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Minoriten Kultur Programm Oktober 2003

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bis 10.11.2003

Stiegenaufgang zum Minoritensaal

"RAUM/BILD/BEWEGUNG" >>
Leo Hainzl

Bildende Kunst Installation im Stiegenaufgang zum Minoritensaal, bis 10.11.2003
  Leo Hainzl dialogisiert seine Basic-Genres (Früchtebilder) mit dem barocken Minoriten-Stiegenaufgang. Ein neuer Werk-Zyklus seiner Früchtebilder entsteht, deren ortloser Hintergrund den Vordergrund zum Schwebezustand verurteilt.

Auf den ersten Blick als serielle Digitalprints aus der Tradition der Stillleben beurteilbar, werden sie bei näherer Betrachtung wieder zu Malerei. Der Dezentrierung des Raums in der Bildinstallation entspricht die Dezentrierung der Bilder. Der gewohnten digitalen Reizüberflutung entspricht bei Hainzl ein Still-Leben in der Wahrnehmung durch Irritation – als zeitgenössische Differenz trotz hinlänglich erprobter Arbeitsweise. Während Fruchtobjekte im Erscheinen und Verschwindenlassen gezeigt werden, wird der Raum aus unterschiedlichen Standpunkten auf den Punkt gebracht.

03.11.2003

19.30 Uhr

Kleiner Minoritensaal

Im Brennpunkt: "Grazer Kulturpolitik 2004"
Stadtrat Dr. Christian Buchmann   >>

Zeitanalyse Statement und Diskussion
 

Die Kulturreferenten von Stadt und Land, Stadtrat Christian Buchmann und Landeshauptmann Waltraud Klasnic, stellen sich in der „Brennpunkt“-Reihe bei den Minoriten am 3. und 10. November der Öffentlichkeit: Beide so gut wie „neu“, bei sich neigendem Kulturhauptstadtjahr. TEMPUS FUGIT. Ihr Aufgabengebiet: Kultur als Gemeingut zu ermöglichen, die nicht hinter Europas Kulturhauptstadt 2003 zurückfällt. Alles gute Gründe, fünf Fragen an die Verantwortlichen zu stellen.

In Kooperation mit Akademie Graz und URANIA

05., 06., 07., 08.11.2003

16.00 Uhr

Kleiner Minoritensaal

"LEANDER"

Theater für junges Publikum Theater ASOU - nach dem Buch von Gaietan Doremus
Für Kinder ab 5
 
  Im Bäckerladen eines kleinen Dorfes spielt LEANDER. Als theatrale Bearbeitung des gleichnamigen Kinderbuchs von Gaietan Doremus ist es ein kleines Stück Mutgeschichte, Ungewohntes ungewöhnlich lieb zu gewinnen. LEANDER ist ein vielgereister „Tigerbäcker“, den die Kinder ob seiner sagenhaft, fremdartigen Geschichten lieben. Als sich eines Tages herausstellt, dass er ein „wirklicher“ Tiger ist, macht sich im Dorf die Angst breit. Am Ende wird kein Kind den Saal verlassen, ohne wie ein Tiger gebrüllt zu haben.

Reservierung empfehlenswert von Mo.-Fr. (08.00 - 12.00 Uhr) unter der Telefonnummer: (0316) 711133/31
Vormittagsvorführungen für Kindergärten und Schulen sind nach telefonischer Vereinbarung (0699/18432837) möglich.

10.11.2003

19.00 Uhr

Kleiner Minoritensaal

"Oskar Pastior" >>

Literatur

Lesung in der Reihe Ludische Literatur >>
  Oskar Pastior betreibt das Raumschiff Enterprise im ludischen Universum, mit dem er gegen Linearitätsachen streicht und dem Konstrukt Zeit ein wenig gegen den Strich fährt.

