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Eröffnung
Do. 6. 6.,
19.30 Uhr
DOBRZE,
IN ORDNUNG
DER
MENSCH IN POSTKÜNSTLERISCHEN ZEITEN
Marcin
Maciejowski, Paulina Olowska
Zbigniew
Rogalski, Hubert Czerepok "Magisters"
Grußworte:
Ehrenkonsul
Dr. Gerold Ortner, Honorarkonsulat der Republik Polen in Österreich,
Mag.
Agnieszka Kubicka-Dzieduszycka, Koordinatorin des Polnischen
Kulturjahres in Österreich
Einführender
Vortrag der Kuratorin Goschka Gawlik: "Zwischen
Anpassung und Selbstbestimmung: Neue Generation von Realisten in der
polnischen Kunst"
Der
Künstler Hubert Czerepok ("Magisters") wird
erwartet
Minoriten-Galerien, II. Stock
Eintritt frei
Dauer der Ausstellung
7. 6. - 30. 6. 2002
Öffnungszeiten
Mo - Fr 9.00 - 17.00 Uhr
Organisation/Information:
Christine Hollerer, 711133-25
Ausstellung
anlässlich des Kulturprojektes
"Polnisches Jahr in Österreich 2002"
http://www.polen2002.pl/de/dobrze.html
Gefördert durch KulturKontakt Austria und Instytut Adama Mickiewicza Warschau
"DOBRZE,
IN ORDNUNG"
kunstbuero, KUNSTHALLE 8,
futuregarden bar&artclub, Wien: 8. 5. - 1. 6. 2002t ein Katalogbuch
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DOBRZE, IN ORDNUNG
Der Mensch in postkünstlerischen Zeiten
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"Dobrze, in Ordnung" untersucht, wie einige der jungen upcoming KünstlerInnen der polnischen Kunstszene mit der Tradition, Theorie und Praxis der Malerei als Medium der Übertragung von Information und Emotion heute umgehen. In unserer, die Kunst zunehmend als ein Teil der Unterhaltungs- und Tourismusindustrie betrachtenden Gegenwart, wird sowohl im Leben als auch in der Kunstwelt das Prinzip der Grenz-überschreitung hochgepriesen. Das zahlreiche Auftreten von hybriden Formen und Kunstgattungen bewirkt bei den BetrachterInnen des öfteren das Gefühl der Unsicher-heit und Undifferenziertheit, das die Frage aufwirft, wo die Malerei noch zu finden sei: auf der tradierten Leinwand, in den filmischen Medien, der Fotografie oder in der Performance?
In diesem Sinne soll die Ausstellung eine genealogische Spurensicherung sein, die zu zeigen versucht, wie die jungen polnischen KünstlerInnen, die grundsätzlich malen, mit den jenseits der konventionellen Malerei auftretenden Dimensionen wie Zeit, Bewegung, Interferenz oder Interaktion zurechtkommen. Die zur Ausstellung eingeladenen KünstlerInnen vertreten geographisch verschiedene Kunstszenen: die traditionsbetonte in Krakau (Marcin Maciejowski), die trendbewusste in Warschau (Magisters) sowie eine sozialengagierte in Danzig (Paulina Olowska).
MARCIN MACIEJOWSKI: "TU ZYJE I TU JEST MI DOBRZE" -
"HIER LEBE ICH UND HIER IST MIR GUT" -
"Die moderne Welt, in der wir leben, ist von irreduzibler Vielfalt" schreibt der polnische Philosoph Krzysztof Michalski, und den Sinn, den diese Welt für das menschliche Leben hat, verleihen ihr die Menschen selbst. Heute ist nicht die Harmonie als ästhetischer Wert etwas Natürliches, sondern vielmehr der zwischen den Trägern unterschiedlicher Wertsysteme versteckte Konflikt. Diese Wertunterschiede verleihen den einzelnen Individuen, Gesellschaften und notfalls auch Nationen ihre Identität. Aber welche Werte sind definitiv polnisch? Die, die erneut erweckt werden oder die, die sich während der 40jährigen Sowjetisierung herauskristallisiert und bis heute tiefe Spuren hinterlassen haben. Die Bilder von Marcin Maciejowski, die den Eindruck einer anachronistischen Modernität hervorrufen, deuten eine mögliche Antwort.
Maciejowskis an der Schwelle zum Comics und Graffiti angesiedelte Malerei ist zugleich Spielwiese und sozialpolitischer Verweis auf Armut und auf die "ausgeschlossenen" Anderen wie z.B. die Jugendkultur. Der aus der Krakauer Provinz stammende Künstler wandte sich in den 90er Jahren populären Comics zu, auf deren Grundlage er Artikel und Fotos aus Sensationsberichten der lokalen
Regenbogenpresse, aus Seifenopern oder Filmstills rasch mit Hingabe nachmalte. Waren es zuerst durchaus positive und ganz prosaische Handlungen, wie Malen, Moderieren, Hausbauen, Ausgehen mit Freundinnen, sind es zur Zeit zunehmend Bilder und Themen, welche ein Durchschnittsbürger eigentlich nicht sehen will. Waren es bis dahin vorwiegend "gute" Eigenschaften auf der Werteskala, die der Künstler in seinen lapidar kompilierten Bildern hervorgehoben hat - wenn auch mit einer Dosis Ironie und Komik unterlaufen - beschäftigt er sich zur Zeit zunehmend mit der Matrix des sprichwörtlichen "Bösen". Maciejowski malt höchst lakonisch, ohne Rangfolge, als "ready made" ausgewählte Ausschnitte der durch die Medien gefilterten
Wirklichkeit, die auf der Leinwand nahezu fiktive bis phantasmatische Wirkung erreichen: Tödliche Schießerei in Stetin, einen Mann, der seine Frau schlägt, ein illegaler
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