsenz. Berglers Arbeiten reagieren nicht zuletzt auf die mediale
Bilderflut. Die unendliche Vervielfachung in der Serie gerinnt allerdings
zur einen Abstraktion.
Johannes Rauchenberger
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Vernissage:
Mi, 24.Oktober, 19.00 Uhr
Ausstellungsort: Minoriten Galerien, Mariahilferplatz 3/II
Ausstellungsdauer: 24. OKTOBER – 23. NOVEMBER 2007
Öffnungszeiten: Mo – Fr 10-18 Uhr
Kurator: Johannes Rauchenberger
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"Zentrales
Thema meiner Arbeiten der letzten Jahre ist die Auseinandersetzung mit
Verfahren der visuellen Komplettierung und Bildverarbeitung, auch im
Kontext verbal-analytischer Integration. Die wesentliche Fragestellung:
wie entsteht aus einer Summe fragmentarischer und widersprüchlicher
Einzelinformationen so etwas wie ein „komplexes Bild“, die Empfindung
eines komplexen Bildes?
Mit der Verwendung unterschiedlichen künstlerischen Techniken versuche
ich, divergierenden Cognitions- und Wahrnehmungsstrategien zu entsprechen.
Die Eisenbilder entstanden in mehreren Schritten. Erst wurde mit
Acrylemulsion auf das blanke Eisenblech gezeichnet. Die Zeichnung selbst
ist meist ein relativ klar definiertes Zeichen, dazu wurden Textfragmente
mit aktuellen Meldungen aus Tageszeitungen gesetzt. Danach wurden die
Platten über einen längeren Zeitraum der Witterung ausgesetzt, die
Zeichnung rostet ins Eisen, bevor in einer letzten Arbeitsphase Teile des
Bildes überarbeitet werden – meine malerische Antwort in diesem Dialog mit
Naturprozessen. Mir gefiel es, das Bild Bedingungen auszusetzen, die ich
nicht steuern kann. Das erfordert Geduld und stete Aufmerksamkeit (auch im
Umgang mit den eigenen Vorstellungen).
Die malerischen s/w Arbeiten der letzten Zeit (Öl, Karton) thematisieren
zusätzlich das Verhältnis Teil – Ganzes. Scheinbar abstrakt strukturierte
Einzelbilder evozieren im Kontext eines seriellen Bildblockes ein relativ
klar erkennbares Motiv. Von Interesse sind hier auch Fragen zu Ordnung und
Komplexität, Zeit und Bewegung.
Ähnliches gilt für die aus modifizierten Fotos bestehende Serie „Memory“ (
Laserprint, Folie. Öl, Karton), gleichsam eine Vermengung von
individueller und kollektiver Geschichte (wie re-konstruiert sich
Erinnerung, wie entsteht Identität ).
Bei den aktuellen Öl-Parafinarbeiten („Grauer Block“, „Block 2“) wird nun
das „Motiv“ zugunsten eines unscheinbaren, diffusen Raumes zurückgenommen
(ein kategorialer Wechsel von Gestalt zu Medium in Anlehnung an die Figur
– Grund Problematik der Gestaltpsychologie: wie nachhaltig beeinflussen
Bezugssysteme die Erscheinungswelt der Dinge)."
Fritz Bergler
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Fritz Bergler,
geb. 1955 Sankt Lorenzen im Mürztal, lebt in Wien.
1973 - 1978 Akademie der bildenden Künste Wien, Wien / Österreich
Gründungsmitglied von REM
Ausstellungen: In Serie. Echoraum, Wien, Hell/Dunkel. Kunstmagazin
Margarete Hell, Bruck an der Mur (2004), Geschichte Teil 3. Ordnung.
Galerie Kunsthaus Muerz, Mürzzuschlag
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