10.11.2003

20.00 Uhr

Großer Minoritensaal

Im Brennpunkt: "Steirische Kulturpolitik 2004"
Landeshauptmann Waltraud Klasnic     >>

Zeitanalyse Vortrag und Diskussion
 

Die Kulturreferenten von Stadt und Land, Stadtrat Christian Buchmann und Landeshauptmann Waltraud Klasnic, stellen sich in der „Brennpunkt“-Reihe bei den Minoriten am 3. und 10. November der Öffentlichkeit: Beide so gut wie „neu“, bei sich neigendem Kulturhauptstadtjahr. TEMPUS FUGIT. Ihr Aufgabengebiet: Kultur als Gemeingut zu ermöglichen, die nicht hinter Europas Kulturhauptstadt 2003 zurückfällt. Alles gute Gründe, fünf Fragen an die Verantwortlichen zu stellen.

11.11.2003

20.00 Uhr

Minoritensaal

Im Brennpunkt: Matthias Horx
"Zukunft, revisted oder
Die re-solidarisierte Gesellschaft"

Zeitanalyse

Moderation: Univ. Prof. Mag. Dr. Ursula Schneider

 

Der Zukunftsforscher Matthias Horx prognostiziert eine zukünftige Individual-Kultur, die, folgt man seinen Thesen, eine solidarische Gesellschaft sein kann: Nur müssen in ihr die Kontrakte zwischen den Individuen einerseits, die "Deals" zwischen Staat, Unternehmen und den Ich-gewordenen Einzelnen auf neue Weise gestaltet werden.

Matthias Horx, Trend- und Zukunftsforscher wurde 1955 in Düsseldorf geboren. Er studierte in den 70er Jahren Soziologie und schlug in den achtziger Jahren eine journalistische Laufbahn ein. Bei MERIAN, TEMPO und ZEIT arbeitete er als Autor und Redakteur. Nach dem Aufbau des Hamburger „Trendbüros” gründete er 1996 „das ZUKUNFTSINSTITUT”, ein Unternehmen, das Analyse und Darstellung fundamentaler Zukunfts-Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Alltagskultur auf seine Fahnen geschrieben hat. Horx lebt derzeit mit seiner Familie in Wien, wo sein Institut, dessen Hauptsitz bei Frankfurt am Main beheimatet ist, eine Zweigstelle unterhält.

12.11. und
13.11
.2003

10.30 Uhr und
16.00 Uhr

Kleiner Minoritensaal

"KASPERL FÄNGT DEN RÄUBER"

 

Theater für junges Publikum Puppentheater BAVASTEL
Für Kinder ab 4
 
 

Natürlich kriegt der Kasperl den Räuber in die Kiste.

Und auch die Hexe wird ihm nicht entkommen! Damit ist schon alles verraten und dennoch das Wichtigste noch nicht erlebt.

Dabei sein, zurufen, bestärken und warnen: Das Unverwechselbare dieser Kleinkunstform.

Reservierung empfehlenswert von Mo.-Fr. (08.00 - 14.00 Uhr) unter der Telefonnummer: (0316) 711133/31

14.11.2003

14.45 Uhr

Minoritengalerien, II. Stock

bis 28.11.2003

"KUNST/TRANS: VIA GRAZ" >>
cym - Martin Gansberger + Bernhard Luthringshausen + Nina Wirnsberger - Intro-Graz-Spection - Gue Schmidt - Klaus Schuster - Erwin Talker - W.A.S.

Bildende Kunst Kurator: Werner Fenz
 

Geöffnet: Mo-Fr 10.00 - 18.00 Uhr; Sa 10.00 - 16.00 Uhr

14.11.2003

14.30 - 24.00 Uhr

Großer und kleiner Minoritensaal

 

"TRANSLOKAL//
LITERATUR AUS EUROPÄISCHEN STÄDTEN"  >>

Literatur Gemeinsam mit AutorInnen, ÜbersetzerInnen und KuratorInnen aus dem europäischen Raum zu einem literarisch, kulinarisch, künstlerisch und musikalisch bewegten Fest .
 

