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            PROGRAMM  MAI 04

 

>> Artur Zmijewski: SINGING LESSON

>> Le Lied, mon amour

>> ANARCHIC HARMONIES (Cage etc..)

>> OPEN UNIVERSITY:

LEBENS-LUST; LEBENS-ZONEN; LEBENS-SCHULE

>> Peter Kubelka

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HIGHLIGHTS

     

>> Kontakt

 

03. 05. 2004

19.30 Uhr

Großer Minoritensaal

GRAZ IM DISKURS - Perspektiven >2004
Die Zukunft der Stadt Graz auf dem Prüfstand
Teil II:
"WAS IST FINANZIERBAR?"

Stadtrat Mag. Dr. Wolfgang Riedler
Moderation:
Univ. Prof. Dr. Ursula Schneider
 

Zeitanalyse

 

Vortrag mit anschließender Publikumsdiskussion

In Kooperation mit der Akademie Graz und der Urania



 

05. 05. 2004

MINORITEN Galerien, 2. Stock

19 Uhr

LEBENSLUST

 

[Open] university

aoUProf. Mag. Dr. Erna Pfeiffer (Institut für Romanistik,  KF-Uni Graz):
Liebes-Lust aus Sicht lateinamerikanischer AutorInnen

aoUProf. Dr. Otto König (Institut für Moraltheologie und Dogmatik, KF-Uni Graz):
Die zerstörte Spur
: Christen, Gott und die Lust am Leben

Moderation: Irene S.

 

Vortrag PFEIFFER: Im Vergleich literarischer Texte renommierter männlicher Autoren des 20. Jh. aus Lateinamerika (Cabrera Infante, Cortázar, Carpentier) mit neueren Texten von Frauen (Lucía Guerra, Luisa Valenzuela, Ana Istarú) werden unterschiedliche Zugänge zum Liebeserleben und Lustempfinden der Frau dargestellt.

Vortrag KÖNIG: Agape und Eros, Liebe und Lust sind im Prozess von Christentum und Zivilisation immer schärfer in Gegensatz geraten. Es soll den Ursachen des Verschwindens und der „Verteufelung“ der Lust in der Geschichte der abendländischen Religiosität nachgegangen und nach Möglichkeiten der „Versöhnung“ von Sinnlichkeit und Frömmigkeit gefragt werden.

12. 05. 2004

MINORITEN Galerien, 2. Stock

19 Uhr

GALERIE LEBEN

[Open] university

Dr. Johannes Rauchenberger (Kulturzentrum bei den Minoriten): Führung durch die Ausstellung Anna und Bernhard Blume

Die Bilder der Blumes, radikale Metaphysikkritiker, sind der Serie „Prinzip Grausamkeit“ entnommen; kombiniert mit philosophischen Sentenzen von C. Rosset, die ebenso radikal wie schneidend sind. Knallbunte, ins Irreale und Groteske (durch digitale Bildbearbeitung) gebrochene Portraitbilder des Künstlerpaars verschmelzen mit einem Sammelsurium von Plastikobjekten aus der Welt der Gartenbaucenter, Heimwerkermärkte und Haushaltsabteilungen. Sie orientieren sich an „Passionsbildern“, verweigern aber jede Antwort der dort gestellten Fragen: sie sind durch und durch ironisch. Und deshalb ernst. >>

13. 05. 2004

19.30 Uhr

Kleiner Minoritensaal

Pierre Stutz: "Du hast mir Raum geschaffen"
RELIGION/

SPIRITUALITÄT

Spiritueller Vortrag
  Was trägt in kritischen Momenten und Krisenzeiten?
Was gibt Kraft für einen grundlegenden Lebenssinn?
Pierre Stutz entwirft eine selbstbewusste Sprititualität, die wagt den wesentlichen Lebensfragen auf den Grund zu gehen. So erneuert sich der Kreuz- und Auferstehungsweg Jesu in unserer existenziellen Selbstannahme und in Achtsamkeit und Mitgefühl mit aller Kreatur.

Pierre Stutz, geb. 1953, Theologe, spiritueller Begleiter, Autor
vielbeachteter Bücher (mit über 400.000 verkauften Exemplaren) -
www.pierrestutz.ch -
Mitbegründer des "offenen Klosters" Abbaye de Fontaine-André,
CH-2009 Neuchâtel - Mitredaktor der Zeitschrift "ferment".

 

14. 05. 2004

18.00 Uhr

Kulturzentrum bei den Minoriten

ARTWORKS: Forum und Podiumsdiskussion

DISKUSSION

 

Mit Christopher Drexler (Begrüßung), Anne van Otterloo, Chrissie Tiller (National Theatre, London), Tatjana Karlovic (Team 4), Barbara Putz-Plecko (Künstlerin, Professorin an der Angewandten), Ulrike Gießner (Artworks, KulturKontakt ÖKS Wien)

 



 

15. 05. 2004

16.00 Uhr

Mausoleum

bis 6.6. 2004

Artur Zmijewski: SINGING LESSON
 

VIDEO-INSTALLATION

 

Videoinstallation im Grazer Mausoleum - im Rahmen der Ausstellung "VIDEODREAMS. Zwischen Cinematischem und Theatralischem", Kurator: Adam Budak. Täglich bis 6.6. In Kooperation mit dem Kunsthaus Graz.

