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W.W.ANGER (1957-2004): subSYSTEME Die Retrospektive |
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Vernissage: Fr, 30. September 2005, 16.30 Uhr Minoriten-Galerien im Priesterseminar, Bürgergasse 2 im Rahmen des Galerientages des steirischen herbst Ausstellung bis 30. Oktober Kurator: Werner Fenz Co-Kuratoren: Evelyn Kraus, Johannes Rauchenberger
Geöffnet: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr. |
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Seinen visionären Ideen und kritischen Sichtweisen zur Vernetzung und Virtualität, seinen Fragen, den Lebensraum betreffend und damit die Existenz inmitten der Uniformisierung der Gesellschaftsstrukturen, seiner Beobachtung des fragilen Verhältnisses von Öffentlichkeit und Privatheit stellt der Grazer Künstler W.W.Anger (1957-2004) eine faszinierende Zeichensprache zur Seite. Geprägt sind die meist aufwändigen und raumbeherrschenden Installationen von der Überzeugung, dass der menschliche Kosmos in seinen entscheidenden Dimensionen nur durch das genaue Erforschen von Subsystemen erfahrbar wird. Um diese zu ver(sinn)bildlichen, bedarf es immer wieder neuer Konzeptionen und Darstellungsformen, sodass ein vielgestaltiges und vielschichtiges Kompendium das Werk charakterisiert. Die dominanten Themenbereiche, die den Reflexionen der Moderne, der System- und Kommunikationstheorie, dem Strukturalismus, dem philosophischen Konstruktivismus und soziologischen Fragen gegolten haben, ergänzt eine künstlerische Sprachform, die für den zeitgenössischen Kunstdiskurs bis zum Tod des Künstlers im Vorjahr von großer Bedeutung war.
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Kunstvermittlung Jeweils samstags und sonntags um 11 Uhr führen Mag. Birgit Kulturer und Sandra Abrams durch die Ausstellung, für Schulklassen sind Termine auch montags für Kunstvermittlung möglich. ANMELDUNG für Schulgruppen: office@minoritenkulturgraz.at oder 711133-29. Unkostenbeitrag für Schulklassen: 2 Euro. Mag. Birgit Kulterer: 0699 - 111 75 621 (Di-Do von 14.00 bis 16.00) oder unter abrams@mur.at mindestens drei Tage vor dem gewünschten Termin!
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Werner Fenz (Hg.) W. W. Anger subSYSTEME
Das Werkbuch Mit Texten von Werner Fenz, Willi Hengstler, Wenzel Mraček, Johannes Rauchenberger, Walter Titz sowie einem von Evelyn Kraus kommentierten Werkverzeichnis und einem Vorwort von Herbert Nichols-Schweiger. Layout: Jakely+Könighofer, Format 21 x 27 cm, 240 Seiten, zirka 350 vorwiegend farbige Abbildungen, Preis 34 € Mit der Herausgabe des Werkbuchs, das die steirische Kulturinitiative ermöglicht hat und parallel zur Ausstellung im Verlag Bibliothek der Provinz erscheint, soll ein von verschiedenen Zugängen aus erarbeiteter Blick – in ausführlicher Text- und Bildform – auf eine bedeutende Persönlichkeit der österreichischen Kunstszene geworfen werden. >> Text von Johannes Rauchenberger: W.W.Anger's Reliqiaries Rerum
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Folgende Werke finden Sie in der Ausstellung: Tatsachenkörper 2003 Bemalter Gips, Antennen, Altkleider
Fragmente von Körperabgüssen des Künstlers, mit Antennen versehen, auf alten Kleidern liegend, sind die Gestaltungselemente der letzten Arbeit von W. W. Anger, einige Monate vor seinem jähen Tod. Die Schnittstellen der Körperteile mit den fleischfarbenen Oberflächen sind grau; sie geben keinen Einblick in das Innere frei und sind einer zerschnittenen Schaufensterpuppe ähnlich. Was bleibt, ist die über Antennen suggerierte Kommunikation zwischen den Teilen. Sollen wir, dürfen wir von einer über den Tod hinausreichenden Kommunikationsfähigkeit der Körper sprechen oder eher, bedingt durch das Fehlen des Kopfes, von der Unmöglichkeit, überhaupt das Ganze je erfassen zu können?
Das Ding? 1992 25 Kästchen und 54 Verpackungen. Karton, Buntpapier; Linoldruck, Schrift, PVC
Die aus drei Objektgruppen bestehende vielteilige Installation ist das Ergebnis der Beschäftigung mit Martin Heidegger. In der Inszenierung stehen die exakt geordneten Kartontruhen (auch als Särge interpretierbar) für die „Dinge“, die zu begraben sind, „die es nicht mehr gibt“ (W. W. Anger). Heideggers „Ursprung des Kunstwerks“ ist auf ihnen, wie auch auf den an der Wand gereihten leeren Verpackungshüllen, Satz für Satz vom Künstler aufgeschrieben. Die Linoldruckbahnen „Tag und Nacht“ breiten sich großflächig über eine weitere Wand aus und verstärken durch ihre serielle Anordnung das Thema: Dinge verschachteln sich mit Waren, sodass der eigentlich zu erfahrende Gegenstand „unscharf“ wird und das Ding in der Warenhülle zu verschwinden scheint.
