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Das Herbstprogramm bei den Minoriten: September-Oktober 2006: EDITORIAL

 

 

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VERANSTALTUNGSORT_ Baulücke des ehemaligen Kommodhauses, Burggasse 15, 8010 Graz
Eintritt frei
 

In Kooperation mit ISOP, dem Internationalen Haus der Autoren und Kulturkontakt Austria.

 

DONNERSTAG, 14. September
20.00-22.00 Uhr
Eröffnung Live Performance
Frauen Schrei- und Klagechor Osterwitz

FREITAG; 15. September 14.00-20.00 Uhr
Klanginstallation „Women of the Ruins“
 

Die Klanginstallation „Women of the Ruins“ wird mit einer Live Performance des Frauen Schrei- und Klagechors Osterwitz eröffnet.
Dora_Woman of the Ruins ist eine akustische Auseinandersetzung mit den Trümmerfrauen und zugleich eine Referenz an die unglaubliche Leistung, den Aufbauwillen und die Überlebenskraft der Frauen der Nachkriegszeit.

 Weitere in dem Werk wie ein roter Faden immer wieder auftauchende Klangmaterialien sind die Stimmen des Frauen Schrei- und Klagechors.
 

Women of the Ruins  
Schreiben. Positionen aus Südosteuropa

 

 

   

 

Kleiner Minoritensaal EINTRITT €6,50/€3,50

DIENSTAG, 19. September | 20.00 Uhr

Linda und Andrea Stift sind erfolgreiche Autorinnen und verwandt. In der direkten Wortbedeutung, aber auch im Eigen-Sinn, den sie im Schreiben und in ihrer Positionierung innerhalb des literarischen Feldes an den Tag legen. Die literarischen Verfahren, deren sie sich bedienen sind grundverschieden, beide aber üben sich im Be- und Verfremden. Linda Stift, indem sie ihre realistisch angelegten Texte immer neu aus dem Vertrauten laufen lässt, Andrea Stift, indem sie ihre Sprache stelzt, bis sie jenseits der Normen des Gebrauchs zu Leben kommt. Ahnfrauen könnte man nennen für beide: Marlen Haushofer für Linda und Marieluise Fleißer für Andrea Stift.

STIFTEN GEHEN
Linda Stift + Andrea Stift
Lesung

 

 

     

Minoriten-Galerien im Priesterseminar, Bürgergasse 2

Vernissage: 20.9.2006, 18 Uhr

Geöffnet täglich bis 22. 10.

Kuratoren: Alois Kölbl+Johannes Rauchenberger

Constantin Luser, Kunstpreisträger der Diözese Graz-Seckau 2005, setzt einer technik- und computerdominierten (Kunst-)Welt einen Kosmos mit eigenen topographischen Strukturen entgegen: Seine zeichnerischen Gedankenprotokolle sind zwar in ihrer äußeren Form der Computergrafik entlehnt, wie kontrollierbare Datenspeicher funktionieren sie dennoch nicht. >>

CONTROLLING #1:

Constantin Luser: "Augenfahrt"

 

 

 

   

 

KHG-Galerie, Leechgasse 24, öffentliche Orte von Graz (Domplatz, Universitätsplatz etc..)

20.9.06–12.11.06,

Finissage mit Künstlergespräch: 9.11., 19.30, Leechgasse 24

Kurator: Alois Kölbl

 

Martin Bruchs Filme und Fotos entstehen aus einem sehr speziellen Blickwinkel: dem des Rollstuhlfahrers. >>

CONTROLLING #2:

Martin bruch: kofferräume und bruchlandungen

 

 

 

   

 

Minoriten Galerien, Mariahilferplatz 3,

2. Stock

 

Vernissage:
20.9. 2006 | 19.30 Uhr

Kurator: Johannes Rauchenberger

„Wir leben in einem neuen Biedermeier.“ Das ist die Zeitdiagnose von Klaus Mosettig. Folgerichtig macht er seine Kunst, nicht ohne Selbstironie, vor allem auf dem heimischen Balkon. Als „Alter Deus sive Artifex“ arbeitet er in seinem Künstleratelier, das einem Gewächshaus gleicht, im obersten Stock auf einem Wiener Gemeindebau der 50-er Jahre, den man früher den Künstlern und nicht den Bankern vorbehalten hat. >>

