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NEUE MUSIK

 

Luigi Nono

Musik und Film zu seinem 80. Geburtstag

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Einmal nach der Herkunft seiner Klangvorstellungen befragt, beschrieb Luigi Nono 1988 die Atmosphäre seiner Heimatstadt: „Ich bin aber auch sicher, dass es in Venedig eine ganz besondere Art zu sprechen gibt, und zu hören – auch z. B. die Glocken. Dieser Klang der Glocken mit Hall und Widerhall durchzieht Venedig, durchzieht sein Wasser. Und die verschiedenen Echos, die auch von unten kommen, werden von den Häusern wieder reflektiert, und in das alles kommt plötzlich ein Rhythmus hinein – das ist wirklich ganz besonders und unvergleichlich."

Die vokalmusikalische Tradition und die daraus resultierenden Ausdruckswerte bilden die Grundlage der kompositorischen Arbeit Luigi Nonos und bestimmen den expressiven Charakter seiner Werke. Bemerkenswert ist, dass mehr als die Hälfte seiner Kompositionen rein vokal sind oder auf vokalen Materialien basieren. Einer der wichtigsten Aspekte von Nonos musikalischem Stil ist die einprägsame Stimmenbehandlung, die in Werken wie etwa Il canto sospeso (1955/56) und Prometeo (1984), Sará dolce tacere (1960) und Das atmende Klarsein (1981) besonders deutlich zur Geltung kommt.
Der Focus des Konzerts liegt nun vor allem auch auf Vokalmusik des 20./21. Jahrhunderts.
Im Zentrum steht Nonos „Liebeslied" für Nuria aus dem Jahr 1954 für vierstimmigen Chor, Percussion und Harfe. Werke von Cage, Feldman, Kurtag, Messiaen, sowie Uraufführungen von Alexis Porfyriadis, Klaus Ager und Peter Ablinger bilden einen behutsamen Rahmen.

Elfriede Moschitz

Fr. 29.10.2004

20.00 Uhr

 

Großer Minoritensaal

 

 

 

 

 

INTERPRETiNNEN

VOKALSOLISTEN Graz

Elfriede MOSCHITZ, Leitung

 

WERKE VON

Cage

Feldman

Kurtag

Messiaen

Nono

 

URAUFFÜHRUNGEN VON

Ablinger

Ager

Porfyriadis

„Archipel Nono"

 

Ein Film von

Corinne Jolie, Artline Films (Paris)