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Künstlerische Beiträge zum Thema Tod

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Presse:

Ö1-Tipp des Tages: Kunst und Tod

19.00 Uhr: Grazer Dom

Aschermittwochliturgie und Aschenkreuzverteilung mit Bischof Dr. Egon Kapellari

 

ab 20 Uhr: Minoriten-Galerie, Mariahilferplatz 3, II. Stock

VERNISSAGE Sonja Ladstätter, Petra Sterry, Irmgard Schaumberger

 

20.30 Uhr: Minoritensaal, Mariahilferplatz 3

Leseperformance

Text: Christine Huber, Tanz: Caroline Decker, Inszenierung: Frauke Steiner

 

HISTORIA MORTIS SENECAE SECUNDUM TACITUM

Komposition: Florian GeSSler; Interpretinnen: Margot Oitzinger (Mezzosopran), Szuszanna Nagy (Flöte), Eva Bajic (Klavier)

 

SERMO. ARS MORIENDI

Über die Kunst des Sterbens

Bischof Dr. Egon Kapellari

 

Anschließend (ca. 21. 30 Uhr): KünstlerInnenbegegnung und FASTENSUPPE

 

Das Aschenkreuz und der dazugehörige Satz: „Mensch bedenke, dass du Staub bist und zu Staub zurückkehren wirst“ sind eines der wenigen (kollektiv-ritualisierten) memento mori unserer Gesellschaft, die vehement Sterben und Tod ins Private zu bannen versucht. Das Engagement gegen die Verdrängung von Kreatürlichkeit bildet einen Kreuzungspunkt von Religion und Kunst, wenngleich zeitgenössische Kunst dabei meist andere Wege geht als Religion, die zentral das Heilsversprechen im memento mori verankert. Konsequent setzen sich KünstlerInnen aller Kunstsparten mit sämtlich erdenkbaren Mitteln über eine gesellschaftlich forcierte Hochglanz-Mentalität hinweg. Mitunter grell und (an)klagend, stark nuanciert werden so Sterben und Tod erneut ins Öffentliche gerückt.

Crossover bearbeitet das Kulturzentrum bei den Minoriten als Mehrspartenhaus am Aschermittwoch künstlerisch das Thema Tod: (Auftrags-)Arbeiten aus Musik, Bildender Kunst, Literatur, Performance und Theologie lassen ein Gesamtkunstwerk entstehen, das sich mit Tod und Sterben anlegt.

 

In den Minoriten Galerien werden Werke der drei Künstlerinnen Petra Sterry, Sonja Ladstätter und Irmgard Schaumberger gezeigt, die sich allesamt mit dem Tod auseinander setzen.

 

Im Minoritensaal inszeniert Frauke Steiner den Auftragstext an Christine Huber, als Impuls zum Schreiben diente Ladstätters Bild „Der Tod des Vaters“. Musikalisch wird das Thema Tod durch Florian Geßlers Komposition „Historia mortis Senecae secundum Tacitum“ behandelt. Tänzerisch wird Caroline Decker den Widerstand, den Kampf „Tod“ performen. Mehr >>

 

Davor ist Zeit für das Aschenkreuz, am Ende des Abends wird eine Fastensuppe gereicht. Bischof Egon Kapellari hält einen Sermo über die ars moriendi.

Und lädt Kunstschaffende an diesem Tag ein zu Gespräch, zu Widerspruch und zu Allianz.

Seien Sie dazu herzlich willkommen.

 

 

Konzept: Johannes Rauchenberger, Birgit Pölzl, Florian Geßler, Eveline Koberg und Edith Draxl

Künstlerische Leitung des Projekts: Frauke Steiner