Der Begriff translokal ist örtlich konnotiert, meint die Erkundung von Bereichen, die jenseits des Hier liegen, meint die Bewegung von einem Ort zum anderen; meint unter der Prämisse Europa das literarische Erkunden zeitgenössischer Literatur, wie es seit fünf Jahren das literarische Projekt transLOKAL im Rahmen von Graz 2003 – Kulturhauptstadt Europas, schreibend tut. LiteratInnen aus 25 europäischen Städten wurden eingeladen, Textbeiträge für die Literaturzeitschrift Lichtungen zu schreiben. 35 AutorInnen kamen nach Graz zu den Minoriten, um Schlaglichter auf ihre Lebensstädte zu werfen, sie zu beschreiben, zu ironisieren, zu persiflieren, und immer auch: sie zu erfinden. Die Reise begann in Krákow, machte in Pécs, in Madrid, Tirana, Glasgow etc. halt und wird in Graz im Literaturfest transLOKAL seinen Höhe- und Schlusspunkt finden.

15.11.2003

17.00 - 22.00 Uhr

Großer Minoritensaal

"POETIK DER GRENZE "
Über die Grenzen reden - Literarische Brücken für Europa   >>

Literatur  
 

Grenze ist so allgegenwärtig wie Materie oder Energie. Denn in der Grenze, durch die Grenze, wird eine Identität vollendet. Die Grenze gehört noch immer dieser Identität, und dennoch ist sie schon etwas gänzlich anderes, denn sie wird auch durch eine andere Identität konstituiert, die an der Grenze beginnt. Die Grenze ist Grundlage der Identität, denn gerade sie gibt Form und Gestalt und gerade hier überwindet eine Identität stumpfes Mit-sich-selbst-gleich-Sein und öffnet sich etwas völlig anderem, nämlich jener anderen Identität, aus der die Grenze (auch) besteht. Im dialogischen Wesen der Grenze erkennt das "Ich" allein eine, und zwar die "eigene Seite"; den anderen Teil der Grenze, die andere Identität, kann das "Ich" nicht erkennen, es muss diesen erfahren.
Wie kaum eine andere Stadt ist Graz von der Grenze geprägt worden. Sie lag an der Grenze zum Osmanischen Reich, liegt an der Grenze, an der drei Ethnien aufeinander treffen, 50 Jahre lang lag der Eiserne Vorhang in nächster Nähe. Mit dem Nachbarn bzw. dem "Anderen" sprach man in der Grazer Geschichte meist über den Vorhang hinweg - egal, ob dieser durch seinen Glauben, seine Ethnie oder durch das politische System der "Andere" war bzw. zu diesem wurde. Hat man durch dieses Sprechen erlernt, aus der Grenze eine Begegnungsstätte zu machen? Allerdings! Die Grenze in Graz ist heute ein Begegnungsort, und zwar nach langen Jahrhunderten, in denen sie als Konfrontationsstätte und Anlass zum Streit fungierte.

    Dževad Karahasan

15.11.2003

16.00 Uhr

16.11.2003

11.00 Uhr

Kleiner Minoritensaal

"KASPERL FÄNGT DEN RÄUBER"

Theater für junges Publikum Puppentheater BAVASTEL
Für Kinder ab 4
 

Reservierung empfehlenswert von Mo.-Fr. (08.00 - 14.00 Uhr) unter der Telefonnummer: (0316) 711133/31

17. und 18.11.2003

16.00 Uhr

Kleiner Minoritensaal

"FRAU FINSTER WILL NICHT SCHLAFEN"

Theater für junges Publikum MEZZANIN THEATER
Für Kinder ab 5
 
 

„Es herrschen strenge Regeln im Altersheim: Um 6 Uhr abends heißt es Zähneputzen und dann Schlafengehen! Frau Finster hat im Winter Geburtstag. Sie hasst Zähneputzen und hält obendrein nichts von strengen Regeln. Ihr Zimmer teilt die alte Dame – man glaubt es kaum – mit einem Gespenst.“
Ein nächtliches Stück über Bilder, die uns Angst machen und wie man diese wieder loswird.

