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Der Tod ist zwar eine ernste Sache - aber warum sollte er nicht lebensfroh zu bedenken sein? Denn "wer mit allen Kräften an den Tod gedacht hat, lernt auf eine neue Art das Leben zu fassen" (Klaus Mann). Alexander Tschernek ist wieder auf vielfachem Wunsch in seiner neuen Reihe "Über den Tod - Philosophie und Gespräch" zu hören.

 

"UEBER DEN TOD" 01 -

7. März 2007 19 Uhr

Minoriten Galerien II. Stock

Eintritt: 10/8 Euro (Ö1-Club, Studenten) / 35 Euro Abonnement
Brot & Wein

Karten: 0316/ 711133-33

 HANNAHARENDT
VITA ACTIVA - Die Arbeit und das Leben
Geburt und Tod setzen die Welt voraus, etwas, dessen Dauerhaftigkeit und relative Beständigkeit Ankunft und Aufbruch ermöglichen / Gäbe es die Welt nicht, menschliches Dasein wäre das todlose Immersein des Menschengeschlechts / Geburt und Tod sind nicht natürliche, sondern weltliche Ereignisse


SÖREN KIERKEGAARD
DREI REDEN BEI GEDACHTEN GELEGENHEITEN - An einem Grabe
Den ernsten Gedanken des Todes ins Leben einüben / Der Tod spricht: ich bin da, will jemand von mir lernen, so komme er zu mir / Der Tod ist durch die Geburt zum Lehrer fürs ganze Leben bestellt / So wird es denn der Ernst, jeden Tag zu leben als wäre des der letzte und zugleich der erste in einem langen Leben

 

"UEBER DEN TOD" 02

14. März 2007 19 Uhr

Minoriten Galerien II. Stock

 

SÖREN KIERKEGAARD
DREI REDEN BEI GEDACHTEN GELEGENHEITEN - An einem Grabe
Hab du welche Vorstellung du willst, eingebildet oder wahr, von deinem Leben: der Tod hat keine Vorstellung und kümmert sich nicht um Vorstellungen / Denn der Tod in dem Ernst gibt Lebenskraft wie nichts anderes / Es ist der Schwermut feige Lust sich ins Leere fallen zu lassen / Die Zeit ist ja doch auch ein Gut
DIE KRANKHEIT ZUM TODE
Wäre in einem Menschen nichts Ewiges, so könnte er überhaupt nicht verzweifeln / ein Selbst haben ist das größte, unendliche Zugeständnis, welches dem Menschen gemacht ist, zugleich aber der Ewigkeit Forderung auf ihn.

 

"UEBER DEN TOD" 03 -

21. März 2007 19 Uhr

Minoriten Galerien II. Stock

VLADIMIR JANKELEVITCH - KANN MAN DEN TOD DENKEN?

DAS UNWIDERRUFLICHE
Das Nein des Todes / Als medizinisches Phänomen ist der Tod die banalste Sache der Welt / daß der Mensch ohne den Tod nicht einmal Mensch wäre / Jeder stirbt für sich, seinen eigenen Tod, auf seine eigene Rechnung / Das was nicht stirbt, lebt nicht


SENECA - MÄCHTIGER ALS DAS SCHICKSAL

VON DER KÜRZE DES LEBENS
Als unfertiger Mensch gehst du in den Tod / Auch sterben muß man das ganze Leben lang lernen / Du wirst eine erhabene Unruhe allen irdischen Dingen gegenüber gewinnen / Um den äußeren Putz seines Kopfes ist man besorgter als um dessen innere Ordnung / Frei von Unruhe sind allein die Menschen, die für die Weisheit Zeit haben
DIE TROSTSCHRIFT AN MARCIA
Ich bin gewillt, mit deiner Betrübnis den offenen Kampf aufzunehmen / Die Götter haben dir keine festen Zusicherungen gemacht / Die Fesseln und Verfinsterungen des Geistes / Die Verstorbenen dürfen sich ungehindert in den freien und weiten Räumen einer ewigen Welt bewegen

 

"UEBER DEN TOD" 04 -

28. März 19 Uhr

 

 

 

MÜLLER UND FUNDSTÜCKE

Das Phänomen des Todes im lebensweltlichen Umgang / Der vorherrschende Umgang mit dem Tod ist ein Abdrängen seiner in den Raum der medizinischen Technik / Trotz aller Technik bleibt der Tod letztlich unberechenbar / Das Extrembeispiel des Komapatienten / das Dasein hinsichtlich seiner möglichen Eigentlichkeit und Ganzheit befragen / das Mitsein in der Frage nach Leben und Tod des Anderen / der eigene Tod ist wesenhaft unvertretbar / vom Geschehen um Leben und Tod werden wir freigesetzt und müssen uns dieser Befreiung stellen / Wer einen Augenblick des heilvollen Friedens erfährt, weiß, wann er erreicht ist, weil dieser Augenblick keine Selbsttäuschung und keinen eingebildeten Frieden erduldet / die Erfahrung des heilvollen Ganzseinkönnens







 

   

 

 
 
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