CONTROLLING #3:

Klaus Mosettig:

"Denn niemals Genuss ohne Bitternis"

 

 

   

 

Stiegenaufgang zum Minoritensaal, 20.9.-30.11.2006, geöffnet bei Abendveranstaltungen u.n.V. (Info: 71 11 33)

Vernissage:
20.9. 2006 | 19.30 Uhr

Kurator Johannes Rauchenberger führt mit Günter Pedrotti am 11. Oktober um 18 Uhr ein Künstlergespräch

Ist Zeit kontrollierbar? Das klingt nach Selbsterfahrung für Manager. Ist Zeit beeinflussbar? Da kommt früher oder später das Verhältnis nach subjektiver Zeitwahrnehmung und objektiver Zeitmessung ins Spiel. Günther Pedrotti, ein unglaublicher Bastler, was wiederum enorme Zeit beansprucht, zeigt eine Uhr, eine „gebastelte Zeitmaschine“, die aus Lego, Pumpe, Wasser besteht. >>

CONTROLLING #4:

Günther Pedrotti:

"Skala Liquid oder die gebastelte Zeitmaschine"

 

 

   

 

Kleiner Minoritensaal EINTRITT €3,-

Diese Veranstaltungsreihe wird durch die Kulturvermittlung Steiermark unterstützt

DONNERSTAG, 5. OKTOBER |  20.00 Uhr

Performing your work should be about bringing poetry to life, giving it a new and dynamic existence beyond the page; it's a dialogue between poet and audience, an exciting act of collaboration.

 

Spoken poetry Ireland 

Stephen Murray + Neil McCarthy"

 

 

   

 

Minoritensaal EINTRITT € 10,-

Veranstalter: Bildungshaus Mariatrost in Kooperation mit dem Kulturzentrum bei den Minoriten, Akademie Graz und KHG

 

FREITAG, 6. OKTOBER | 19.30 Uhr

Die Begegnung von P. Emmanuel Jungclausen OSB und Dr. Peter Schellenbaum im Minoritensaal geht der kontroversiellen Frage nach, ob Spiritualität und Glaube einem emanzipierten und ganzheitlichen Leben entgegenstehen oder vielmehr ergänzen.

Moderation: Dr. Ursula Baatz

 

RELIGION HAT ZUKUNFT

Emmanuel Jungclausen und Peter Schellenbaum

 

 

   

 

Kleiner Minoritensaal
In Kooperation mit der AKADEMIE GRAZ und der URANIA

MONTAG, 09. OKTOBER |19.00 Uhr,

Die Diskussion um das Betteln in der Stadt Graz spitzt sich zu - aber was wissen wir eigentlich über den Kampf ums Überleben der slowakischen Roma? Mirjam Karoly, österreichische Romni, ist Politologin und ehemalige OSZE-Mitarbeiterin für Roma-Fragen.  Sie wird einführend über die Lebensbedingungen der Roma in Europa mit Schwerpunkt Slowakei sprechen.

Anschließend findet mit UProf, Dr. Wolfgang Benedek, international renommierter Experte für Menschenrechtsfragen und Minderheitenpolitik, Pfarrer Wolfgang Pucher bekannt für sein tatkräftiges Engagement in der Bekämpfung der Armut als der „hässlichen Seite“ unserer Gesellschaft, eine Podiumsdiskussion statt.

EXistenznotstand.

 Zur Behandlung der Roma-Minderheit in der Slowakei

Podiumsdiskussion mit Dr. Mirjam Karoly, Politikwissenschafterin, Wien,  Univ.-Prof. Mag. DDr. Wolfgang Benedek, Institut für Völkerrecht und internationale Beziehungen, Universität Graz, Pfarrer Wolfgang Pucher; Moderation: Emil Breisach

 

 

   

 

MINORITEN-GALERIEN, II. Stock
EINTRITT € 7,-/ €5,-

MITTWOCH, 11. OKTOBER |19.30 Uhr, nach dem Künstlergespräch mit Günther Pedrotti

Zeit verdeutlicht, markiert und begrenzt Leben. Leben, soweit uns irdisch bekannt, ist durch eine Kürze in der Zeit, wie etwa durch Kommen und Gehen, Entstehen und Vergehen, Geburt und Tod gekennzeichnet. Zeit ist Leben, Leben ist kurz, Zeit ist Frist. So jedenfalls spüren es betroffene Menschen. Sonne und Erde, Vulkane und Bäume, Menschen und Eintagsfliegen, alles hat seine Lebenszeit. Der Mensch ist sich der Kürze seiner Verweildauer bewusst, leidet darunter und klagt darüber.

