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| GALERIEN Graz | ||||||||
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RESPEKT VOR DEM GEGENWARTSGEIST IN DER KUNST |
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| Am Montag, 27. Oktober 2003, übergibt Bischof Kapellari bei den Minoriten den Preis der Diözese Graz-Seckau für zeitgenössische bildende Kunst | ||||||||
| >> aktuelles Monatsprogramm |
Steirischer Herbst, Kunst der Gegenwart: Die Ausstellung im Kulturzentrum bei den Minoriten versammelt zwölf steirische GegenwartskünstlerInnen auf der Höhe der Zeit. „Wo alles wahr ist, auch das Gegenteil“, ein Zitat aus Paul Wazlawicks populärphilosophischem Klassiker „Wie wirklich ist die Wirklichkeit“, haben die KuratorInnen der Ausstellung, Ruth Horak, Alois Kölbl und Margarethe Makovec, als gemeinsamen Übertitel gewählt: Wirklichkeit zu durchbrechen, zu destabilisieren, Neues aufzutun, Schleier fallen zu lassen, all das kann Kunst sein. Zeitgenössisch oder alt. Ziel der Ausstellung bei den Minoriten ist der Wunsch – nach der vor allem international ausgerichteten Ausstellung „HIMMELSCHWER“ im Frühling – im europäischen Kulturhauptstadtjahr den Blick auf Graz zu richten, mit KünstlerInnen, die im Begriff sind, den Schritt in die Internationalität zu machen oder ihn schon gemacht haben (und Graz nicht selten längst verlassen haben). Der Kunstpreis der Diözese ist seit 1985 ein starkes Zeichen für die junge Kunstszene. Bischof Kapellari, der den Kunstpreis erstmals selbst überreichen wird, bezeichnet diesen als „Zeichen der Anerkennung der Kirche für den Gegenwartsgeist in der Kunst“. Sein Interesse an der „Bildsprache jener jungen kreativen Persönlichkeiten, die auf dem Forum der Kunst ihre Ausdrucksgestalt präsentieren“ ist ein starkes Signal, aus der Verantwortlichkeit der Kirche den Blick auf die kulturprägende Gegenwart zu richten. Computergenerierte, schwankende Räume von Klaus Schuster oder gemalte, in der Mitte abbrechende Straßenwelten von Katrin Plavcak, die Fantasie kindlicher Spielwelten (und verlorener Unschuld) in den Fotografien von Christine Winkler, die fotografierten Leerstudios von Anita Witek, die Digitalbilder von Edda Strobl, die in engem Dialog mit medialen Bildern entstehen. Das Rolltreppenbild von Martin Osterider („Welcome!“), die klaustrophoben Zimmer-Aussichten des Bernhard Frühwirth, die Gewaltbilder der Dokumentationen des Oliver Ressler zur Information und Reflexion, das (mittlerweile aus einer „Generationenfolge“ zu verstehende) pubertierende Mädchen der „Shelter-Serie“ von Manfred Erjautz, das in der bekannten „Logo-Bekleidung“ wunderbar Distanz und Verletzlichkeit ausstrahlt, die aus einer Mischung aus „Festplattenimagination“, Performance und tatsächlicher Gestaltwerdung aus der Zeichnung heraus entstehenden privaten Mythologien von Constantin Luser (eine wirkliche Hängematte wächst aus der gezeichneten Virtualität heraus, aber, wenn man sich hineinlegen würde, gäbe es ein hartes Erwachen aus dem künstlerischen Träumen!), der skulpturale Traum in Form eines in die Omega-Figur gekrümmten Bettes von Markus Wilfling oder der „atmende Pavillon“ des klassizistischen Apollo-Tempiettos aus Kassel von Werner Reiterer: Stets ist es eine Annäherung an Wirklichkeit, stilisiert durch den kreativen Filter junger Künstlerinnen und Künstler, die den Blick für die Wirklichkeit in einer anderen Weise frei machen als die täglich hereinbrechenden Bilder und Botschaften, die uns erschlagen. Was damit gewonnen ist? Wozu das alles? Die Antwort muss einfach sein, denn ein Kunstpreis ist eine symbolische Geste: Wirklichkeit zu durchstoßen oder zu transformieren, auf eine andere, neue Welt oder Sicht der Dinge, ist eine Aufgabe, die nur wenige tun. Aber diese wenigen muss es geben. In dieser Art der Existenzberechtigung sind sich wahrscheinlich Kunst und Kirche sehr nahe. Johannes Rauchenberger |
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| >> Interview mit den KuratorInnen | ||||||||
| >> Interview mit Bischof Kapellari | ||||||||
| >> Respekt vor dem Gegenwarsgeist in der Kunst | ||||||||
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AUSSTELLUNGS-ANSICHTEN MINORITEN- Galerien Graz, 27. September - 30. Oktober 2003; steiris[:her:]bst |
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| KuratorInnen: Ruth Horak, Luis Kölbl und Margarethe Makovec | ||||||||
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Die Kunstpreisvergabe findet im Kulturzentrum bei den Minoriten (Minoritensaal) am Montag, den 27. Oktober, 19 Uhr, durch Bischof Dr. Egon Kapellari statt. |
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