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ANDRÉZ RAMÍREZ GAVIRIA

in Zusammenarbeit mit Erich Fahringer und Werner Zotter

ANTECHAMBER - vor der Scheidung

 

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GALERIEN

     

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Der Entschluss zur Bewegung im Raum wird zum intimen Prozess, der zu einer Bildwerdung führt. Ein Laser-Lichtgemälde beginnt zu entstehen. Intensität und Ausmaß dieses Gemäldes wird vom Besucher bestimmt. Vor der Entscheidung zur Bewegung liegt eine zur Ruhe gekommene Linie aus Licht.

Der junge kolumbianische Künstler Andrés Ramírez Gaviria arbeitet mit interaktiven Multi-Media-Installationen, wobei meist „Lasergemälde“ mit Sensoren, Tönen und Signalen dabei entstehen. Durch die Interaktivität wird bei dem sich bewegenden Betrachter ein intimer Prozess des Gewahrwerdens seiner physischen Präsenz und seiner räumlich determinierten Umwelt ausgelöst. Die Verortung des Ichs in Unbehaustheit und/oder Ortlosigkeit korrespondiert mit der Generierung von Bedeutungen bei einem räumlich und zeitlich offenen Bezugssystem.  

Die Bewegungen der Besucher werden künstlerisch in eine „negative", zumindest aber in eine ambivalente Verstärkung umgeleitet. Je mehr man sich also bewegt, desto „unangenehmer“ werden Gavirias „malerische Gebilde“ für den Betrachter. Man könnte sogar behaupten, dass in dieser Art von Interaktion Bedeutungen generiert werden – die mit der symbolischen Ursprungsbedeutung der „Laserzeichnung“ korrespondieren. Nicht nur spirituelle Metaphorik wird dadurch aufgerufen, sondern auch Dekonstruktion – und beide werden in einen konstruktiven Widerstreit gesetzt.

Johannes Rauchenbreger

Andrés Ramírez Gaviria, geb. 1975 in Bogotá, Kolumbien, schloss sein Studium an der Boston University (Malerei, Kunstgeschichte) im Jahre 1998 ab, studierte anschließend in Winchester School of Art in Barcelona, sowie Winchester, England.

Seine Arbeiten wurden in verschiedenen Solo- und Gruppenausstellungen in den USA, England, Spanien, DL, Dominikanische Republik gezeigt (u.a. in 450 Broadway Gallery (New York), Berlin Kunstprojekt (Berlin) and the ARCO International Contemporary Art Fair (Madrid).  Im Jahre 2000 und 2003 war er Teilnehmer an der Caribbean Biennial.

Seine Arbeiten wurden publiziert im NY Arts Magazine, Art Nexus, Lapíz, El Caribe, Berliner Kunst, sowie weiteren Kunstzeitungen.

Andrés Ramírez Gaviria lebt und arbeitet derzeit in Wien.

 

 

"In my work, I often attempt to present the displacement of the self as it relates to the idea of placelessness...The representation of an ambiguous
space and time where little or nothing in one¹s surrounding has immutable significance. The idea of being lost inside a labyrinth of complexities that
elicits and negates attempts at a conclusive representation...an
ANTECHAMBER."

 

 

Erich Fahringer ist in Österreich geboren und aufgewachsen. Er absolvierte die Tomeisterausbildung an der Hochschule für Musik, Wien und ist seit 15 Jahren in den Gebieten Musikproduktion,Sounddesign und Livesound national und international tätig.

Seine Zusammenarbeit mit Andrés Ramírez Gaviria begann im Herbst 2001, mit der Arbeit an "The Marginal Void" , einer interaktiven Soundinstallation für das Berliner Kunstprojekt,
gefolgt von "Of Conflicts & Denials" in New York und "Warteschleife" bei der 5. Karibischen Bienale in Santo Domingo, im Herbst 2003.


Werner Zotter, geb. 1969 in Wien. Abschluß der Höheren Technischen Lehranstalt, Fachrichtung Elektrotechnik in Wien X .Seit 1999 regelmäßige Vorträge über Lichtdesign sowie Prüfungsabnahme im Auftrag der Universität Wien und der Volkshochschule im Lehrgang “Praxis und Theorie des Bühnenbildes“ Im Rahmen seiner Tätigkeit als Lichtdesigner führte er verschiedenste nationale und Internationale Produktionen durch. ( unter anderem Willie the Kid /Donaufestival Krems; Ballycotton/ Tour Taiwan;Musical Surf Dance/ BKA Berlin;Voestival/Linz)
Die Zusammenarbeit mit Andrés Ramírez Gaviria begann ab 2002 in Berlin, gefolgt von weiteren interaktiven multimedialen Installationen in New York und Santo Domingo.

 

 

 

 

 

Installationsansichten der Grazer Ausstellung; Fotos: A. R. Gaviria

 

Eröffnung: 2. von links: A. R. Gaviria; im Bild angeschnitten rechts: E. Fahringer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

09. Oktober - 07. November 2004

 

Kuratoren: Johannes Rauchenberger /  Alois Kölbl

 

Ausstellungsort:

MINORITEN-Galerien im ehem. Jesuitenkollegium/

Priesterseminar, Bürgergasse 2, 8010 Graz

 

steirisc[:her:]bst 04

 

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A. Ramírez Gaviria