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Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari hat dieses Bild „Abendmahl, 2005“ von
Klaus G. Gaida der |
Klaus
G. Gaida |
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ERÖFFNUNG: FREITAG, 16.
März, 19-23 Uhr im Rahmen von „aktuelle kunst in graz“
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Ausgangspunkt des Kunstprojekts ES FÜNF ABER DIE des belgischen Künstlers Klaus G. Gaida sind Zeichnungen und Kritzeleien auf Bierdeckeln. Aber das muss man nicht wissen. Man muss vielmehr sehen, um mit den darin zusammengefügten Bruchstücken verloren gegangener Kontexte das Bewusstsein zu füllen und über den Kontext der eigenen Erinnerungen zu einem individuellen Sinn zu gelangen, parallel zu den Kunstautoren, die diese zu Kunst gewordenen Bilder beschreiben.
Klaus G. Gaida übertrug die bearbeiteten Zeichnungen auf
ein Bildformat von jeweils 1400 x 1500 mm. Die Titel stellen sich
vertrauten Sinnbildungen quer, da ihnen die Verben und Nomen entzogen
wurden. Lesbar auf den Bildern eingearbeitet wurden die fertigen Werke 14
Personen aus den Bereichen Kunst, Literatur und Wissenschaft vorgestellt,
mit der Bitte eine einfache und nicht wertende Bildbeschreibung zu
verfassen (Stephan Berg, Direktor Kunstverein Hannover * Hermann-Josef
Berk, Psychologe, Köln * Hans-Werner Bussinger, Schauspieler, Berlin *
Michael Glasmeier, Kunsthistoriker, HfbK Braunschweig * Thomas Hirsch,
Kunsthistoriker, Düsseldorf * Gregor Jansen, Leiter ZKM I Museum für neue
Kunst, Karlsruhe * Jakob Johannes Koch, Theologe, Bonn * Tilman
Lenssen-Erz, Felsbildarchäologe, Universität zu Köln * Friedemann Malsch,
Direktor KunstMuseum, FL-Lichtenstein * Pidu Russek, Kulturraumplaner,
CH-Männedorf * Hans-Werner Schmidt, Direktor Museum bildende Künste
Leipzig * Arnold Stadler, Literat, Rost über Meßkirch * Thomas Wagner, FAZ
Feuilleton Redaktion, Frankfurt am Main * Raymund Weyers, Philosoph,
Universität zu Köln). Die Beschreibungen wurden von der Hamburger
Schauspielerin Mechthild Großmann gelesen und in Form einer
Vinylschallplatte dem Buchprojekt beigelegt. |
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Im Herbst 2006 wurde die bibliophile Publikation „Es fünf aber die“ in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel präsentiert. Die Minoriten in Graz sind die zweite Station dieses exklusiven Projekts, welches dem Leser einen Übergangsraum zwischen Bild und Text eröffnet, aber auch zwischen Faktischem und Auslegung, Banalem und Kunst sowie Vorgefundenem und Gemochtem.
Prof. Dr. Dirk Blothner, Medienpsychologe an der Universität zu Köln, schreibt über das Buchprojekt „Es fünf aber die“: Das Werk von Klaus G. Gaida eröffnet dem Leser einen Übergangsraum zwischen Bild und Text. Aber auch zwischen Faktischem und Auslegung, Banalem und Kunst sowie Vorgefundenem und Gemochtem.
Gaidas einen weiten von unbewusst entstandenen Scribbles zur Wahrnehmung von auf internationalem Gebiet tätigen Persönlichkeiten des Kulturlebens. Schon der Ansatz des Buches, der zum ersten Mal in der Gegenwartskunst Bilder und auf sie bezogene Beschrei in gedruckter und akustischer Form ist ungewöhnlich und reizvoll Geradezu spannend wird es wenn man berücksichtigt , dass das kluge Arrangement ein noch nie da gewesenes Experiment eröffnet. Denn den Kunstexperten werden die vertrauten Waffen aus der Hand geschlagen. Die Vorgabe verlangt, dass sie die Bilder beschreiben, dabei aber auf kunsthistorische Einordnungen und verzichten. Sie sollen nicht auf die Kunst, sondern auf das Banale eingehen.
Kritzeleien auf Bierdeckeln sind menschliche Ausdrucksbildungen ohne gestalterische Absicht. Manche geben Anhalt im Anschaulichen oder ersetzen den Gesprächspartner, Andere wollen etwas verdeutlichen, war mit Worten nicht ausgedrückt werden kann. Für den Psychoanalytiker Donald W. Winnicott (1896-1971) waren Scribbles Anhaltspunkte für das unbewusste Seelische, das darauf drängt, in Materialem Ausdruck zu finden. Sie bilden eine Schwelle in den Übergangsraum der menschlichen Existenz. Das Projekt „Es fünf aber die“ kreist diesen Übergangsraum auf besondere Weise ein.
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WILLKOMMEN in den MINORITEN GALERIEN Graz!
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