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KURT WEIS: Leben wir in Zeitgefängnissen?

Der Mensch als Schöpfer und Opfer seiner Vorstellungen von Zeit.

 

 

   

 

Kleiner Minoritensaal
In Kooperation mit der AKADEMIE GRAZ und der URANIA

MONTAG, 16. OKTOBER |19.00 Uhr,

„Die ‚Politikverdrossenheit’ der Jugend in Europa hat ebenso unterschiedliche Hintergründe und Ursachen, wie wir von unterschiedlicher ‚Jugend’ sprechen. Was nun die Jugend in den südosteuropäischen Ländern betrifft, so wird ihre Lage dadurch verschärft, dass ihr jede Voraussetzung fehlt, um ‚den Staat’ als richtunggebend für Recht, Gerechtigkeit, Fortschritt - für ‚Demokratie’! - sehen zu können. Während es in Mitteleuropa durchaus demokratische, pluralistische Traditionen politischer Strukturen vor dem Zweiten Weltkrieg gab - so fehlt eine solche Erfahrung in den Staaten des Balkan so gut wie total.“

Keine Zukunft? Jugend in Südosteuropa

Christine von Kohl, Balkanexpertin, Chefredakteurin der Zeitschrift „Balkan anders. Südosteuropäischer Dialog“, Wien

 

 

   

 

MINORITENSAAL
EINTRITT €11,-/ €7,-
 

Dienstag, 17. Oktober | 20.00 Uhr

Spätestens seit seiner „komponierten Interpretation“ von Schuberts „Winterreise“ ist Hans Zender nicht mehr nur dem interessierten Publikum Neuer Musik, sondern einem viel breiteren Publikum als Protagonist einer erweiterten postmodernen Musiksprache jenseits aller Beliebigkeit ein Begriff.
Hans Zender wird im November an der Kunstuniversität in Graz zu Gast sein und in Vorlesungen und Workshops sein kompositorisches Oeuvre vermitteln. Dies nahmen wir zum Anlass ihn mit einem Konzert bei den Minoriten mit einem kleinen Geburtstagsgruß zum 70sten zu feiern.

KOMPONISTENPORTRÄIT
Hans Zender zum 70. Geburtstag

 

 

   

 

Kleiner Minoritensaal EINTRITT €6,-

Freitag, 20. und Samstag, 21. OKTOBER | 16.00 Uhr

Wie die Weisheit einer betagten Mutter ein ganzes Dorf vor den Übergriffen eines grausamen und respektlosen Fürsten rettet, davon erzählt diese japanische Legende. Gespielt wird mit wunderbaren und geheimnisvollen Tischläuferfiguren. Für den typischen japanischen Klang sorgt ein Koto, ein liegender ausgehöhlter Baumstamm, der mit Saiten bespannt ist, welches vor den Augen des jungen Publikums zum Klingen gebracht wird.

Theater Trittbrettl: Die drei Rätsel
Figurentheater _
Eine japanische Legende, erzählt für Kinder ab 5

 

 

   

 

VERANSTALTUNGSORT ISOP, Dreihackengasse 2, 8020 Graz

In Kooperation mit ISOP, dem Internationalen Haus der Autoren und Kulturkontakt Austria


 

FREITAG, 20. OKTOBER_ 20.00 Uhr

Georgi Gospodinov ist ein begnadeter Erzähler und ein nicht minder talentierter Lyriker, der sich mit seinem feinen Gespür für Humor gerne auf die Seite der Verlierer, der Sonderlinge und der Außenseiter stellt. Er hat eine Vorliebe für Alltägliches, für Ohren und für die 60er Jahre. Zusammen mit seinem Alter Ego Gaustín (einer Hybridbildung aus dem Namen des Revolutionärs Giuseppe Garibaldi und dem des Hl. Augustinus) reist er durch die Zeit und weist uns auf Dinge hin, die wir sonst vielleicht übersehen würden.

