LITERATUR Graz: LITERATUR UND FUSSBALL

 

FRANZOBEL + THOMAS BRUSSIG

 

 

         << Home >>

 

 

     

>> Kontakt

 

 Franzobel, gezeugt am Tag des Lattenpendlers in Wembley, geboren während der ersten Frühjahrsrunde 1967, war mit der Hauptschule Lenzing im Schülerligabezirksfinale als Vorstopper. Heute ist er mit einer Argentinierin verheiratet und eingetragenes Mitglied bei den Boca Juniors Buenos Aires. Er hat bereits diverse Fussballspiele kommentiert, ist eng befreundet mit Gogo Golautschnig und spielt in diversen Hobbymannschaften als Ausputzer mit.

Seit 1970 hat er kein Spiel der österreichischen Nationalmannschaft verpasst. Zwischen den Spielen vertreibt er sich die Zeit mit dem Erfinden von Olympiaden und mit Schreiben, so sind zuletzt erschienen: Scala Santa oder Josefine Wurznbachers Höhepunkt, 2000; Austrian Pycho oder der Rabiat Hödlmoser, 2001; Mayerling. Die österreichische Tragödie, 2001; Lusthaus oder Die Schule der Gemeinheit, 2002.

 

 

 

Sonntag, 6. Juni 

 

Franzobel © Maria Ziegelboeck, 2003

 20.00 Uhr, Kleiner Minoritensaal, Eintritt  € 6,50  € 3,50

LESUNGEN Franzobel: Mundial • Thomas Brussig: Leben bis Männer

 
 
   

 

 

Mundial

Wenige Autoren sind so prädestiniert, über Fußball zu sprechen, wie ein Autor, dessen Pseudonym aus dem Ergebnis eines Fussballspiels Frankreich gegen Belgien entstand: Franz2:0Bel.

Franzobel nähert sich dem Thema von allen Seiten, er umspielt, foult, säbelt, versenkt, sammelt Karten, und am Ende der Saison geht er in die Winterpause und sieht sich Schirennen am Bildschirm an.

Franzobel schreibt über den argentinischen Fußball, den er aus eigener Anschauung kennt, über Spielermaterial, das einem buchstäblich auf den Kopf fällt. Natürlich darf der 21. Juni 1978 nicht fehlen: Cordoba natürlich, „als unser kleiner Pflug (Marke Steyr-Puch) den Untertürkheimer Unbesiegbarkeitsacker gestochen hat, als unser aller Hansi-Burli den Erzfeind Deutschland k. o. geschossen hat.“
Er fragt sich, ob alle Spieler nach ihrer Karriere Tankstellenpächter sind (nein, einige sind Trafikanten) und was Menschen dazu treibt, Schiedsrichter zu werden.

 

 
   

Thomas Brussig

geboren 1965 in Berlin, wuchs im Ostteil der Stadt auf. Er studierte Soziologie und Dramaturgie und debütierte 1991 mit dem Roman "Wasserfarben". 1995 erschien sein in zahlreiche Sprachen übersetzter und auch als Bühnenfassung erfolgreicher Roman "Helden wie wir". Sein dritter Roman "Am kürzeren Ende der Sonnenallee" wurde 1999 gleichfalls zum Bestseller und der Film "Sonnenallee" zum erfolgreichsten deutschen Film des Jahres. Thomas Brussig lebt in Berlin. 

 

 
       

Leben bis Männer

Einer packt aus. Mehr als zwanzig Jahre war er der Stratege am Rand, im Training ein harter Knochen, auf dem Platz ein Erlöser. Sein Verein hieß einst "Tatkraft Börde", sein Beruf ist Fussballtrainer. Jetzt zieht er vom Leder, und es gibt kein Halten: Weil einer seiner Spieler vor Gericht gestellt wurde, hat die Mannschaft den Aufstieg nicht geschafft.

"Leben bis Männer" ist der Monolog eines Mannes, der ein enger Verwandter des Kontrabassisten von Patrick Süskind sein könnte. Ein Fussballtrainer aus der Provinz rechnet ab: Ein leidenschaftlicher Monolog voll absurder Volten und mitreißender Komik.

 

 
           
           
           
Kuratorin: Birgit Pölzl