| Di. 20.
11.
18.00 Uhr Vortrag/Diskussion
19.00 Uhr
Buffet & informelles Gespräch
20.00 Uhr
Lesung
& Buchpräsentation
(zweisprachig)
Eintritt:
Vortrag+Buffet+Lesung
ATS 90,-/50,- In Kooperation mit
dem Institut für Slawistik |
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Alexander
Pjatigorskij
Warum ich kein Slawist bin
Vortrag in russischer Sprache mit
anschließender Diskussion |
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Der Vortrag wird Slawistik als Form des nationalen Selbstverständnisses in Russland und als Mittel der Fremdwahrnehmung fokussieren. Alexander Pjatigorsikij: "Um Slawist zu sein, muss man Russland ernst nehmen. Das kann ich beim besten Willen nicht mehr, überdies nehme ich mich auch selbst nicht ganz ernst."
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Erinnerung an einen fremden Mann
Lesung: Russisch und Deutsch
Einführung und Übersetzung Erich Klein
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"Wer war Michail Iwanowitsch?" Auf detektivische Weise umkreist Alexander Pjatigorskijs zwischen Dokumentation und Fiktion oszillierender Roman die schillernde Figur des M. I. Tereschtschenko (1886-1958): Der liberale Groß- bürger, Spross einer Kiewer Zuckerfabrikantendynastie, Direktor des zaristischen Hofballetts, Gründer eines mysteriösen Rosenkreuzer-Ordens und Freimaurer, taucht um 1900 schlagartig in der vornehmen Welt von Moskau und Petersburg auf, beteiligt sich an der Verschwörung gegen den Zaren und wird 1917 Mitglied der Provisorischen Regierung. Als Finanz- und Außenminister spielt er eine entscheidende Rolle in der Geschichte Russlands im Ersten Weltkrieg.
Die aus dem Geiste Dostojewskijs verfasste Parabel über die Verstrickungen des Einzelnen im Zeitalter der Totalitarismen führt die vom Erzähler im Moskau der 50er Jahre aufgenommene Suche nach dem "fremden Mann" durch ganz Europa: nach Schweden ins Haus Wallenberg, nach England in die Welt der Aristokratie, des britischen Geheimdienstes und der großen russischen Exilmusiker, in das Frankreich der Kasinos und in die Kreise der weißen russischen Emigration, bis nach Deutschland zu einem dubiosen Ex-Nazi.
Pjatigorskijs Roman, beschreibbar als Spurensuche nach dem anderen Russ-land, ist gleichzeitig hintergründiges Spiel mit den Mythen der Oktober- revolution und den Ideologien des 20. Jahrhunderts. |
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Alexander Pjatigorskij
1929 in Moskau geboren. Nach dem Studium der Philosophie Mitarbeiter
der Akademie der Wissenschaften und der Universität Moskau. 1974 Emigration
nach England, Professor für alte indische Geschichte an der Universität London. Gastprofessuren in Deutschland,
Australien, Italien, Israel und den USA.
Andrej-Belyi-Preis (Petersburg) 2001
Publikationen zur Semiotik, Philosophie, russischen Literatur und indischen Mythologie,
u. a.: Philosophie einer Gasse (dt. 1997)
Mythological Deliberations (1993)
The Phenomenom of Freemasnonry (1995) Ausgewählte Werke (russ. 1996)
Philosophy of Observation (2001)
Träume und Alpträume (russ. 2001) |
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