|
|
|
|
|
|
|
< >> |
||||
|
|
|
|
|
|
|
|||||
|
|
|
|
||||||||
|
|
|
|||||||||
|
Fr
21. Oktober, |
>> Programm |
Kubanische Literatur in Graz
Lesungen literarischer und essayistischer Texte und Diskussionen über Politik, Kultur und Gesellschaft |
||||||||
|
|
|
|
||||||||
|
|
In Europa sind vor allem zwei stereotype Vorstellungen von Kuba verbreitet: Die Insel als Idyll in paradiesischer Lage, verbunden mit dem Mythos der Freiheitskämpfer wie Che, Castro, Camilo Cienfuegos und die daraus resultierenden radikalen und utopischen Politikreflexionen im Westen. Andererseits wurde nach dem Zusammenbruch des Kommunismus die Insel als Gefängnis für Journalisten, Homosexuelle, Andersdenkende bekannt. Durch Einbeziehung des wohl bekanntesten Films über kubanische Musik "Buena Vista Social Club", der in Kuba Vorführverbot erhielt und dessen Regisseur Wim Wenders unterstellt wurde, für die CIA zu arbeiten, werden diese beiden Seiten hinterfragt. Lesungen literarischer und essayistischer Texte wie Diskussionen über Politik, Kultur und Gesellschaft werden es erlauben, Havanna als einen Ort komplexer Beziehungen zu begreifen. In Havanna hat sich nicht nur der literarische Werdegang der beteiligten Schriftsteller, die zwischen 1959 und 1970 geboren sind, vollzogen, sondern auch ihr privates Leben, ihr existierender oder fehlender Dialog mit der kubanischen Gesellschaft. Viele dieser AutorInnen haben Kuba verlassen (müssen), einige sind geblieben. Die Frage, in wie weit jeweils andere urbane Kontexte den Blick auf Kuba und das damit verbundene politische System bestimmen, wird reflektiert werden. Außerdem soll durch Lesungen und Gespräche vermittelt werden, wie Havanna als mythische Stadt in der Karibik durch die starken periodischen Emigrationswellen andere Städte in Europa und in den Vereinigten Staaten hervorbrachte, die in kleinerem Maßstab jene besondere Energie generieren, die Havanna als Großstadt besitzt, und sie gleichzeitig in etwas Anderes verwandeln.
Ziel der Veranstaltung ist es, den
Reichtum und die Komplexität der neuen kubanischen Literatur seit den
Achtzigern zu vermitteln. Die verschiedenen Poetiken zum Beispiel, die
sich ausdifferenziert haben oder die neuen Werte, auch die Differenzen in
den Zugängen zur Literatur und in den Vorstellungen über die politische
Zukunft Kubas. |
|||||||||
|
ÜBERSETZUNG UND
MODERATION:
Udo Kawasser |
||||||||||