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MINORITEN NEUE MUSIK GRAZ

 

 

ELECTRIC CURRENTS - UNTER STROM

Ensemble Intégrales

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Mi. 8. Juni
20.00 Uhr

Minoritensaal

Eintritt:
EUR 11,-/7,-

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Elektronische Musik und Akustik Graz

Ensemble Intégrales hat aus Anlass seines 10-jährigen Bestehens 2003 an vier international erfolgreiche junge Komponisten und eine Komponistin Kompositionsaufträge vergeben.

Einzige Bedingungen: Besetzung und elektronisches Equipment.

Die Komponisten bedienen sich auf höchst unterschiedliche und spannende Weise des elektronischen Mediums, so dass dieser Abend für die Zuhörer zu einer erlebnisreichen und unerwarteten Reise durch unbekannte Klanggefilde werden wird, die neugierig auf mehr macht.

 

 

 


Foto: Ensemble Intégrales 

Ensemble Intégrales
Barbara Lüneburg, Violine
Claudia Birkholz, Klavier
Burkhard Friedrich, Saxophone
Stefan Kohmann, Schlagzeug
Marko Ciciliani, Klangregie

 

PROGRAMM

Yannis Kyriakides (Zypern)

chaoids (2001)

Violine, Saxophon, Schlagzeug, Elektronik
 

Netochka Nezvanova (Amsterdam)

la lumiere, la luniére…c‘est la seule (2003)

Violine, Schlagzeug, Klavier Live-Elektronik
 

Marko Ciciliani (Amsterdam)

KörperKlang (2003)

Viola, Altsaxophon, Klavier

 

Burkhard Friedrich (Hamburg)

no significant change-short cuts (2003)

Violine, Saxophon, Keyboard, Schlagzeug, CD

 

Donacha Dennehy (Dublin)

glamour sleeper (2003)

Violine, Saxophon Schlagzeug, Klavier, Elektronik

 

Inzwischen hat sich dieses Programm als äußerst erfolgreich herausgestellt, so dass das Ensemble bereits unzählige Male im In- und Ausland gespielt hat.

Burkhard Friedrich stellt Ausschnitte aus seinem multimedialen Musiktheater „no significant change" vor. Es werden die Vor- und Nachteile einer Vorproduktion von Teilen aus der Partitur im Verhältnis zu simultanen Produktionen und Reproduktionen dargestellt. Die Kombination mit der Live-Elektronik (rotierende Klangschichten über ein quadrophones Lautsprechersystem mittels „supercollider") stehen dabei im Vordergrund.

Yannis Kyriakides hat eine Zuspiel-CD erstellt, mit der sich die verstärkten Instrumentalklänge teilweise verschmelzen und zu der sie sich teilweise in Kontrast stellen. Mit „chaoids" – von „Chaos" abgeleitet – sind Klangwellen gemeint, die eigene Strukturen und eine sehr außergewöhnliche Dynamik besitzen.

Der irische Newcomer Donnacha Dennehy hat sich an Traumsequenzen orientiert, die ein Erleben von unterschiedlichsten, nicht kontrollierbaren emo-tionalen Zuständen in einer Art Paralleluniversum repräsentieren. Dabei entsteht eine Steigerung in unermessliche Klangschichten, die durch die Live-Elektronik immer und immer wieder transformiert werden.

Netoschka Nezvanova hat ein kontemplatives Werk komponiert, in dem ein filigranes Netz aus elektronischen und akustischen Klängen gewoben wird. Nicht nur der Komponistin erscheinen bei dieser zeitlosen Musik Assoziationen von Licht und Schatten, sondern auch den Interpreten: Es entstehen Klangfarben im wahrsten Sinne des Wortes.

Marko Cicilianis Komposition beginnt auf live-akustische Weise, die noch nicht ahnen lässt, auf welch für komplexe Hörebenen das Stück die Zuhörer führt. Nach und nach schichten sich Echos und minimal verrückte Klangereignisse, verfremdete Transformationen aus dem soeben Gehörten aufeinander, so dass bald nicht mehr klar wird, was von der Bühne und was aus den Lautsprechern zu hören ist.

„Seit der Jahrhundertwende wurde dem Begriff „Zeitgenössische Musik" eine neue Dimension hinzugefügt. Das zwanzigste Jahrhundert ist vorbei, eine neue Zeit ist angebrochen. Dieses Gefühl konnte man beim Konzert von ensemble Intégrales in Eindhoven bekommen..." so die niederländische Presse.

Über 12 Jahre schon faszinieren ensemble Intégrales’ hervorragende Interpretationen und dessen kreative Neugier die Freunde der zeitgenössischen Musik. Seit seiner Gründung hat sich das Ensemble international einen exzellenten Ruf für seine Aufführungen neuer Kammermusik aufgebaut.