KULTURZENTRUM bei den MINORITEN   

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      PROGRAMM 03/04 2002
<<  Home  >>   INTERMEDIALER SCHWERPUNKT

 

 

 

 
So. 21. 4.
10.00 - 16.30 Uhr

Eintritt frei

UNNÜTZ DIENT DEM LEBEN
Intermedialer Schwerpunkt

 

 

Am Beginn dieses Mehrspartenprojekts von Bildender Kunst, Literatur, Wissen-schaft und Religion steht das Gegenwartsgefühl der totalen Verzweckung unserer Existenz. Der Gedanke der Funktionalität hat sich in den vielfältigsten Formen durchgesetzt. Selbst der Kulturbetrieb unterwirft sich immer stärker jenem Lang-zeittrend der "Vernutzung". 
Das Kulturzentrum bei den Minoriten hatte den "nutzlosen Einfall" gegen den Kunst- und Lebensstrich zu denken und dafür die Nutzlosigkeit zu loben.
Der Rekurs auf die Antike, in bedürftigen Zeiten immer wieder ein Griff der Kunst, den auch wir tun: "Brot und Spiele", antikes Erfolgsmotto wird zum Kunstgriff in der Ausstellung "Ich wusste immer, dass Kunst satt macht" von MICHAEL KOS, HERMES PHETTBERG predigtdient, in einer fünfstündigen Nocturne auf einer schwenkbaren Kanzel irgendwo in Graz. Die Nutzlosigkeit der alten Sym-posiumsidee wird nicht nur (aber auch) in diskursiven Vorträgen bzw. Statements von GISELA HILDENBRAND (Bonn), FRANZ KÜBERL (Caritas Österreich) und Ursula Baatz (ORF Wien) verfolgt, sondern auch auf die theatralen Formen Performance und Interaktion - PEN`S BUNGALOW, frisiert, installiert, fotografiert, filmt und kleidet Sie zu Mittag bei Brotsuppe - und die Literatur - SISSI TAX und FRANZ SCHUH lesen aus genuin für diesen Anlass geschriebenen Texten - ausgeweitet zu einem wahrhaft ganzheitlichen Projekt als Entwurf und als Kunstform.
Hermes Phettberg ist nutzlos
wird von Hermes Phettberg begangen im Freien auf einer geheimgehaltenen öffentlichen Verkehrsfläche im Stadtgebiet von Graz in der Nacht von Samstag, 20. 04. 2002 auf Sonntag, 21. 04. 2002.
Beginn ist am Samstag um Punkt 23.59 Uhr, und dauert bis zum Morgengrauen des Sonntags.

Pen’s Bungalow

breitet sich aus - mit sanfter Klarheit, übermäßig, langsam, bis auch das letzte Plätzchen unberührten Raums davon erfasst ist.

Was macht Franz Küberl
 
wenn er nicht über Menschen in Not spricht und auch nicht zum Abgeben von Spendengeldern aufruft?

Gisela Hildenbrand 

spricht über den Nutzen von Nutzlosigkeit und Nützlichkeit und darüber, wie sich chinesisches Denken unnützerweise im Leben übt.

Ursula Baatz
moderiert. Und denkt laut über den Müßiggang im östlichen Denken nach.

Franz Schuh

liest.

Sissi Tax

liest.
Mit freundlicher 
Unterstützung von

Steiner-Bau GesmbH