LITERATUR

 

 

Frauen schreiben.

Positionen aus Südosteuropa

 

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Ironisieren, verklären, aussparen, analysieren: Die Literatur hat etliche Hände voller Möglichkeiten auf gesellschaftspolitische Prozesse zu reagieren. Welche Strategien wählen Autorinnen aus dem südosteuropäischen Raum? Welche lassen sie aus? Existieren Parallelen in der Strategieentwicklung über die Grenzen hinweg?

Das Wissen in Mitteleuropa um literarische Prozesse und Entwicklungen auf dem Balkan ist trotz der räumlichen Nähe erstaunlich gering. Neugier daher und die Lust auf Vernetzung, die die Veranstaltungsreihe „Frauen schreiben. Positionen aus Südosteuropa" nachhaltig stillen soll.

Den Auftakt bilden im Rahmen des des steirisc[:her:]bst zwei Abende, an denen das Sagen, Können und seine Strategien diskursiv und literarisch bedacht werden.

Lesungen

Do 28.10.:   Andrea Zlatar
(Kroatien) +
Jasmina Lukic (Serbien)

DO. 4.11.:
  Tzeta Sofronieva (Bulgarien) + Magda Carneci (Rumänien)

Andrea Zlatar
geboren 1961; Publizistin und Autorin. Unterrichtet Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Zagreb. Gibt das vierzehntägig erscheinende Kulturmagazin Zarez und die Literaturzeitschrift Gordogan heraus. Andrea Zlatar hat etliche Bücher über Literaturtheorie und einen Essayband herausgegeben, der die Kultur in Kroatien in der Phase des „transire": des Übergangs oder der Übergänge auf den Prüfstand stellt. In ihrer Recherche der zeitgenössischen und neueren Kultur und Kulturpolitik kommt Andrea Zlatar zum Schluss, dass die schlimmste Auswirkung des Machtwechsels und des Krieges nicht in der materiellen Verarmung der kroatischen Gesellschaft liegt, sondern in der völligen Zerstörung von Wertsystemen.

Jasmina Lukic
geb. 1951, Studium der allgemeinen und vergleichenden Literaturwissenschaft in Beograd und Ottawa. Literaturkritikerin, Essayistin, Herausgeberin einer Zeitschrift, Mitbegründerin und Dozentin am Zentrum für „Women Studies" in Beograd und Zagreb. Zahlreiche Veröffentlichungen zur zeitgenössischen serbischen und kroatischen Lyrik und Prosa, zur feministischen Theorie und Literaturgeschichte.

Tzveta Sofronieva
geboren 1963 in Bulgarien; Studium der Physik und der Wissenschaftsgeschichte und -soziologie. Seit 2000 freie Autorin. 2000-2003 Gründung und Aufbau des Projekts ,,Verbotene Worte", das im Jahrbuch des Ernst Klett-Verlages zur Frankfürter Buchmesse 2003 und auf der Intemet-Plattform www.kakanien.ac.at. präsentiert wird. 2000-2003 Arbeit an der Anthologie ,,Kirschen und Kanonen. Verbotene Worte", die literarische Erzählungen, die ausschließlich für dieses Projekt geschrieben wurden, und Gespräche unter den Autoren und zwischen den Autoren und ihrem Publikum bei den Lesungen in Sofia und Wetzlar, kompiliert.

Magda Carneci
geboren 1955; schreibt Lyrik und Essays.

M.


DO. 28. Oktober
20.00 Uhr

DO. 4. November
20.00 Uhr

Kleiner Minoritensaal

Eintritt: 6,50/3,50

Konzept:
Dragana Tomaševic,
Birgit Pölzl,
Robert Reithofer, Max Aufischer

 

In Kooperation mit ISOP, Kulturvermittlung Steiermark, Internationales Haus der Autoren, Kulturkontakt