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PROGRAMM Februar 06

 

 

 

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Far from me

Vernissage | Mi, 1. Februar | 19.30 Uhr

Minoriten Galerien im Stiegenaufgang zum Minoritensaal

Ausstellungsdauer: 2. Februar - 25. März

 Öffnungszeiten: Während der Abendveranstaltungen im Minoritensaal und n.V. (0316-711133)

 

 

BRUNO WILDBACH
 

Der in der Weststeiermark lebende Maler Bruno Wildbach, ein Geheimtipp heimischer Malerei und Grafik, ist seit Jahren ein grandioser Maler des Gesichts. Freilich, er nennt die Figuration, die auf das Bild kommt, -  die transitorisch verfremdet wird, tachistisch zerstört, umzingelt, zurückgenommen, überhöht, eingeflacht, angedrippelt wird, - „Wesen“.
Für den Stiegenaufgang zum Minoritensaal installiert er vier Riesenportraits in den Fensteröffnungen, die gemeinsam ein Schicksal teilen. Irgendwann in ihrer Biografie haben diese „Wesen“ einen Elternteil in der Kindheit durch Suizid verloren. Das hat sie gezeichnet. Muss sie gezeichnet haben.
„Far from me“ ist auch während des Mehrspartenprojekts zum Aschermittwoch „Die Menschen fürchten den Tod wie manche Kinder den Wau-Wau“ im Stiegenaufgang zum Minoritensaal zu sehen.

 

 

 

 

SPLEEN GRAZ

Theater für junges Publikum: 3. - 8. Februar 2006

Minoritensaal und Kleiner Minoritensaal

 

Programminformation und Kartenreservierungen:
Theater am Ortweinplatz (t. 03126 846094)
Minoriten Kultur Graz (t. 0316-711133)
 

Internationales Theaterfestival für Kinder und Jugendliche in der Steiermark

Programm: http://www.spleengraz.at 

Der internationale Festivalreigen in Österreich wird um ein Bundesland reicher. Nun haben auch Graz und die Steiermark ganz offiziell ihren SPLEEN. So nennt sich nämlich das frisch geschaffene Theaterfestival. SPLEEN GRAZ! Das Festival wird veranstaltet von der ARGE Spleen, der das MEZZANIN THEATER, das Theater am Ortweinplatz (TaO!) und - als La Strada-OrganisatorInnen über Graz hinaus bestens bekannt - die ORGANISATION angehören. Fünf Tage lang werden 25 internationale Produktionen in über 50 Vorstellungen gezeigt. Das Kulturzentrum bei den Minoriten ist (so sagt man) seit Jahren SPLEEN verdächtig. Nun - neben Next Liberty, TaO!, Kindermuseum FRIDA&FRED - Kooperationspartner und Spielort dieses einmaligen Theaterereignisses. Das gesamte Festivalprogramm ist unter http://www.spleengraz.at abrufbar.  Wir freuen uns (ganz ohne SPLEEN, ehrlich)!

 

 

 

Neodarwinismus. Geburtsstätte des Neoliberalismus

 

Vortrag | Mo, 6. Februar | 19.30 Uhr

Kleiner Minoritensaal
Eintritt: EUR 8,00/4,00
 

In Kooperation mit der Akademie Graz und der Urania

Dr. Ewald Walterskirchen, WIFO Wien



 

Der Wirtschaftswissenschafter Walterskirchen stellte in seinem kürzlich erschienenen Buch „Der Weg in die Informationsgesellschaft“ fest, dass die Evolution der Gesellschaft zwei Gesichter hat: die "darwinistische" Selektion und die Kooperation in neuen komplexeren Gesellschaftsformen. Im Wirtschaftsleben wird heute meist die neoliberale Argumentation vertreten, die auf neodarwinistischen Überlegungen beruht und den Menschen der Ökonomie unterordnet. Demnach gehe die wirtschaftliche Krise in Europa vor allem auf mangelnde Flexibilität des Arbeitsmarktes gegenüber dem Globalisierungsschock zurück.
 

 

 

 

 

 

GLORIA KAISER

 

Lesung | Do, 16. Februar | 20.00 Uhr

Kleiner Minoritensaal
Eintritt: 6,50 / 3,50

Die Amazone von Rom -
Das abenteuerliche Leben der Christina von Schweden (1625-1689)

Reich an Details, in kunstvoll verschlungenen Handlungsbögen schildert die neue Romanbiographie der Grazer Autorin Gloria Kaiser das wechselvolle Leben der Königin Christina von Schweden. Kaiser, die für ihre großen historischen Romane bekannt ist, hat sich nach der Habsburgerin Dona Leopoldina und der lusitanischen Kindkönigin  Maria Gloria  einmal mehr eine bemerkenswerte Frauengestalt  ausgesucht, um hinter den trockenen Daten und Fakten die Spuren des menschlichen Schicksals zu verfolgen: „Im Leben von Christina von  Schweden“, so begründet die Autorin ihre Wahl, „funkeln alle Widersprüche des 17. Jahrhunderts: der gehorsame Protestantismus und die mystischen Ausschweifungen der Gegenreformation. Nie genügte ihr ein Beinahe, für Kompromisse war sie nie zu haben. Sie lebte schonungslos – gegen sich selbst und gegen alle, die ihren Weg kreuzten.“
 

 

 

 

VORSCHAU ASCHERMITTWOCH

 

Mi, 1. März | 20.30 Uhr

Minoritensaal
Eintritt: 10,00 / 8,00

 

Viele Leute fürchten sich vor dem Tod wie die Kinder vor dem Wauwau

Teilnehmende KünstlerInnen: Arnold Stadler, Mojtina, Saso Jurcer, Christian Utz, Ulrike Stadler, Madeleine Dietz, Franz Sattler, Richard Techt

Wie im vorigen Jahr ist der Aschermittwoch als Zusammenspiel aller Künste geplant, als Versuch einer offenen Totalität - das Paradox sei in diesem Zusammenhang erlaubt - um der Totalität des Todes gerecht zu werden. Die Totalität  wurde im Rahmen dieses Projekts rückgebunden an einen konkreten Ort: die Feuerhalle in Graz.
Die beteiligten KünstlerInnen fanden sich am 22. November ein und wurden mit der Feuerhallen-Realität konfrontiert. Und waren beeindruckt, berührt, vor allem von dem Ehrfurcht und Scheu gebietenden Brennen in den zwei parallel liegenden Öfen.
Der Titel übrigens ist ein Zitat des Augustiner-Barfüßers Abraham a Sancta Clara, der ab 1686 einige Jahre lang den Grazern und Grazerinnen die letzten Dinge in plastischen Bildern vor Augen führte, möglicher Ahne also des Projekts.