Closed Circuit 2001/02 Bemalter Gips, PVC-Kugeln, Kabelbinder, Textfragmente laminiert, Stative
Körperlos, in isolierten Kopfwelten gefangen, partizipieren in diesem Werk etwa 16 cm große Köpfe, die nach Fotos unbekannter Personen aus diversen Zeitschriften modelliert wurden, an einer kryptischen Kommunikation. Mit dem Schlauchsystem, den Kontrolllampen und Fotostativen sind die Kopffiguren, die mit Textfragmenten aus J. G. Ballards Roman Crash versehen sind - darin werden Leiden und Freuden der körperlichen Obsessionen in einer körperlosen Welt behandelt – Kommunikationstransmitter in einer Welt des rapiden Verschwindens von Körperlichkeit.
Subsystem / Zellteilung #1-7 / Anorganische Materie, 2000/2001, PVC-Kugeln, Plastikschläuche, Modelleisenbahn-Figuren, Acryl Die drei Objektgruppen imaginieren zunächst ein Laborsituation: Schläuche, Kugeln, Blasen sind sichtbar. Bei näherem Hinsehen befinden sich in den Plastikkugeln kleine Modelleisenbahn-Figuren. Die ”Versuchsanordnung” führt weiter zur Beobachtung von mutierenden Zellmodellen. Unentschieden in dieser vielteiligen, raumgreifenden Vernetzung ist die Erfahrung von Vergrößerung oder Verkleinerung, die Sicht auf den Mikro- oder den Makrokosmos. Unentschieden auch, ob wir die Rolle des Gottes, des Voyeurs, des Big Brother einnehmen. Unvorhersehbar die zukünftige Zellteilung und die Lebensfähigkeit einer Materie, die die Lieben und Leiden der organischen Welt nicht kennt.
Sponsoring z.B. 2001
Ein über das Alltagsleben ironisierter Kommentar zum immer stärker aufgewerteten und in den Mittelpunkt gerückten Verhältnis von Kunst und Sponsoring.
Vorstadt-DNS. 1999 Kupfer, Aluminium, Gewindestangen, Draht, Karton, Lack
Das suburbane System wird hier metaphorisch in der Doppelhelix eines DNS Systems als genetischer Code der Vorstadt, bestehend aus Autos, Verkehrswegen und Einfamilienhäusern, miteinander gekoppelt.
Homebase for Outer Space 1999 17 Architekturmodelle, 1 Bodenobjekt: Wandzeichnung mit Filzstift Die suburbanen Lebenskonzepte werden in dieser Installation als Wunsch nach einem Eigenheim im Grünen, als Metapher einer Sehnsuchtsprojektion nach Individualität, Unabhängigkeit, Privatheit und Selbstverwirklichung thematisiert. Als industrielle Massenanfertigung entlarvt weisen sie breit funktionierende Verkaufsstrategien auf und kalkulieren mit dem Preis eines gesteigerten Konformitätsprinzips. Die Kulturgeschichte des Einfamilienhauses ist gleichzeitig ein Teil der Geschichte des Kapitalismus.
Headquarter 1998 Farbfotos und Filzstiftzeichnungen
Die Stadt und die durch die Konsumtechniken vermeintlich erlangten Freiheiten, die täglich durch Reklame und mediale Produktion vermittelt werden, verwebt W. W. Anger in riesigen kopierten Filzstiftzeichnungen von Stadtveduten und in Farbfotos von diversen Einkaufszentren, den ”Hauptquartieren” der Konsumgesellschaft. In ihrer Summe ergeben sie ein vielgestaltiges Panorama von Urbanität, in dem das Rauschen globaler Gleichschaltung förmlich mitklingt.
Katastrophe. 1997 Video, 3 Minuten
Eine Naturkatastrophe bricht in eine von Reihenhäusern gesäumte idyllische Landschaft herein. Die Kameraführung basiert auf den Einstellungen aus Nachrichtensendungen.
