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ISonja Ladstätter, eine grafisch perfekte Schülerin Prachenskys, zeigt eine großformatige Ölkreideinstallation im Stiegenaufgang zum Minoritensaal. Der in Pastellfarben gehaltene frontal uns anblickende, heroisch bekleidete Mann ist in der Folge ihrer "Kreuzwegbilder" zu lesen, die ebenfalls zu sehen sein werden. Für die Künstlerin ein zutiefst authentisches und deshalb für uns Betrachter berührendes Thema: Im Stiegenaufgang zum Minoritensaal wird diese "Fasteninstallation" bis Ostern zu sehen sein. (Johannes
Rauchenberger)
Für Sonja Ladstätter war "Kreuzweg" ein Thema, lange bevor sie ihren zeichnete. Grausamkeiten an anderen wurden ihr zu einem faszinierenden Schrecken und erlebte sie so, als wären sie, Stück für Stück, ihr selbst zugefügt worden. Ihr Kreuzweg ist mit Wachskreiden gearbeitet, ein Material, das ihrem Hang zum Grafischen und Linearen ideal entgegenkommt. (...) Ihre Linienführung erfolgt oft spontan, wirkt bizarr und gebrochen und zeugt von wilder Entschlossenheit. Doch daneben gibt es auch dünn gestrichelte, zart und sensibel ausgeführte grafische Blätter von berührender Innerlichkeit.
Sonja Ladstätters Bilder sind Kunst gewordener Ausdruck für ihren mitunter einsamen Kampf gegen diese Welt von Zumutungen, was wir - hilflos und überfordert in unseren sprachlichen Möglichkeiten - gerne als "Schicksal" bezeichnen. Ihre Bilder sind aber auch Wegmarken der Hoffnung für ein besseres Verstehen dessen, was letzlich - ihr und uns allen unverständlich bleiben muß."
(Willi Fink)
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