Singing Lesson“ ist eine Chorsingstunde, kombiniert mit einer Choraufführung (in einer Kirche), besser: eine Lektion über das Singen. Und Singen ist eine besondere Art der Sprache. Doch die hier singen, haben nie gehört, was wir unter Klang verstehen, unter Harmonie oder Dissonanz, unter Intervallen, die „richtig oder falsch“ sind.

Die hier singen, sind gehörlos. >>

19. 05. 2004

MINORITEN Galerien, 2. Stock

19 Uhr

LEBENSZONEN

 

[Open] university

ao.UProf. Mag. Dr. Richard Sturn (Institut für Finanzwissenschaft und Öffentliche Wirtschaft, KF-Uni Graz): Schrankenlose Freiheit, schrankenloser Zwang: Zur Ambivalenz marktwirtschaftlicher De-Regulierung

UProf. Mag.Dr. Manfred Prisching (Institut für Soziologie, KF-Uni Graz)

Der Markt – in unserer Welt und in unseren Köpfen
 

Moderation: Stadtrat Mag. Dr. Christian Buchmann

 

Vortrag STURN: Der Markt als Ordnung, die ein Höchstmaß individueller Freiheit und Kreativität zulässt ‑ oder sogar zur Entfaltung treibt: Dieses Bild wird von Marktfetischisten benutzt, um den Markt als geradezu ideales Entwicklungsmilieu des schöpferischen Menschen darzustellen.

-  Der Markt als Zwangsmechanismus: Das zweite Bild benutzen Marktkritiker, um moderne Tendenzen der Entfremdung und Verdinglichung anzuprangern. Beides greift zu kurz. Problematik und Potentiale des Marktes werden erst sichtbar, wenn der innere Zusammenhang dieser beiden Bilder – gleichsam zwei Seiten einer Medaille – deutlich gemacht wird. Darum bemüht sich dieser Vortrag.

Vortrag PRISCHING: Der Markt ist der Prozess kreativer Zerstörung. Er ist „kreativ“, weil er Neues schafft – und dazu antreibt, drängt, zwingt. Er ist „zerstörerisch“, nicht nur, weil er  das Alte überwindet, sondern auch, weil er – gerade in diesen Jahren - alles in seinen Sog bringt. Alle Lebensbereiche werden „vermarktlicht“, und der „Markt in unseren Köpfen“ erschöpft sich in der Botschaft: Das Leben besteht aus Geldverdienen und Spaßhaben.

21.05.2004

20.00 Uhr

Großer Minoritensaal

OBOE - SOLO

MUSIK

Neue Werke Grazer Komponisten
  Immer wieder neue Formen und erfrischende Zugänge zur Neuen Musik zu schaffen, bemüht sich der Grazer Komponistenverein "die andere saite" nunmehr seit 17 Jahren. Dieses mal mit einer wahrhaft außergewöhnlichen Besetzung: Einen Abend für Oboe solo wird man wirlich kaum zu Gehör bekommen haben. Die Qualität der (Ur-) Aufführungen garantiert einer der besten Oboisten Österreichs und gleichzeitig ein außergewöhnlicher Spezialist für Neue Musik, Markus Deuter vom Klangforum Wien.

In Kooperation mit "Die andere Saite"

24.05.2004

20.00 Uhr

Mariahilferkirche

ANARCHIC HARMONIES

MUSIK

Werke von Girolamo Frescobaldi und John Cage

Mike Svoboda: Bassflügelhorn, Alt- und Tenorposaune
Stefan Hussong: Akkordeon.
In Kooperation mit "open music"
  Regisseur dieser Zeiten übergreifenden Inszenierung ist Mike Svoboda, seit Jahren international renommierter Solist und Projektinitiator mit besonderem Engagement für zeitgenössische Musik und Improvisation. Gemeinsam mit Stefan Hussong - ebenfalls vielfach ausgezeichneter Musiker aus Leidenschaft mit internationaler Konzert- und Lehrtätigkeit - weiss er durch enorme Musizierfreunde, improvisatorischen Geist und technische Meisterschaft Frescobaldi ins 21. Jahrhundert überzuführen und mit Cages radikaler Lesart des 18. Jahrhunderts zu einer spannenden Melange zu verbinden. Die Kritik schwärmt von "größter Vitalität", "Klängen, die zu atmen beginnen", "feinsten Ausdrucksnuancen" und Hussong verrät: "Wir beide atmen mit unseren Instrumenten. Da berühren sich wieder zwei Welten. Das macht das Zusammenspiel so intensiv."