Module. 1995/96 20 Architekturmodelle, 20 Farbfotos, Karton, Acrylglas, Selbstklebefolien, Modelleisenbahnfiguren
Das künstliche Environment des städtischen Raumes und das fragile Verhältnis von Öffentlichkeit und Privatheit sind Parameter von Architektur und Städteplanung. Deren Idealität umzusetzen, grenzt an utopische Dimensionen. In „Module“ sind nicht nur Modelle von Billigwohnungen für den Stadtrand zu sehen, vielmehr sind es Bühnen der Privatheit einzelner Personen, für die wir als BetrachterInnen zum Voyeur werden und deren gefühlte Individualität wir gleichzeitig als Illusion entlarven. Die Gleichzeitigkeit unserer Sicht auf diese Bühnen stellt keine Öffentlichkeit her, da sie keine Beziehungen zueinander unterhalten.
Stadt/Land (Keiner weiß mehr). 1994/95 verschiedene Materialien
Die serielle Arbeit zur Frage nach Zentrum und Peripherie baut sich aus zwei miteinander verbundenen Zooms auf. Der eine erstreckt sich von der Totalen eines Hochgebirgstals bis zur Nahaufnahme eines darin stehenden Hauses, der zweite beginnt mit dem Blick auf die Stadt und endet bei der Ansicht desselben zentralen Einfamilienhauses. Die grauen hochglänzend lackierten Landschaften werden durch Farbfolien als Deckflächen eingefärbt – rot für Stadtlandschaften, blau für Gebirgslandschaften. Die Begriffe auf den Glaskästen sind Assoziationen zu den Lebensbereichen Land und Stadt.
Schuss-Gegenschuss 1992-94 Drei Stelen mit je sieben Holzwaffen, Metallrohr, Fichtenholz. Diaprojektoren, Scheinwerfer, Elektromotoren Die Schuss-Gegenschuss-Methode ist ein Terminus aus der Filmproduktion: Wenn die Kamera bei einem Gespräch abwechselnd auf die eine, dann auf die andere Person gerichtet ist. Hier sind verschiedene Schusswaffen, amerikanischen Waffenzeitschriften entnommen, maßstabsgetreu in Holz nachgebaut. Motoren drehen die drei „Geschütze“ um die eigene Vertikalachse und lassen sie, von Scheinwerfern und Diaprojektoren beleuchtet, allgegenwärtig an verschiedenen Wandabschnitten auftauchen. Interaktiv gelangen die BetrachterInnen in das Schussfeld der Gewalt- und Medialisierungsstrategie.
Fuck you – Fuck me. 1993 15 Skulpturen, Draht, Transparentpapier, Leim, Kleister; Bilderserie (sechsteilig), Dispersion und Linoldruck auf Lwd.
Die Objekte sind materialfremde Nachbildungen von in Katalogen abgebildeten Latexwäschestücken. Die Hülsen sind leer und zweckentfremdet an die Wand montiert. Ergänzt wird die Installation durch eine mehrfarbige Bilderserie, die jeweils den Titel der Arbeit und acht Skizzen derartiger Fetische zeigt.
Seilschaft, oder wir kommunizieren nicht mit uns selbst 1992/93 Eisendraht neonorange lackiert, Bild zusammengesetzt aus drei gefundenen Bildern, Öl und Acryl auf Hartfaser
Aus einem Eisengerüst sind sowohl drei sich abseilende Bergsteiger als auch das sich zu einem Dreieck schließende Seil geformt. Die Motive sind der Schautafel eines Kinderlexikons entnommen, die unterschiedliche Abseiltechniken zeigt. Ergänzt wird das Werk durch drei vom Künstler vorgefundene und mit Alpinisten in identischer Haltung überzeichnete Berg- und Landschaftsbilder .Der durch die geschlossene Form des Objekts, des Seils, entstehende Loop veranschaulicht ein Zitat von Slavoj Žižek zu den komplexen Fragen der Kommunikation.
Egozentrische Gesellschaft 1991/92 Messingschrift, Sperrholz (mit Kugelschreiber beschriftet) Unmittelbar nach der Installation „Egozentrisches Universum“, die schließlich 1995 im Grazer Mausoleum gezeigt werden konnte, entstand diese Reliefarbeit. Der linke Teil der gegenläufigen Doppelspirale ist in Messingschrift gearbeitet, der rechte besteht aus ineinander gesteckten Schattenrissen von Sperrholzköpfen, die den näheren und entfernteren Bekanntenkreis des Künstlers darstellen und mit Texten aus Claude Levi-Strauss’ Strukturale Anthropologie I beschriftet sind. Die Spiralform verstärkt den Ansatz der Egozentrik, das Stecksystem die engen oder losen Beziehungen der Personen zueinander – ähnlich einem Molekül, bestehend aus seinen Atomen.
