KULTURZENTRUM bei den MINORITEN   

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  PROGRAMM 05/06 2002
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Mi. 29. 5.


20.00 Uhr


Eintritt: EUR 7,-/4,-

Die andere saite: 
Streichtrio

 

 

"Die Besetzung Violine, Viola, Violoncello veranlasste - ähnlich wie das Streichquartett Komponisten der letzten drei Jahrhunderte immer wieder dazu, ihre musikalischen Gedanken zu äußerster Präzision zu verdichten. Durch die fehlende zweite Geige zwingt vielleicht gerade die Trio-Besetzung, mehr noch als das Quartett, zum Komprimieren. So entstanden Werke, die in ihrer Dichte ihresgleichen suchen, zuweilen schimmernd wie Diamanten in äußerster Konzentration. Viele Beispiele des Streichtrios lassen sich im 20.Jahrhundert nicht finden, aber die wenigen, die es gibt, sind stets spektakulär: Wo wäre Schönberg so schroff und schonungslos, so - selbst für den heutigen Hörer - experimentell avantgardistisch wie in seinem spät geschriebenen "Streichtrio op.46". Später dann haben Klaus Huber, Matthias Spahlinger oder Brian Ferneyhough auf ganz unterschiedliche Weise sich der Herausforderung des Streichtrios gestellt und damit Stücke geschaffen, die man durchaus als paradigmatisch im Kontext ihrer Zeit und im jeweiligen Schaffen ihrer Autoren bezeichnen darf. Wenn also einer sich der Herausforderung stellt ein Stück dieser Besetzung zu schreiben, dann wird kompositorisch meißt auf höchster Flamme gekocht: Da wird eingedickt, destilliert, unter Dampfdruck gesetzt, geschliffen und komprimiert, zusammengefasst oder erstmals erprobt. Da werden meist Ausgangspunkte geschaffen oder Wegstrecken reflektiert oder Zusammenfassungen bisheriger Gedanken gewagt. Spannend also auf jeden Fall, wenn sich die Komponisten der anderen saite just diese Besetzung für ein Konzert aussuchen. Erwartet werden Uraufführungen u.a. von Kiawash Saheb-Nassagh, Se-Lien Chuang, Gerd Noack und Thomas Amann. Als Interpreten wurden Theo Patsalidis, Wolfgang Stangl und Ruth Straub gewonnen, die, als Mitglieder des Corda-Quartetts, besonders als Interpreten Neuer Musik sich in den letzten Jahren einen Namen machen konnten.

"Indische Musik live in concert" 

Wajahat Khan - Sarod begleitet von Tabla und Tanpura 

Wajahat Khan wird weltweit als der führende Sarod-Meister Indiens gehandelt. 
Er ist Sohn und Neffe der legendären indischen Musiker Ustad Imrat Khan und Ustad Vilayet Khan. Seine familiären Ursprünge lassen sich 400 Jahre an den Hof des Mogul Akbar im 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Wajahat Khan, welcher der 8. Generation dieser berühmten Musikerdynastie angehört, erhielt mit 3 Jahren ersten Musikunterricht von seinem Vater (Gesang, Sitar und Surbahar), später lernte er Sarod, das klassische bundlose Saiteninstrument. Er ist der erste Sarod-Spieler jener Musikerdynastie, der die Gestalt der nordindischen Instrumentalmusik bis zum heutigen Tag entscheidend beeinflusst hat. Als Komponist schrieb er Werke sowohl für westliche als auch für indische Instrumente, darunter zwei Konzerte für Sarod und Symphonieorchester, die von der London Sinfonietta uraufgeführt wurden. 

"Das war Musik in ihrer spontansten, vibrierendsten und sensitivsten Art. Die brillanten Flüge von Fingern und Gefühlen hielt einen auf der Sesselkante fest." (South China Morning Post)

"Ein aufheiterndes Erlebnis... Wajahats Virtuosität auf der Sarod ist somit bewiesen. Ebenso eindrucksvoll ist sein sanftes lyrisches Spiel sowie sein neckischer Witz." (Independent on Sunday, London)

Werke u.a. von
Kiawash Saheb-Nassagh
Se-Lien Chuang
Gerd Noack und Thomas Amann


Theodoros Patsalidis, Violine
Wolfgang Stangl, Viola
Ruth Straub, Violoncello

die andere saite

eine konzertreihe neuer musik aus graz

 

 

 

 

 

 

 

So. 9. 6.


20.00 Uhr


Eintritt: Euro 10,90/7,30

open music

Mit freundlicher Unterstützung von

 

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