24. 05. 2004

19.30 Uhr

Großer Minoritensaal

Wohin steuert Österreich?
Kritische Analysen und unorthodoxe Konzepte:

Der österreichische Konvent:
Auf dem Weg zu einem modernen Staat

Zeitanalyse

Podiums- und Publikumsdiskussion

In Kooperation mit der Akademie Graz und der Urania

Univ. Prof. Dr. Bernd Christian Funk
„Bleibt Österreich ein Staat und braucht es auch in Zukunft eine eigene Verfassung?“

Dr. Gerhard Hirschmann
„Österreich – ein Land der Schrebergärten“

Univ. Prof. Dr. Bernd Schilcher
„Moderne Verwaltung am Beispiel von Schule und Bildung!“

Moderation: Dr. Peter Huemer 

25.05.2004

20.00 Uhr

Minoritensaal

Peter Kubelka: MIR BEKÖMMLICH = GUT = SCHÖN
SCHÖN = GUT = MIR BEKÖMMLICH

VORTRAGS-PERFORMANCE

Ästhetik sinnlich erlebt. In Kooperation mit dem Schwerpunkt "Ästhetik" der Katholischen Hochschulgemeinde und dem ForGWK
  "Der Begriff "Ästhetik" ist heute so unscharf geworden, dass er kaum mehr ohne zusätzliche Erklärungen anwendbar ist. Mein Versuch zu einer Klärung bedient sich vorsprachlicher und außersprachlicher Wurzeln. Speisenbereitung, archäologische Funde, bildende Kunst, Musik werden für die Etymologie des sprachlichen Begriffes herangezogen.
Das Be-greifen meiner Erklärungen geschieht nicht auf sprachlicher Ebene allein." (Peter Kubelka)

PETER KUBELKA
geb. 1934, Künstler, Avantgardefilmer, Theoretiker. Lebt in Europa und USA. Künstlerische Arbeit mit Film, Kochen, Musik, Architektur, gesprochenem und geschriebenem Wort. Kommunikation einer nicht wortgebundenen Weltanschauung durch Veranstaltungen mit Beispielen zum Sehen, Hören, Fühlen, Schmecken: Zu erleben im Minoritensaal am 25. Mai.

26. 05. 2004

MINORITEN Galerien, 2. Stock

19 Uhr

LEBENSSCHULE

 

[Open] university

UProf. Dr. Alfred Gutschelhofer (Rektor der KF-Uni Graz)
Die Lebenspartnerin Universität und ihre Koordinationsaufgaben im Rahmen des strategischen Bildungscontrolling

Mag. Dr. Siegfried Barones (Direktor der Pädagogischen Akademie der Diözese Graz-Seckau):
Was bleibt von der Bildung?

Moderation: HR Mag. Dr. Horst Lattinger (Amtsf. Präs. d. LSR f. Stmk.)

 

Vortrag GUTSCHELHOFER: Die Rolle der Karl Franzens-Universität am Bildungsplatz Graz und die Potententiale für eine lebenslange Bildungsbegleitung durch die Universität. Durch das UOG 2002 und den damit verbundenen Strategieprozess ergeben sich neue Möglichkeiten zur Positionierung im Bildungssystem. Auf diese Überlegungen im Konnex mit der steirischen Bildungslandschaft soll in diesem Vortag eingegangen werden.

Vortrag BARONES: Der Mainstream der Bildungspolitik in Europa sieht Bildung vorrangig als zentralen Schlüssel zur Stärkung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Demgegenüber ist ein umfassender Bildungsbegriff zu vertreten, der auf Selbstbestimmung, soziale Verantwortung und kulturelle Kompetenz Wert legt.

28.05. 2004

20.00 Uhr

Grosser Minoritensaal

"Le Lied, Mon Amour"

Eine deutsch-französisch-österreichisch-schweizerische Liebeserklärung an die schönste Form der Kammermusik >>

MUSIK

 

Es erwarten Sie 12 Arten, das Lied zu beschreiben - auf ernste bis bizarre Weise, nur eines nie: langweilig! 

Bariton: Thomas Bauer
Klavier:  Moritz Eggert

Jeweils drei Komponistinnen und Komponisten der Länder Deutschland, Schweiz, Frankreich und Österreich wurden im Rahmen des A*Devantgarde-Festivals 2003 (München) beauftragt, ein Lied von ca. fünf Minuten Dauer zu schreiben - die recht freie Vorgabe war der Begriff "Heimat". Die Autorenwahl war frei - einzige Bedingung dabei: die/der Autor/in muß zeitgenössisch sein und aus einem der Teilnehmerländer stammen. Kompositionen von Gerd Kühr (A), Johanna Doderer (A), Florian Geßler (A), Werner Bärtschi (CH), Max E. Keller (CH), Frederic Pattar (F), Jan Müller-Wieland (D), Moritz Eggert (D) u.a. nach Texten von Thomas Bernhard (A), Hans-Ulrich Treichel (D), Ulrike Draesner (CH), Michel Houellebecq (F) u.a