Maxi und die großen Leute. Kunstgeschichte für Unterstufen, 1990/91 Zehnteilig, Sperrholz, Spielklötze, Foto, Glas, Linoldruck
Im aufgeklappten Zustand dieser selbst gebauten Sperrholzkästchen befinden sich aus Fotokopien und ausgeschnittenen Fotos sowie Bauklötzen aus dem Kindheitsfundus des Künstlers „nachgebaute“ Kunstwerke der klassischen Moderne: Das Herunterdrücken der großen Kunst auf Spielzeugformat ist die Entschärfung ihrer Heroik, eine Handhabung im Modus des Spielerischen. Der Titel bezieht sich auf ein Kinderbuch von W. W. Anger, in dem Berufe unserer Gesellschaft vorgestellt wurden.
Zeiträume 1990/91 Linolschnitte, Fotokopien, optische Einrichtungen, Stative
Extrem vergrößerte Kopien von Linolschnitten und vorgefundenen Abbildungen verbreiteter Österreich-Motive vorwiegend aus der Nachkriegszeit, werden von den BetrachterInnen mittels optischer Geräte einer genauen Beobachtung unterzogen. Diese ”Sehmaschinen” lassen den Realitätsgehalt des Beobachteten ebenso kippen wie den Wahrheitswert der Vorlage in ihrem nationalikonisierenden Anspruch. Die Möglichkeit der raffiniert konstruierten Objekte, ”um die Ecke zu schauen”, bezieht sich auch auf Geschichte und auf Bilder, die uns durch mediale Vermittlung einst als unumstößlich galten.
Materialfluss 1989
In den Öffnungen der geometrischen Formen aus Sperrholz befinden sich bronzierte Gipsplastiken, die Verkehrsszenen darstellen. Die Verwendung der Pentagonform ist als „Symbol für Beobachtung und Observierung” zu lesen. Das Auto, nicht als Pop-Art-Fetisch, sondern als skulpturales Zeichen, setzt W. W. Anger als zeitdiagnostische Verdichtung zwischen Verkehrsfluss und Stockung, zwischen In-Szene-Setzen und Fremdkontrolle in den Mittelpunkt.
Designstudie für ein Starwarprogramm oder Die Leere dazwischen 1988
Der Gedanke der unermesslichen Leere im Weltraum verbindet sich in dieser Installation mit den Rüstungsprogrammen der Reagan-Ära. Der Unmöglichkeit, mit beiden Vorstellungen leben zu können, setzt W.W.Anger eine ”Designstudie” entgegen, ein beinahe prometheischer Versuch, nicht nur einer unermesslichen Leere, sondern eine unendliche Gewaltvorstellung mittels designartiger Zähmung oder Überführung ins Komische Herr zu werden. So finden wir beispielsweise in den Atompilz-Skulpturen auf Sockeln zimmergerechte Trophäen einer militärischen Vernichtungsoperation. „In der Leere dazwischen“ bewegt sich der Mensch – fortschreitend in die Geiselhaft politischen Designs genommen.
Krone des Nordens – Ruhm und Macht – Das Prinzip der schiefen Ebene, 1987/88 Marmor, Holz, Beton, verzinktes Blech, Basalt, Beton, Gips bronziert
Die ”Krone des Nordens” erzählt nicht nur von der Geschichte der Ästhetik, sondern von der Ästhetik der Geschichte. Als Trilogie ist diese Installation eine Auseinandersetzung mit den totalitären Regimen des 20. Jahrhunderts: Hitler und Stalin bilden als bronzierte Gipsköpfe korenartige Kapitelle zu einer schiefen Ebene, die die Sakralisierung von Gewalt mit Zitaten einer Tempelarchitektur aufruft. Das komplexe Ensemble zitiert das Hakenkreuz ebenso wie altarähnliche Formen.
Kommunizierende Gefäße (Der Traum vom Bewusstsein) 1987 Metall, Gummischlauch, Holz, Granit
Wenn der zylindrische, fast zu einer Bombenform zugespitzte Blechkörper ein „Gefäß“ in Form eines Steinblocks an die Seite gestellt bekommt, dann verstrickt sich das physikalische Gesetz des Gleichstands von Flüssigkeiten bei jeder Zufuhrmenge – das Prinzip kommunizierender Gefäße – sowohl im optischen als auch im inhaltlichen Sachverhalt der unterschiedlich materiellen und überdies verschlossenen Form sowie im Paradoxon der Kommunikation im ein- und ausgeschalteten Bewusstseinszustand.
Revolvere 1986 Holz, Beton, Blech verzinkt
Das Frühwerk des Künstlers ist primär von politischer Ästhetik bestimmt: Robespierres Schriften gaben hier beispielsweise den Anlass, ”Revolution” skulptural zu bearbeiten: ”Revolvere” ist dem Prinzip des Umkehrens und Umdrehens, gleichzeitig dem Tötungsinstrument verpflichtet. Ein Metallrad wird von einer Holzstange, die zwischen zwei Betonrädern eingekeilt ist, mittels eines Keils gerade noch in Balance gehalten und so vom Auseinanderfallen bzw. Kippen bewahrt. |
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