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Mo. 13. 5.
20.00 Uhr
Eintritt: EUR 6,50/3,50
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Peter Pessl
Do forgive me
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Peter Pessl wird in einer dreiteiligen Lesung einen Einblick in seine Arbeitsbereiche und Verfahrensweisen geben.
Do forgive me, erschienen in Das fröhliche Wohnzimmer - edition, ist Teil einer Sammlung von etwa fünfzehn Arabesken, die nach und nach in Zeitschriften und Anthologien erscheinen. “Bezugspunkte von Do forgive me könnten die maurischen Kacheln der Alhambra in Granada sowie die berühmten Gärten ebenso sein wie meine Lieblingsarabeske, E.A. Poe's Ligeia”, sagt Peter Pessl. Arabeske bezeichnet im Werk Pessls eine kurze Erzählung: blattwerkartiges, also pflanzliches Wuchern bei äußerster Verschlungenheit der Erzählströme und gleichzeitiger dramatischer Verknappung des zur Verfügung stehenden Sprachmaterials, also ein Wuchern und Beschneiden eines Wucherns auf engstem Raum - "Blitzschelle Körperdrehungen. Verdoppelungen. Pirouetten." Arabeske meint auch Gleichzeitigkeit, die Aufhebung von Zeit- und Erzählebenen und eine ornamentale Erzähltechnik, die Leitworte, Leitsequenzen wiederholt und voran bzw. zurückbewegt, entwickelt und rückentwickelt.
Der Dämon in Ninfa ist eine Klangarbeit für Radio und Internet. Text-Arbeiten für Installationen und Performances, Hörspiele an der Grenze dessen, was das Hörspiel noch verträgt, sind in den letzten Jahren wesentlich für Peter Pessl geworden. Raum/Zeit: Zentrum, von dem alle Überlegungen ausgehen, in das alle Ausführungen wieder zurückfallen, ist in Der Dämon von Ninfa eine der bedeutendsten Gartenanlagen Latiums, nämlich jene des Giardino Caetani in Ninfa, etwa 50 Kilometer südlich von Rom. Wachstum und Zerfall, Kunst und Natur, Absicht und Zufall, Rationalität und Irrationalität sind einige Begriffspaare, um die herum Pessl sein Stück aufbaut. Als Material dienen sechs Texte, die er für diese Arbeit verfasst hat und akustische Fundstücke, die die Erzeugung und die Wiedergabe von Realität und die sich daraus ergebende Spannung zum Thema haben.
Im dritten Teil wird Peter Pessl aus einem entstehenden Gedichtband Als wir die grossen Bögen durchschritten noch unveröffentlichte Prosagedichte lesen.
Was verbindet diese wie alle anderen Arbeiten Pessls? Eine Schreibhaltung, die das Kreisen und das Sich-Annähern zum Mittelpunkt hat, denn "was es realistischerweise geben kann, im Schreiben, im Leben, sind Versionen, Positionen, man könnte sagen: die Position und Bewusstseins- Befindlichkeit des Betrachters entscheidet, weiters Abweichungen, Annäherungen, Überschreitungen, Neuschreibungen, Kreisbewegungen, Labyrinthe."
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Peter Pessl
Geb. 1963 in Frankfurt/Main,
freier Autor seit 1984 und Radiokünstler seit Beginn der 90er, Mitglied der Grazer Autorenversammlung, lebt nach langen
Jahren in Graz und in der Steiermark seit 1999 ausschließlich in Wien.
Text - Veröffentlichungen u. a.:
Mein Ohr alle Welt. Gedichte 1987,
Literaturverlag Droschl
Regen im Gesicht. Letzte Erzählungen zur Grausamkeit. Erzählungen 1992,
Literaturverlag Droschl
Doppelte Blendung. Wiener Vorlesungen zur Literatur 1993, publiziert in:
Edition Freibord, Nr. 93, 1995
BLUMARINE. Letzte Erzählungen zur
Revolution. Erzählungen 1998, Verlag Ritter
Do forgive me. Erzählung 2002,
das fröhliche wohnzimmer - edition
Zahlreiche Hörspiele, zuletzt:
Und doch nahe genug kein Wort, ORF 2001
Der Dämon von Ninfa, ORF Kunstradio 2001.
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