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| GALERIEN Graz | ||||||||
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KUNST/TRANS : Via GRAZ |
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| Die Künstlerinnen und Künstler: cym - Martin Gansberger / Bernhard Luthringshausen / Nina Wirnsberger - Intro-Graz-Spection - Gue Schmidt - Klaus Schuster - Erwin Talker - w.a.s. | ||||||||
| >> Kontakt |
Nicht nur das Publikum begibt sich auf Package-Tours, um Kunst und Kultur zu genießen - vor und nach dem Jahr 2003. Künstler reisen in bekannte oder unbekannte Gegenden – zu Ausstellungs- oder Studienzwecken. Auch Kunst wird von einer Weltgegend in die andere transportiert – äußerst kostspielig, wie wir wissen. Mit dem in fremden Ländern potentiell auf den Weg gebrachten Erfahrungsaustausch – sieht man paradigmatisch von den White Cubes der mediterranen Clubs ab – geht in den unterschiedlichen gesellschaftlichen Systemsegmenten, vom alltäglichen Urlaubsritual über die routinemäßigen oder innovativen Handelsbeziehungen (Export und Import!) bis hin zu einem thematischen „Atlas der Künstlerreisen“ ein mehr oder weniger intensiver Transferprozess einher. Die Kunst setzt sich ihm nachvollziehbar am radikalsten aus. Und das auf den unterschiedlichsten Ebenen, seit nicht mehr die Verpflichtung und noch weniger die Ambition vorhanden ist, mit „fertigen“ Skizzen voll von leicht transportablen Eindrücken heimkehren zu müssen. Die Aufarbeitung und Kommunikation von Erlebnissen und Ereignissen vollzieht sich in variablen Arbeitsfeldern, die inhaltliche und visuelle Formatierung erfolgt bisweilen in scheinbar „unangemessener“ Form. Unangemessen, was einen so eng charakterisierten Begriff wie den des Dokumentarischen betrifft oder auch den im Alltag für unauflösbar geltenden und daher permanent perpetuierten Gegensatz zwischen dem Vertrauten und dem Fremden, zwischen Nähe und Distanz, zwischen Mobilität und Statik, zwischen wirklich und fiktiv. Zu Kopf-Reisen beispielsweise, so steht’s geschrieben, inklinieren nur Träumer. Handelt es sich bei denen um solche, die sich von zu hause - wo liegt das eigentlich? – über Jahre Briefe mit Zeichnungen, Collagen, Textfragmenten ohne banale private News schicken? Kann man die Welt in das Wort Welt fassen: Wo kommt man dann hin? Vor allem, wenn man gar nicht weg ist? Der Donau bis ans Schwarze Meer kann man auch ohne 6-Gang-Menü und Gesellschaftsraum an Bord folgen und sich mit Flaggen als Reisende zwischen Grenzen bemerkbar machen und in Indien nicht nur geistige Kraft danken, sondern auch malerische Lohnarbeit vergeben. Der Tennisplatz im Klosterhof konfrontiert zwei Welten miteinander. Wo ist innen und wo außen? Als Abschluss des Literatur-Projekts transLOKAL, an das die bildende Kunst von Zeit zu Zeit andockte, steckt eine Präsentation von Arbeiten Grazer Künstlerinnen und Künstler exemplarisch ein weitgehend offenes Terrain ab, das keine geografischen Grenzen an seinem äußersten Rand besitzt. Über das Fließen von Handlungen und das Transportieren von Haltungen, über Mobilität und markierte Übergänge wird der Weg zum Ziel eingeschlagen. Das Außen, wenn es sich überhaupt oder in jedem Fall darum handelt, tritt via Graz in Erscheinung. Eine Wegkreuzung vielleicht, wenn man das Konzept, Autoren und Autorinnen aus 25 Städten an diesem Ort, genauer in der Grazer Zeitschrift LICHTUNGEN, zu publizieren, im Blickfeld hat. Aus Anlass des letzten Schwerpunkthemas – Literatur aus Graz – begeben sich die eingeladenen (noch nicht im Kunstteil der „Zeitschrift für Literatur, Kunst und Zeitkritik“ publizierten) KünstlerInnen mit Bildern und Installationen auf die Reise: real und virtuell, schreitend und überschreitend. In ihren Vorhaben und den daraus resultierenden Ergebnissen formulieren sie dynamische Verortungen aus und leisten damit ihren Beitrag zu einem entscheidenden zeitrelevanten Kunsttransfer. Dieser stellt neben der transnationalen geistigen Entgrenzung nicht zuletzt medial verfestigter Blickrichtungen die Kunst als Zeicheninstrument und „Trägerakete“ eines geistig-ökologischen Expandierens, in veränderten ästhetischen und inhaltlichen Formaten, dem Schema der politisch-ökonomischen Globalisierung gegenüber. Werner Fenz |
![]() Klaus Schuster, "Welt", 2003 Martin Gansberger / Bernhard Luthringshausen / Nina Wirnsberger, "Satzball", temporäre Installation im Minoritenkreuzgang |
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| >> KUNST/TRANS | ||||||||
| >> Translokal | ||||||||
| 14.11.-28.11. MINORITEN GALERIEN Graz, Mariahilferplatz 3, Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa 11-15 Uhr | ||||||||
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Kurator: Werner Fenz
im Rahmen des Projekts transLOKAL |
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