Schreiben. Positionen aus Südosteuropa
Lesung von Georgi GOSPODINOV

Übersetzung/Moderation:
Alexander Sitzmann

 

 

   

 

MINORITENSAAL
EINTRITT €11,-/ €7,-


präsentiert von:

die andere saite
 

Donnerstag, 23. Oktober | 20.00 Uhr

Wie der Faden der Ariadne zieht sich das vokale Element, als ursprüngliche, unmittelbare, gleichzeitig aber auch sehr zerbrechliche Form des Musizierens seit einigen Jahren durch die Konzertprogramme der Komponistenvereinigung „die andere saite“.

Nach mehreren vokal inspirierten Konzerten folgt nun ein weiteres Projekt, bei dem die magische Qualität des Instrumentalklangs mit der vielleicht noch stärkeren Magie des Gesangs (Orpheus!) kombiniert wird: Aria als (begleiteter) Sologesang sehr eng mit Oper, Kantate und Oratorium verbunden schließt neben allen denkbaren Liedformen auch „sangliche“ instrumentale Formen (wie z.B. das ebenso betitelte Thema von J. S. Bachs berühmten Goldberg-Variationen) mit ein.

ARIA
Neue Werke für Frauenstimme und Soloinstrument

Werke von Hermann Markus Preßl, Peter Lackner, Elisabeth Harnik, Charris Efthimiu nach Texten von Gottfried Benn, Hannes Waltl, Olga Flor und Sonja Harter.

 

Pirjo Kalinowska/Gesang

Martin Angerer/Trompete

Rudolf Brunnhuber/Altus

Barbara Konrad/Viola

Heinz-Peter Linshalm/Bassklarinette

   

 

MINORITEN Galerien, 2. Stock

SAMSTAG, 28. OKTOBER_ ab 16.00 Uhr

Das interaktive Bibelprojekt von KSH Systems und des Österreichischen Katholischen Bibelwerks, in Zusammenarbeit mit katholischen, evangelischen und orthodoxen TheologInnen ist um eine weitere CD ROM Edition bereichert worden. Die zweite CD Ausgabe unter dem Titel „Jesus – unser Freund“ — wiederum gezeichnet von Tom Klengel — widmet sich ganz dem Leben Jesu. Wer es bis zur Präsentation am 28. Oktober nicht mehr erwarten kann, kann bereits jetzt unter www.kinderbibel.net mit Jesus und seinen Freunden durch Galiläa wandern.

PRÄSENTATION DER KINDERBIBEL - CD
JESUS _ UNSER FREUND, gezeichnet von TOM KLENGEL

 

 

   

 

Minoriten-Galerien, II. Stock
EINTRITT PASS für drei Vorlesungen: 25 €, Erm. Preis 18 €, Einzelvorlesung 11 €, Erm. Preis 8 €

In Kooperation mit der Akademie Graz

MONTAG, 30. OKTOBER, 19 Uhr_
DIENSTAG, 31. OKTOBER
MITTWOCH, 1. NOVEMBER
 

Getreu der Maxime Kierkegaards, dass der Unglücklichste derjenige ist, der entweder in der Vergangenheit (Erinnerung) oder in der Zukunft (Hoffnung) leben muss, ist es an der Zeit, sich auch der zweiten Gestalt des modernen unglücklichen Bewusstseins, die sich als unbedingter Wille zum Neuen, zur Zukunftsoffenheit, zur Zukunftsfitness, zu Zukunftsmärkten, zum zukünftigen Wettbewerb, schlicht zur Zukunft und ihrem Kommen maskiert, ein wenig unter die Lupe zu nehmen. Ist vom „kommenden Gott“ der Chiliasten, Romantiker und Utopisten in der Spätmoderne nur das „Kommen“ übrig geblieben? Wie geht es den Menschen, deren Daseinsmodus zentral durch dieses Warten und den Anspruch auf Zukunft bestimmt ist?

HERBSTVORLESUNG
KONRAD PAUL LIESSMANN über SÄKULARISIERTE UTOPIEN