Reservierung empfehlenswert von Mo.-Fr. (08.00 - 14.00 Uhr) unter der Telefonnummer: (0316) 711133/31

18.11.2003

19.30 Uhr

Großer Minoritensaal

"JIDL  MIT'N  FIDL" >>
Religion Impressionen aus dem Jiddischen Theater und Musical
 

„Das Leben ist ein Spaß – wozu sich aufregen?“, heißt es im Titellied dieses Programms. An dieses Motto anknüpfend, haben die Künstler einen abwechslungsreichen und mitreißenden Abend gestaltet. Lieder aus dem sogenannten „Goldenen Zeitalter“ des Yiddish Musical Theater versetzen uns in die Welt von Avrom Goldfaden, Jacob Jacobs, Abraham Ellstein, Itzik Manger und Sholom Secunda.

Ein Benefizkonzert zu Gunsten des Jüdischen Kulturzentrums Graz aus Anlass des 3-Jahres-Jubiläums der wiedererrichteten Synagoge von Graz mit: Oberkantor Shmuel Barzilai//Wien, Roman Grinberg (Voc/Pno)//Wien, Wandering Stars//Haifa, Elijah Magalnyk (Akkordeon), Leon Rutmann (Violine), Belzer Sisters//Wien, Emilia Blufstein (Voc) und Dvora Napadenski (Voc).

19., 21., 22.11.2003

16.00 Uhr

Kleiner Minoritensaal

"FRAU FINSTER WILL NICHT SCHLAFEN"

Theater für junges Publikum MEZZANIN THEATER
Für Kinder ab 5
 
 

Reservierung empfehlenswert von Mo.-Fr. (08.00 - 14.00 Uhr) unter der Telefonnummer: (0316) 711133/31

22.11.2003

19.30 Uhr

Kleiner Minoritensaal

WEISHEIT DER RELIGIONEN: LITERATUR UND SPIRITUALITÄT
"DEUTSCHE DICHTER UND DER ISLAM"
Ahmed Kreusch

Religion

Vortrag - Rezitation - Musik

Mystisches, Besinnliches und Heiteres von Goethe bis Rilke

 

Prosa und Gedichte, Bekanntes und weniger Bekanntes von J.P. Hebel, J.W. von Goethe, H.Heine und R.M. Rilke, die sich in ernsthafter Begeisterung mit dem Islam beschäftigen, sind eindrucksvolle Zeugnisse dafür, wie einige unserer berühmtesten deutschen Dichter versucht haben, die lebendige Spiritualität dieser Weltreligion, ihre liebevolle Schönheit und kreative Kraft, den deutschen Landsleuten nahe zu bringen.

Ahmed Kreusch, geb. 1941, Architekturdiplom 1967, studierte Zeichnen und Malerei bei Emilio Vedova, R. Geiger, H. Hollein u.a.; Theater, Schauspielhaus Zürich, Basler Stadttheater, Hochschule der Künste, Berlin.
1980 Übertritt zum Islam, Schüler bei einem Sufi-Meister, ab 1987 "kalligraphischer Expressionismus", die "schönen Namen Allahs", 2000 Ausstellung auf der Expo Hannover/Islam-Pavillon.

24. und 25.11.2003

16.00 Uhr

Kleiner Minoritensaal

"FRAU FINSTER WILL NICHT SCHLAFEN"

Theater für junges Publikum MEZZANIN THEATER
Für Kinder ab 5
 
 

Reservierung empfehlenswert von Mo.-Fr. (08.00 - 14.00 Uhr) unter der Telefonnummer: (0316) 711133/31