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  Im Jahre 2005 feierten die Minoriten ihren 30. Geburtstag - mit Glückwünschen der besonderen Art: Mit Geburtstagsgrüßen von KünstlerInnen, Minikompositionen, Lesungen zur Zahl "30" und einem großen Fest...

 

Festansprache von Bischof Egon Kapellari

Pressemeldungen zum Fest:  >>

Lebensmittel Kunst. 30 Jahre Minoriten Kultur in Graz. Von Hartwig Bischof. In: Die FURCHE (Wien), 15.11.2005

"Bühne für Unangenehmes": Salzburger Nachrichten, 14.9.2005

30 Jahre gehören gefeiert: ORF-Steiermark

Radio Soundportal zum Fest (mp3-file)

ORF-Religion Online

Abgekürzt aus Liebesgründen. Die Minoriten sind 30. Sonntagsblatt für

 

Vor dreißig Jahren begannen im Auftrag von Bischof Johann Weber und Kanzler Johann Reinisch das charismatische (katholische) Multitalent Josef Fink und der gesellschaftskritische (evangelische) Theatermann Harald Seuter das Kulturzentrum bei den Minoriten aufzubauen. Damals noch im baufälligen Kloster, aber mit der Perle des Minoritensaals. Durch die Idee eines Kulturzentrums hat man damals verhindert, dass aus dem Minoritenkloster ein Abstellraum oder ein Kaufhaus wird.

In all den Jahren, mit ihren in mancherlei Hinsicht kopernikanischen Wenden, haben die beiden, zu denen sich nach und nach Fachfrauen und Fachmänner gesellten, einen Ort der Kunst und Gegenwartskultur entwickelt, der sich heute als ein unverwechselbarer Ort im Schnittfeld von Gegenwartskunst, Literatur, Neuer Musik, Theater für junges Publikum, Tanz, Wissenschaft und Religion zeigt.

In mancherlei Hinsicht, das wissen wir, sind wir, „die Minoriten“, ein Fossil: Als eine der letzten Institutionen schauen wir nicht auf die BesucherInnenzahlen (und trauen uns das auch noch zu sagen), sondern machen konsequent das, was wir für gut erachten: Widerständigem, Experimentellem, Schrägem, Offenem, Ungenehmem, auch Unangenehmem eine – durchaus prachtvolle – Präsentation zu bieten, „mit den Schwellen zur Prüfung der Qualität und umgreifender Humanität“ (Egon Kapellari).

So viele, die sich uns verbunden fühlen, haben uns ihre Glückwünsche gesendet (daraus wurde unser Cover), LiteratInnen haben uns Texte verfasst, die die Zahl 30 an- und umspielen (1 Minute Sprechdauer wird dabei nicht überstiegen werden); Ebenso werden Uraufführungen – „1-Minuten Geburtstagsgrüße“ – von 29 KomponistInnen beim Fest zu hören sein, interpretiert von – wie bei den Minoriten üblich – herausragenden Musikern, die dem Kulturzentrum besonders verbunden sind.

Den Stiegenaufgang zum Minoritensaal behängen wir mit dreißig Werken aus der Sammlung Josef Fink und des Kulturzentrums bei den Minoriten.
Sie sind herzlich eingeladen, dieses Fest mit uns am 16. September zu feiern. Nach der Stunde der Kunst im Minoritensaal spricht Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari Festworte zum 30-er, anschließend bitten Landeshauptmann Waltraud Klasnic und Bürgermeister Siegfried Nagl zum Fest-Empfang in den Kreuzgang.

Johannes Rauchenberger und das Team des Kulturzentrums bei den Minoriten
 


 

 

 

LITERARISCHE BEITRÄGE

Dreißig

 

Marcel Bénabou

Lucas Cejpek

Olga Flor

Franzobel

Peter Glaser

Birgit Kempker

Alfred Kolleritsch

Margret Kreidl

Anna NÖST

Oskar PASTIOR

Jacques Roubaud

Arnold STADLER

Gerhild STEINBUCH

Dragana Tomasevic

Daniel WISSER

 

Dramaturgie: Edith Draxl

 

 

 

DREISSIG WERKE im Stiegenaufgang aus der Sammlung Josef Fink und des Kulturzentrums bei den Minoriten

 

22 MUSIKALISCHE MINIATUREN (Uraufführungen) von:

 

Peter Ablinger

Thomas Amann

Helmut Dencker

Klaus Dorfegger

Beat Furrer

Clemens Gadenstätter

Florian Geßler

Georg Friedrich Haas

Elisabeth Harnik

Robert Höldrich

Joachim Jung

Gerd Kühr

Christian Klein

Peter Lackner

Klaus Lang

Daniel Mayer

Gerd Noack

Heimo Puschnigg

Siegrid Riegebauer

Ernst-Christian Rinner

Henrik Sande

Anselm Schaufler

Orestis Toufektsis

Joanna Wozny

 

 

INTERPRETiNNEN

Sylvie Lacroix, Flöten (artresonanztrio)

Andreas Lindenbaum, Violoncello (Klangforum Wien)

Dimitrios Polisoidis, Violine / Viola (Klangforum Wien)

Krassimer Sterev, Akkordeon (Klangforum Wien)